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 MY WORLD HAS OVERTURNED

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Jacob Forrest

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ZWEITHARA *
WE'RE SOARING - FLYING - THERE'S NOT A STAR IN HEAVEN THAT WE CAN'T REACH, AND IF WE'RE TRYING YEAH WE ARE BREAKING FREE, BREAKING FREE!
CAN'T YOU FEEL IT BUILDING? LIKE A WAVE THE OCEAN JUST CAN'T CONTROL!

HAVE A LOOK
HAVE A HUG

13.02.18 20:21 © Jacob Forrest



my world has overturned


COCO CREE &&. JACOB FORREST
29. AUGUST 1943, ARROUND 1PM& DER SCHWARZE SEE


Ich atme dich ein,
und nie wieder aus!
Schließ dich in mein Herz,
lass dich nicht mehr raus.





"Einen Moment bitte." Jacob nickte der Bibliothekarin zu, die mit seiner Sondererlaubnis hinter einer Tür verschwand. Ihren Namen konnte er sich einfach nicht merken. Er stützte sich auf den Tresen der Bibliothek und trommelte mit den Fingern auf das raue, abgewetzte Holz. Er blickte sich um und nickte einem Mädchen zu, dass ihn anstrahlte. Edith? Oder Elvira? Auf jeden Fall in der Klasse seiner kleinen Schwester.
Die junge Frau kehrte zurück und musterte dabei immer noch den Zettel den er ihr gegeben hatte. Seine Ausnahmegenehmigung für die Verbotene Abteilung der Bibliothek. Unterschrieben von einem Hauselfen von Professor Binns. Der junge Löwe hatte sich bei ihm für eine extra Hausarbeit angemeldet. Nicht, weil seine Noten dies verlangt hätten. Mit einem Annehmbar in Geschichte der Zauberei konnte Jacob wirklich gut Leben. Nein, vielmehr ging es darum Zugang zu diesem Teil der Bibliothek zu bekommen. Und da er für seinen Aufsatz ein Buch über die dunklen Zeiten des Mittelalters und einige ziemlich grausige Zauber ging, hatte Binns die Genehmigung unterschrieben. Dass Jacob diesen Aufsatz nun auch wirklich schreiben musste, damit hatte er sich abgefunden. Aber das war in Ordnung. Das gehörte zu seinem Plan. Dem Plan, sein Mädchen glücklich zu machen. "Also gut." sagte die Frau zähneknirschend. Sie schob ihm einen Schlüssel über den Tresen zu, ließ ihn aber nicht los, als der Gryffindor danach griff. "Sie holen sich das Buch und dann verschwinden Sie." Innerlich rollte Jacob die braunen Augen. Gerade als er zu einer Antwort ansetzen wollte, fuhr sie fort: "Ich meine es ernst, ich werde Ihre Tasche nachher kontrollieren." Damit hatte er gerechnet. "Ja, natürlich, Miss." sagte er artig. Sie warf ihm noch einmal einen warnenden Blick zu, ehe sie ihm den Schlüssel überließ. Wieso die Abteilung überhaupt mit einem alltäglichen Schloss verschlossen war, war ihm ein Rätsel. Selbst Muggel konnten Schlösser knacken. Er selbst hatte das mit Nathan gemacht. Damals in Kalifornien waren er und sein bester Freund in einen Schuppen am Strand eingebrochen.

Jacob fuhr mit dem Zeigefinger die dicken, staubigen Buchrücken entlang und überflog dabei die Titel der Bücher. Er warf einen Blick über die Schulter, ehe er das gesuchte, "Seltene Zaubertränke für Erhabene", hastig aus dem Regal zog. Der Löwe zog seinen Zauberstab aus der Tasche seines Umhangs. "Reducio" flüsterte er kaum hörbar. Das Buch begann augenblicklich zu schrumpfen und hörte damit erst auf, als es die Größe einer Erdbeere hatte. Er schnappte sich das kleine Buch, griff durch seinen Kragen unter den Umhang und ließ das Zaubertrankbuch in seiner Brusttasche verschwinden. Coco würde ausflippen. Seit Wochen redete sie von diesem Buch. Sie wollte irgendeinen ausgesprochen seltenen Zaubertrank nachbrauen, an dessen Rezept sie aber nicht kam. Über einen Bekannten seines Vaters war er schließlich darauf gekommen, dass der Zaubertrank in diesem Buch zu finden war. Und nachdem er es nicht in der Bibliothek gefunden hatte, hatte er bei Professor Slughorn nachgefragt. Der hatte sich allerdings geweigert ihm Zugang dazu zu verschaffen. Noch jetzt klang ihm die Stimme des Slytherinlehrers in den Ohren. Das Buch sei zu gefählich für selbst den Besten seiner Schüler. Und das war er nun wirklich nicht. Jacob konnte Zaubertränke nicht ausstehen. Aber Coco - und das war der Grund wieso er sich diesen Plan überlegt hatte.

