Austausch |     
 

 1 oder 2 Stückchen Zucker?

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 


Gast


Gast

10.06.13 20:56 © Gast

Es war pure Erleichterung, welche von Tristan gefallen war, nachdem Floyd ihm den Vorschlag gemacht hatte im Ministerium einen Tee einzunehmen. Bei ihm hatte sich bereits der Verarbeitungsprozess eingestellt, zu seiner eigenen Verwunderung schien er sehr gut damit klar zu kommen, wen er am heutigen Nachmittag um die „Ecke“ gebracht hatte. Trotzdem fühlte sich sein Körper schwer an und er hatte große Mühe ihn vorwärts zu bewegen. Sobald er das Tageslicht sah, suchte er sich eine verlassene Seitenstraße und disapparierte in Richtung Ministerium.

Das Ministerium war bereits wesentlich verlassener als noch am frühen Morgen und dies empfand Tristan als weiteren Segen an diesem Tag. Hin und wieder sah er wie rosafarbene Bläschen zerplatzten. Den ganzen „Valentinshype“ hatte er vollkommen ausgeblendet. Ein weiteres Mal musste er an Freddy denken, welcher sich just in jenem Moment durch die Haare raufen würde, dann über sein Gesicht fahren und es zu einer Grimasse nach unten ziehen würde, weil es ihn so wahnsinnig machte, Valentinstag. Der junge Auror wartete kurz bis Floyd erschienen war, bevor er sich auf den Weg zu den Aufzügen machte.
Das Atrium war verhältnismäßig ruhig geworden, bloß das plätschern des Brunnens störte diese friedliche Stille, auf eine angenehme Art und Weise. Überall schwirrten kleine Armorfigürchen herum, welche eher enttäuscht aussahen, da es schien als hätten sie bislang kaum welche ihrer Liebespfeile verschießen können. Das Wasser des Brunnens war pink und Tristan schien so als roch es nach Erdbeere und wolle getrunken werden, merkwürdig. Die Kamine des Flonetzwerks flammten ebenfalls nicht grün, sondern stießen jedes mal Herzchen aus sobald jemand darin erschien. Jener war dann in einer Schicht aus pinkem Staub bedeckt, welcher nur schwerlich zu entfernen war. Hatte sich das Ministerium einen Scherz erlaubt? War das etwa jedes Jahr so?
Der junge Wolff hatte schon viel erreicht in seinem ersten Jahr als Auror, aber Valentinstag hatte er bislang nur in Hogwarts erlebt und dort ging es ähnlich zu, wenn nicht sogar noch etwas dezenter.
,,Hoffentlich passiert bald etwas“, dachte er sich, während er auf den Fuß tippend auf seinen Kollegen wartete und verzweifelt versuchte jeden Gedanken an die vergangenen Geschehnisse zu blockieren. Ihm war klar, dass er es verarbeiten MUSSTE, aber er wollte dies weder in einem zwielichtigen Haus in London, noch auf seiner Arbeit tun, hierfür würde es noch genug Zeit geben.
Unweigerlich richtete sich sein ganzes Gedankenmark auf den Brunnen. Sein Plätschern. Ein Symbol das sich etwas Normalität eingestellt hatte.
Der Brunnen spielte ihm Musik vor. Es war eine traurige Melodie, das merkte er nach 5 Takten. Es war ein ¾ Takt, Largo, wunderschön und melancholisch zugleich. Die Melodie durchdrang seinen Kopf, seinen Körper und er schloss die Augen um sich ihrer völlig hinzugeben.
Obgleich er die Öffentlichkeit nicht schätze war für ihn in jenem Moment klar geworden, dass er später noch einen Spaziergang zum Covent Garden machen wollte. Etwas ruhe haben, das war genau das was er eigentlich jetzt dringend brauchte, leider standen ihm die zu schreibenden Berichte im Wege.
Nun machte sich allmählich Ungeduld in ihm breit, während er auf den Mayhew wartete. Ja, es wurde gar zu einer kleinen Aggression. Er wollte nun endlich seinen Tee, den Bericht schreiben und das Ministerium ENDLICH verlassen.
Nach oben Nach unten


