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 It's so cold

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17.01.16 1:08 © Gast

It's so quiet here and I feel so cold

MISTER HERKULES LESTRANGE && MISS KRYSTELLE GREENGRASS » 27. MAI 1942 UM CA. 19 UHR » LEERES KLASSENZIMMER


Sie hatte es gewusst. Nun, vielleicht nicht ganz doch sie hatte gespürt, dass etwas nicht stimmte, dass noch etwas passieren würde. Krystelle hatte jedoch nicht weiter darüber nachgedacht, denn der normale Alltag holte sie ein. Unterricht, lernen, sich mit Freunden unterhalten...alles ganz normal. Bis der Unterricht unterbrochen wurde. Die Schüler waren in Aufruhr, ein heilloses Durcheinander auf den Gängen und sie mittendrin. Es wurde gemunkelt, eine Schülerin sei gestorben, in Hogsmead. Natürlich dachte Krystelle da nicht an ihre eigene Familie, wieso sollte sie auch? Schließlich würden ihre Eltern nicht einfach dort auftauchen. Außerdem hatte die Slytherin ihren jüngeren Bruder gesehen, er konnte es also nicht sein. Sie verdächtigte auch viel eher ein Halbblut oder ein Muggelstämmiger als einen Reinblüter. Wieso sollte man einen Reinblüter umbringen? Die Schüler wurden in ihre Gemeinschaftsräume gebracht. Sie verstand nicht was das ganze Durcheinander sollte. Sie Stimmen wurden lauter, eine Schülerin von Hogwarts war umgekommen. Was hatte eine Schülerin in Hogsmeade zu suchen gehabt? Nur langsam sickerte die Information zu der blonden Slytherin durch. Hatte ihre Cousine Vivianne nicht gesagt, dass sie sich heute mit ihren Eltern in Hogsmeade treffen würde? Angst packte sie, doch so schnell diese da war, war sie auch schon wieder verschwunden. Es war bestimmt ein anderer Tag und nicht dieser.

Stunden um Stunden vergingen und noch immer gab es keine genaueren Information. Was sie bisher wusste war, dass es einen Angriff gab. Mehr aber auch nicht. Doch das war nicht alles. Ein gewisser blonder Lockenkopf war noch nicht aufgetaucht. Ihre Cousine fehlte, sie war nicht im Gemeinschaftsraum, da wo Krystelle saß. Vermutlich war die jüngere im Schlafsaal. Noch einmal blickte sich die Greengrass im Gemeinschaftsraum um, ehe sie aufstand und zu den Zimmern ging. „Vivi?“ Die junge Hexe betrat ihr gemeinsames Zimmer, doch es war leer. Verwirrt betrat sie das grün-silber gehaltene Zimmer und setzte sich auf ihr Bett. Wo steckte sie nur? Wenn sie hier nicht war, dann war sie doch unten im Gemeinschaftsraum. Gerade als sie sich von ihrem Bett erhob und das Zimmer verlassen wollte, kam eine andere Schülerin in ihr Zimmer. „Krystelle, ein Brief von deinen Eltern.“ Irritiert legte sie den Kopf schief, ehe sie den Brief abnahm und ihn in ihrer Hand wendete. „Danke...“ Wieso schrieben ihr ihre Eltern? Während ihre Botin das Zimmer verlässt und die Tür hinter sich schloss, öffnete sie das Siegel und holte das Pergament heraus. Die fein geschwungenen Buchstaben zeugten davon, dass ihre Mutter den Brief verfasst haben musste.