Der Halbindianer beeilte sich, das geschichtliche Buch ebenfalls zu finden, ließ es in seine Umhängetasche gleiten und hastete zurück an den Tresen der Bibliothekarin. Er legte ihr den Schlüssel in die Hand und sah sich um - hoffte, dass niemand ihn beobachtet hatte. Doch niemand sprang auf und bezichtigte ihn eines Diebes-Daseins. Die Bibliothekarin musterte ihn aufmerksam. Hob eine Augenbraue. Jacob wurde nervös, versuchte sich aber nichts anmerken zu lassen. "Nun?" fragte sie mit strenger Miene und die Augenbraue wanderte noch ein Stück höher. "Hm?" Jacob verlagerte das Gewicht und schob den Riemen seiner Tasche weiter über seine Schulter. "Die Tasche, Junge - ich hab nicht den ganzen Tag Zeit!" die genervte Stimme der Frau klang wie ein kleiner Peitschenhieb. Erschrocken reichte Jacob ihr die Tasche - verblüfft, dass er nicht verstanden hatte, worauf sie wartete. Sie klappte die Tasche auf und warf einen Blick hinein. Als sie ihren Zauberstab zückte wich er einen Schritt zurück. Ihr Aufspürzauber musste ihn ja nicht erreichen.

Fünf Minuten später ging Jacob grinsend mit einem wieder normalgroßen Zaubertränkebuch durch die Eingangshalle auf das Portal zu. Coco wartete draußen am See auf ihn. Bei dem Gedanken das Mädchen mit den rotbraunen Haaren gleich wieder zu sehen, machte sein Herz vor Glück einen kleinen Sprung. Dieses Mädchen hatte ihm den Kopf verdreht. Mehr noch - sie hatte seine ganze Welt auf den Kopf gestellt. Er konnte sich keinen Tag ohne sie mehr vorstellen. Er hatte sich fest vorgenommen, sie zu fragen ob sie ihn heiraten würde. Doch er wollte ihr Zeit geben, wusste schließlich nicht, ob sie genauso fühlte wie er.

Er trat hinaus auf die Ländereien und blinzelte gegen die Mittagssonne. Es war angenehm warm, doch man spürte, dass der Sommer sich dem Ende neigte. Ein Ende, dem Jacob wehmütig entgegensah. Er hasste das Wetter in England und liebte die Sonne. Er vermisste Kalifornien und das Meer in dem er so gern geschwommen waren.
Für einen Augenblick war er blind, ehe er sich an das grelle Licht gewöhnt hatte. Er sah Coco am Ufer des Sees sitzen. Sie las oder lernte. Ihr Haar leuchtete in diesem Licht in sattem rot. Ein Lächeln kräuselte seine Lippen, als er daran dachte, wie deutlich die Sommersprossen auf ihrer blassen Haut zu dieser Jahreszeit zu sehen waren. Es dauerte einige Minuten bis er sie erreichte, sich hinter ihr auf der Decke auf die Knie fallen ließ und ihr von hinten die Hände auf die Augen legte. Das Buch hatte in seiner Tasche verstaut, damit sie es nicht sofort sah. Er beugte sich zu ihrem Ohr. Ihr Haar kitzelte an seiner Nase, doch er liebte den blumigen Duft, den es verströmte. "Na, wer bin ich?" raunte er sanft und mit tiefer verstellter Stimme.
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