unexpected conversations with gorgeous souls
Nach unten 
   
Gast


Anonymous



unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gast

unexpected conversations with gorgeous souls
Buchanan Rosier & Audrey Hallway
auf dem Astronomieturm
am 17.5., ca. 20 Uhr


Mit mulmigen Gefühl stieg die Slytherin die Stufen zum Astronomieturm herauf. Es war kurz vor 8 Uhr abends und gleich würde sie den mysteriösen "charmanten jungen Mann" treffen, wie Professor Slughorn ihn beschrieben hatte. Wen erwartete Audrey da schon? Im Endeffekt war für sie momentan kein Mann 'charmant' (jung war schließlich relativ...) und demnach.. nun, er musste auf jedenfall etwas mit dem Slug Club zu tun haben, schließlich ging es bei diesem ganzen Arrangement darum, dass Audrey ein wenig auf das Kommende vorbereitet war. Leider wusste Audrey nur von wenigen Schülern, dass sie im Slug Club Mitglied waren und von denen, die sie kannte würde sie spontan meinen, Richard Potter würde auf die Beschreibung vom Professor passen. Sie kannte den recht lebhaften Gryffindor zwar nicht persönlich, aber so vom Sehen und Hören schien der Junge doch recht freundlich zu sein, was sie von den meisten Slytherin-Kerlen nicht sagen konnte.
Sicher konnte sie sich bei dem Ganzen aber trotzdem nicht sein und so machte sie sich keine großen Hoffnungen, dass es sich tatsächlich um Richard handelte. Von allen Schülern von denen sie die Mitgliedschaft kannte war nämlich Richard der, mit dem sie vermutlich am ehesten klar kommen würde - so ganz auf ihre Audrey-Art. Warum Professor Slughorn überhaupt der Ansicht war Audrey bräuchte eine Einführung in den Club fragte sich die Blondine allerdings auch. War das wohl bei jedem so gewesen oder meinte er es einfach nur gut damit, die vorzubereiten? Audrey hoffte wirklich sehr, dass das bei jedem angehenden Mitglied so gehandhabt würde, denn sonst würde sich der "charmante junge Mann" eventuell ein wenig düpiert fühlen. Derjenige war ja kein Bote oder so etwas.. Hm.

Audrey war jedenfalls oben am Turm angekommen und war natürlich zu früh. Es war niemand sonst in der Nähe und so machte sich die Slytherin zum Geländer auf, um ein wenig in der Gegend herum zu gucken und sich hier und da ziemlich oft am Rock oder am Hemd herum zu zupfen. Warum war sie denn so aufgeregt?! Es war doch schließlich nicht das erste Mal, dass sie sich mit jemandem traf. Unvorbereitet. Ohne zu wissen, um wen es sich handelte. ... Gut, es war das erste Mal. Und Audrey wusste auch genau, dass ihre Nervosität alsbald von der "Oh, was erwartet mich?"-Art zur "Sag bloß nichts falsches"-Art umschlagen würde, so wie sie es immer tat wenn sie mit irgendwem des anderen Geschlechts sprach. Wunderbare Voraussetzungen. Die Hoffnung blieb also bestehen, dass es sich um Richard handelte, denn er würde das vielleicht mit Humor nehmen und versuchen sie ein wenig zu lockern, schließlich war er ja ein... lustiger Kerl. Hatte sie gehört.
Als das Mädchen Schritte vernahm wandte es sich langsam um und sah zur Treppe, auf der in wenigen Sekunden der "charmante junge Mann" erscheinen würde. Für den Moment krallte Audrey sich beinahe in das Geländer und dann...
... kein Richard. Nicht mal ein Potter. Oder überhaupt ein Gryffindor. Ohje. Ohje. Professor Slughorn musste also tatsächlich das perfekte charakteristische Ebenbild ihres Vaters schicken, um sie zu unterweisen? Sollte das ein Spaß von ihm sein? Wobei, so eine fiese Ader traute Audrey ihrem Hauslehrer eigentlich nicht zu... Jetzt gab es zumindest kein Zurück, außer sie wollte sich vom Astronomieturm stürzen und unten auf dem Boden aufklatschen, das würde wahrscheinlich ohnehin weniger peinlich sein als diese Situation hier.
Audrey hatte nämlich für den Moment die komplette Kontrolle über ihr Gesicht verloren und sah.. mehr oder minder geschockt und entgeistert dem Slytherin vor ihr entgegen. Wäre hinter ihr kein Geländer wäre sie vermutlich instinktiv einen Schritt zurück gegangen einfach um.. Sicherheitsabstand zu haben, aber da das nicht ging stand sie einfach nur ziemlich verdutzt da, bis ihr endlich der Gedanke kam, dass ihr Gegenüber sie ja sehen konnte. Peinlich.

Sie räusperte sich kurz und wechselte dann recht schnell wieder zu ihrer üblichen Verhaltensweise, lächelte kurz und senkte dann den Blick vor dem jungen Herrn vor sich. "Mr. Rosier... Guten Abend..", begrüßte sie den Mitschüler also irgendwie halbwegs und sah dann doch lieber seine Krawatte an, als ihm ins Gesicht.
Nach oben Nach unten
   
Gast


Anonymous



unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » Re: unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gast


god knows i tried
i feel free when i see no one
and nobody knows my name.
**
17TH OF MAY | AUDREY &&. BUCHANAN | NIGHT