Gast


Gast

14.06.13 13:58 © Gast

Floyd war sich nicht ganz sicher gewesen, dass er Tristan an einem Stück zu Gesicht bekommen würde, wenn er im Ministerium ankam, denn es hätte ihn gar nicht gewundert, wenn der andere Auror mit den Gedanken so weit weg gewesen wäre, dass er sich versehentlich zersplittert hätte, aber glücklicherweise war das nicht der Fall und als Floyd in der rosa Valentinshölle des Ministeriums ankam konnte er seinen Kollegen unversehrt entdecken. Tristan stand am Brunnen und tat was auch immer, genau konnte der Mayhew das nicht sagen. Er hatte etwas länger gebraucht um zu folgen, denn einer der anderen Auroren hatte darauf bestanden sich davon zu überzeugen, dass sein Arm nicht so sehr verletzt war, dass er direkt ins St. Mungos musste. Natürlich musste er nicht sofort dort hin.  Jetzt strich er sich kurz mit dem Zauberstab über den Mantel um das Loch im Ärmel zu flicken, später musste dort wohl ein Schneider ran. Dann verstaute er seinen Zauberstab und schritt auf den Brunnen zu.
Er konnte nicht behaupten, dass es seine Laune exorbitant aufbesserte, dass er nun ausgezeichnete Aussichten darauf hatte heute Abend eine längere Zeit damit zu verbringen seine Schuhe zu säubern, da er nun durch dieses rosa Konfetti musste. Valentinstag war eine recht sinnlose Angelegenheit für ihn. Es war okay, dass alles anderen so viel Begeisterung dafür übrig hatten, aber er persönlich würde seine Liebe zu jemanden niemals mit rosa Konfetti und Schokolade ausdrücken, aber das war ohnehin völlig hinfällig, da es in seinem Leben niemandem gab, dem er seine Liebe zeigen wollte.  Er schnippte sich ein Herzchen von seiner Schulter und hoffte, dass sich nicht zu viel von dem Zeug in seinen Haaren verfangen würde. Irgendwie erschien ihm das alles so unwirklich mit dem ganzen Rosa und dem Valentinstag, nachdem was grade vor gefallen war. Es war als wären sie in eine andere Zeit, eine andere Welt zurückgekehrt und er konnte sich darin nicht so ganz einfinden, wie auch immer es Tristan ging.  Er stellte sich einen Moment neben diesen und schwieg, weil er nicht genau wusste ob er in Gedanken hing oder was mit ihm los war. Er hatte die Augen geschlossen und Floyd hatte das Gefühl er würde ihn stören, wenn er ihn jetzt ansprach.
“Alles in Ordnung?“ Fragte er, vermutlich war nicht alles in Ordnung – nein, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war alles in Ordnung, aber die Hoffnung das Tristan differenzieren konnte wie Floyd diese Frage meinte bestand trotzdem.  Sie würden gleich einen ganzen Stapel Papiere und einen Haufen Auroren vorgesetzt bekommen oder so was in der Art und die Frage war wohl ob Tristan das überstehen würde.  Dass es ihm nicht grade bestens ging hatte auch der ältere Auror mittlerweile mitbekommen.  Wäre auch komisch, wenn der andere plötzlich Yhuhu schrie und durch die Gegend sprang wie der junge Frühling selbst. Einzig darüber, dass er mal wieder nicht in der Lage war die Situation zu verbessern ärgerte sich der Mayhew ein wenig. Natürlich auch eine Sache, die von unübertrefflicher Unwichtigkeit geprägt war. Er runzelte die Stirn und blickte sich um, aber es gab eigentlich nichts zu sehen, außer Konfetti und den Brunnen.
Nach oben Nach unten


