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 I can keep you safe

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17.05.16 17:34 © Gast

I CAN KEEP YOU SAFE
SAMSTAG, 5. JUNI 1943 ♣ AUDREY HALLWAY && ALBUS DUMBLEDORE ♣ VOR DEM KRANKENFLÜGEL


Der Tanzkurs war pünktlich um 12 zu Ende gegangen und der Hauslehrer der Gryffindors hatte die große Halle recht schnell verlassen und war dann über Umwege zum Krankenflügel gelangt. Es passierte oft, dass sich Schüler bei den Apparierkursen zersplitterten und gerade momentan sorgte das nicht gerade für gute Laune, immerhin waren die Schüler schon genug Gefahren ausgesetzt, doch die Schulleitung hatte entschieden, dass man den Kurs trotzdem nicht ausfallen lassen konnte. Irgendetwas musste von Hogwarts bleiben und im weiteren Sinne handelte es sich um eine Lehrveranstaltung. Außerdem war es eine freiwillige Sache und manche Eltern hatten es ihren Kindern auch tatsächlich verboten daran teilzunehmen. So konnte die Veranstaltung aber trotzdem irgendwie gerechtfertigt werden und die Schüler konnte etwas dazu lernen. Außerdem hatten einige wirklich Spaß an diesem Kurs. Dumbledore wollte nicht feststellen wie ernst diese Schüler den Kurs und den Kursleiter nahmen. Darüber wollte er sich besser kein Urteil erlauben.
Dieses Mal hatte es den jungen Darren O’Hare erwischt und quasi in zwei Teile geteilt. Das war kein angenehmes Gefühl. Der Dumbledore konnte allerdings nicht behaupten, dass er es bereits am eigenen Leib zu spüren bekommen hatte, da seine Anfänge im Apparieren von außerordentlichem Erfolg gekrönt waren, während er seinen Bruder des Öfteren im Krankenflügel besucht hatte, da dieser sich ähnlich geschickt zeigte wie Darren und einige andere Schüler am heutigen Tag auch.
Seine Gedanken schweiften noch einen Moment zurück zum Tanzkurs. Er hatte sich daran erfreut, dass viele Paare nicht aus einem Haus kamen, sondern sich durchaus eine Durchmischung eingestellt hatte, auch wenn sich die Kombination von Gryffindor und Slytherin wohl immer noch am seltensten präsentierte. Der ehemalige Gryffindor bezweifelte auch, dass sich diese Rivalität in nächster Zeit abstellen lassen würde. Schon zu seiner Schulzeit war sie nicht wegzudenken gewesen und an manchen Tagen besonders entflammt. Vor allem auf dem Quidditchfeld hatte man sich immer enorm bekämpft und so gab es auch einzelne Feindschaften. Er persönlich hatte diese nicht allzu sehr gepflegt. Doch das war ein anderes Thema.
Der Dumbledore erreichte den Krankenflügel und fand davor eine Dame aus Slytherin auf. Audrey durfte von zuhause aus das Apparieren nicht erlernen, hatte ihren Mitschülern aber bei diesem Prozess beigestanden. Eine recht soziale Ader, wie es der Professor empfand. Immerhin hätte sie sich auch weit davon fernhalten können und einfach nur ihre eigenen Sachen machen können. Stattdessen hatte sie ihre Hilfe angeboten und sich auch noch dazu als hilfreich erwiesen. “Guten Tag, Miss Hallway.“ grüßte der Dumbledore die junge Dame nun also freundlich, auch wenn diese sich wahrscheinlich im Begriff befand zu gehen, würde er ihr einen Moment ihrer Zeit stehlen. “Ich möchte darum bitten sie noch für einen Moment aufhalten zu dürfen.“ erklärte er ihr also mit einem freundlichen Lächeln und einem Blick über die Gläser seiner Brille hinweg.
“Es ist sehr freundlich von Ihnen, dass sie die Gesundheit ihrer Mitschüler mit solcher Umsicht pflegen, wie sie es heute bei Mr. O’Hare getan haben, Miss Hallway.“ lobte der stellvertretende Schulleiter die junge Dame also. Als er sie musterte fiel ihm allerdings auf, dass sie selber nicht gerade Kerngesund aussah. Das sollte nicht heißen, dass sie kränklich wirkte, doch sie schien nicht in ihrer Blüte zu stehen. Vielleicht nahm er das auch nur so wahr, weil er dementsprechende Dinge gehört hatte und das nun schon von mehreren Quellen. Alle wiesen darauf hin, dass sie einige sehr unangenehme Begegnungen mit einem bestimmten Slytherin hatte, dessen Schulabschluss nun wegen seinem unentschuldbaren Verhalten am seidenen Faden hing. Es war immer schwierig einzuschätzen welcher Teil einer Geschichte der Wahrheit entsprach und welcher hinzu gedichtet war. Noch dazu war die Wahrheit kein einfaches Objekt. Sie war ein Vielschichtiges Wesen, das aus jedem Blickwinkel anders wirken konnte. Somit konnte der Dumbledore die Vorfälle und das Wohlbefinden der Schülerin kaum genau und zielsicher bewerten. Alleine ein Gespräch mit ihr persönlich konnte ihm mehr Informationen geben und ihm die Sache genauer abbilden. Der Smirnow war wohl kaum bereit näher über diese Ereignisse zu sprechen, aber wie es bei ihr aussah, galt es noch herauszufinden für den Professor. Dazu wollte er aber nicht gleich einen Vorstoß machen. Immerhin handelte es sich um ein sensibles Thema und die Slytherin war sicherlich nicht besonders erfreut darauf angesprochen zu werden, vor allem nicht, nachdem schon mehrere Personen es offensichtlich versucht hatten. Der Dumbledore hatte einen entscheidenden Vorteil. Er war in der Lage auch Informationen zu erlangen, die sie ihm nicht geben wollte, doch die Frage blieb ob er bereit war diese Mittel einzusetzen.

