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 ACHTUNG! ICH BIN AUROR!

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10.05.13 10:05 © Gast



ACHTUNG!


ICH BIN AUROR!

TRISTAN WOLFF && WASHINGTON FLOYD MAYHEW | 6: 15 AM MORGEN, SONNTAG 14.2 | CF:"HOHER" BESUCH ZU FRÜHER STUNDE




Floyd war mehr als einverstanden gewesen mit dem Vorschlag sie könnten auch früher im Ministerium aufschlagen und das hatte er wie es seine Art war natürlich auch gezeigt. Als der junge Auror appariert war hatte er nicht mehr gewartete und war sofort mit der Tasse in der Hand appariert. Nun fand er sich neben Tristan im Ministerium wieder. Sei standen am Ende des großen Eingangsbereiches. Links und rechts eine Reihe von endlosen Kaminen in denen alle möglichen Hexen und Zauberer eintrafen. Der Mayhew nahm erst einmal einen Schluck Tee. Es war äußerst guter Tee, sein Kollege bewies Geschmack, also konnte er sich damit vielleicht doch noch anfreunden. Er blickte sich um. Es herrschte wiedererwartend Unruhe, Lärm und sehr viel Betrieb. Er wurde angerempelt, verzog das Gesicht, balancierte seinen Tee aus, nahm noch einen Schluck, als hätte er den ganzen Morgen Zeit und setzte sich dann in Bewegung. Mit einem Blick zu Tristan machte er deutlich, dass es an diesem war ihm zu folgen. Er bahnte sich seinen Weg zu den Aufzügen auf der anderen Seite der Halle. In der Menschenmasse empfand er es als einfacher seine Tasse mit einem schnippen seines Zauberstabs über der Menge schweben zu lassen.
Er schob sich noch so grade in den Spalt einer offenen Aufzugstüre und schob sie für Tristan wieder auf. Seine Tasse schwebte immer noch an seiner Schläfe. Er wartete darauf, dass der andere herein kam. Für diese Aktion kassierte er natürlich einige böse Blicke der Aufzuginsassen. Ein ältere Herr begann ihm eine Vortrag darüber zu halten wie eilige er es hatte und was er noch zu tun hatte. Floyd kannte ihn nicht gut und hatte seinen Namen vergessen, er arbeitet irgendetwas nicht grade Wichtiges. “Und wen interessiert das?“ Erkundigte er sich genervt, als er sich grade anhören durfte wie viele Akten auf dem Schreibtisch des Typen lagen. Das brachte diesen zum Schwiegen, wenigstens etwas.
“Dein Tee ist wirklich gut.“ Sagte er zu Tristan als er seine Tasse grade noch einmal aus der Luft fischte und einen Schluck daraus nahm. Er war kein Teefan, aber das konnte man wirklich trinken. Er ließ die Tasse wieder los, die an ihren Platz schwebte, während der Aufzug sich in Bewegung setzte. Floyd sah noch einmal nach ob der Aufzug auch in der richtigen Etage für ihn halten würde. Wahrscheinlich waren sie gefühlt als letztes dran, aber das störte ihn nicht weiter. Er stupste seine Tasse noch einmal mit seinem Zauberstab an um sicher zu gehen, dass sie die Anwesenden nicht mit Tee berieselte.

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10.05.13 21:21 © Gast

Tristan schob sich hinter Mayhew her. Es gefiel ihm nicht Floyd nachzulaufen, aber was blieb ihm anderes übrig. Er sondierte den Eingangsbereich genau, versuchte in den Gesichtern zu lesen. Er erkannte dunkle Magier sofort, vielleicht sogar etwas schneller als andere Auroren. Seine Herkunft, ein Vorteil für ihn? Womöglich.
Im Gegensatz zu Floyd, welcher seine Tasse über sich schweben ließ, bevorzugte Tristan es, seine Tasse weiterhin fest in der Hand zu halten und ab und zu einen Schluck davon zu nehmen. Während er damit beschäftigt war, in diese leeren Gesichter zu blicken, welche stets ihren Blick nach vorne gerichtet hatten, er dachte sich was für ein eintöniges und monotones Leben diese Magier doch führen mussten, verlor er Floyd kurz in der Menge.
Es war Sonntag. Es war sehr früh. Soviele Magier waren schon auf den Beinen. Sicherlich hatten viele davon Familie und sie konnten nichtmal gemeinsam mit jener frühstücken. Was für ein elendes Leben. Tristan hätte auch gerne eine Familie. Zumindest jemanden der ihn liebt.
Plötzlich senkte er seinen Kopf und ein Anflug von Depresson überkam ihn:

,,Wofür mache ich das eigentlich alles?", dachte er sich. Hätte er sich nicht am Riemen gerissen, wäre ihm seine Tasse fast aus den Händen geglitten. Sein ganzes Leben war so durchzogen von Leid und Traurigkeit und jetzt wollte er es selbst in die Hand nehmen, etwas aus sich machen. Er hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Wenn die ihn sehen würden, sie würden mit dem Finger auf ihn zeigen und ihn auslachen. Er als Jäger von dunklen Magiern, dabei fließte jenes Blut auch durch seine Venen. Von Zeit zu Zeit hatte er sehr dunkle Gedanken und im nächsten Moment sollte ihn solch einer überkommen.