Absurd wie elendig lang ein Tag sein konnte, eine Woche; gefühlt ein ganzes Leben. Früher hatte er geglaubt, dass wenn er nur schnell genug wäre, wenn er nicht aufgeben würde dann könne er tun und lassen was er wollte, er hätte frei sein können. Doch unbemerkt hatte sich dieser Glauben mehr und mehr zurückgezogen. Verdruss gefolgt von Verbitterung hatten Einzug genommen und in stiller Gleichgültigkeit hatte er jede Entscheidung hingenommen, hatte aufgehört zu glauben und war den Spuren gefolgt, die ihm vorgelegt worden waren.
Ohne es zu wollen hatte Buchanan begonnen die selben Kreise zu ziehen denen er nicht einmal hatte zu nahe kommen wollen. Hatte mit seinem temperamentvollen Aufbegehren lediglich den Grund dafür geschaffen und war jetzt am Ende, seines scheinbar selbst gewählten Weges, nicht mehr und nicht weniger als von anderen gewollt war. Hätte er die Möglichkeit mit seinem jüngeren Ich zu sprechen, was hätte er schon sagen können? Keine Ratschläge, keine Hoffnungen und kein ach so gutmütiges Wort hätte seine Lippen verlassen. Lediglich die Gewissheit, dass er aufhören sollte sich dagegen zu wehren.
Nun auf den letzten Metern wollte er schlichtweg nur noch seine Ruhe. Die Streitereien mit dem Nott waren ebenso erquickend gewesen, wie die Vorstellung dessen Schwester heiraten zu müssen. So nachtragend wie alle drei Slytherins waren könnte er sich vorstellen, dass sie noch als Greise darüber reden könnten, wie Keyx den Älteren aus dem Slytherinteam warf und der Rosier aus Rache, wie aus Gelüsten dessen Verlobte geraubt hatte. Daraufhin würde seine Zukünftige pikiert die Lippen verziehen für einen Augenblick glaubte Buck, dass ihm das wirklich Genugtuung bereiten würde, wenn sie ihre geraden Lippen verziehen würde. Wenigstens solche Geschichten könnte er seinen Kindern erzählen… Das würde er ganz sicher nicht seinen Kindern erzählen. Am Ende würden sie ihn nur ebenso zur Weißglut bringen, wie es zur jetzigen Zeit seine Schwestern taten.
Doch Ruhe und Hogwarts in einem Satz schienen noch nie zueinander gepasst zu haben. Auch wenn er es noch so sehr gewollt hätte. An sich hatte er wohl alles richtig gemacht in dem er auf das Abendessen verzichtete und in der so befremdlichen Ruhe zurück zum Gemeinschaftsraum schlich. Sein Name vom anderen Ende des Ganges klang allerdings weniger beruhigend und damit hatte sich gezeigt, dass er auch wirklich nur an sich alles richtig gemacht hatte.
Stocksteif hatte er sich seinem Hauslehrer zugedreht und den Älteren mit der freundlichsten Miene betrachtete, die er ihm hatte entgegen bringen können. Dieser brauchte nicht lange um den Franzosen darauf aufmerksam zu machen was genau er von ihm wollte. Wie hätte er widersprechen sollen, wenn er wusste, dass es letztlich Slughorn zu verdanken war, dass er noch ein Schüler Hogwarts war. Wer hätte sonst an die Gnade Dumbledores appellieren sollen, wenn nicht er? Stummes Nicken auf der Seite des Jüngeren, ehe er darüber aufgeklärt wurde, dass er bereits spät dran war.

Die Stufen zum Astronomieturm nehmend versuchte er sich darüber klar zu werden, warum diese Rolle ausgerechnet auf ihn fiel. Nicht das er es wagte sich irgendwie zu beschweren, dennoch hätte er wohl eher daran geglaubt, dass Mitglieder wie Riddle oder Fitz den Club in einem weitaus edleren Glanz darstellen könnten. Potter wäre nicht infrage gekommen, sicherlich hätte er nur über den Professor geschimpft und hätte etwas Gutes über das Essen gesagt. Die anderen Gesichter waren ihm bis auf eines ziemlich fremd. Aber zu denken, dass Akysa irgendjemandem etwas erzählen könnte kam ihm leichtsinnig vor. Wahrscheinlich wäre sie dann nur noch zurückgezogener und letztlich müsste Slughorn all das selber erledigen.
Außerdem schuldete der Dunkelhaarige seinem Hauslehrer wohl weitaus mehr als nur einen simplen Gefallen und was gab es einfacher als Jemanden zu fragen, der sowieso nicht Nein sagen konnte?

Buchanan kam oben am Treppenabsatz zum stehen und ließ seinen Blick kurz über die Umgebung schweifen, ehe er seine Aufmerksamkeit auf die Blondine legte. Ein kurzes Zuckens seiner Mundwinkel verriet, dass selbst ihm nicht ihr Blick entgangen war, doch verflüchtigte sich dies so schnell, wie sie ihre Contenance wieder fand.
Stille von seiner Seite aus, ehe sein Blick dem ihrem herunter zu seiner Krawatte folgte. Wäre er nicht sicher, dass Hemd und Umhang allerlei Blessuren verstecken würden hätte gedacht, dass sie ihn anstarrte um des simplen Starren Willens, nicht etwa aus Schüchternheit heraus. Man hätte meinen müssen, dass er nach all der Zeit sich an Schüchternheit gewohnt hätte, aber er konnte damit noch immer so wenig anfangen wie ein Goldfisch mit einem Ball, weswegen er diese unter Unbeholfenheit und dann unter Schwäche einsortierte. Langsam nur trat er von der Treppe weg, erlaubte sich mit großen Schritten den Raum einzunehmen, ehe er nicht weit von ihr entfernt zum stehen kam, die Hände ebenfalls auf dem Geländer abgestützt. Sein Blick fuhr akribisch über sie, ehe der Ältere den Horizont und die Ferne taxierte.
,,Guten Abend, Miss Hallway’’, antwortete er und schenkte ihr einen kurzes Nicken. ,,Ich habe gesehen, dass Sie meine wunderschöne Krawatte bewundert haben.’’ Erneutes Zucken der Mundwinkel, ehe er wieder in die Ferne sah als würde er dort nach etwas suchen. ,,Wenn Sie wollen schenke ich sie Ihnen, dann können Sie diese jeden Tag ansehen und ich müsste nicht länger fürchten, dass Sie meinem Blick ausweichen, was nicht nur äußerst unhöflich ist sondern auch noch furchtbar ängstlich wirkt. Aber da ich glaube, dass Sie nicht mit einem Hasen zu vergleichen sind, sondern lediglich die Krawatte bewundern wollten, habe ich ja nichts mehr zu befürchten, nicht wahr?’’
Nach oben Nach unten
   