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30.05.16 23:02 © Gast

sometimes it feels we keep running
just to keep from falling behind
Audrey & Dumbledore // 05.06. // Vormittags


Was ein höchst interessanter Morgen es doch gewesen war. Leider hatte sie den Apparierkurs nicht als Teilnehmerin beehren können, doch ihre Neugierde darauf war auch nicht gering genug gewesen, sich nicht trotzdem „unter das Volk“ mischen zu wollen. Sie hatte Glück gehabt, denn der Auror, Floyd Mayhew, hatte ihr angeboten ihm ein wenig beim Überwachen des Kurses zu helfen, indem sie nach zersplitterten Mitschülern Ausschau hielt. Das war vielleicht nicht die beste Aufgabe die sie erledigen konnte, aber immerhin konnte sie sich nützlich machen, was ihr bereits viel bedeutete. Die Slytherin war natürlich traurig darüber, nicht selbst am Kurs teilnehmen zu können, doch hatte sie im Endeffekt auch nichts anderes von ihrem Vater erwartet. Offiziell erlaubte er es ihr nicht, weil die Schule derzeit zu unsicher war (im übrigen war ihr Vater einer der Eltern, die eine Schließung der Schule befürworteten. Dass er damit nur bezwecken wollte Audrey besser unter Kontrolle zu haben konnte Dippet ja nicht wissen), in Wahrheit wollte er ihr einfach keine Möglichkeit geben irgendwie flüchten zu können, wenn es dazu kommen musste. Es hatte Audrey nicht überrascht; auch nicht, dass ihre Mutter sich nicht für sie eingesetzt hatte. Doch schneller als erwartet hatte die Blondine sich damit abgefunden, schließlich war es ja auch nicht das Einzige, was ihr wegen solcher Gründe verboten wurde.
Jedenfalls hatte Audrey den Morgen auf dem Gelände verbracht, war hier und dorthin spaziert und hatte nach Körperteilen ihrer Mitschüler Ausschau gehalten, was definitiv ziemlich verrückt wirkte, aber gar nicht so selten vorkam, wenn jemand lernte zu apparieren. Ihr erster Fund war ein Finger gewesen, den sie Floyd natürlich sofort gebracht hatte und der wohl zu einer Hufflepuff gehörte. Die restliche Zeit hatte sie nur damit verbracht durch die Gegend zu stapfen, denn die meisten Körperteile landeten in unmittelbarer Nähe der Lehrpersonen oder Auroren, so dass Audrey sie gar nicht hatte aufspüren müssen. Ihr Weg hatte sie dann in Darren O’Hare laufen lassen, der ihr dann stolz gezeigt hatte, wie gut er apparieren konnte, bis er selbst zersplitterte – und zwar in einem solchen Ausmaß, dass selbst Audreys Trank nicht mehr helfen konnte. Er hatte in den Krankenflügel gemusst und Audrey hatte sich daran gemacht, ihn und seine fehlenden Körperteile irgendwie dorthin zu schiffen – erfolgreich. Jetzt schlummerte er friedlich (und wieder komplett) in einem der Betten des Krankenflügels und Audrey hatte ihre Aufgabe erledigt. Bevor sie aber wieder auf die Wiese gehen wollte musste sie sich umziehen, denn ganz unblutig war das Ganze doch nicht von Statten gegangen.