Noch immer ergab es keinen Sinn, warum ihre Mutter ihr schreiben sollte. Gerade jetzt. Je weiter sie las, desto kälter wurde ihre Umgebung. Vivianne kam heute ums Leben... Immer wieder las sie diese eine Stelle. Die Slytherin zitterte. Nein. Sie war doch hier, sie konnte nicht...? Doch ihre Eltern würden damit nicht scherzen. Sie würden sie nicht anlügen. Wieder huschten ihre Augen über das Pergament. Immer wieder und je öfter sie es las, desto mehr verkrampfte sich ihr Herz. Sie war tot. Ihre Cousine. Ihre Seelenverwandte. Tränen brannten in ihren Augen und ihre Kehle schnürte sich zu. Ihr Schlafsaal kam ihr merkwürdig klein vor, sie hatte das Gefühl zu ersticken. Sie musste ihr raus. Noch ehe sie den Gedanken zu Ende gedacht hatte, bewegten sich ihre Beine von alleine aus dem Zimmer. Ihr Herz schlug schmerzhaft in ihrer Brust, mit jedem Schlag schmerzte es mehr und wieder spürte sie das Brennen in ihren Augen, welches verriet, dass Tränen ihren Weg in die Außenwelt suchten. Doch sie ließ es nicht zu, nicht hier, nicht da wo sie jeder sehen konnte. Krystelle hasste es Schwach zu sein, hasste es wenn man sie als Schwach sah. Sie würde nicht zulassen, dass sie jemand in diesem Zustand sah.

Hastig und flink bahnte sie sich ihren Weg durch die Schüler, die noch immer unproduktiv in der Gegend herumstanden. Man konnte beinahe meinen sie wäre auf der Flucht, was sie ja im Grunde auch war. Auf der Flucht vor dieser erdrückenden Enge die sie hier spürte. Noch immer hielt sie den Brief ihrer Eltern in der Hand, als sie die Gänge entlang stürmte. Wo sollte sie hin? Sie konnte die Schule nicht einfach so verlassen, sonst wäre sie an den See. Ziellos streifte sie durch die Gänge, nahm zwei Stufen auf einmal und blieb dann vor der Bibliothek stehen, ehe sie weiterging und das leere Klassenzimmer betrat. Noch immer spürte sie nichts als Kälte, noch immer zitterte ihre Hand und nun bahnten sich die ersten Tränen ihren Weg über ihre Wange. Es war da erste Mal seit Jahren, dass sie wieder weinte. Das erste Mal seit langem, dass sie Tränen für jemanden vergoss. Die sonst so Starke und Selbstbewusste junge Hexe war Schwach. Die Greengrass ließ sich an der kühlen Wand hinabgleiten und saß wenige Sekunden später auf dem kalten Boden des Raumes.

Wieso? Warum ihre Cousine? Hätte es nicht jemand anderes treffen können? Ein Halbblut, ein Schlammblut...irgendwen anders? Wieso musste es Vivianne sein? Ein Schluchzen entwich ihr und weitere heiße Tränen liefen über ihre Wange. Es tat so unbeschreiblich weh. Krystellte warf den Brief von sich und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Ihr Körper bebte unter den leisen Schluchzern. Es fühlte sich so unwirklich an. Beinahe so als wäre es ein schrecklicher Albtraum und sie würde jeden Moment erwachen und in das Gesicht ihrer Cousine blicken. Doch sie würde nicht erwachen, denn es war leider kein Alptraum aus dem man flüchten konnte. Leider war es die Realität. Die Erkenntnis, dass es tatsächlich ihre Cousine war die bei dem Angriff in Hogsmeade ums Leben kam, traf die wieder und wieder. Die Slytherin würde nie wieder mit ihr Lachen, nie wieder würden sie über irgendeinen Schüler herziehen. Alles war vorbei, Vergangenheit, eine bloße Erinnerung und irgendwann würde diese Erinnerung verblassen und wäre nur noch ein verschwommenes Bild. Krystelle spürte die Kälte die von der Wand ausging, doch sie spürte es nicht, es war Kalt, tief in ihrem Inneren war es eiskalt und doch schmerzte es sehr. Neben der Trauer um ihre Cousine fraß sich Hass in ihr Herz. Die Person sollte büsen, egal wer es war. Doch gerade spendete Rache kein Trost. Sie war alleine. Alleine in einem Raum. Alleine mit ihren Tränen.