Eine rufende Stimme riss ihn aus seinem spontanen depressiven Anfall in der Frühe dieses Sonntag morgens. Floyd rief ,,Hey, beeil dich mal!"
Tristan sah auf und sah wie Floyd damit beschäftigt war, den Fahrstuhl aufzuhalten, damit Tristan noch mitfahren konnte; schnell zog er alles an sich, um schneller durch die Magiermassen zu kommen. An der Aufzugtür angekommen, schlang er sich durch den letzten Spalt der sich schließenden Tür.
Ein älterer Herr warf Floyd einen bösen Blick zu und augenblicklich durchschossen Tristan die dunkelsten Fantasien seines Gehirns. Alles was sein Gehirn zu dieser Tageszeit vor seinem geistigen Auge produzieren konnte, sah er plötzlich vor sich.
Er sah wie der ältere Herr auf dem Boden wimmerte und Tristan CRUCIO rief. Verzweifelt fing der ältere Herr an zu schreien und in sich selbst fand Tristan eine Genugtuung bei jenen Gedanken die sich vor ihm abspielten.

Insgesamt bekam er nicht viel von der ruppigen Aufzugfahrt mit. Genauso wenig hörte er wie Floyd seinen Tee beurteilte. Sicher hättte er sich über das Kompliment gefreut. Er hatte ihn immerhin selbst zusammengestellt.
Diese finsteren Gedanken...sie ließen ihn an sich zweifeln.
,,Nächster Halt ,,Magische Strafverfolgung" ". Hier würden sie nun aussteigen und das Aurorenbüro betreten, um nun endlich mit der Arbeit zu beginnen.
Tristan musste die ganze Zeit mit seinem Fuß auf den Boden des Fahrstuhls tippen. Er brauchte dringend Ablenkung, er wollte etwas zu tun haben, wollte einen Erfolg haben und er wollte die Anerkennung dafür einfahren.
Floyd schnellte aus dem Aufzug und Tristan bemühte sich diesmal dicht hinter ihm zu bleiben.
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10.05.13 22:51 © Gast

Er selber war nicht immer der Aufmerksamste und freundlich war er auch nicht immer, aber auch er würde ein wohlwollendes Kompliment über seinen Tee nicht einfach ignorieren, Tristan tat es schon. Floyd runzelte die Stirn, obwohl er seinen Kollegen nicht so unglaublich gut kannte entging ihm nicht, dass dieser irgendwie abwesend schien. Er konnte nicht genau sagen was los war, vermutlich ging es ihn auch gar nichts an, aber er kam trotzdem nicht umhin sich zu fragen was so plötzlich los war mit dem jungen Kerl. Tristan bemerkte aber nicht Mals, dass Floyd ihn eingehend musterte und einen leisen Seufzer ausstieß. Das war schon recht wunderlich. Der Mayhew war jemand, der schnell bemerkte, wenn bei anderen etwas nicht nach Plan lief und die Verhaltensmuster seiner Begleitung waren recht auffällig, also war es kaum verwunderlich, dass er sich Gedanken dazu machte und in seinem Kopf einige Vermutungen über die Gründe zu diesem Verhalten herumspuckten. Natürlich war es auch ein ungünstiger Zeitpunkt um so etwas auszuhandeln. Abwesenheit war nicht wirklich geeignet für einen wirklich wichtigen Job und das war diese Sache heute Morgen Eindeutig. Floyd wusste aus langer Erfahrung aber, dass man sich seine Stimmung kaum aussuchen konnte und dass private Dinge leicht dazu führen konnten, dass man auch in wichtigen Momenten manchmal nur schwer im Job funktionieren konnte. Mit den Jahren wurde es immer einfacher und grade er war gut darin alles zu vergessen, wenn er nur seine Arbeit tun konnte.
Der Aufzug war fast da und Floyd nahm sich vor das Problem später in Angriff zu nehmen, wenn kein ganzer Fahrstuhl dabei war. Er wich einem Ellenbogen aus und schlängelte sich schnell aus dem Fahrstuhl, denn nach allem hatten sie es immer noch eilig. Die Aurorenzentrale lag nicht weit vom Fahrstuhl entfernt. Sein Kollege folgte ihm schnell und das war schon mal erfreulich. Arbeit schien also immer noch Wirkung auf den Ehrgeiz des Auroren zu haben. Sie betraten die Zentrale, in der schon viel los war und natürlich war man erst einmal damit beschäftigt die anderen alle zu grüßen, aber sie kamen schnell zu Floyds Schreibtisch. Floyd musterte Tristan aufmerksam als er stehen blieb, als könnte er dabei herausfinden was los war. „Ist alles in Ordnung mit dir heute Morgen?“ erkundigte er sich bei Tristan dann, denn hier würde sie niemand belauschen, alle waren damit beschäftigt ihrer Arbeit nachzugehen und hatten gar keine Zeit sich mit den beiden Auroren zu beschäftigen. Er blickte zwar auf seinen Schreibtisch und wühlte sich schnell zu seinem Posteingang durch, aber sein Hauptaugenmerk lag eigentlich auf Tristan, denn er wusste, dass es nicht gut war, wenn man ungeklärter Dinge an einen Auftrag heran ging.
“Ich weiß, dass dir das nicht gefallen wird, aber unser Auftrag ist sehr vertraulich und ich hab nur wenig Informationen bekommen und darf an dich kaum was weitergeben.“ Begann er sich schon mal auf den Auftrag zu beziehen. In seinem Posteingang fand er schnell was er suchte, denn es lag nur ein Stück Pergament darin. Er pflegte sein Büro immer nur mit erledigten Aufträgen zu verlassen und nicht mit einem Haufen Arbeit, der morgen verrichtete werden musste. “Das liegt daran, dass wir davon ausgehen müssen, dass Mitarbeiter des Ministeriums involviert gewesen sind.“ Beendete er seine Ausführungen. Tristan sollte wissen was das hieß. Niemand der nicht länger als seit einem bestimmten Datum dabei wurde konnte getraut werden und das aus bestimmten Gründe, aber das war der Job und wer ehrgeizig war, den interessierte es nicht wie viele Informationen er hatte, er machte aus dem was es gab das Beste. Floyd hoffte, dass Tristan diese Einstellung auch hatte. Es war meistens nicht gut, wenn es in einem Team ungleiche Verhältnisse hab und Floyd glaubte nicht daran, dass Tristan verdächtigt werden musste, aber es waren die Vorschriften. Bei Zeiten konnte er sie immer noch brechen, wenn es nötig war den jüngeren Auroren einzuweihen. Da kannte er meistens keine Hemmungen.
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10.05.13 23:25 © Gast

