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 accept that some days you’re the pigeon, and some days you’re the statue.

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30.01.16 19:36 © Gast



accept that some days you’re the pigeon, and some days you’re the statue.


Marius Nott && Darren O'Hare
03.06 || 16:00 Uhr || The Land




Das klägliche Schreien würde der Slytherin wohl nie wieder aus seinem Kopf bekommen. Bestimmt würde er heute Nacht sogar noch davon träumen. Der Nott hatte wirklich nicht gewusst, dass ein Kater so schiefe Töne von sich geben konnte.
Die Schlange wusste zuerst nicht woher die Schreie kamen und was für ein Tier sich dahinter verbarg. Doch bei genauem hinhören kam auch nur eines in Frage. Schließlich war er den Schreien gefolgt und bei einem Baum stecken geblieben. Der Blick nach oben hatte Marius Vermutung bestätigt. Ein Kater der auf einem Baum fest hing. Großartig. Welch ein Klischee.
Der Slytherin haderte mit sich. Er könnte auch einfach gehen. Der Besitzer oder Besitzerin dieses Katers würde das Tier schon rechtzeitig finden bevor dieser verhungerte. Auf den ersten Blick sah er jetzt nicht so aus als würde er von den Knochen fallen. Den Kopf in den Nacken gelegt starrte er das Tier an. Dieses starrte zurück als würde er der Schlange sagen wollen: hol mich gefälligst hier runter.
Ein leises Stöhnen entwich dem Nott. Eigentlich hatte er besseres zu tun als auf einen Baum zu klettern. Mit einem Blick über das Gelände konnte er feststellen das hier niemand war. Sein Glück. Oder vielleicht eher Unglück. Wäre hier jemand gewesen, wäre Marius einfach gegangen. Dann hätte derjenige sich darum kümmern können. Aber nein. Natürlich war er alleine.

Der schwarz-weiße Kater fing wieder an seine typischen Katzenlaute von sich zu geben. Hörte sich vielleicht ein wenig gequälter als normal an. "Ist ja gut..", murmelte der dunkelhaarige und suchte nach einer Möglichkeit sich an dem Baum hochzuziehen. Ein Ast war in greifbarer Nähe.
Bevor er jedoch anfing den Baum zu erklimmen, zog er seinen Umhang aus und schmiss ihn achtlos beiseite. Schließlich griff er nach dem Ast und stemmte sich mit seinen Füßen an dem Stamm ab, um sich hochzuziehen. Mit einem Ruck war der Slytherin nun auf dem untersten Ast und kletterte weiter zu der Kater hoch. "Wenn du mich kratzt, dann werde ich ausprobieren ob es stimmt, dass Katzen sieben Leben haben", sagte Marius warnend und griff seinen Arm nach dem Fellknäul aus.
Die Schlange packte den Kater an seinem Nackenfell und hob ihn vom Ast. Anders kam er dort nicht hin. Jedoch schien das dem Kater nicht wirklich zu gefallen und er schrie erstmal und schlug nach Marius Gesicht.
Der Slytherin strauchelte und stieß Flüche aus. "Mistvieh", fauchte er. "Wegen dir sterben wir noch beide, also halt still." Er schaffte es irgendwie sich die Katze unter den Arm zu klemmen, was die ganze Aktion ein wenig leichter gestaltete.

Einige Minuten später landete Marius auf festem Boden. Den Kater setzte er ab. "Jetzt hau schon ab. Ich hab mich genug zum Affen gemacht." Marius scheuchte ihn mit einer Handbewegung davon. Jedoch rannte er gezielt in eine Richtung. Als der Nott sich in diese drehte stellte er fest, dass es sich wohl um den Besitzer handeln musste. Der Slytherin zog gereizt die Augenbrauen zusammen. Dann hätte er sich die ganze Aktion auch sparen können. Er war so ein Vollidiot. Half einer dämlichen Katze vom Baum. Was war er denn? Die Tierrettung?
Die Schlange versuchte zu analysieren wer zu dem Kater gehörte. Oh. Der Hufflepuff. Darren O'Hare. Kam genau zum rechten Zeitpunkt. Mit ihm hatte er auch noch ein Wörtchen zu reden. Der arme lief wohl gerade in sein Schicksal. Abwartend verschränkte Marius die Arme.
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06.02.16 21:26 © Gast

»So we can only get one chance, can we take it?
And we only got one life, can't exchange it
Can we hold on to what we have, don't replace it
The age of innocence is fading like an old dream«