Ein Geräusch hinter der Tür ließ sie still halten, allerdings konnte sie nicht verhindern, dass weitere Tränen über ihre Wangen liefen. Sie betete, dass die Person einfach weitergehen würde, das Schluchzen ignorieren würde, sie weiterhin alleine ließe. Doch ihr Gebet wurde nicht erhört und die Tür öffnete sich. Verschwommen nahm sie die Silhouette von jemanden wahr, ehe ihre Sicht klarer wurde sie und sie den Störenfried erkannte, der sie gefunden hatte. „Herkules...“ Ihre Stimme war leise, zitterte und zeugte von Erleichterung, dass es sich um ihren besten Freund handelte. Im selben Moment als sie seinen Namen ausgesprochen hatte, war sie aufgestanden und dem Dunkelhaarigen um den Hals gefallen. Eng schmiegte sie sich an ihren besten Freund, vergrub ihr Gesicht in seiner Halsbeuge und suchte Halt bei dem Slytherin.

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Herkules Lestrange


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17.01.16 21:38 © Herkules Lestrange

Es war eine absolut seltsame Situation aber zumindest wurde der Unterricht unterbrochen und er würde sich da beschweren? Er bestimmt nicht. Er ging nicht gerne zum Unterricht, außer vielleicht zu Zaubertränke aber das hatten sie nicht. Genervt waren sie in den Gemeinschaftsraum getrieben worden, denn anders konnte man das ja nicht nennen und er kam sich vor wie ein Vieh. Aber er konnte noch Witze mit Nott machen und suchte sofort seinen Lieblingsplatz am Feuer. Von dort konnte er alle beobachten und doch hatte er seine Ruhe. Er genoss es, dass der Unterricht zu Ende war und alberte mit seinen Freunden herum. Denn es war ihm schlichtweg egal, dass jemand tot war. Was interessierte ihn das? Er sah alle seine Freunde und wusste es gehe ihnen gut. Die anderen Häuser waren ihm egal. Er würde sich vermutlich sogar freuen, wenn es einen Schlammblüter getroffen hätte. Aber noch wussten sie nicht Bescheid. Außer, dass es ein Schüler war. Irgendeiner.

Herkules wollte sich ebenfalls zurückziehen und Ruhe finden aber da erblickte er plötzlich Krystelle, wie sie durch den Gemeinschaftsraum stürmte. Er runzelte die Stirn, denn das war absolut nicht normal. Herkules entschuldigte sich bei seinen Freunden und erhob sich. Rasch folgte er seiner besten Freundin und sah zu wie aufgebracht sie umher lief. Irgendwas stimmte da definitiv nicht. Er rief ihren Namen, aber sie hörte nicht. Und endlich blieb sie stehen und verschwand im Klassenzimmer. Herkules wartete kurz, ehe er vorsichtig die Tür öffnete und sie weinen sah. Krystelle Greengras weinte – das war unnatürlich. Erschrocken blickte er sie an, als sie plötzlich aufsprang und sich ihm an den Hals warf. Überrascht stieß er einen Laut auf, schlang aber sofort die Arme um sie und drückte sie liebevoll an sich. Er wusste nicht was los war, aber er wollte für sie da sein, immerhin war sie seine beste Freundin.

Behutsam fuhr er ihr über den Rücken. Er wusste ja auch gar nicht was los war. „Hey, hey“, flüsterte er liebevoll. Es musste wirklich dramatisch sein. Niemals dachte er daran, dass es ihre Cousine getroffen hatte. Das war so unwahrscheinlich. „Was ist denn los, meine Süße?“ Sie musste ihm erzählen was passiert war, denn sonst konnte er ihr nicht helfen. Wenn sie jemand schlecht behandelt hatte, würde er umgehend seinen Zauberstab holen und dieser Personen einen saftigen Crucio auf den Hals hetzen. Vielleicht würde er auch einfach mit dem Treibholz der Person den Schädel einschlagen, das wäre auch eine Option die durchaus passend erschien. Egal, wer es war, er würde sie dafür bestrafen, dass sie seine Krystelle verletzt hatte und das schwor er sich in dem Moment.