Im Büro der Auroren brodelten die Gespräche. Alle wollten wissen was los ist. Etwaige Theorien wurden durch die Zentrale gebrüllt. Jeder wollte den anderen klar machen, dass seine die einzig Wahre sei. Er schien noch etwas mitgenommen, von den Bildern im Aufzug. Das sollte nach Möglichkeit nur niemand bemerken. Offenbar hatte Floyd verdacht geschöpft. Irgendetwas hatte Tristan im Aufzug nicht mitgekriegt. Nun war Floyd...war er besorgt? oder hatte er einen Verdacht gegen Tristan? Er durfte jetzt bloß nichts falsches tun und so tun als wäre nichts gewesen. Die Melodie, ja! Er würde die Melodie von heute Morgen als Ausrede benutzen. Floyd wusste das Tristan musikalisch war.
Tristan gefiel es nicht, dass um diese Uhrzeit schon so viele Auroren da waren. Diese große Menschenmasse lies ihm unwohl werden, auch das könnte er nun praktischer Weise als Alibi verwendent, wie praktisch!
An Floyds Schreibtisch angekommen, erkundigte sich dieser letztendlich was mit Tristan los sei. Er reagierte gelassen, als würde er nicht zum ersten Mal lügen. Er war kein schlechter Lügner. Insgesamt eine sehr undurchsichtige Persönlichkeit. Die einzige Schwäche dieser Maskerade waren die depressiven Anfälle, welcher er von Zeit zu Zeit bekam.
,,Es ist alles okay, ich habe nur noch über eine Melodie von heute morgen nachgedacht, wie ich sie umsetzen kann, Instrumente die ich verwenden kann..." Er schweifte ein wenig ab und setzte hinter diese Erläuterung noch die Begründung der Menschemasse, welche sich so früh schon im Ministerium befand. Jener Begründung verleihte er zusätzlich Ausdruckskraft, in dem er an seinem Kragen spiele, um das Ringen nach Luft zu symbolisieren. Floyd musste nun Ruhe geben. Es sollte ihn nicht weiter behelligen.
Floyd verdeutlichte, das der Auftrag geheim sei. Tristan akzeptierte diese Konditionen. Immerhin war er nicht da, um unnötige Fragen zu stellen.
,,Ich verstehe" entgegnete er Floyd, als dieser ihm mitteilte jemand aus dem Ministerium sei am Vorfall beteiligt gewesen.
Kurzerhand entschloss sich Tristan noch zu einem Abstecher an seinen Schreibtisch.
Es war nicht so ein edler, hölzerner Schreibtisch wie in Floyd besaß, nein. Es war ein Tisch von minderer Qualität, welcher irgendwo am Rande der Zentrale stand. Tristan war noch nicht lange in der Zentrale, demnach hatte man ihm noch keinen qualitativ hochwertigen Tisch zugestanden. Dies störte Tristan keineswegs. Dadurch das sein Schreibtisch am äußersten Rand der zentrale Lag, hatte er zwar von Floyds Schreibtisch einen relativ langen weg, jedoch wurden die Rufe der anderen Auroren immer leiser, je näher er seinem Arbeitsplatz kam. ,,Endlich Ruhe", dachte er sich.
Es war ein merkwürdiges Bild; ein recht spartanisch wirkender Tisch und daneben ein kleiner Zaubertrankschrank aus dunklem Holz. Er liebte Zaubertränke. Er liebte die Vorbereitung und so versuchte er sich auf jeden Auftrag mit den passenden Phiolen vorzubereiten.
Er strich über das kleine Schränkchen, als wäre es ein Hautier von ihm und man hätte meinen können, dass das Schränkchen einen kleinen Laut von sich gegeben hätte. Tristan öffnete eine Schublade nach der anderen und vergewisserte sich zunächst, ob alles Fläschchen an ihrem Platz waren. Anschließend steckte er einige in seinen Kutschermantel, welcher Schlaufen im Innenfutter besaß, in welche Tristan jene einfach versenken konnte, um sie immer griffbereit haben zu können.
Nachdem er die letzte Schublade wieder verschlossen hatte, setzte er sich an den Schreibtisch und sortierte seine Post; Rechnungen über Zaubertrankzutaten, die Reperatur seines Mantels (ein ewiges Geschäft für den Schneider), einige Protokolle anderer Auroren, die mit ihm einen Fall übernommen hatten, sowie eine Notiz seines besten Freundes Frederick, welcher wohl kaum am Valentinstag im Ministerium auftauchen würde.
Er hatte sich noch nicht umgeblickt, alles war dekoriert, und überall flatterten kleine Herzchen umher. Frederick würde sicherlich total übel werden, wenn er das sähe.