Darren O'Hare & Marius Nott
03. Juni 1943 | abends | Schlossgelände


Großartig. Van Gogh war ein ziemlich schreckhaftes Tier. Er verstand sich nicht besonders mit den Haustieren anderer Schüler, am wenigsten mit den Eulen. Und da hatte er etwas mit seinem Herrchen gemeinsam. Nur, dass Darrens Atemwege anschwollen und er fast erstickte sobald er so einem Federvieh begegnete, van Gogh dagegen sträubte sich das Fell, sein Schwanz schoss wie eine Antenne in die Höhe und mit einem lauten Fauchen zischte er davon. So auch heute morgen beim Frühstück. Etwa zeitgleich hatten sowohl Darren als auch Kater die Flucht ergriffen, als sich die tägliche Morgenpost mit dem Schrei der ersten Eule ankündigte und die Schar über die Köpfe hinweg flog. Und das funktionierte bei van Gogh nach dem alten Piratenprinzip 'Wer zurück bleibt, wird zurück gelassen'. Vergessen war in dem Moment alle Liebe, die der Kater für sein Herrchen aufbrachte. Das verschreckte Fauchen ertönte und mit einem geschickten Sprung über den Kopf von Darrens Sitznachbarn war die Katze auf und davon und ward seitdem nicht mehr gesehen.
Der Hufflepuff rannte ihr direkt hinterher, allerdings war sie längst verschwunden als er die Große Halle verließ. Darren blieb ruhig, schließlich geschah dieses Spektakel beinah jeden Morgen. Van Gogh tauchte spätestens beim Mittagsessen wieder auf, um um seine Beine zu schleichen, es sich auf seinen Beinen bequem zu machen und dann die Hälfte seines Essens einzufordern.
Darren machte sich also keine allzu großen Gedanken, als er sich in den Unterricht setzte. Erst als er wieder zum Mittag in der Großen Halle saß und van Gogh sich nicht blicken ließ, kamen erste Fragen in Darren auf. Jedoch ließ er sich davon noch nicht beunruhigen. Vorerst zog er sich in den Gemeinschaftsraum zurück, um seine Hausaufgaben zu erledigen, allerdings entpuppten sie sich als so endlos langweilig, dass er erst spät merkte, dass er bereits seit einer Viertelstunde verträumt an die Wand starrte und gerade mal zwei Sätze seines Aufsatzes geschafft hatte. Also rollte er das Pergament einfach wieder zusammen und steckte seine Sachen in die Tasche, nur um sich dann den Tagespropheten hervor zu holen.
Etwa gegen Nachmittag bemerkte Darren, dass sein Kater nun schon seit Stunden verschwunden war. Und das war wirklich besorgniserregend, denn so verfressen wie er war, konnte er kaum länger als zwei Stunden mit der nächsten Mahlzeit warten. Er lauerte ihm ja teilweise zwischen den Unterrichtsstunden auf, wenn er zum nächsten Klassenraum auf dem Weg war, nur um sich seine Streicheleinheiten und sein Fresschen abzuholen. Es passte nicht zu van Gogh, seitdem Morgen nicht mehr aufgetaucht zu sein.
Der Hufflepuff warf einen suchenden Blick durch den Gemeinschaftsraum und hob skeptisch eine Braue. Keine Spur von ihm. Also klappte er seufzend die Zeitung zusammen und stand auf um sich auf die Suche zu machen.
Ewigkeiten lief Darren durch das halbe Schloss, allerdings gab es so viele Korridore und Gänge, dass es sehr unwahrscheinlich war den Kater einfach zu finden. Und die vielen Geheimgänge waren in seinen Überlegungen noch nicht einmal inbegriffen.
Wo konnte er verfluchte Kater nur sein? Darren rieb sich fragend über die Stirn und stemmte die andere Hand in die Hüfte. Dann wandte er sich nach draußen. Van Gogh hielt sich gern auf den Schlossgründen auf, vielleicht war er einfach nur irgendwo eingeschlafen und ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Bei den Temperaturen nicht verwunderlich. Wie gut, dass er seinen Schulumhang gleich im Gemeinschaftsraum gelassen hatte, ansonsten würde er sich noch zu Tode schwitzen.
Während er über die Schlossgründe schritt und nach dem Kater Ausschau hielt, lockerte Darren die gelb-schwarze Krawatte und krempelte sich die Ärmel des Hemdes auf. Wieder lief er eine halbe Ewigkeit über das Gelände und fand nichts außer sonnenbadender Schüler und ein knutschendes Pärchen am See. Darren seufzte und warf hilflos die Arme in die Luft als sein Blick plötzlich auf einen Baum fiel, der gerade von einem Jungen erklommen wurde. Rein aus Neugierde ging der Hufflepuff näher heran und sah dabei zu wie der Junge die Katze auf dem Ast packt. Seine Katze.
„Gott sei Dank“, stieß Darren erleichtert aus und ging näher zu ihnen. Als Junge und Kater wieder sicher festen Boden unter den Füßen hatten, sauste van Gogh direkt auf Darren zu. Der Hufflepuff konnte gar nicht schnell genug gucken, da war der Kater schon mit einem Satz in seine Arme gesprungen und schmiegte seinen Kopf an sein Gesicht. Der Arme musste ja den halben Tag hier verbracht haben, solche Sehnsucht verspürte er.
„Vielen Dank“, fing Darren an den Jungen gerichtet an. Als er ihm ins Gesicht blickte und erkannte, versteifte sich der Hufflepuff allerdings. Es war Nott, ein Slytherin aus seinem Jahrgang.
Darren erinnerte sich an vergangenen Dienstag, als er sich während des Verwandlungsunterrichts beinah zu Tode gelangweilt hatte und sich damit beschäftigte kleine Kunststücke mit seinem Lineal zu vollbringen. Er hatte gerade versucht das Lineal mit der schmalen Kante auf seinem Zeigefinger zu balancieren und wollte es mit einem geschickten Wurf in die Luft werfen und nach einer schnellen Drehung wieder auffangen. Jedoch verschätzte er sich ein wenig zu sehr mit dem Schwung und so landete das Lineal nicht ganz da wo er es geplant hatte. Darren versuchte reflexartig danach zu greifen, erwischte es allerdings nicht richtig und stieß es somit nur noch weiter von sich weg. Es landete Nott auf dem Kopf, der eine Reihe vor ihm saß.
Zwar hatte Darren sich gefühlte tausendmal bei dem Slytherin entschuldigt, allerdings verriet sein Blick ihm, dass er das nicht einfach so vergessen würde. „Das war wirklich … nett von dir“, sagte er ein wenig unsicher und hob zögerlich die Mundwinkel zu einem Lächeln. Vielleicht tat er ihm ja nicht weh, solange er einfach nicht wieder von dieser Sache sprach.
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07.02.16 16:18 © Gast