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17.01.16 22:17 © Gast

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MISTER HERKULES LESTRANGE && MISS KRYSTELLE GREENGRASS » 27. MAI 1942 UM CA. 19 UHR » LEERES KLASSENZIMMER


Der Schock saß tief und noch immer wollte sie es nicht ganz wahrhaben, dass es ihre Cousine erwischt hatte, ausgerechnet ihre Cousine, ein Reinblut aus einer angesehenen Familie. Es war viel zu weit hergeholt als dass es der Wahrheit entsprechen konnte, doch ihre Eltern logen nicht, würden sie bei so was anlügen, immerhin waren sie eine Familie. Außerdem wäre es ziemlich geschmacklos, sollten ihre Eltern sich bei so was einen Scherz erlauben. Leider war dem nicht so, denn so langsam setzte sich Stück für Stück alles zusammen und ergaben ein klares Bild von dem Dilemma. Vivianne hatte noch zu ihr gesagt, dass sie sich in Hogsmeade mit ihren Eltern treffen würden, wieso auch immer, ausgerechnet heute fand dann ein Angriff statt und sie...sie wurde ermordet, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war. Krystelle wusste nicht wer es war, sie wusste nicht ob es ein Halbblut war oder sogar ein Schlammblut, welches ihre Cousine auf dem Gewissen hatte, vielleicht war es auch einer aus ihren Reihen gewesen, ein Reinblut? Sie konnte es sich jedoch nicht wirklich vorstellen, dass ein Reinblut eine Reinblüterin ermorden würde. Es wäre sehr unwahrscheinlich. Und doch war sie nun tot.

Krystelle war geflohen. Vor der enge ihres Zimmer, vor der erdrückenden Laufstärke im Gemeinschaftsraum und vor den Blicken ihrer Mitschüler. Sie war einfach kopflos losgelaufen, ohne richtig zu wissen wohin sie wollte, wohin sie überhaupt sollte. Sie fühlte sich in dem Moment so schrecklich alleine, dass sie am liebsten an Ort und Stelle geblieben wäre, doch sie lief weiter, bemerkte noch nicht einmal, dass sie verfolgt wurde, dass jemand ihren Namen rief. Tränen liefen über ihr Gesicht und sie verschwand im leeren Klassenzimmer. Versteckte sich vor...ja vor was? Vor den anderen? Versteckte sich davor gesehen zu werden, mit tränennassen Wangen? Krystelle wollte so nicht gesehen werden, sie hasste es für Schwach gehalten zu werden, doch gerade war sie nichts anderes als eine junge Frau die Schwäche zeigte. Beinahe schon erschrocken zuckte sie zusammen, als sie jemanden auf dem Gang hörte. Es war jemand vor der Tür. Hatte sie jemand gesehen und wollte nun nachsehen? Wollte sich womöglich über sie lustig machen? Vorsichtig wurde die Tür zu dem Klassenzimmer geöffnet.

Sie kannte die Person die dort stand und eine gewisse Welle der Erleichterung durchfuhr sie als sie ihren besten Freund erkannte, der dort stand und sie beinahe schon erschrocken ansah. Natürlich, für ihn musste es seltsam aussehen sie so zu sehen, schließlich weinte sie nicht, weinte nie. Aus einem unergründlichen Impuls heraus war sie aufgestanden und warf sich ihm einfach an den Hals. Sie nahm seinen überraschten Laut war, ehe er seine Arme wie selbstverständlich um sie legte und sie sanft an sich drückte. Sie spürte wie er ihr tröstend über den Rücken strich und hörte wie er ihr etwas zuflüsterte. Die Blonde legte ihren Kopf auf seiner Schulter ab, ehe sie ihr Gesicht anhob und ihn anblickte. „Man...man hat sie umgebracht...“ Wieder liefen ihr Tränen über die Wange und sie biss sich auf die Lippe, damit ihr nicht wieder ein Schluchzen entwich. „Vivianne...meine Cousine, sie wurde ermordet bei dem Angriff in Hogsmeade.“, flüsterte sie mit tränen erstickter Stimme.