Gast


Gast

19.06.13 23:05 © Gast

,,Alles in Ordnung?“, sprach eine Stimme neben ihm, während Tristan den Wunsch hatte das Wasser im Brunnen zu berühren, welcher das Atrium so majestätisch verzierte. Wasser war so ein tolles Element. Er betrachtete kurz die Reflektion seines Spiegelsbildes. War er gerade im Begriff sich abzulenken von der Tatsache das er seine persönliche Sklaventreiberin zur Strecke gebracht hatte? Ein Tropfen fiel auf die Reflektion und die Druckwelle verwischte jenes Selbstbild.
Der Auror drehte sich um und sah Floyd, welchem der bevorstehende Stress bereits im Gesicht geschrieben war. Sofort fiel Tristans Augemerk auf Floyds Armverletzung. Das Loch welcher der Fluch hinterlassen hatte, war geflickt worden und dennoch musste der junge Mann schlucken bei dem Gedanken an die Tatsache, dass Floyd sich in Gefahr gebracht hatte. Nun, das war im Metier der Auroren überhaupt nicht ungewöhnlich, allerdings hätte Tristan diese Familienangelegenheit so gerne alleine geregelt, obgleich er auch am Boden gelegen hatte und ohne Floyd am Tag der Liebe gestorben wäre, mit den letzten Gedanken an Freddy. Diese unendliche, ewig währende Melancholie. Er war nicht im Stande sie abzustellen. Es war so als fiele er in ein tiefes Loch und Freddy würde heute keine Anstalten machen im Büro aufzutauchen. Nein. Er würde nach wie vor in seiner Wohnung seinen stillen Protest durchziehen, ohne Rücksicht auf Verluste.
Vielleicht merkte er aber auch das etwas passiert war und würde in der nächsten Minute aus einem der Kamine treten, sich Tristan schnappen und ohne ein Wort mit ihm verschwinden. Keine Ahnung.
,,Eh...ja alles okay.“, entgegnete er kurz. Man konnte seine Unsicherheit und Überraschtheit förmlich riechen. Nun war keine Zeit für Melancholie. Wenn er zuhause ist, dann könne er sich mit Fragen quälen, aber nun war ein Bericht auszufüllen und ein Tee musste auch noch getrunken werden.
Tristan atmete einmal tief durch und versuchte sich umzudrehen und Richtung Aufzug zu gehen, während er erneut sein Spiegelbild im Wasser begutachtete, wie es einfach da war unverändert. Ihm fehlte kein Stück, aber es fühlte sich so an als würde ein Stück seiner Seele einfach weggerissen worden.
Plötzlich fand sich der junge Wolff in der gegenwärtigen Situation wieder. Es war Valentinstag und sein geliebter Mantel war übersäht mit Herzchenkonfetti und überall roch er nach Rosen. Das eigentliche Problem war allerdings, das die kleinen Amors welche durch das Atrium flogen ihn nun genau im Visier hatten. Das hatte ihm wahrlich gefehlt. Künstliche Liebe, das was er so sehr hasste. Sie waren wie eine Inkarnation der künstlichen Liebe, verteilten sie diese doch durch ihre verdammten, kleinen Goldpfeilchen. Wenn Blicke töten könnten.
Der junge Auror versuchte seinen finstersten Blick aufzusetzen, was ihm nicht mal schwer fiel, obgleich er den Tod seiner Mutter in jenem Moment gänzlich vergessen zu haben. Derweil umklammerte er seinen Zauberstab im Vorbeigehen, um zur Not einen Schutzzauber zu sprechen oder diese kleinen Monster zu entwaffnen. Wer hatte sich diesen Mist überhaupt ausgedacht?
,,Hier wird gearbeitet, nicht geturtelt“, dachte er sich, während seine Mine einen Grad finsterer wurde, die kleinen Amors dies aber nur mit einem umso breiteren Grinsen erwiderten.
Eine Aktion ihrerseits und er würde das ganze Ministerium in die Luft sprenge, so geladen fühlte er sich. Einfach nur zum Aufzug. Einfach nur zum Aufzug. Die goldenen Gitter kamen immer näher, er wollte sie umarmen und endlich war er da.
Ein Schritt näher an einer Freiheit die er so sehr benötigte.


Nun fragte er sich, ob Floyd ein Gesprächstyp war. Die heutige Mission war etwas sehr intimes für ihn gewesen. Floyd bekam, wenn auch unfreiwillig und unbewusst einen sehr guten Einblick in die Familie von Tristan, jene dunklen Magier, welcher ständig auf den Fahndungslisten auftauchten und eher selten wieder verschwanden. Sollte er versuchen mit Floyd darüber zu sprechen? Sicherlich würde Floyd alles besser verstehen wollen. Sie waren gute Bekannte und Floyd würde es garantiert für sich behalten. Jedes Mal wenn er in Floyds Gesicht sah, kamen ihm die Fragezeichen wortwörtlich entgegen gesprungen. Es muss so verwirrend gewesen sein. Erst jetzt nahm er seinen „Ausfallmoment“ war, als er um den Verdächtigen umhersprang, weil ihm einfach eine Sicherung durchgebrannt war. Insofern musste Floyd bereits klar sein, das es für Tristan kein normaler Fall gewesen war. Vielleicht würden sie ein wenig Ruhe bekommen wenn sie ihren Tee trinken, dann würde Tristan Floyd einiges erklären wollen, sofern Floyd das überhaupt interessieren würde.