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Marius Nott && Darren O'Hare

Vielleicht kam Marius in seiner Ausstrahlung ein wenig zu gereizt rüber, als er bemerkte wen er da vor sich hatte. Der Kater schmiss sich fast schon in die Arme des Hufflepuffs und der Slytherin schüttelte lediglich den Kopf darüber. Er selbst hatte keine Haustiere und war auch ganz froh darüber sich um keines kümmern zu müssen. Vor allem Katzen mochte er generell nicht. Und sie mochten den Nott auch nicht, also versuchte er es gar nicht erst mit einer.
Ein Grinsen breitete sich in dem Gesicht des dunkelhaarigen aus, als er sah, dass Darren ihn plötzlich erkannt. "Du solltest dich nicht bedanken. Du solltest dich eher entschuldigen, O'Hare", sagte er und trat ein paar Schritte auf den Dachs zu.
Seine Erinnerungen schossen zurück zu dem Unterrichtstag an welchen er unsanft geweckt wurde. Von einem verdammten Lineal was er seinem gegenüber zu verantworten hatte. Das schlimmste für den Nott war in jenem Tag gewesen, dass er tief und fest geschlafen hatte. Und sogar unauffällig. Als ein etwas brennender Schmerz in seinem Nacken auftauchte, hatte er niemals daran gedacht, das dies von einem Lineal sein konnte. Eher davon, dass ihm sein Sitznachbar mit der flachen Hand in den Nacken geschlagen hatte um ihn zu wecken. Die zweite Option wäre gewesen, dass er einfach nur geträumt hatte. Nicht mal eine Sekunde später hatte er die komplette Aufmerksamkeit der Klasse auf sich gezogen, als er keuchend aufgeschreckt war und somit fast vom Stuhl fiel. Der Lehrer ermahnte ihn, damit Marius nicht nochmal den Unterricht störte. Das Lineal hatte er mit einem grummeln aufgehoben und sich mit ein paar Blicken schlau gemacht wer jenes geworfen hatte. Der dunkelhaarige brauchte nicht lang bis ihm Darren auffiel.
Trotz unendlicher Entschuldigung des Hufflepuffs aus, ging der Nott darauf nicht ein. Dafür war er wirklich viel zu schlecht drauf gewesen.