Gast


Anonymous



unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » Re: unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gast

don't let your mood dictate your manners...
Buchanan Rosier & Audrey Hallway
auf dem Astronomieturm
am 17.5., ca. 20 Uhr


Audrey konnte die imaginäre Ohrfeige spüren, die ihr ihr Vater gegeben hätte wenn er mitbekommen hätte, wie der erste Gesichtsausdruck den Buchanan von ihr sah ausgesehen hatte. Durchaus unpassend. "Eine Frau hat zu Lächeln, wenn ein Mann den Raum betritt".. das war reichlich schief gegangen. Für den Moment hatte die junge Slytherin also in sämtlichen Punkten ihrer Erziehung versagt und sie hoffte sehr, dass das keine weiteren Folgen haben würde. Die ganzen Rules of Etiquette wurden ihr stets als 'so wichtig wie das Atmen' eingeflößt und nun hatte sie das ganze Gespräch bereits ins Schwanken gebracht. Audrey war sich zwar nicht sicher ob Buchanan wirklich so viel Wert darauf legte, doch darüber zu spekulieren brachte ihr auch nicht besonders viel und so musste sich sich wohl einfach darauf einlassen, den Verlauf des weiteren Gesprächs abzuwarten.
Audrey löste ihre Hände vom Geländer und verhakte ihre Finger stattdessen vor ihrem Schoß, während Buchanan von der Treppe des Turmes wegtrat und auf das Geländer zuging. Sie wandte sich zu ihm als er das Geländer umfasste und gab sich wirklich Mühe, sich unter seinem abschätzigen Blick nicht sichtbar unwohl zu führen. Im Endeffekt sah sie heute aus wie sie immer aussah. Sie trug die Schuluniform, hatte jedoch auf einen Umhang verzichtet, weil es auch Abends noch recht angenehm warm draußen war. Sie hatte also lediglich ihre weiße, langärmelige Bluse und die Krawatte in den Farben ihres Hauses an, die sauber geknotet war. Wie üblich hatte Audrey ihre Haare hochgebunden, heute jedoch nicht allzu streng, so dass einige Strähnen ihrer Haare ihr in ihr Gesicht fielen, die sie ab und an zur Seite strich. Eigentlich gab es an der Schülerin also nichts auszusetzen und unglaublich unschön war auch ihr Gesicht nicht, doch es führte nichts darum herum, dass Audrey nervös wurde, als Buchanan sie ansah. Zu ihrem Glück löste er den Blick auch recht schnell wieder und wandte sich dem Ausblick vom Balkon zu, so dass sie ihre Haltung für eine kurze Sekunde ein wenig entspannen konnte.

Audrey hätte vermutlich wieder beinahe genau so verdutzt geschaut wie sie es vorhin getan hätte, doch ihr schossen urplötzlich die Worte ihres Vaters wieder durch den Kopf, die sie daran hinderten. "Lass deine Gefühlslage niemals über deine Manieren bestimmen" - und so schaffte Audrey es, Buchanan nicht wieder mit einem närrischen Blick anzusehen, auch wenn sie sich nicht sicher war ob er das überhaupt mitbekommen hätte.
Was sie nicht verhindern konnte war die wohlbekannte Wärme, die ihre Wangen leicht rötlich färbte als hätte sie sie mit Rouge hevorheben wollen. Innerlich seufzte Audrey und verfluchte den Verlauf des Gesprächs, weil sie zudem nicht wusste, was sie darauf antworten sollte. Glücklicherweise kam Buchanan ihr zuvor und sprach direkt weiter, während er den Blick wieder nach draußen gelenkt hatte.
Die nächsten Worte des Slytherins warfen Audrey jedoch etwas mehr aus der Bahn, so dass sie sich halbwegs von ihm abwandte und nun ebenfalls wieder die Landschaft von Hogwarts begutachtete. Innerhalb von ein paar Minuten hatte der gute Herr es also geschafft, einen ihrer (vielen) wunden Punkte direkt zu treffen und auch noch anzusprechen. Nicht nur, dass sie das in eine wirklich unangenehme Situation brache, nein, das ganze forderte nun auch eine Erklärung ihrerseits, die nicht lange auf sich warten lassen sollte. 'Unhöflich' war bei Merlin das Letzte, was Audrey sein wollte, also musste sie sich wohl oder übel dazu zwingen den Blick des Slytherin zu erwidern und auch Stand zu halten - inwiefern letztes funktionieren sollte wusste sie sich selbst auch noch nicht zu beantworten.
"Nein Sir, Verzeihung.", murmelte sie dann halblaut und verstärkte den Griff um ihre eigene Hand ein wenig. "Es war nicht meine Absicht, unhöflich zu sein.", fuhr Audrey fort und überlegte kurz, ob eine Erklärung ihrerseits von Nöten war. "Ich war mir nur nicht im Klaren darüber, dass Sie dem Slug Club angehören und war dementsprechend ein wenig verwundert..." Audrey biss die Zähne zusammen und lächelte den Mitschüler einige Sekunden darauf entschuldigend an. Die Blondine musste sich definitiv ein wenig lockern, sonst würde die ganze Sache für beide Parteien ziemlich unangenehm werden. Audrey versuchte also, sich ein wenig zu entspannen und beobachtete ein paar Eulen die über den Himmel glitten, bis ihr Blick wieder zu Buchanan wanderte, diesmal tatsächlich zu seinem Gesicht. Im Profil sah der junge Mann wirklich gut aus, auch wenn Audrey irgendwie das Gefühl hatte, dass es kaum Freude ausstrahlte..
"Ich hoffe, dass Ihnen dieses Treffen keine Unannehmlichkeiten bereitet und Sie an Dingen hindert, die Sie stattdessen getan hätten." Eigentlich hatte sie sich das ganze ja nicht ausgesucht und hatte Zeit und Ort von Professor Slughorn erhalten, doch Audrey fühlte sich dazu verpflichtet sich zu entschuldigen, sollte ihr Mitschüler tatsächlich lieber anderes vorgehabt haben als nun mit ihr hier zu stehen...
Nach oben Nach unten
   