Audrey schloss gerade die Tür des Krankenflügels hinter sich und wollte den Weg zum Kerker ansteuern, als sie ihren stellvertretenden Schulleiter bemerkte. Eigentlich hatte sie an ihm vorbei laufen und kurz freundlich zunicken wollen, doch Dumbledore schien auf ein Gespräch aus zu sein, so dass die Slytherin stoppte und, mit leichter Verwunderung, zum älteren Mann sah, der die letzte große Entfernung zu ihr überbrückte. “Guten Morgen, Sir.“, gab sie die Begrüßung zurück, mied aber seinen Blick – wie schließlich bei jedem. Dass er tatsächlich ein Gespräch mit ihr im Sinn hatte bewies dann schließlich sein folgender Satz und Audrey durchkämmte kurz ihr Gedächtnis nach irgendetwas, was sie in letzter Zeit angestellt haben könnte – dass sie die Tür zu Staub zerfallen lassen und Herkules angezündet hatte war doch schon vergolten worden? Auch wenn sie sich keinen Reim daraus machen konnte spürte sie, dass sie nervös wurde, versuchte aber das so gut wie möglich zu verbergen, auch wenn den Adleraugen ihren Gegenübers das vermutlich nicht entgehen dürfte.
Audrey wollte gerade fragen ob sie sich für dieses Gespräch in sein Büro begeben sollten, da kam ihr der Ältere schon zuvor und lobte sie stattdessen für ihr Engagement. Audrey errötete leicht und lenkte den Blick zu Boden. “Danke, Sir, auch wenn ich es für selbstverständlich halte.“, entgegnete sie, war sich aber auch sicher, dass das nicht der Grund dafür gewesen war, sie hier abzufangen. Sie hoffte nur, dass sie schnell damit fertig waren; nicht, weil sie Dumbledore nicht mochte, ganz im Gegenteil: er zählte zu einem ihrer Lieblingslehrer, aber dieses Gespräch hatte irgendwie einen bitteren Nachgeschmack…
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01.06.16 10:07 © Gast

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SAMSTAG, 5. JUNI 1943 ♣ AUDREY HALLWAY && ALBUS DUMBLEDORE ♣ VOR DEM KRANKENFLÜGEL