Er sah auf seine Uhr und eilte wieder zurück zu Floyd. Er war fertig. Vorbereitet. Motiviert.
,,Also wo setzen wir an?, fragte er Floyd in seinem sehr neutralen und sachlichen Tonfall. Während der Arbeit war Tristan meist sehr überkorrekt. Mit dieser Eigenart kamen viele seiner Kollegen nicht klar. ,,Hoffentlich kein Auftrag mit Muggeln", dachte er kurz. Das würde ihm definitiv den Tag nicht versüßen. Wie er sie hasste, mit ihrem ewigen Alltagstrott und ihrer Ungläubigkeit und Naivität dem magischen gegenüber, widerlich!
Er nahm den letzten Schluck seines Tees zu sich; ein wohlig warmes Gefühl machte sich in ihm breit. Der Tee war ihm wirklich gelungen. Im Abgang löste er genau das Gefühl aus, welches Tristan für ihn erdacht hatte. Wohlig warm. Er war gespannt auf Floyds Reaktion, sobald er den letzten Schluck nehmen würde. Mit einem schnippen lies er seine Tasse wieder verschwinden, welche im Regal seiner Küchenzeile landete.
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11.05.13 0:12 © Gast

Dumm war er nicht. Man konnte ihm viel nachsagen, aber nicht das er auf den Kopf gefallen war. Er war kein Lügendetektor und wahrscheinlich konnte man ihn auch manchmal einfach anlügen ohne dass er es merkte, aber in diesem Fall kam er sich irgendwie für dumm verkauft vor. Er kannte niemanden, der anfing einen halben Roman herunter zu leiern, wenn man eine eher unangenehme Frage stellte und deswegen kaufte Floyd dem jungen Auror das so gar nicht ab, aber was sollte er dazu schon groß sagen? Er konnte dem anderen ja schlecht ins Gesicht springen und ihn auffordern gefälligst die Wahrheit zu sagen. Das musste ejder selber entscheiden. Nicht jeder Kollege sorgte sich um seinen Partner, er hatte es versucht. “Wenn du deine Meinung änderst und da noch was anderes als die Melodie ist, gib Bescheid.“ sagte er deswegen nur mit einem kleinen Schulterzucken. Umso zufriedener war er mit der knappen Antwort zu ihrem Auftrag. Wenn es Stress wegen so etwas gab, dann war das immer sehr nervig und Flyod hatte es sich schon mit dem ein oder anderen Auror verscherzt, weil er diesem etwas zu genau erklärt hatte wie nervig er eigentlich war, diese Reihe musste er nicht unbedingt fortsetzen.
Tristan verschwand zu seinem Schreibtisch und bereitet sich vermutlich auf seinen Auftrag vor. Floyd begrüßte einen Kollegen, der ihm auf die Schulter klopfte mit einem breiten Grinsen. Es blieb nicht viel Zeit sich über das Wochenende auszutauschen. Floyd setzte sich auf die Platte seines Schreibtisches, grüßte manche Leute, die vorbei kamen, und las den Brief an ihn. Ihr Auftrag. Er nahm einen Schluck Tee und da kam Tristan auch schon wieder auf ihn zu. Er leerte die Tasse nun ganz und machte einen leicht beeindruckten Gesichtsausdruck. Wirklich guter Tee. “Wie gesagt: guter Tee.“ sagte er auch, wenn er wusste, dass Tristan das jetzt nicht hören wollte, denn der drängte darauf den Auftrag anzufangen und loszulegen. Floyd begnügte sich vorerst damit das Blatt Pergament zusammen zu falten, statt zu antworten. Er zog seinen Zauberstab und ließ das Pergament über seinem Mülleimer schweben, dann setzte er es in Flammen und sah zu, wie die Asche in den Papierkorb rieselte. Anweisungen waren Anweisungen. Er hatte eigentlich alle seine Sachen beisammen, denn er nahm meistens nicht viel mehr mit als einen Auftrag, den hatte er grade verbrannt, und einen Zauberstab. Er blickte sich um. In der Nähe waren alle beschäftigt, trotzdem schwang er kurz seinen Zauberstab um sie vor unerwünschten Lauschern zu schützen.
“Ich habe schon erwähnt, dass eingebrochen wurde.“ begann er sich jetzt einmal wirklich zu erklären. “Naja. Der Alarm hat nicht funktioniert wie es hätte sein müssen. Also haben wir alle die Dienst haben überprüft.“Er blickte zu Tristan, schob mit seinem Fuß den Schreibtischstuhl etwas vor und machte eine Geste, die dem Zauberer bedeuten sollte, dass er sich setzen konnte, wenn er den dann wollte. Der Mayhew war nun voll in seinem Element und vorerst würde ihn nichts mehr von diesem Fall ablenken oder es würde zu mindestens schwer werden dies zu tun. “Wir sind also einem Angestellten auf der Spur, der zum besagten Zeitpunkt am Empfang hätte sitzen müssen. Wir wissen nicht viel über ihn, aber wir fangen bei seiner Wohnung an.“ Hausdurchsuchungen hatten die Eigenschaften einer Wundertüte, sie konnten das langweiligste Überhaupt sein, aber sie konnte sich auch als äußerst spannend herausstellen. Vor allem wenn der Bewohner zu Hause war konnte es ziemlich Ereignisreich zu gehen. Trotzdem waren die meisten Hausdurchsuchungen zum Einschlafen, natürlich musste man trotzdem alle Vorsichtsmaßnahmen treffen. Doch er war sich ziemlich sicher, dass Tristan das tun würde, denn dieser arbeitet soweit es Floyd bekannt war sehr gewissenhaft.
“Noch Fragen zur Person? Könnte irgendetwas besonders wichtig sein?“ Fragte er seinen Kollegen aus Routine, denn vier Augen sahen mehr als zwei und er vergaß manchmal Dinge mitzuteilen, die ihm völlig klar waren, aber der andere noch gar nicht wusste, weil er es vergessen hatte zu erzählen. Im Allgemeinen konnte er sagen, dass er froh war, dass er heute nicht irgendwelche Untersuchungen im Ministerium selbst leiten musste und dabei wohlmöglich noch irgendjemanden schulen musste oder sich selber schulen lassen musste. Raus zu kommen klang sehr gut für ihn. Auch wenn Tristan genau genommen nicht sein Lieblingspartner war. Er arbeitet noch nicht lange mit ihm zusammen und bei seinen richtigen Aufgaben bekam er meistens auch seinen alten Partner zugeordnet und die beiden hatten schon gefühlte Ewigkeiten zusammen im Dienst verbracht. Sie kannten sich auf einer ganz anderen Ebene als er und Tristan, aber er konnte sich auch nicht beschweren, denn Tristan war fähig und ehrgeizig und gründlich. Das waren sehr viele positive Eigenschaften auf einmal. Er schob seine leere Teetasse zu dem Wolff herüber, damit dieser sie auch verschwinden lassen konnte an den Ort an den sie gehörte und den Floyd nicht kannte.
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11.05.13 9:12 © Gast