Gast


Anonymous



unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » Re: unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gast


god knows i tried
i feel free when i see no one
and nobody knows my name.
**
17TH OF MAY | AUDREY &&. BUCHANAN | NIGHT




Der Rosier war nicht ganz bei der Sache. Der vermeintlich angenehme Nachmittag hatte seine Spuren hinterlassen, genauso wie das Wochenende das nicht hatte enden wollen. Von einer unglücklichen Szenerie in die nächste gewankt war ihm die Stille und die Ruhe dieses kurzen Moments vollkommen befremdlich. Das augenscheinliche Gefühl alles unter seiner Kontrolle zu wissen, hinzu kam lediglich die Gewissheit das diese Szene nur zu sehr einer anderen aus seine Leben glich. Er hätte gerne, er würde gerne..
Einatmen, ausatmen. Langsam wandte er den Blick zu Audrey herum, bemerkte die leichte Verfärbung auf ihren Wangen und schürzte die Lippen als hätte er etwas sagen wollen, beließ es aber bei dem kurzen Blick. Buchanan quittierte die Röte mit einem Blinzeln; wäre wohl das Ergebnis ihrer Erkenntnis, nicht mehr nicht weniger; hoffte er zumindest. Es war ihm schon immer schwer gefallen mit derlei Reaktionen umzugehen.
Erneut das beunruhigende Gefühl, dass ihm das alles hier viel zu bekannt vorkam. Gern hätte er sie gefragt ob sie vielleicht in Verbindung mit der Ravenclaw stand. Hätte ja auch alles nur eine Farce sein können; eingeübt und geprobt nur ihm das letzte Stück Verstand zu rauben das ihm noch geblieben war. Auch wenn das der Rain nicht ähnlich gesehen hätte wäre es ihm lieber gewesen, dass sie dahinter steckte als zu bemerken, dass er sich tatsächlich immer wieder in wahnwitzig ähnlichen Situationen wiederfinden sollte. Andererseits? Vielleicht wollte das Leben ihm einfach nur eine weitere Chance geben zu zeigen, wie grausam es war.

Audrey zuzuhören hatte einen merkwürdigen Nachklang in seinem Innersten, als würden ihre Worte bis zu den versteckten Erinnerungen aus seiner Kindheit durchdringen und dort Anklang finden. Einen Augenblick lang wünschte er, dass seine Schwestern nur halb so höflich zu ihm wären. Hazel hatte diese widerliche Eigenart immer freundlich und nett zu sein bis sie ihren Vorteil in Verrat finden würde. Faye wiederum schien sich schlichtweg damit abgefunden zu haben, dass sie niemals eine Frau von Klasse werden könnte.
Die Brauen leicht verengt hörte er zu, ließ die Mundwinkel langsam herabsinken und kehrte zurück zu der verdrießlichen Miene, die jeden Tag sein Gesicht zierte. Der Ältere hörte ihr nicht einmal richtig zu, hatte viel mehr angefangen sich zu fragen was der Professor wohl an ihr finden würde und warum sich immer mehr dröge Frauenzimmer und elendige Speichellecker bei den Treffen gegenüber saßen. Die Blondine und er hatten noch keine fünf Minuten miteinander geteilt und er ordnete sie bereits irgendwo neben Rothwood ein, die dort einfach nur saßen und nickten wenn ein Langweiler wie Selwyn von seinen Träumen sprach.

Aus dem Augenwinkel sah er dabei zu, wie sie sich ebenfalls der Landschaft widmete und die Schlange nahm sich den Moment um ihr Gesicht eine Sekunde länger zu betrachten, allen voran das leichte Lächeln auf ihren Lippen. Erst als er bemerkte, dass sie ihre Aufmerksamkeit von den Eulen zu ihm wandern ließ sah er hinauf, vorbei an der Stupsnase hoch zu ihren Augen.
Der Franzose hob skeptisch die rechte Braue, ließ sie aber ausreden, dem guten Willen verschuldet und verlagerte das Gewicht mehr auf das linke Bein. ,,Ich könnte mir unangenehmere Gesellschaft vorstellen, zumindest wenn Sie es durchhalten mir nicht mehr auf die Krawatte zu starren’’, antwortete er lediglich und ließ kurz den Anflug eines schelmischen Grinsens auf seinen Zügen Platz finden, ehe den Blick abwandte. Insgeheim wünschte er sich dennoch er hätte früher von alledem gewusst, dann hätte er sich zumindest Gedanken machen können was er ihr erzählen könnte. So hatte er nicht die geringste Idee davon was eine junge Frau hören wollte und was sie überzeugen konnte, dass so ein spröder Club doch eigentlich etwas ganz wunderbares war. Nicht einmal er selbst schien das gänzlich zu glauben. Da machte es auch keinen Unterschied das er den Professor eigentlich noch so sehr schätzte.
,,Wenn es Sie beruhigt Miss Hallway, ich war ebenfalls überrascht, dass der Professor mich schickte. Mir wären zu Beginn gleich drei Namen eingefallen, die besser geeignet wären als der meine. Auch wenn ich zugeben muss, dass es mich gleichermaßen auch ehrt, dass er Sie mir anvertraut.’’ Langsam nur nahm er den Blick gänzlich vom Horizont und drehte sich der Jüngeren zu.
Irgendwann müsste er ja einen Anfang finden. Vielleicht könnte er zu Beginn etwas nettes über die Mitglieder an sich sagen oder er würde bei Potters Favorit: dem Essen anfangen. Es wäre gar möglich, dass er ihr ein paar Beispiele von Abenden oder amüsante Szenerien wiedergeben könnte. Stattdessen schien sich Buchanan für etas anderes zu entscheiden. Unklar woher der plötzliche Impuls kam, legte er den Kopf schief und zog erneut die Brauen zusammen. ,,Was glauben Sie, weswegen er Sie als Mitglied ausgewählt hat?’’
Nach oben Nach unten
   