Es war nicht schwer für ihn zu erkennen, dass die Slytherin nervös wurde durch den Beginn des Gespräches und der Dumbledore entschied sich dazu ihr etwas Zeit zu geben sich zu sammeln und so wanderte sein Blick hinaus zum Fenster und dort fand er offensichtlich außerordentliches Gefallen an einer Krähe, die vorbei flog und die es wirklich darauf anlegte den Professor in ausreichendem Maße zu beschäftigen, denn sie legte einige Loopings und ähnliches hin und zeigte damit wie sehr sie Herr der Lüfte war. Viel mehr als jeder Mensch es jemals sein würde, auch wenn man sich einen Besen zwischen die Beine klemmte und sich darauf so galant bewegen zu pflegte wie Richard Potter.
Erst nach einem längeren Augenblick konnte er sich also wieder der Slytherin zuwenden, da die Krähe es mittlerweile tatsächlich geschafft hatte seine Aufmerksamkeit zu erhaschen und ihn somit mehr abgelenkt hatte, als es sein ursprünglicher Plan gewesen war.
Er lächelte die Slytherin an, die nicht immer leicht einzuschätzen war. In der letzten Woche war sie viel im Gespräch gewesen und so hatte der Dumbledore relativ viel Wert darauf gelegt ein Auge auf sie zu haben. Das machte die Sache leichter und gab ihm eine Chance zu erahnen in welcher Art von Situation sie steckte. “Ich halte es keinesfalls für selbstverständlich, dass sie sich nicht aus Missmut darüber das ihnen die Teilnahme verwehrt bleibt, weit fern vom Geschehen mit anderen Dingen beschäftigt haben.“ erklärte der Dumbledore und musterte sie einen weiteren Moment eingängig. Es lag nicht an ihm sie zu bedrängen oder ihr ein Thema aufzuzwingen, über das sie nicht sprechen wollte und ganz augenscheinlich gab es etwas über das sie nicht sprechen wollte. Es war seine Aufgabe die Distanz zwischen Schüler und Lehrer zu wahren und die Privatsphäre seines Gegenübers zu achten und das würde er auch tun, ungeachtet der Tatsache, dass seine Neugierde ihn herausforderte sich anders zu verhalten. Im Grunde würde er die meisten Dinge über Ecken und Kanten ohnehin erfahren und musste sie nicht gleich aus ihrem Mund hören.
Sein erstes Ziel musste aber sein, falls er ein Gespräch mit ihr führen wollte, den leichten Unwillen darüber auf ihrer Seite zu lösen, indem er ihr noch eine Chance gab sich zu entspannen. Sich noch einmal mit einem Vogel vor dem Fenster zu beschäftigen erschien ihm jedoch nicht besonders ergiebig, da die Krähe sich mittlerweile sicher andere Flugbahnen gesucht hatte und es keinen Sinn machte etwas zu beobachten, das nicht vorhanden war.  Selbst er konnte an einem leeren Himmel nicht unbegrenztes Interesse bekunden, auch wenn die Natur wirklich viel zu bieten hatten.
Aus nicht ganz ersichtlichen Gründen wanderte sein Blick an ihr herunter und zwar nicht direkt über ihren Körper, sondern viel mehr sprang er gleich zu ihren Füßen, die, wie es sich gehörte, in Schuhen und Socken steckten, die eben zur Schuluniform dazu gehörten. Es war ein langweiliges grau, nur von einem Wappen von Hogwarts durchbrochen und der Professor stellte sich die Frage wer genau die Schüler dem Zwang unterworfen hatte selbst ihre Socken einer Vorschrift anpassen zu müssen. Immerhin konnte man sich in Socken sehr individuell ausleben. Der Dumbledore liebte es am Morgen aus seinen hunderten Paaren von Socken genau das richtige auszusuchen. Er bevorzugte dabei selten langweilige graue Paare, viel mehr trafen Farben wie purpurn, mitternachtsblau oder der Rotton von Gryffindor seinen Geschmack. Da er am heutigen Tag einen tanz erwartete hatte und auch nicht enttäuscht worden war, hatte er seine Sockenwahl mit viel Freude an dieses Ereignis angepasst und hatte. So trug er ein mitternachtsblaues paar mit aufgestickten Noten und Sternen, die er als sehr dekorativ empfand. Außerdem hatte er sie einmal geschenkt bekommen, als er eine recht gute Freundin zu einem Tanztee begleitet hatte. Die Situation dort war aus den Fugen geraten und der Dumbledore war so frei gewesen das ganze wieder zu ordnen. Das hatte letztlich bei seiner Begleitung für Dankbarkeit und bei ihm für dieses wunderbare Paar Socken gesorgt. Oftmals kamen die Leute nicht darauf ihm Socken zu schenken, dabei hatte er gerade für selbstgestrickte ein besonders großes Herz und konnte das nicht oft genug ausdrücken. Man schenkte ihm Bücher, da man ihn für gebildet hielt. Allzu oft hatte er schon Bücher bekommen, die er bereits gelesen hatte, doch alles dies gehörte kaum zum Thema, denn dieses befasste sich viel mehr mit Audrey, die direkt vor ihm stand.
Er blickte von ihren Socken wieder hoch in ihr Gesicht. “Fühlen sie sich nicht durch die Tatsache, dass sie ihre Socken nicht frei wählen dürfen, in ihrem persönlichen Ausdruck gehindert, Miss Hallway?“ erkundigte der Professor sich, der sich dadurch wirklich eingeschränkt fühlen würde und sich fragte wie er das nur in seiner eigenen Schulzeit ertragen hatte. Er wusste beim besten Willen nicht mehr wie das von statten gegangen war. Hatte er vielleicht sogar dagegen rebelliert und andere Socken getragen? Es mochte ihm nicht mehr recht einfallen und man hätte nun sagen können, dass es schon über 40 Jahre her war, doch der Dumbledore konnte sich im Regelfall sehr gut auf sein Gedächtnis verlassen und Socken war nun nicht gerade irgendeine Nebensache.
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04.06.16 16:28 © Gast

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Audrey & Dumbledore // 05.06. // Vormittags