Und nun stand O'Hare wieder vor ihm. Perfekte Gelegenheit um ihm eins auszuwischen. Marius stellte sich direkt vor ihn hin. "Was glaubst du eigentlich wer du bist? Haust einfach feige ab und stellst dich mir nicht. Was hatte das Lineal in meinem Nacken zu suchen? Hm? Erklär mir das mal, bevor ich ungemütlich werde", sagte er mit einem leicht arroganten Gesichtsausdruck.
Marius war diese Aktion wirklich äußerst peinlich gewesen. Das wusste sein Gesprächspartner bestimmt nicht. Jedoch hasste er es, wenn sich die komplette Aufmerksamkeit auf ihn zog und er nach einer Tiefschlafphase nicht mal gewusst hatte wo oben und unten war. Also ziemlich albern.
"Hast du das mit Absicht gemacht? Und hüte dich davor mich anzulügen. Ich finde es sowieso raus."
Kurz fragte sich der dunkelhaarige warum er diesen dämlichen Kater vom Baum geholt hatte. Das war ihm nun auch ein wenig unangenehm. Vor allem für jemanden der seine Hilfe nicht mal Ansatzweise verdiente.
"Weißt du, ich finde du bist mir einen Gefallen schuldig. Siehst du das nicht auch so?" Er lächelte ein wenig fies, um ihn einzuschüchtern und verschränkte die Arme. "Das ist das Mindeste was du tun kannst. "
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27.02.16 17:39 © Gast

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Darren O'Hare & Marius Nott
03. Juni 1943 | abends | Schlossgelände


Er schluckte den Kloß hinunter. Laut und sichtbar. Darren wollte antworten, allerdings blieben ihm die Worte im Hals stecken und so drang nur ein unkontrolliertes Räuspern aus seiner Kehle. Er hatte sich doch schon entschuldigt. Mehrfach sogar. Direkt nachdem dieses kleine Missgeschick geschehen war. Was sollte er denn noch tun, außer sich zu entschuldigen? Sich eine Hand abhacken und sie ihm demütig darbieten?
„Es tut mir Leid. Wirklich“, sagte er mit gesenktem Kopf. Wie schaffte er es nur, sich immer und immer wieder in solche Situationen zu manövrieren? Konnte nicht einmal etwas wie geplant laufen? Einfach mal ein Tag, an dem nichts schief ging, nichts aufregendes geschah und man einfach nur Darren sagte, dass es schön war, ihn um sich zu haben? Auf diesen Tag würde der Hufflepuff vermutlich vergeblich warten. Dafür zog er einfach zu viel Unglück an und übertrug es auch noch auf andere.
Ein wenig hatte Darren gehofft, dass das ganze mit einer erneuten Entschuldigung vergeben und vergessen war, allerdings lag er da falsch. Nott hatte offenbar nicht vor, ihn so einfach damit davonkommen zu lassen. Der Slytherin baute sich vor ihm auf und schon hagelte es auf den Hufflepuff nieder. Er wurde sichtlich kleiner unter den drohenden Worten der Schlange.
„Ich … ich habe mich doch entschuldigt“, sagte er verzweifelt und hielt van Gogh fest in seinen Armen. Der Kater beäugte seinen Retter nun aus misstrauischen Augen. Vielleicht hätte er etwas dankbarer sein sollen, schließlich war es Nott zu verdanken, dass er nicht mehr im Baum festsaß, allerdings gefiel es ihm offenbar nicht, wie er sich nun seinem Herrchen gegenüber verhielt, denn van Gogh fauchte Nott warnend an.
„Nein!“, sagte Darren dann etwas sicherer als zuvor. „Ich würde so etwas ganz sicher nicht mit Absicht machen! Ich … ähm ich hab … nur ein bisschen … herumgespielt. Mir war langweilig und ich habe es nicht richtig fangen können. Es war wirklich nur ein Versehen, nichts weiter! Es tut mir leid.“
Er biss sich auf die Unterlippe und zog die Brauen unsicher zusammen. Vorsichtig lugte er zu Nott hinauf.
„Ich weiß nicht … vielleicht“, sagte er langsam. Eigentlich hatte er doch nichts allzu Schlimmes getan. Es war doch bloß ein Missgeschick, aber er wagte es ehrlich gesagt nicht, mit dem Slytherin eine Diskussion anzufangen, da er befürchtete, dass er zu der Sorte Schlangen gehörte, der man besser aus dem Weg ging. Ansonsten traf einen ihr Gift. Nur war er scheinbar blindlings in eine solche Schlange hineingerannt.
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06.03.16 18:14 © Gast