Gast


Anonymous



unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » Re: unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gast

and I am feeling so small, I know nothing at all
Buchanan Rosier & Audrey Hallway
auf dem Astronomieturm
am 17.5., ca. 20 Uhr


Während Buchanan die Landschaft von Hogwarts beobachtete und Audrey den Blick auf das Profil des jungen Mannes gerichtet hatte schossen der Slytherin viele Fragen durch den Kopf. Buchanan selbst schien ein wenig abwesend zu sein und Audrey kam nicht darum herum, sich zu fragen weshalb. Was beschäftigte ihren Mitschüler so sehr und wieso gab er sich eigentlich so, wie er sich gab? Audrey konnte irgendwie nicht glauben, dass jemand "einfach so" so abweisend und kühl war, wie Buchanan (und komischer Weise viele andere Slytherin-Herren) sich immer verhielt. Irgendwo mussten diese armen Seelen in ihrer Vergangenheit etwas trauriges erlebt haben, dass sie zu dem machte, was sie nun sind. Diese Mauer, die sie um sich herum aufgebaut hatten um jegliche Gefühlsregung im Keim zu ersticken hatte man nicht einfach von Geburt an. Audrey selbst wusste das sehr gut, nur dass sie sich hinter der Fassade von Unterwürfigkeit und guten Manieren versteckte. Was sollte sie auch sonst tun? Es war stets das Beste gewesen nachzugeben, in jeder Situation in der Audrey sich je befunden hatte. Hätte sie gegenüber ihrem Vater das Wort erhoben wäre es ihr schlechter als sowieso schon gegangen - was lohnt es sich also, das Wort zu erheben? Eine Denkweise, die Audrey bereits sehr lange prägte und einfach nicht loslassen wollte, auch wenn sie unheimlich verkehrt und auch irgendwie feige war.
Bei den Gedanken schlich sich etwas trauriges in den Blick der Blondine, so dass sie den Kopf von ihrem Mitschüler wieder abwandte und sich wieder der Landschaft, genauer genommen den Eulen, widmete. Nicht lange dauerte es dann, bis ihr entschuldigendes Lächeln auf ihre Lippen trat und sie ihn erneut ansah, nur dass sich dieses Mal ihre Blicke trafen... und Audrey mal wieder nicht wusste, wie sie reagieren sollte. Für einen Moment hielt sie seinem Blick stand, dann zuckten ihre Augen wieder zu seiner Krawatte. Sie hätte wohl am liebsten geflucht weil es ihr so schwer fiel und es würde nicht schwer für Buck sein zu erkennen, dass sie innerlich wirklich mit sich rang und es keinesfalls unhöflich meinte und doch schaffte sie es, den Blick wieder zu heben und Buck wieder anzusehen. Sie fühlte sich so unglaublich verletzlich, als könne er alles, was in ihr vorging durch ihre Augen nun offenlegen... "Ich werde mein bestes versuchen.", entgegnete sie dann leise und musste sich doch eine gewisser Erleichterung zugestehen, als Buck den Blick wieder abwandte. Audrey senkte den Kopf kurz und blickte wieder zum Balkon, dann zum Geländer und betrachtete dann Buchanans Hände. Sie verengte die Augen ein kleines Stückchen und stützte sich dann selbst mit den Unterarmen am Geländer ab und beugte sich leicht vor. Nachdenklich sah Audrey hinunter und überlegte, wie tief das hier wohl war, bis sie den Kopf wieder hob als Buck weitersprach.

Audrey schenkte Buchanan ein Lächeln und strich sich eine Strähne aus ihrem Gesicht. "Dann wird der Professor vielleicht etwas in Ihnen sehen.", entgegnete Audrey darauf und stellte sich wieder gerader hin als Buchanan sich wieder komplett zu ihr drehte. "Wenn Sie mir die Frage erlauben..", begann sie und ihre Augenbrauen hoben sich ein kleines Stück. "Ist es üblich, dass neue Mitglieder in dieser Form.. äh.. vorbereitet werden?" Sie hoffte inständig, dass er mit einer Bejahung antwortete, denn sonst würde sie sich irgendwie.. wie jemand mit Extrabehandlung fühlen...
Für einen Moment breitete sich Stille zwischen ihnen aus und Buchanan schien über etwas nachzudenken, bis er Audrey (mal wieder...) ein Stück aus der Bahn warf. Wieso Slughorn sie eingeladen hatte? Eine sehr gute Frage, über die sich Audrey auch schon öfter Gedanken gemacht hatte, jedoch keine Antwort gefunden hatte. Sie schürzte kurz die Lippen und verhakte die Finger ineinander während sie die Stirn leicht in Falten legte und Buchanan nachdenklich ansah - nun, mehr so sein Kinn. Audrey entschied sich nach der kurzen Nachdenk-Phase dafür, einfach ehrlich zu sein und schenkte ihrem Mitschüler ein unsicheres Lächeln. "Wenn ich ehrlich bin denke ich darüber auch schon länger nach.", antwortete sie also vorsichtig. "Der Professor sieht wohl etwas in mir, was mir selbst verwehrt bleibt." Das war mitnichten eine zufriedenstellende Antwort, aber was sollte sie auch sonst sagen...?
Nach oben Nach unten
   
Gast


Anonymous



unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » Re: unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gast


god knows i tried
i feel free when i see no one
and nobody knows my name.
**
17TH OF MAY | AUDREY &&. BUCHANAN | NIGHT