Tristan kam von seinem Schreibtisch zurück und sah schon aus einiger Entfernung wie sich Floyd mit diversen Kollegen unterhielt, den Tee trank und abundzu auf einen kleinen Zettel starrte, welcher bei Tristans Ankunft verbrannt im Mülleimer verschwand.
Tristan merkte das Floyd einen Zauber anwandte, sodass die anderen Auroren sie nicht hören konnten. Vermutlich hasste Floyd es über Details mit den falschen Kollegen zu sprechen.

Tristan bewunderte Floyd. Er hoffte er würde irgendwann so werden wie er, obwohl das natürlich nie der Fall sein würde, da sie völlig unterschiedliche Charakter waren, aber trotzdem fand er Floyds Erfahrung erstaunlich und seine Routine mit Dingen umzugehen, brilliant.

Als Floyd den Mann am Empfang erwähnte, durchschoss es Tristan wie ein Blitz. Er erinnerte sich nicht an das Gesicht jenen Mannes, aber er erinnerte sich ziemlich genau an seinen Geruch. Er roch nach Werwolf. Vermutlich sollte er das Floyd sagen, wären dann nicht erneute Frage woher er das wusste. Obendrein musste er noch ein Gegenmittel zu einem Werwolfbiss brauen und diverse seiner Fläschchen austauschen.
Dieses Mal hörte er wie Floyd seinen Tee lobte: ,,Wie gesagt: guter Tee"
Scheinbar war es das, was er im Aufzug nicht mitbekam, merkwürdig. Er war Floyd einen erfreuten Gesichtsausdruck entgegen, nahm sein Tasse an und ließ diese verschwinden.
Tristan atmete durch. Er wollte diesen Auftrag gut machen. Er wollte den Alten nicht enttäuschen. Er setzte sich nachdem Floyd ihm einen Stuhl zugwiesen hatte und erklärte ihm: ,,Ich glaube er ist ein Werwolf...das macht das ganze etwas spannender nicht?". Er dachte genau über seine Worte nach, auch wenn sie überhastet wirkten. Was würde Floyd nun sagen, fragen, was auch immer.
,,Haben wir eine genaue Adresse? Ich würde außerdem vorschlagen, dass wir noch einen kurzen Abstecher zum Tatort machen, vielleicht finden sich dort noch Spuren von Flüchen oder ähnlichem." Auch hierfür hatte Tristan genau das richtige Fläschchen parat. Er war gespannt darauf es zu testen, aber vielleicht wollte Floyd auch sofort zum Haus des Verdächtigen aufbrechen. Er wusste es nicht. Er wollte eben alles abwägen und alles untersuchen, auch wenn es einen bestimmten Zeitdruck gab, der auf ihren Schultern lastete.
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11.05.13 22:18 © Gast

Tristan setzte sich auf den Stuhl. Floyd wartete auf eine Antwort, seine Augen huschten immer wieder durch den Raum in der Zwischenzeit. Man wusste nicht mehr genau wem man trauen konnte, wenn die Informationen die Floyd hatte stimmten, aber er fragte sich warum die meisten dann trotzdem hier waren, wenn doch so großes Misstrauen herrschte. Er vertraute den Leuten, die er kannte und daran würden ein Auftrag und ein Gerücht nichts ändern. Er blickte wieder zu Tristan und schenkte ihm seine Aufmerksamkeit ungeteilt.
“Ich glaube er ist ein Werwolf...das macht das ganze etwas spannender nicht?“ Kam es von Tristan und Floyd konnte nicht anders als ziemlich überrascht und perplex drein zu schauen. Er hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Zum einen war das eine ziemlich heftige Anschuldigung und zum anderen schien es auch eine recht wage Vermutung zu sein. Jemand als Werwolf zu bezeichnen war schon nichts Gewöhnliches. Vor allem, wenn es sich um jemand handelte, denn man nicht kannte. Floyd hatte Tristan noch nicht Mals den Namen des Mannes gesagt und dieser konnte unmöglich wissen wer zu dieser Stunde Dienst gehabt hatte, schließlich hatte er unter normalen Umständen keinen Zugriff zu den Dienstplänen, wenn ein Fall dies nicht auf jeden Fall notwendig machte. Er runzelte die Stirn. Irgendetwas stimmte da nicht bei Tristan. Er war sich ziemlich sicher, dass dieser nicht einfach von irgendwem behaupten würde er sei ein Werwolf, wenn er sich nicht damit auseinander gesetzt hatte, schließlich war das eine Anschuldigung die ein ganzes Leben ruinieren konnte, wenn die falschen Leute es mitbekamen. Als Werwolf war man schnell Job und Freunde los. “Ich hab dir noch nicht Mals einen Namen genannt und du sagt es sei ein Werwolf… das musst du mir erklären!“Forderte er deswegen und es wurde deutlich, dass er immer noch ziemlich überrascht war. Er selber kannte die meisten Leute, die am Empfang saßen gar nicht, denn als fester Mitarbeiter musste er sich dort nur sehr selten melden und wenn dann geschah das tagsüber und so kam er nicht mit dem Nachtdienst in Kontakt. Er hatte einen Namen gelesen und ihn mit niemandem assoziiert, wie auch? Er konnte nicht jeden kennen. Die Sache mit dem Werwolf konnte er aber unter Umständen leicht überprüfen, wenn Tristan ihm erklärte woher er dieses Wissen hatte, vorher würde er gar nichts überprüfen.
“Naja. Fast die ganze Aurorenzentrale arbeitet an dem Vorfall.“ Gab er zu bedenken. “Wir sind nicht für den Tatort zuständig.“ Er wusste nicht ob Tristan sich mit der Dimension des Falls auseinander gesetzt hatte. Es war Sonntag und eigentlich musste da keiner Arbeiten, natürlich war das als Auror manchmal anders, weil man einen Fall nicht so leicht abstellen konnte und die Zeit manchmal drängte, aber dann waren nicht so viele von ihnen da. Sie arbeiten alle an einem Projekt und zur Ausnahme war Floyd mal nicht neidisch auf den Leiter der Aurorenzentrale. Er blickte auf die Uhr. Langsam wurde es eng. Er musste die Werwolfsache klären und dann mussten sie los.
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11.05.13 23:05 © Gast