Weshalb der stellvertretende Schulleiter Audrey nun aufgesucht hatte, konnte sich die Slytherin noch nicht erklären. Vermutlich wäre Dumbledore tatsächlich der Letzte gewesen, den Audrey nun hier erwartet hatte und tatsächlich konnte sie auch nicht von sich behaupten, sich übermäßig darüber zu freuen, von ihm abgefangen worden zu sein. Natürlich schätzte sie den Älteren sehr, zollte ihm Respekt und hatte auch durchaus positive Gefühle ihm gegenüber, allerdings verhieß es nur selten etwas Gutes, wenn man gezielt vom ihm aufgesucht wurde. Audrey war daher ein wenig skeptisch, allerdings sprach sie diese Sorgen auch nicht aus. Er würde seine Gründe haben und sie hoffentlich auch bald ansprechen, ansonsten würden sie vor dem Krankenflügel vielleicht sogar Wurzeln schlagen… auch keine schöne Vorstellung. Audrey zwang sich jedoch dazu die Ruhe zu bewahren und erst einmal positiv an die Sache heran zu gehen, vielleicht war der Bärtige tatsächlich nur auf ein normales Gespräch aus und Audrey hatte halt einfach gerade hier gestanden. Wer wusste das schon?
Dumbledore schien sich jedoch für einen Moment lieber auf das Fenster hinter Audrey konzentrieren zu wollen, wobei die Slytherin ihn auch nicht weiter störte. Es wurde ja nicht umsonst gerne mal gemunkelt, dass Dumbledore ein wenig… von der Rolle war. Im positiven Sinne natürlich! Außerdem gab er ihr so Zeit sich ein wenig zu sammeln, was vermutlich angebracht war, wenn man bedachte, dass Audrey gerne in schiere Panik geriet, wenn sie sich in solchen Situationen befand. Nochmals ging sie in ihrem Kopf die Optionen durch, wegen welcher der Ältere sie wohl angesprochen hatte, bis es sie wie ein Blitz traf. So schnell wie sich das Lauffeuer ihrer Situation Anfang der Woche verbreitet hatte, hatte es vermutlich auch Dumbledore irgendwann erreicht und nun war er hier, um dem auf den Grund zu gehen. Verdammt. Das war wirklich keine schöne Situation und Audrey hoffte darauf, dass Dumbledore tatsächlich nicht hier war, um sie auf Adrian anzusprechen. Sie wollte ihren Mitschüler schließlich nicht verpfeifen und schon gar nicht von der Schule werfen, aber wie sollte sie denn Dumbledore anlügen? Das erschien ihr wie eine Unmöglichkeit, also blieb ihr nur das Hoffen auf einen anderen Ausgang des Gesprächs.

Audrey wurde aus ihren Gedanken gerissen als Dumbledore sie schließlich wieder ansprach. Ein scheues Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht und sie wandte den Blick kurzzeitig vom älteren Herrn ab. Natürlich wusste er, dass sie am Kurs nicht hatte teilnehmen dürfen, wenngleich es auch ursprünglich aus anderen Gründen so war, als es der Schule gesagt wurde. „Irgendwie muss man sich ja dann beschäftigen, Sir.“, entgegnete sie dann kurz und zuckte mit den Schultern. „Viele meiner Freunde aus meinem Jahr sind bei dem Kurs und die anderen beim Tanzkurs… und sich an einem so schönen Tag allein in der Bibliothek zu beschäftigen, nur weil ich nicht teilnehmen durfte, erschien mir doch sehr verbittert.“, erklärte sie und lächelte dann kurz wieder. Eigentlich hätte man die Zeit mit Sicherheit auch nutzen können um für die bevorstehenden Prüfungen zu lernen… allerdings wusste sie ja nicht einmal, ob sie zur Zeit der Prüfungen noch immer hier war.
Audrey kam nicht darum herum, kurz die Augenbrauen zu heben als Dumbledore nicht hinsah – offenbar schien er sehr angetan von ihren Füßen. Oder eben gar nicht angetan… oder wie auch immer. Sie versteckten sich schließlich in den Schuhen und unter der Strumpfhose, und den plötzlichen Wechsel seiner Aufmerksamkeit von ihrem Gesicht zu ihren Füßen überraschte das Mädchen doch herzlich. Sie legte leicht den Kopf schief und folgte seinem Blick zu ihren Füßen – vielleicht hatte sie ja Dreck am Schuh oder so – aber alles war soweit sauber. Als er den Blick schließlich wieder hob hatte Audrey ihre Mimik schon wieder unter Kontrolle, konnte die Überraschung über seinen folgenden Satz trotzdem nicht verbergen. „Wie bitte?“, fragte sie dann perplex nach, nicht weil sie ihn nicht verstanden hatte, sondern einfach, weil die Frage derart aus der Luft gegriffen gekommen war. „Nun – Äh… Inwiefern kann man sich denn selbst durch seine Socken ausdrücken, Sir?“, fragte sie leicht skeptisch und sah ihrerseits zu den Füßen von Dumbledore, die allerdings unter seiner Robe versteckt waren. Vermutlich gut so, denn so gespannt auf die Socken ihres stellvertretenden Schulleiters war Audrey dann doch nicht.
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