Es wäre gelogen gewesen, wenn Buchanan gesagt hätte, dass ihm nicht auffiel wie Audrey erst versucht hatte krampfhaft seinen Blick zu erwidern und dann doch auf seine Krawatte starrte. Das Zucken seiner Mundwinkel hatte also einen berechtigten Grund und kam nicht von irgendwoher. Er nickte nur ab, dass sie versuchen würde ihr Bestes zu geben und würde sich wohl damit abfinden müssen, dass er jedes Mal auf ihre Stirn blicken oder eben den Kopf senken müsste. Wahrscheinlich würde er sich mit der Stirn anfreunden.
Das Thema wechselte und sie sah sein Kinn an, derweil er ihren Haaransatz fixierte. ,,Ich weiß, dass es für Sie sicherlich beunruhigend klingen wird Miss Hallway, aber wenn der Professor verlangt, dass vor einem wirklichen Aufeinandertreffen erst einer von uns Ihnen vorgestellt wird, dann lediglich weil er Sie so sehr schätzt und sich um ihr dünnes Fell fürchtet’’, antwortete er gerade heraus und sah kurz von dem Ansatz herunter, suchte nach ihren Blicken und beließ es dann wieder bei dem Haaransatz. ,,Ich schätze allerdings, dass es schon weitaus merkwürdigere Geschichten darüber gegeben hat, wie jemand Mitglied in seinem Club wurde, also seinen Sie auf keinen Fall beunruhigt, wahrscheinlich werden andere noch unangenehmere Geschichten aufzutischen haben’’, ergänzte er und versuchte sicherzustellen, dass sie nicht glaubte, dass irgendjemand besondere Erwartungen an sie haben würde. Wahrscheinlich hatte der Professor ihr schon genug Sorgen gemacht und sie hätte schon genügend Schwierigkeiten beim ersten Treffen nicht vor Aufregung in Ohnmacht zu fallen, ganz ohne das jemand wie der Rosier ihr dabei reinredete.

Der Ältere wartete ab welche Reaktion seine Worte zutage forderten. Deswegen war er selbst vollkommen zur Ruhe gekommen, hatte sich, dem hübschen Haaransatz zum Trotz, vorgenommen in ihr Gesicht zu sehen und hatte dabei das unsichere Lächeln bemerkt.
Er selbst wartete noch einen Moment bis er auf ihre Worte antwortete, begann aber langsam sich die Krawatte zu lockern und machte ein paar Schritte von ihr und dem Geländer weg.
,,Ich schätze er hält Sie für intelligent’’, antwortete der Dunkelhaarige geradeheraus und betrachtete sie aus der Entfernung. Nicht das er gefragt worden war, aber sie hatte es nicht gewusst und der Franzose war sich nicht zu Schade dafür gewesen Jemanden zu belehren.
,,Wahrscheinlich sind Sie in seiner Nähe auch nicht so ängstlich und haben irgendetwas gesagt, vielleicht etwas kluges, etwas weitsichtiges oder etwas besonders ungewöhnliches für eine Dame von ihrem Stand. Vielleicht haben Sie ihm ja eine absolut verrückte Idee darüber verkauft, wie die Frau in weniger als zehn Jahren die Welt einnehmen wird und wir den totalen Rollentausch abbekommen. Unwichtig was genau es war.
Vielleicht ja auch irgendetwas verrücktes, irgendetwas das ihn beeindruckt hat. Dann hat es Ping gemacht und er dachte sich: Ja, warum sollte nicht eine solche Frau tatsächlich mit lauter weitsichtigen Schülern zusammensitzen und sich an dem intellektuellen Austausch erfreuen? Ihnen wird er aber lediglich gesagt haben, dass es eine nette Unterhaltung ist, eine kleine Abwechslung und es immer gutes Essen und aufregende Geschichten gibt
’’, erklärte er und zog die gelöste Krawatte von seinem Hals und betrachtete den dunklen Stoff genauer, als würde er nach einem Makel suchen. Langsam nur legte er diese über seine rechte Schulter.
,,Jetzt kommt der Punkt an dem es interessant wird Miss Hallway. Glauben Sie, und jetzt bitte ich Sie um eine grundehrliche, vollkommen realistische Einstellung, dass es wirklich klug ist so viele intelligente, aus der Reihe tanzenden Individuen an einem Fleck zu horten? Wenn wir die Konventionen unserer Gesellschaft genauer betrachten ist es schließlich schon immer der Kollektiv gewesen, der dem Individuum gefährlich werden konnte. Wie sonst ist es möglich, dass eine intelligente Frau, wie Sie zu ängstlich ist um eine Konversation mit einem Mann zu führen?’’
Buchanan ließ die Fragen im Raum stehen, begann den Umhang aufzuschnüren ehe er diesen wie seine Krawatte lediglich locker über seine rechte Schulter hängte. Die Ärmel seines weißen Hemdes rückte er gerade, ebenso wie den Hemdkragen und lächelte ein wenig zufrieden, als alles in der gewohnten Ordnung war. Während er ihr Zeit ließ, sowohl zum überlegen, als auch um sich zu sammeln, fischte er einen weißen Faden von seiner Hose, schnippte ihn willkürlich in den Raum
Nach oben Nach unten
   
Gast


Anonymous



unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » Re: unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gast

If these wings could fly
Buchanan Rosier & Audrey Hallway
auf dem Astronomieturm
am 17.5., ca. 20 Uhr


Audrey hörte dem Älteren schweigend zu als er ihre Sorge um den Grund dieses Treffens ein wenig versuchte abzuschwächen. Das erleichterte die schüchterne Blonde auf jeden Fall um einiges, denn nichts wäre schrecklicher als in eine "neue Gruppe" zu kommen und dafür vorher in irgendeiner Weise extra behandelt worden zu sein. Sie seufzte also kurz erleichtert aus und nickte dann, hob sogar kurz den Blick und lächelte Buchanan an. "Danke, Sir.", meinte sie dann obwohl es vielleicht eigentlich keinen Grund gab, sich zu bedanken. "Ich habe mir schon Sorgen gemacht, irgendeine Ausnahme zu sein.", fügte sie dann als Erklärung an und zuckte kaum merklich mit den Schultern. Sie war sich nicht sicher ob Buchanan diese Sorge vielleicht nachvollziehen konnte, doch selbst wenn nicht tat das vermutlich auch gar nicht viel zur Sache. Audrey hatte damit lediglich versucht.. ein wenig zu erklären weshalb es ihr so komisch vorkam, wenn auch in recht wortkager Art und Weise.