Die Aufzugsgitter schlossen sich und Tristan atmete auf. Keiner dieser kleinen Teufel hatte versucht ihn zu beschießen, er fühlte sich immer noch wie vorher, keinerlei Löcher waren in seinem Körper spürbar. Langsam lockerte er den Griff um seinen Zauberstab und schob seine Hände stattdessen in die Taschen seines Mantels, sein Blick fokussierte sich auf einen bestimmten Punkt am Boden und sein Blick leerte sich erneut, als ob er wieder von einem Fluch getroffen wäre, dabei wollte er einfach momentan an nichts denken und einfach in das Aurorenbüro treten mit einem freundlichen Gesicht.
[/color]
Nach oben Nach unten


Gast


Gast

23.06.13 21:27 © Gast

Natürlich war nicht alles okay und das war dem jungen Wolff ins Gesicht geschrieben, so empfand es zu mindestens Floyd, aber was sollte er schon tun. Er konnte es eh nicht besser machen. Er konnte nicht helfen, wie denn auch? Er verstand die Situation noch nicht einmal in allen ihren Bestandteilen und er wusste auch nicht im Geringsten was für ein Verhältnis Tristan zu seiner Mutter hatte und wie er sich fühlte konnte er sich auch nicht ausmalen. Das einzige was ihm übrig blieb war sich zu bemühen ihm nicht im weg zu stehen und ihn so schnell wie möglich durch den Papierkram zu bekommen, sowie ihm die Möglichkeit zu geben  die Spätfolgen der ganzen Aktion so gering wie möglich zu halten. Also zuckte er nur die Schultern, was Tristan nicht sehen konnte, und folgte diesem zu den Aufzügen. Schon wieder eine Aufzugfahrt für die beiden, aber diese war doch etwas anderes als die beiden zuvor. Tristan rannte schon fast auf die Gitter des Aufzuges zu. Floyd musste sich beeilen um Schritt zu halten. Was war denn jetzt los? Hier lauerte nun wirklich keine Gefahr auf die beiden, außer man hatte Angst vor Herzchenkonfetti, aber das bezweifelte der ehemalige Gryffindor stark.
Er folgte Tristan also in den Aufzug, die Konzentration ihrer letzten Aufzugfahrt war verflogen, Floyd fühlte sich eher matt, er drückte den Knopf für die zweite Etage.
Etwas irritiert beobachtete er wie Tristan seinen Zauberstab in der Hand hielt. War er jetzt paranoid? “Wartest du auf den Angriff der Memos?“ Erkundigte er sich bei seinem Kollegen, auch wenn ihm sofort danach klar wurde, dass das vielleicht nicht besonders sensibel gewesen war. Er lehnte sich müde an die Seitenwand des Aufzugs und lauschte der kalten Frauenstimme, bis der Aufzug sich schließlich in Bewegung setzte. Vielleicht konnte er für morgen einen freien Tag herausschlagen, dann konnte er sich heute Abend bei sich zu Hause einschließen, besaufen und den ganzen Papierkram vergessen. Vermutlich wäre er aber auch nicht unglücklich gewesen, wenn er hätte arbeiten müssen, gut, dann konnte er sich nicht hemmungslos betrinken oder es war zu mindestens nicht empfehlenswert, aber dann hatte er etwas zu tun, etwas, dass ihm gefiel, das er gerne machte.
Glücklicherweise mussten sie den Aufzug mit niemandem teilen, deswegen konnten sie darauf verzichten in jeder Etage anzuhalten, die vor dem zweiten Stock kam. Außerdem konnte der Mayhew grade sowieso auf die meisten Leute verzichten. Er wollte keine Fragen gestellt bekommen, er wollte keine Fragen beantworten und dementsprechend wenig Lust hatte er grade auch diesen Bericht schreiben zu müssen.  Er hatte mehr oder weniger Sehnsucht nach seiner Wohnung. Nur Tristan hätte er es noch verziehen ihm Zeit zu klauen, weil er sich tatsächlich Sorgen um den jungen Mann machte und da würde er sich auch ein Ohr abkauen lassen.
Schließlich blieb der Aufzug im zweiten Stock stehen, die kühle Frauenstimme verkündete eben dieses und die Türen des Aufzugs öffneten sich. Es kostete Floyd einen Moment seine Motivation zusammen zu suchen und aus seiner Position heraus zu begeben um sich aus dem Aufzug zu bewegen. “Und los geht der Spaß.“ murmelte er mehr zu sich selber als er an die Berichte dachte, die sie nun verfassen mussten. Natürlich gab es noch viel mehr zu erledigen, weil eine Person zu Tode gekommen war, aber einiges konnten sie glücklicherweise auf Morgen verschieben hatte man dem Mayhew versprochen oder zu mindestens auf den Laufe der Woche. Ein Vorteil der Sache war, dass die Papiere nun schon alle für sie vorberietet sein würden, weil man sie bereits erwartete und der Fall für Aufregung gesorgt hatte. “Bereit für die große Papierschlacht?“ Erkundigte er sich bei Tristan, während er den Aufzug verließ.
Nach oben Nach unten