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Dieses gemurmelte 'tut mir leid. Wirklich' von Darrens Seite aus, ließ ihn eher die Stirn runzeln. Marius beobachtete den Hufflepuff mit seinem aus Reue gesenktem Kopf. Er sah aus, als wäre er ein Kind welches Marius gerade bestrafen würde. Es schien ein wenig so, als wäre dieser Tag nicht wirklich Darrens Glückstag, doch das war nun wirklich nicht sein Problem. "Ich weiß, dass du dich entschuldigt hast. Ich bin ja nicht taub", stöhnte der Slytherin und schüttelte den Kopf. "Die Frage ist nur, ob du ein Heuchler bist, oder ob es wirklich ernst gemeint ist." Ein wenig nachdenklich wippte der Nott seinen Kopf von Links nach Rechts und dann wieder in eine aufrechte Haltung.
Sein Blick glitt zu dem Kater, welcher den Slytherin anfauchte. "Wenn das Vieh auf mich los geht, dann wird es heute das letzte sein was du gesehen hast. Klar?" Weiterhin starrte Marius ein wenig skeptisch den Kater an. Er hatte ihn gerade gerettet und das war wohl der dank dafür? Na wirklich herzlichen Dank aber auch.

Kopfschüttelnd blickte er wieder zu Darren, welcher erneut den Mund aufmachte. Ein Versehen? Na gut, langsam glaubte der Dunkelhaarige sowieso immer mehr, dass der Dachs es nicht aus Absicht getan hatte. Einem Hufflepuff konnte er das nicht zutrauen. Einem Gryffindor oder Ravenclaw schon eher. Aber die Hufflepuffs waren eh viel zu freundlich wie er fand. "Dann solltest du wohl mal fangen üben. Wäre eine Überlegung", meinte Marius und verschränkte die Arme vor seiner Brust. Hatte Darren gerade wirklich 'vielleicht' gesagt?
"Vielleicht? Oh nein, ganz sicher sogar. Nachdem was du angestellt hast, solltest du auch dafür gerade stehen. Sogar ich tue das, wenn ich etwas verbockt habe." Grinsend trat er noch ein Stück näher auf ihn zu. Eine Idee hatte er schon wie Darren ihm einen Gefallen machen konnte. Es gab so vieles, aber das war etwas was ihn wohl am meisten störte. "Gut ich glaube ich habe schon eine Idee. Du machst eine Woche lang meine Hausaufgaben. Ich finde das nur fair, nachdem ich jetzt bestimmt eine Woche lang den roten Fleck auf meinem Nacken mit mir rum tragen muss."
Der Slytherin fand das wirklich mehr als fair. Hätte Darren besser aufgepasst, wäre das ja nicht mal so weit gekommen. Das hatte er sich selbst zu zu schreiben. Schließlich löste Marius seine Arme wieder und ließ sie locker neben seinen Körper fallen. Das hatte nur ein wenig als Nachdruck gedient. Nun kam er um einiges entspannter rüber als noch zuvor. "Und jetzt tu mal nicht so als würde ich dich gleich umbringen. Ob dus glaubst oder nicht, ich stehe nicht so auf Gewalt. " Wahrscheinlich glaubten ihm das die wenigsten. So hatte er sich auch schon mal mit dem ein oder anderen angelegt. Aber das war dann bestimmt etwas gewesen was er in keinster Weise hatte dulden wollen oder können.
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08.06.16 10:52 © Gast

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Darren O'Hare & Marius Nott
03. Juni 1943 | abends | Schlossgelände