Zu Audreys Überraschung machte ihr Mitschüler auf ihre Antwort nicht den Eindruck, als hätte sie ihn nicht befriedigt. Eventuell hatte er sich auch einfach schon gedacht, dass jemand wie Audrey sich selbst nicht gut genug einschätzen konnte oder wollte, und sich dementsprechend schon ausgemalt, welche Antwort vielleicht kommen konnte. Umso mehr verwunderte es Audrey dann, dass Buchanan ihr stattdessen eine Antwort darauf gab.
Buchanan hatte sich mittlerweile von ihr und dem Geländer entfernt und seine Krawatte gelöst. Der entstandene Abstand zwischen ihnen ließ es zu, dass Audrey sich ein wenig entspannte und den Blick wieder hob. Ohnehin hatte sie die Option seine Krawatte anzustarren jetzt ja nicht mehr und ihm auf den Kragen zu starren empfand selbst Audrey irgendwie als.. komisch. Sie entschied sich also dafür ihm doch ins Gesicht zu sehen und auf die, nun größere, Entfernung hatte sie auch nicht mehr allzu große Probleme damit, ihm in die Augen zu sehen, als würde die Entfernung zwischen ihnen dafür sorgen, dass sie weniger verletzbar war.
Audrey drehte sich natürlich mit seinen Bewegungen, so dass er hinterher nicht nur mit ihrem Rücken sprach sondern er auch weiterhin in ihr Gesicht sehen konnte. Sie fummelte kurz selbst an ihrer Bluse und rückte sie zurecht, dann sprach Buchanan weiter und faszinierte sie mit seinen Worten.
War sie tatsächlich so durchsichtig, dass der Slytherin nun schon gewusst hatte, worum es in den Gesprächen zwischen ihr und dem Professor ging, oder war es einfach ein Glückgriff gewesen oder ein schlichter Gedanke, der ihm in den Sinn gekommen war? Audrey hatte für den Moment einen recht überraschten Gesichtsausdruck und schmunzelte dann kurz. Audrey antwortete jedoch nicht darauf sondern beobachtete ruhig, wie er die Krawatte löste, anstarrte und sich dann über die Schulter ging. Er war tatsächlich ein sehr interessanter Knabe, auch wenn Audrey selbst das niemals zugeben würde. In gewisser Hinsicht faszinierte der Schüler sie einfach, wie er da in vollkommener Gelassenheit stand und über Dinge sprach, als wären sie selbstverständlich. Komplett anders als sie, vielleicht war es das, was ihn so interessant machte.

Sie ließ den Slytherin aussprechen und sah ihn eine kurze Zeit verwundert an, dann jedoch wurde ihr Blick nachdenklich und man sah, dass sie sich ernsthafte Gedanken über ihre Antwort machte. Ihre Hände ließen von ihrer Bluse ab und sie lehnte sich mit dem Rücken gegen das Geländer während sich ihre Arme anschließend leicht verschränkten.
Tatsächlich war es eine sehr gute Frage, die Buchanan da an Audrey gestellt hatte... vor allem mit einem ziemlich passenden Beispiel, wenn man ehrlich war. Trotzdem war Audrey bewusst, dass sie mit ihrer Antwort vorsichtig sein musste, auch wenn es sie reizte ihm tatsächlich ohne Umschweife ihre Meinung darüber zu sagen - doch es ging nicht, also musste sie das alles ein wenig anders angehen. Der Blick lag weiterhin auf dem Slytherin der sich gerade daran machte, sich halbwegs zu entkleiden, dann begann sie zu sprechen.
"Ich denke, ob das Kollektiv gefährlich werden könnte oder nicht hängt von den Individuen ab, aus denen es besteht. Besteht die Mehrheit aus egozentrischen Personen die allesamt Züge eines Gottkomplexes aufweisen ist es kein Wunder, dass andere Individuen unter ihnen leiden müssen." Natürlich sprach sie gerade von Männern und vermutlich wäre es für einen schlauen Kopf wie Buck auch nicht schwer, das zwischen den Zeilen zu erkennen. ""Aus der Reihe tanzen" sollte keinesfalls in jedem Fall als schlecht gewertet werden. Gerade diese Personen können das Fundament von etwas Neuem werden, was an den verschiedenen Gedanken und Ansichten jedes einzelnen wachsen und sich entwickeln kann. Menschen sind allerdings so gestrickt, dass sie aus anderen Denkweisen und Ansichten gerne einen Konkurrenzkampf bauen um sich selbst und ihre Meinung aufzuwerten, sie fühlen sich angegriffen wenn sie keine Bestätigung bekommen und beginnen selbst Machtkämpfe zu starten anstatt an ihren unterschiedlichen Ansichten zu wachsen und sich auf Neues einzulassen. Ich würde Ihre Frage also dahingehend umstellen, ob es klug ist genau diese Individuen die der Professor für sich sammelt in einen Club zu stecken. Diese Frage würde ich mit einem klaren Ja beantworten. Weil gerade die Frage, wie sie miteinander umgehen und ihre verschiedenen Meinungen aufnehmen, das Reizbare an der Sache ist.
Weshalb tanzen Sie denn aus der Reihe, Mister Rosier?"
Sie sah ihn ruhig an und war sich nicht sicher, ob ihre Antwort ihm auch nur ansatzweise reichte, aber das.. musste sie nun einfach auf sich zukommen lassen. Es war ein komisches Gefühl für Audrey, tatsächlich so viel auf einmal zu sagen und zusätzlich auch noch ihre eigene Meinung preiszugeben, doch wenn man es genau sah hatte Buck sie um genau das gebeten, also würde sie dem auch nachkommen. Hoffentlich hatte sie jetzt nur nicht etwas falsches gesagt.
Nach oben Nach unten
   
Gast


Anonymous



unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » Re: unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gast


god knows i tried
i feel free when i see no one
and nobody knows my name.
**
17TH OF MAY | AUDREY &&. BUCHANAN | NIGHT



