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 MIND OVER MATTER

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20.02.16 16:41 © Gast

MIND OVER MATTER

ROSIER & FITZ - FIRST THURSTADY MAY 1943


Heute Morgen hatte sie einen momentlang irritiert geblinzelt und versucht die Müdigkeit zu verscheuchen und dann war ihr etwas eingefallen. Heute war der große Tag des ersten Treffens ihres neuen Clubs. Es hatte nicht lange gedauert und Elodie war förmlich aus dem Bett gesprungen um sich fertig zu machen und diesen Tag so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, bis es 16 Uhr war. Dann konnte es losgehen. Sie wartete schon lange darauf und hatte viel mit Dippet um die Erlaubnis für diesen Club gekämpft und heute sollte das erste Treffen endlich stattfinden. Die ganze Woche hatte sie darauf gewartete, dass ihr die Angelegenheit doch noch verboten wurde, doch sie hatte kein Wort mehr von der Schulleitung gehört und durfte wohl erst einmal davon ausgehen, dass sie diesen Kampf gewonnen hatte. Einige ihrer Mitschüler fragte sich was ihr dieser Club bringen sollte, doch die Rosier war sich sicher, dass es eine gute Möglichkeit war. Sie musste ja erst einmal die Frauen auf den Missstand aufmerksam machen und so viele wie möglich für ihr Projekt begeistern, damit sie gemeinsam für ihre Rechte einstehen konnten. Denn Elodie sah ihre Chancen alleine nicht besonders hoch. Eine einzelne Frau konnte die Regierung ignorieren oder zum Schweigen bringen, aber wenn sie hunderte mobilisierte, dann sah das ganz anders aus. Vor allem wenn es junge Frauen waren, die im Grunde den Sockel für die folgende Generation bildeten. So oder so war die Gryffindor sich sicher, dass sie einen Weg finden musste ihre Stimme zu verstärken, damit das Land aufhorchte.
Den Unterricht hatte sie tapfer hinter sich gebracht, auch wenn ihre Gedanken immer wieder zum Nachmittag zurückkehrten und sie recht aufgeregt war. Es fiel ihr schwer die Aufregung zu unterdrücken und ihren Rock nicht zu zerknittern oder unangebracht mit den Füßen zu scharren, doch sie schaffte es dann doch. Das Mittagessen brachte sie ebenso erfolgreich hinter sich, auch wenn ihre  engsten Freundinnen, doch merkten, dass eine Art innere Aufregung in ihr brannte. Trotzdem wurde die Elodie von keinem Lehrer ermahnt, denn alles heilt sich im Rahmen und ihr Besteck wurde ordentlich geführt wie immer. Die Belustigung ihrer Freundinnen führet nur dazu, dass Elodie versuchte diese zu überzeugen auch zu kommen, aber sie vertrösteten die junge Rosier auf ein anderes Mal, denn sie wollten wohl nicht das Risiko eingehen an so etwas teilzunehmen ohne, dass es Früchte trug. Denn zweifelsohne würde jede junge Dame von zuhause einen mahnenden Brief bekommen, wenn sie sich einer solchen Sache anschloss. Elodie wusste, dass auch ihr Brief kommen würde, doch ihre Eltern waren bei weitem nicht so wichtig wie die Rechte, die sie den Rest ihres Lebens haben oder nicht haben würde. Sie konnte sich nicht davon einklemmen lassen und stilsitzen bleiben.
Als der Nachmittag endlich anbrach, packte die Rosier alles was sie glaubte zu brauchen in ihre Tasche und machte sich auf den Weg zum Klassenzimmer für Verwandlung, das Dumbledore ihr freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Die anderen Lehrer hatten nicht alle so freundlich auf ihre Anfrage reagiert, doch das spielte keine Rolle. Sie hatte nun einen Treffpunkt und das reichte fürs erste. Im Klassenzimmer angekommen, stellte sie fest, dass es glücklicherweise offen war und der Professor an das Treffen des Clubs gedacht haben musste. Da sie zu noch viel zu früh war, musste sie erst einmal für Licht sorgen und den stickigen Raum etwas lüften. Dann sah sie sich um und feststellen, dass der Raum noch wenig zu einer Gesprächsrunde einlud. Also öffnete sie nacheinander die Türen des Schranks auf der Seite, bis sie einen großen Stapel Kissen fand. Mit einem Schwung verteilten sie sich in der Mitte des Raumes zu einer gemütlichen Runde. Sie lächelte zufrieden und wandte sich dann zu Tür, die sich tatsächlich geöffnet hatte. Immer noch befiel die Sorge sie, dass die Schulleitung es sich doch anders überlegte, doch dann entdeckte sie eine junge Frau, die durch die Türe trat und konnte es kaum fassen! Jemand kam zu ihrem Treffen. Sie lächelte breit. Natürlich hatte sie überall Flyer ausgehängt, aber das hieß ja nicht, dass sich jemand dafür interessierte. “Guten Tag.“ sagte sie gut gelaunt und hoffte, dass die andere sich nicht nur verlaufen hatte.
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26.02.16 17:34 © Gast

the honest truth
She'll tell you secrets - You'll tell her secrets too
She'll tell you all her hopes and dreams - You'll tell them too?