Tristan wurde schlagartig bewusst, in was für ein Schlamassel er sich gefahren hatte. Es war naiv von ihm zu glauben, dass Floyd keine weiteren Fragen stellen würde, wenn er den Angestellten einfach heiteren Himmels anklagen würde. Er wollte nicht zu offensichtlich sein, deswegen gab er Floyd vorerst keine konkrete Antwort.

Es gab keinen Zweifel, auch wenn Tristan es sich nicht eingestehen wollte. Der beschuldigte war ein Verwandter. Mal wieder. An sich waren seine Verwandten ihm egal, vor allem jene die sich für das würdelose Werwolfdasein entschieden hatten. Dennoch war es sein Blut. Aber es war auch seine Arbeit solche üblen Magier nach Askaban zu bringen. Zwickmühle.
Tatsächlich war an jenem Morgen ein Sitzplatz im Atrium des Ministeriums unbesetzt gewesen und genau dort hatte der Verdächtige gesessen. Als Floyd und Tristan das Atrium passierten, noch bevor Tristan plötzlich in diese Melancholie geriet, nahm er einen sehr vertrauten Geruch war. Einen Geruch den er von Familienfesten kannte.
Er bekam ein mulmiges Gefühl im Magen, würde er Floyd sagen, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Verwandten handelt, würde dieser ihn vielleicht verurteilen und abführen lassen. Das war das letzte was Tristan an diesem Sonntag brauchte, er wollte sich so weit wie möglich von seiner Familie entfernen. Er wollte den Fall so schnell es geht abschließen, aber eigentlich hätte er sich lieber vor dem Auftrag gedrückt.
Vielleicht würde seine Familie ihn verfolgen, da er einen Verwandten hinter Gitter gebracht hatte, er wusste es nicht. Vielleicht musste er untertauchen, er wusste es nicht. Vielleicht verlor er seine Arbeit wenn er jetzt nicht ehrlich war, er wusste es nicht.
"Floyd? Ich denke ich sollte ehrlich sein...du kennst vermutlich meinen Familiennamen. Ich hoffe du kannst dir denken was er zu bedeuten hat. Es spricht einiges dafür das unser Verdächtigen mit mir verwandt ist. Ich habe wirklich bedenken die Rache meiner Familie zu spüren zu bekommen". Tristan war für sein Alter ziemlich hart und abgebrüht, nichtsdestotrotz hatte er oft noch Angst vor manchen Dingen. Floyd war da mit wesentlich mehr Wassern gewaschen. Wie sehr Tristan in diesem Moment hoffte, dass Floyd ihn nicht für ein inkompetentes Weichei hielt. Er hielt diese Fragerei nicht merh aus, er wollte los legen.

Es wurmte ihn nicht an den Tatort zu können. Natürlich hatten andere Auroren diesen schon untersucht, aber Tristan mochte es sich selbst ein eigenes Bild zu machen. Insofern wurde ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht. Damit hätte er rechnen können. Es konnte nicht immer alles nach SEINEM Plan laufen. Dieses Mal musste er sich unterordnen.
Ungeduldig starrte er auf seine Armbanduhr...
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12.05.13 12:31 © Gast