Hätte der Slytherin gewusst, dass ihre Angst lediglich darin lag, dass sie vielleicht eine Ausnahme von irgendetwas zu sein, dann hätte der Ältere ihr wohl sogleich gesagt, dass man es niemals fürchten sollte die Ausnahme von irgendetwas zu zeigen. Schienen Menschen och viel mehr ihre besondere Art der Zuneigung genau dadurch zu zeigen, dass sie von ihren üblichen Verhaltensmustern abrückten. Es war also lediglich die Art des Professor zu zeigen, dass er weitaus mehr Wert auf die junge Frau legte als sie zu glauben schien.
Sicherlich hätten die Anderen wohl ein merkwürdiges Gesicht gezogen, wenn sie gewusst hätten, dass die Blondine ein einleitendes Gespräch für solch eine lapidare Angelegenheiten wie das Beitreten eines Clubs bekam. Andererseits hielt der Rosier von anderen, die sowas behaupteten stets das Schlechteste. Wer irgendetwas im Leben für lapidar hielt hatte so wenig Ahnung vom Leben selbst, wie nur irgendwie möglich. Besagten doch schon die verschiedensten chemischen Theorien, dass jede Reaktion eine Gegenreaktion forderte.
Mittlerweile schien Audrey aufgefallen zu sein, dass die Distanz ihr vermeintliche Sicherheit schenkte und hatte den Blick zumindest ein Stückweit angehoben. Besser, auch wenn er jetzt das Gefühl nicht los wurde irgendetwas zwischen den Zähnen zu haben. Hatte er nicht, aber der Blick reichte aus um ihm die Illusion davon zu vermitteln.
Der überraschte Gesichtsausdruck auf ihrem Gesicht sorgte dafür, dass er sich nur mehr in seinen Vermutungen bestätigt fühlte und gefahrlos weiterreden konnte. Er löste die Krawatte und hing sich diese über die Schulter, ehe den Umhang ebenfalls löste und sich damit genug Beschäftigung gab, derweil er auf ihre Antwort wartete. Ein Seitenblick zu der Jüngeren bestätigte ihm nur, dass sie sich auch wirklich Gedanken machte und nicht einfach nur in die Leere starte um Zeit zu schwinden. Zumindest letzteres sprach für sie und zwang den Slytherin nicht erneut etwas zu kritisieren. Schließlich war er nicht dafür hergekommen, sondern um ihr zu helfen, weil er ihr helfen musste.
Irgendwann würde er Slughorn nochmal fragen was ihn dazu getrieben hatte ausgerechnet ihn dafür auszusuchen. Sicherlich, Gefallen hin oder her, ob er dafür die richtige Wahl war bezweifelte er.

Wenn man sich die Mehrheit in Hogwarts ansah war deutlich zu erkennen, dass sie alle furchtbare Egozentriker waren. Gottkomplex hin oder her, war dem Rosier bereits aufgefallen, dass der Großteil von ihnen sicherlich nicht mehr alle beisammen hatte und das davon noch einmal der Großteil ausgerechnet in das Haus der Schlangen gehörte wollte dem Slytherin nicht wirklich gefallen, ganz gleich aus welchem Blickwinkel er das Ganze betrachtete.
Je länger Audrey sprach, desto ehrlicher wurde das Lächeln auf den Zügen des Älteren, ehe er leise lachend den Kopf schüttelte und wieder ein paar Schritte auf sie zu trat. ,,Nun ich dachte es wäre offensichtlich’’, gab er lediglich zurück auf die Frage, was ihn selbst auszeichnete und sah wieder in Richtung des Horizonts. ,,…der Professor lud mich nicht in seinem Club wegen dem was ich bin, sondern wegen dem was er von mir erwartet zu sein. Mein Vater bekleidet eine hohe Position im Ministerium, meine Familie hat viel Einfluss hier in London. Es ist offensichtlich welchen Weg ein ehrgeiziges Kind von autoritären Eltern anstrebt, nicht wahr?’’ Eine rein rhetorische Frage. Wenn er die Blondine ansah wusste er bereits, dass ihre Zukunft genauso vorbestimmt war, wie die seine. Engstirnige Eltern, die ihr einen gescheiten Ehemann verschaffen würden bevor sie ihre Jugend verlor, wenn sie Glück hatte hätte sie vielleicht gar Einfluss auf die Wahl welchem Mann sie ein Leben lang die Pantoffeln ans Bett tragen würde.
,,Ich schätze, dass ein Club, wie dieser nicht im geringsten irgendetwas ändern wird. Sie gehen nicht miteinander um, die Mitglieder interagieren mit Slughorn. Würden Sie eines der Mitglieder offen ansprechen? Gar eine Diskussion vom Zaun brechen, wenn Sie bei Tisch säßen Miss Hallway?’’ Er sah zu ihr herüber und lächelte verbittert.
,,Ich bezweifle es’’, antwortete er bevor sie darüber zu lange nachdenken konnte und ließ das Lächeln fallen. ,,Aber ich verrate Ihnen jetzt ein Geheimnis Miss Hallway, ich halte es für Verschwendung, wenn eine Frau mit Ideen dazu gezwungen wird den Mund zu halten. Und ich bitte Sie. Nein, ich bitte dich Audrey, wenn du die Möglichkeit hast. Dann zeig jedem einzelnen altklugen Schüler von Hogwarts, dass du weitaus mehr bist als ein hübsches Gesicht, dass in Zukunft mal die hübsche Frau von irgendjemandem sein wird.’’
Nach oben Nach unten
   





unexpected conversations with gorgeous souls Empty
Beitrag   » Re: unexpected conversations with gorgeous souls «   unexpected conversations with gorgeous souls Empty © Gesponserte Inhalte
Nach oben Nach unten
Seite 1 von 1
unexpected conversations with gorgeous souls
Nach oben 
klick ... and go to
 
Deine Mächte: Firlefanz:
Sie können in diesem Forum nicht antworten


Moderationsfunktionen
 

Benutzer, die momentan in diesem Forum sind: Keine
 Ähnliche Themen
-
» ONE BANQUETTE AND A THOUSAND LOST SOULS
» UNEXPECTED CONFESSION
» Unexpected encounters form the day