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FIRST THURSDAY OF MAY :: NOON
LENE && ELLY





Es war wohl allein dem Zufall verschuldet, dass Madlene von diesem neuen Club gehört hatte. Normalerweise schien die Schülerin des Dachshauses für Tratsch und allerlei Klatsch taub, hatte das Glück fast immer als Letztes von irgendetwas zu erfahren und kam deswegen selten drum herum eine lustige Geschichte erst zu erfahren, wenn so viele schon darüber gelacht hatten, das sie kaum noch lustig war. In diesem Fall schien sie aber genau rechtzeitig von etwas zu erfahren.
Sie hatte gerade beim Mittagessen gesessen, als drei ihrer Mitschülerinnen begannen darüber zu reden, was sie gehört hatten. Ein Club für Frauen. Nun, die Fitz war eine Frau.. und sie hatte bisher noch keinen Club für sie entdecken können - das klang also schon vielversprechend. Schließlich konnte sie schlecht in einem Club nicht gewollt sein, der gerade für Leute, wie sie gemacht worden war, oder? Den Slugclub hatte sie sich damals nicht ausgesucht und konnte so auch nicht behaupten, dass es für ihre Fähigkeiten im Entscheidungsfällen sprach. Dieser Club konnte also die perfekte Möglichkeit sein endlich mal eine eigene Wahl zu treffen.
Deswegen haderte die Brünette nicht lange, ehe sie in dem Gespräch einstieg. Am Anfang noch die vermeintliche Ahnungslosigkeit vertuschend erfuhr sie sogleich, dass der Club von der Rosier geführt wurde. Oh.. Rosier. Sie kannte Edward und Buchanan. Schwer zu sagen, wie sie jetzt darüber urteilen sollte. Während sie Buchanan nur aus dem Unterricht kannte und Edward einen guten Freund nannte, konnte der vermeintliche Name der jungen Frau eigentlich nicht im Weg stehen. Des Weiteren sollte es in dem kleinen Club wohl um Politik und um Frauen gehen. Oh.
Nun von Politik hatte sie wohl nur begrenz eine Ahnung, was vermutlich daran lag, dass sie sich noch nie Gedanken darüber gemacht hatte. Für sie war es bis vor kurzem undenkbar gewesen, dass sie einen Schritt aus dem Laden ihrer Eltern herausmachen würde. Doch jetzt, wo sie sich scheinbar von ihnen abnabelte und die junge Frau anfangen würde auf eigenen Beinen zu stehen, wäre doch so ein Treffen die perfekte Wahl. Wo könnte man besser sein begrenztes Wissen aufpolieren, als bei einem solchen Treffen und in einer solchen Runde wäre sie sicherlich kaum die Einzige, die mit ihrem Verhalten als untypisch galt. Schließlich hatte Professor Slughorn ihr immer gesagt, dass sie es für eine Dame in dieser Welt noch einmal weit bringen könnte - warum also nicht Menschen finden, die diesen Gedanken auch unterstützten, anstatt ihn nur auszusprechen?

Die Entscheidung war also gefallen, bevor sie sich weiter von den anderen hatte reinreden lassen.
So war sie langsam aber sicher in den ersten Stock marschiert, hatte versucht sich ihre Aufregung nicht anmerken zulassen und hatte erst gezögert, als sie dort vor der Tür des Klassenraumes stand. Die Tür war offen und sie konnte nicht anders als noch einmal darüber nachzudenken, ob sie hier auch wirklich richtig war. Was wenn sie doch die falsche Frau dafür war?
Bevor dieser Gedanke einen weiteren Zug machen konnte, war Lene instinktiv einen weiteren Schritt in den Raum hinein und erkannte sogleich Jemanden in der Mitte des Raumes stehend. ,,Guten Tag’’, erwiderte sie freundlich und lächelte breit. Ihr Blick glitt langsam zu den leeren Kissen. War sie.. etwa zu spät? Hatte sie etwa alles schon verpasst, weil sie am Ende zu lange an ihrem Nachtisch gesessen hatte? Oh sie hatte doch gewusst, dass sie nicht so viele Windbeutel essen sollte. Allein bei dem Gedanken daran wurde ihr auch ein bisschen Übel. ,,Ich hoffe ich bin nicht zu spät’’, meinte sie und trat mit nun etwas festeren Schritten in den Raum hinein.
,,Ich bin nämlich wegen des Treffens hier. Oh Verzeih, wie unhöflich. Ich bin Madlene, Madlene Fitz, du musst Elodie sein. Tatsächlich hätte ich gar nicht hiervon gewusst.. bin aber wirklich gespannt.’’ Ein Grund mehr zu hoffen, dass sie nicht doch zu spät war und alles längst vorbei war. Zwar könnte sie das nächste Mal wiederkommen, aber der erste Eindruck wäre dahin. Unsicher strich sie sich ein paar der kurzen Haare aus dem Gesicht und lächelte noch immer.
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