Das ging ihm alles etwas schnell. Er musste eine Entscheidung fällen. Was sollte er mit diesem Geständnis tun? Der Blick auf die Uhr hatte ihm verraten, dass seine Pläne auf jeden Fall schnell umgesetzt werden mussten. Jetzt war er froh, dass er dafür gesorgt hatte, dass sie niemand hörte, denn solche Dinge sollte nicht eine ganze Zentrale hören. Tristan hatte keine Beweise gesehen, keinen Namen und trotzdem war er sich sicher. Das wäre für viele sehr verdächtig gewesen und im Grunde war es auch sehr verdächtig, aber der junge Auror hatte Glück, dass Floyd ihn mochte und sich die Worte des Zauberers nicht noch einmal durch den Kopf gehen ließ bevor er seine Entscheidung traf zu vertrauen. Es war ihm egal woher Tristan das wusste, es war sich sicher, dass er nichts damit zu tun hatte und jetzt musste er sich nur überlegen was er mit der Information machte. Es gab schließlich tausend Möglichkeiten wie sein Partner an diese Information gekommen war und wahrscheinlich waren es persönliche Dinge, wenn es etwas mit der Familie zu tun hatte. Es wurde heikel. Floyd beugte sich vor, hielt sich mit der linken an der Schreibtischplatte fest und griff mit der Rechten in eine seiner Schubladen. Er zog eine Akte hervor über den gesuchten. Im Auftrag hatte gestanden wo er sie finden konnte. Er blätterte und blätterte, bis er fast ganz hinten fand was er suche und es heraus zog. Die Krankmeldungen der Bezugsperson. “Mondphasen.“ Erklärte er Tristan knapp und griff nach seinem Kalender. Er brauchte nicht lange um Tristans Aussage in seinen Augen zu beweisen. In den letzten 6 Monaten hatte der Typ während Vollmond nicht ein einziges Mal gearbeitet und weiter ging die Liste nicht. Tristan hatte Recht und auch wenn er heute Morgen wahrscheinlich alles hätte melden sollen wollte er das nicht tun. Wenn er den anderen Auror meldete, dann hatte dieser eine Anhörung an der Backe kleben und Floyd hatte keine Lust schuld daran zu sein. Für ihn stand fest, dass Tristan nichts mit der Sache zu tun hatte sondern einfach nur ehrlich war.
“Wahrscheinlich müsste ich dich melden.“. Sagte er schlicht. “Aber das halte ich nicht für sinnvoll.“Er fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und blickte Tristan dann direkt an und sein Blick verriet, dass es wohl besser wäre, wenn Tristan die nächste Frage wahrheitsgemäß beantwortete. Schließlich war Floyd der verantwortliche, wenn bei ihnen beiden heute Morgen irgendetwas schief ging. Er war der dumme, wenn sie sich später vor einem Gericht verantworten mussten. Das Risiko war nach seiner Einschätzung gering, aber das würde man hinterher anders drehen, wenn etwas nicht glatt lief. “Willst du das trotzdem machen? Fühlst dich dazu in der Lage daran zu arbeiten oder soll ich dich aus der Sache raus nehmen?“ fragte er. Familie konnte ein heikles Thema sein. “Dir reißt niemand den Kopf ab, wenn du jetzt aussteigst.“ Fügte er noch hinzu. Vor allem Floyd nicht, gut, für ihn bedeutet das einen netten Stapel Papierkram, aber die Formulare hatte er schon drei oder vier Mal ausgefüllt, deswegen wäre ihm das noch egal. Solange das heute nicht schief ging.
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12.05.13 20:40 © Gast

Für einen Moment dachte Tristan jetzt sei es aus. Floyd würde den Schutzzauber aufheben und Tristan abführen lassen. Der Kloß steckte ihm fest im Hals. Er hatte gehofft, dass die Ehrlichkeit siegen und ihm helfen würde. Er hätte genauso gut etwas anderes behaupten können, naja eine Wahl hatte er nun nicht wirklich. Er konnte nicht einschätzen wie Floyd nun reagieren würde und vor allem was er als nächstes tuen würde.
Floyd verlor kein Wort über sein Geständnis. Es fiel ihm unendlich schwer in Floyds Gesicht zu lesen, es zu analysieren. Es war hoffnungslos.
Plötzlich drehte sich Floyd, welcher auf seinem Schreibtisch saß um und kramte in einer Schublade, zog eine Akte raus und sagte: "Mondphasen". Nun war es bewiesen, Tristan hatte mit seiner Vermutung Recht. Es tat Tristan so leid, das Floyd so einfach Ärger wegen ihm bekommen würde. Am liebsten wäre er nach Hause gegangen und hätte sich dort verschanzt und wäre nie wieder rausgekommen. Alleine an einem ruhigen Ort, das wäre hundert Mal besser gewesen, als sich in einem Raum der Ungewissheit zu befinden. Er wollte solche Probleme nicht verursachen, er wollte kein Laster für andere sein; er wollte bloß ein sehr guter professionell arbeitender Auror sein. Diesmal vergebens.
Dann erläuterte Floyd, dass er Tris eigentlich melden müsste, er dies aber nicht tun würde. Der riesige Kloß in seinem Hals verschwand wie durch Zauberhand. Floyd schaute Tristan direkt in die Augen, als wolle er die ganze Wahrheit in seinen Augen finden. Nein, er wollte nur sicher gehen, ob Tristan sich dieser Aufgabe gewachsen fühle.
Tristan musste nachdenken, auch wenn ihm das sichtlich schwer fiel. Plötzlich kamen dunkle Erinnerung aus seiner Kindheit nach oben, er hatte Mühe nicht hysterisch herumzuschreien. Ein Trauma.
Er hasste seine Familie und seine Familie ihn. Was hatte er zu verlieren? Verfolgt werden? Er war ein Auror im Ministerium. So einfach würden sie ihn so oder so nicht kriegen.

"Ich bin bereit, Floyd....und Danke"
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13.05.13 10:33 © Gast