Gast


Gast

06.07.13 15:58 © Gast

“Wartest du auf den Angriff der Memos?“, fragte Floyd den jungen Auror, welcher diesen zunächst einmal nur einen verdutzten Blick entgegnen konnte, da der Mayhew Tristan einmal mehr aus seinen leeren Gedanken gerissen hatte.
Er hatte sich unmöglich diese kleinen pfeilverschießenden Teufelchen eingebildet oder wurde er paranoid? Vielleicht hatte er einen Schock, obgleich er vermutet hätte diesen bereits überwunden zu haben.
Der Zauber von Valentin. Für manche ein Segen, für andere ein Fluch. Normalerweise war Tristan einer der romantischsten Lebewesen innerhalb des Ministeriums, doch heute scheint ihn jeder Gedanke an Freddy sofort in ein schwarzes Loch stürzen, welches diesen Tag immens verabscheuungswürdig machte. Während er erneut seine Gedanken schweifen ließ und versuchte sich ein wenig zu entspannen und durchzuatmen, blieb der Aufzug plötzlich stehen, die Türen öffneten sich und eine Frauenstimme verkündete: [color=grey],,2. Stockwerk. Abteilung für magische Strafverfolgung.
“Und los geht der Spaß.“, kommentierte Floyd diese Ansage und trat aus dem Aufzug, während Tristan noch einen Moment brauchte. Es schien ihm als hätte sein Unmut und seine Verzweiflung ihn an den Boden geklebt. In wenigen Augenblicken müsste er diesen Bericht schreiben und dazu womöglich noch Fragen beantworten. Er hatte jegliches Selbstvertrauen im Atrium gelassen. Er konnte das nicht.
Für einen Moment überlegte er sich einfach einen Knopf im Aufzug zu drücken und zu verschwinden und somit seinen Kollegen im Stich zu lassen, aus rein egoistischen Gründen, welche Floyd, so glaubte er mit Sicherheit verstanden hätte. Aber hätte sein Gewissen das auch verstanden? Vermutlich eher nicht.
“Bereit für die große Papierschlacht?“. Da war sie. Die allererste Frage. Zugegeben, es war eine der weniger dramatischen, aber sie hatte eine Aussagekraft und zugleich noch klebrigere Funktion, da sie Tristan einmal mehr daran erinnerte was jetzt zu überstehen war. Er hoffte bloß danach sofort nach Hause zu können und sich der Öffentlichkeit zu entziehen.
,,Err...ja“, murmelte er zu Floyd, während auch er es endlich geschafft hatte den Aufzug zu verlassen.

Nun schritt er auf die Tür zu. Die Tür des Aurorenbüros. Was verbarg sich nun hinter dieser gläsernen Tür. Die Aufschrift schien ihn zu beobachten. Grinste sie ihn an? Verspottete sie ihn?
Tristan schüttelte sich, um von jener Illusion nicht allzu sehr affektiert zu werden. Er konnte jetzt nicht auch noch verrückt werden. Wenn das jemand bemerkte, sie würden ihn sofort ins Krankenhaus bringen und das wäre alles andere als ein krönender Abschluss am Valentinstag.