Vorsichtshalber wich Darren einen halben Schritt zurück und maß von hier die Wahrscheinlichkeit aus, getroffen zu werden, sollte der Slytherin sich dazu entscheiden ihn zu schlagen. Seine eigenen Chancen standen nicht besonders gut. Er war weder ein guter Duellant noch war er gut in Faustkämpfen. Interesse hatte der Hufflepuff an beidem jedoch nicht. Konnte Nott nicht einfach seine Entschuldigung annehmen und die Sache damit belassen? Offensichtlich nicht, den nun wurden auch noch Darrens Absichten in Frage gestellt.
„Ich bin kein Heuchler!“, sagte er mit so viel Nachdruck, der ihm zur Verfügung stand. „Wieso sollte ich es nicht ernst meinen?“ Das ergab aus seiner Sicht nicht einmal Sinn. Er fürchtete sich vor jedweden Ärger. Er zog ihn ja ohnehin schon oft genug von selbst an, da musste er ihn nicht auch noch mutwillig auf sich ziehen. Eigentlich wollte Darren nur seine Ruhe haben, unbehelligt die Kunst der Magie praktizieren und eine möglichst schöne und ruhige Zeit hier verbringen. Aber das war zur Zeit einfach nicht möglich. Darren spürte wie sich seine Kehle unweigerlich zuschnürte und sich ein gewaltiger Kloß festsetzte. Wieso musste alles so zum kotzen sein?
Er schnappte laut nach Luft und setzte van Gogh ab und bedeutete ihm mit einem Kopfnicken, dass er zum Schloss laufen sollte. Der Kater sah ihn kurz an und sauste dann davon.
Fangen üben … er konnte gut fangen. Er war schließlich Hüter für Hufflepuff und er war bestimmt nicht durch eine Fügung Gottes in der Mannschaft gelandet. Quidditch war eines der wenigen Dinge mit denen Darren sich tatsächlich brüsten konnte, weil es ihm wirklich lag. Es kränkte ihn mehr als er zugeben wollte, als der Slytherin meinte, er solle besser Fangen üben. Die Sache mit dem Lineal war einfach nur ein unglückliches Missgeschick. Und es war typisch, dass es ausgerechnet Darren passieren musste. Er konnte niemals Glück haben. Nicht ein einziges Mal in seinem Leben.
Der Muggelgeborene hatte diese Schule immer als einen Zufluchtsort angesehen, weit weg, außerhalb der Reichweite seiner Eltern, die ihm eine Rolle aufzwängen wollten, die er einfach nicht war. Und nun wo der Krieg tobte war Darren umso mehr froh darum, hier zu sein und nicht zu Hause bei seinen Eltern, wo sein Vater nur darauf wartete ihn bewaffnet an die Front zu stellen, sobald er erst einmal achtzehn wurde. Doch in der magischen Welt wurde ihm an vielen Stellen als Muggelgeborenen so viel Hass entgegengebracht, mit dem er nicht gerechnet hatte. Was war schließlich so schrecklich daran, dass man aus einer anderen Welt stammte? Für ihn war die magische Welt schließlich auch etwas unbekanntes und er verurteilte sie deswegen ja auch nicht. Dass nun aber sogar an der Schule, die er all die Jahre so sehr verehrt hatte offen Jagd auf seinesgleichen gemacht wurde strapazierte Darrens Nerven ungemein. Es war sogar schon ein Mädchen zu Tode gekommen. Wer wusste wer als nächstes dran sein würde?
Diese gewaltige Sorge und die Worte des Slytherins waren es, die dem Hufflepuff unweigerlich die Tränen in die Augen trieben. Großartig. Wie peinlich. Jetzt heulte er auch noch. Aber irgendwann waren seine Nerven nun mal überspannt und Darren war ziemlich sensibel.
„I- ist … gut“, schniefte Darren, während ein Handgelenk über sein Auge rieb. Er würde einfach nicht mehr widersprechen. Das wäre vielleicht das leichteste. Ein paar extra Hausaufgaben. Das bekam er schon irgendwie hin. Glaubte er. Hoffte er. War ja nicht so, dass er noch tausend andere Probleme hatte.
Als der Slytherin dann aber sagte, er würde ihn schon nicht umbringen fuhr Darren heftig zusammen und machte ein paar Schritte zurück. Egal wie nett diese Worte gemeint sein konnten, das waren im Augenblick genau die falschen Worte, die Darren auf gar keinen Fall hören wollte. Da der Erbe Slytherins Jagd auf Muggelgeborene machte, war der Hufflepuff überaus paranoid und konnte ja ohnehin kaum schlafen. Daher sah er den Nott jetzt auch schockiert an, so als hätte er ihm gerade eröffnet, er wäre sein Henker.
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