Offensichtlich war es keine leichte Situation und auch keine leichte Entscheidung für Tristan. Floyd wusste nicht genau ob es ihm nicht vielleicht sogar lieber gewesen wäre, wenn er die Papiere zum Aussteige aus dem Auftrag von Tristan unterzeichnete. Dann konnte er sicher sein, dass es keine Komplikationen gab. Als er noch 21 Jahre alt war, hatte er noch in Afrika bei der Army gedient und dann grade mal seine Ausbildung angefangen als Auror, aber er wusste mit Sicherheit, dass er sich damals diesen Auftrag unter keinen Umständen hätte entgehen lassen. Alles was die Laufbahn nach vorne brachte musste genutzt werden und damals hatte Floyd nicht viel mehr als seinen Job gehabt. Er konnte also nicht behaupten, dass er die Entscheidung des 21-jährigen nicht voll und ganz verstehen konnte. Damals hätte er sie auch getroffen, wobei er damals wohl emotional völlig losgelöst war. Es gab nichts was ihn zu dieser Zeit wirklich interessierte außer seine Arbeit. Er nickte nur knapp. “Dann los.“ sagte der ehemalige Gryffindor. Sie hatten keine Zeit zu verlieren und er verlor auch kein Wort über den Dank. Ein Schwung mit dem Zauberstab, ein ungesagter Zauber, und der Schutzzauber war aufgehoben. Jetzt konnte sie wieder jeder in der Zentrale hören. Mit einem kleinen Satz war er von der Schreibtischplatte gesprungen und er verstaute seinen Zauberstab wie immer, sodass er schnell genug wieder dran kam. Ohne einen weiteren Blick zu Tristan machte er sich auf den Weg zum Aufzug, denn jetzt hatte der Auftrag offiziell begonnen und jetzt würde er seinen Auftrag durchziehen wie er es gewohnt war und sich von nichts aufhalten lassen. Der andere Auror hatte zugestimmt also musste er zurück zum Alltag kehren. Wie immer, wenn er einen Auftrag übernahm kehrte er zu einem Zustand von Konzentration und Fokussierung auf sein Ziel zurück. Am Ende der Zentrale unterschrieb er die Ausgangsliste, wie üblich. Er richtet kein Wort mehr an seinen Begleiter, denn der war mittlerweile fast ganz aus seinen Gedanken verschwunden. Schließlich musste dieser nach Abschluss seiner Ausbildung wohl wissen wie so eine Sache ablief und seinen Krempel selber beisammen haben. Floyd war nicht sein Babysitter, sondern nur sein Partner. Im Kopf hatte er jetzt nur noch wie genau sie es angehen könnten. Natürlich würde sie es wie bei jeder Hausdurchsuchung angehen, sie hatten ihre Vorschriften und es machte durchaus Sinn, aber sie hatten diesmal einen Werwolf. Besonders viel mussten sie nicht beachten, denn schließlich war nicht Vollmond, aber es war trotzdem eine andere Situation als sonst. Werwölfe hatte man nicht alle Tage. Er schritt auf die Aufzüge zu und rief schon mal einen herbei. Während er wartete wühlte er einen kleinen Fetzen Pergament heraus auf den er dann mithilfe seines Zauberstabs die Adresse kritzelte. Seinen Zauberstab verstaute er wieder, die Adresse wollte er an Tristan weiter geben, der musste schließlich auch wissen wo es hinging. Mit einem leisen „Bling“ öffnete sich vor ihm ein Aufzug und Floyd trat ein.
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13.05.13 19:20 © Gast

Tristan beobachtete wie sich Floyds Mimik von der einen auf die anderen Sekunde umstellte. ,,Ah sein Arbeitsgesicht", dachte er sich.
Es gab keine Zeit für große Überlegungen: Nachdem Floyd den Schutzzauber aufgehoben hatte, machte sich dieser unverzüglich auf den Weg zum Aufzug. Tristan schnellte ihm hinterher.
Floyd wartete bereits am Aufzug auf Tristan. [Bling]. Der Aufzug öffnete seine Türen und beide traten hinein. Dieses Mal war der Aufzug komplett leer.
Floyd machte sich keine Gedanken mehr. Er war nur noch auf den Auftrag fixiert. Tristan versuchte krampfhaft seine Konzentration zu erlangen, um nicht zu versagen. Es war kein leichter Auftrag, da es sich:

1. um einen Werwolf hielt und
2. es obendrein etwas familiäres war.

Tristan wusste nicht wieso, aber plötzlich war es ihm egal, das seine Familie ihn vielleicht verfolgen könnte. Er wollte Rache, da kam ihm so ein nachlässiger Verwandter gerade richtig.
,,Hoffentlich hat ihn das Diebesgut umgebracht, bevor ich es tue", murmelte er vor sich hin. Auf einmal schien er blind vor Hass zu sein, auch wenn das normalerweise nicht seine Art war. Die Kindheitserinnerungen, welche ihn in der Aurorenzentrale überkommen hatten, hatten ihn stark aufgewühlt. Es war fast nicht auszuhalten.
Wie gerne wäre er nun zu Freddy gegangen, hätte sich kurz angehört wie schrecklich er Valentinstag doch findet und hätte sich dann einfach aufmuntern lassen. Freddy fand immer die richtigen Worte im Umgang mit Tristan, es war eine besondere Freundschaft, die die beiden verband.

,,Nächster Halt, Atrium", verkündete die Ansage im Fahrstuhl. Es herrschte die ganze Fahrt über eine bedrückende Stille im Fahrstuhl, sie war Tristan sehr unangenehm gewesen, gerne hätte er ein paar aufmunternde Worte gehört. Floyd wusste gar nicht wie das ist....von seinen Eltern jahrelang misshandelt zu werden, nie gut genug zu sein und sich mit 21 Jahren Auror nennen zu dürfen, mit verdammt guten Noten.
Wie konnte er das auch? Er wusste kaum etwas über Floyd. Die beiden waren Gelegenheitspartner, gute Bekannte die manchmal nach der Arbeit etwas unternahmen. Floyd ging meistens sehr distanziert mit Tristan um. ,,Was soll's", überlegte Tristan. Er hatte Freddy. Wen brauchte er sonst noch? Niemand! Es war merkwürdig, das ihm dieser eine Magier ausreichen sollte, als bester Freund. Mit ihm konnte er alles besprechen, alles machen und als Partner waren sie unschlagbar, so kam es ihnen jedenfalls immer vor, wenn sie zusammen arbeiteten.

Tristan und Floyd schritten aus dem Fahrstuhl und Floyd drückte Tristan einen kleinen Zettel in die Hand mit einer Adresse. Tristan kannte diese Adresse; dort hatte einmal ein Familienessen stattgefunden. Erstaunlicherweise waren keine Muggel dort, hätte genauso gut eine dieser Feiern für Werwölfe gewesen sein, damals war es nämlich fast Vollmond.

Floyd verschwand mit einem knacken im Nichts. Er war disappariert.
Tristan zögerte kurz. Seine Rachegelüste waren wieder abgeklungen, Vernunft kehrte zurück in seinen Kopf. Doch jetzt war es zu spät, er hatte zugesagt, er wollte den Job machen, den Auftrag erledigen.

Nun gab es kein zurück mehr...
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