Er legte seine zarten Hände um den Türknauf. Er fühlte sich kalt an, sodass es Tristans gesamten Körper durchzog. Ein weiteres Mal atmete er tief ein und drehte den Knauf. Just in diesem Moment schwang die Tür auf und ein anderer Auror kam herausgestürmt.
,,Jungs. Da drin ist die Hölle los. Wenn euch etwas an eurer Freizeit liegt, dann verschwindet ihr besser wieder“
Genau das hatte Tristan befürchtet. Am liebsten hätte er sich an Ort und Stelle fallen gelassen. Melancholie breitete sich in ihm aus und schien ihn zu erdrücken. In wenigen Augenblicken würden dutzende Auroren ihn zwingen die Ereignisse des Morgens ein weiteres Mal durchzuleben.
Nach oben Nach unten


Gast


Gast

21.07.13 16:46 © Gast

Er bekam keine Antwort, nur einen Blick der mehr sagte als tausend Worte. Der Wolff konnte nicht genau einordnen was Floyd meinte, anscheinend. Zu mindestens war er nicht ganz bei der Sache sondern guckte nur verdutzt drein. Man konnte es ihm nicht verdenken und der Mayhew ging nicht weiter darauf ein, er war sich sowieso nicht sicher wie genau er Tristan helfen konnte, wahrscheinlich gar nicht. Wahrscheinlich konnten ihm die meisten hier nicht helfen. Auch wenn Floyd es sich sehr wünschte ihm helfen zu können. Ja, es tat ihm in der Seele weh, wenn er daran dachte wie schlecht es seinem Kollegen gehen musste, aber darüber konnte er sich keine Gedanken machen als sie aus dem Aufzug ausstiegen, nachdem die Türen sich endlich geöffnet hatten. Er bemerkte, dass der schwarzhaarige ihm nicht auf Anhieb folgte, als würde ihn irgendetwas im Aufzug halten was Floyd eh nicht verstand, aber er konnte sich gut vorstellen, dass das alles andere als leicht war jetzt auch noch zu arbeiten und so zu tun als wäre alles wie immer. Es fiel ja sogar ihm schwer so zu tun als wäre alles wie immer oder zu mindestens sich so zu verhalten und er war nicht direkt betroffen. Er hatte sich zwar ein Duell geleistet und das war auch nicht grade ungefährlich gewesen, aber ihm war nichts passiert und seinen verwandten war auch nichts passiert, vor allem nicht durch seine Hand, also war seine Situation mal so gar nicht mit der des jüngeren zu vergleichen und irgendwie wünschte er sich grade er hätte einiges anders gemacht, wenn er sah wie schwer es Tristan fiel ein ja hervor zubekommen, das doch auch eher nach einem Nein klang. Wie sollte er auch bereit sein? Floyd bereute es die ganze Sache nicht abgebrochen zu haben. Im Grunde war es seine Schuld. Er hätte es wissen müssen und frühzeitig eingreifen müssen, aber das hatte er nicht getan und jetzt hingen sie gemeinsam in der Sache drin, die zu vermeiden gewesen wäre, durch ihn. Er nickte Tristan zu und blickte ihn dabei mitfühlend an, aber er konnte sich dazu jetzt nicht äußern. Es würde ohnehin nicht helfen etwas dazu zu sagen. Wahrscheinlich wollte Tristan seine Entschuldigung nicht hören und er wollte wahrscheinlich auch nicht loswerden wie es ihm ging. Warum sollte er das auch ausgerechnet Floyd erzählen?
Sie gingen also auf das Aurorenbüro zu, doch bevor sie es betreten konnten kam ihnen schon jemand entgegen. Es war nicht verwunderlich, dass in der Zentrale die Hölle los war. Tristan schien aber trotzdem irgendwie verändert. Floyd musterte ihn besorgt. Das konnte doch nicht so weiter gehen. Wie sollte der junge Auror denn jetzt einen Bericht schreiben? Dazu schien er gar nicht in der Lage zu sein. Er legte ihm eine Hand auf die Schulter. “Bist du dir sicher, dass du das machen willst?“ Erkundigte er sich bei dem jüngeren. “Du siehst wirklich nicht gut aus und ich kann es verstehen, wenn du lieber nach Hause gehen möchtest.“ Äußerte er dann seine Sorge. Natürlich war das hier alles ihr Job und ihre Pflicht, aber vielleicht konnte Floyd die anderen davon überzeugen, dass es für heute reichte, wenn nur er die Papiere ausfüllte und man Tristan erst mal in Ruhe ließ. Der sah nämlich nicht mehr wirklich belastbar aus.
Nach oben Nach unten


Gesponserte Inhalte



Heute um 12:56 © Gesponserte Inhalte

Nach oben Nach unten
 

1 oder 2 Stückchen Zucker?

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
-

Seasonals Trophy Room

Stolz präsentieren wir die hiesigen Gewinner unserer Winter-Seasonals!   SEASONALS ARCHIVE