Wahrscheinlich würde man ihren Mörder nie finden, schließlich waren es ja mehrere Leute die bei dem Angriff dabei waren und niemand würde sich freiwillig an dem Mord einer Reinblüterin melden. Doch in der Slytherin keimte Hass, Hass auf die Person die es getan hatte, sie eine unschuldige Schülerin aus dem Leben gerissen hatte, der seinen Zauberstab gegen sie gerichtet hatte und ihr somit jede Chance auf eine Zukunft gab. Diesmal legte die Blonde ihren Kopf an seine Brust, hörte das leise Schlagen seines Herzens. „Wieso? Wieso sie und kein...ein Schlammblut?“ Eigentlich war die Slytherin nicht so rassistisch wie manch andere, doch gerade würde sie jedes unreine Blut opfern. Doch es würde sie auch nicht wieder zurück ins Leben holen. Rache würde nur kurze Befriedigung auslösen aber ein Leben würde es nicht ersetzen können.

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Herkules Lestrange


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21.01.16 22:51 © Herkules Lestrange


Herkules verstand zuerst nicht, aber sie brauchte nur wenige Worte sagen und er wusste es. Absolut geschockt stand er nur da und presste sie eng an sich. Natürlich, er hatte nie einen engen Draht zu Vivianne gehabt, aber sie war eine von ihnen gewesen. Sie war rein und sie gehörte zu der Familie seiner besten Freunde, da war etwas Anteilnahme doch nachvollziehbar. Traurig war er nicht. Aber das musste er auch nicht sein. Es verwirrte ihn nur, wieso es gerade sie getroffen hatte und so konnte er die Fragen von Krystelle nachvollziehen, weil er es selber nicht verstand. Das war so verrückt – so willkürlich und so unvorstellbar. Wut stieg in ihm auf. Ja, wieso war kein dreckiges Schlammblut an ihrer Stelle gewesen? Wieso musste es ein Reinblut sein? Wieso musste es jemand sein, den seine beste Freundin wirklich mochte? Er hasste es, wenn Menschen die ihm wirklich etwas bedeuteten Schmerz erdulden mussten und sie litt gerade Höllenqualen. Er selber würde niemals weinen. Selbst wenn jemand starb, weinte er nicht aber sie durfte es. Er verstand sie und behutsam schob er sie etwas von sich, damit er ihre Tränen liebevoll wegwischen konnte.

„Das war Willkür. Vermutlich sollte sie gar nicht getroffen werden! Sie wurde sicherlich verwechselst, Kryss. Da bin ich mir sicher. Warum denn sonst? Sie hat doch niemand etwas getan!“ sprach er und nickte dann, ehe er sie bei der Hand nahm und in den Raum zog. Er wollte nicht einfach nur dort stehen. Es war unangenehm und so konnte er sie nicht richtig drücken. Kurz ließ er Krystelle mitten im Raum stehen und zog seinen Umhang aus. Sorgsam platzierte er ihn auf den Boden in einer Ecke, setzte sich hin und blickte ihr entgegen. „Komm her“, flüsterte er liebevoll und wartete darauf bis sie wieder in seine Arme gekrochen war (ich hoffe das ist okay, wenn ich das schreibe). So erkannte sie zumindest nicht direkt jeder, wenn er die Tür aufmachen sollte. Das ging niemand etwas an. Das war ihre Sache. Ihr Geheimnis. Er konnte sich ausmalen wie sie sich fühlte, wenn auch noch jeder Idiot dahers chaute und sie angaffte. Herkules würde persönlich dafür sorge tragen, dass das niemand erfuhr und sollte sich doch jemand das Maul darüber zerfetzen, würde er der Person zeigen, dass er es wirklich ernst meinte, wenn er sagte, er mochte das Geräusch, wenn Knochen brachen.

Erneut fuhr er ihr sanft über den Rücken und schwieg etwas. Er wusste kaum tröstende Worte, weil er es nie gelernt hatte jemand aufzubauen. Wenn er als kleiner Junge geweint hatte, hatte er dafür Prügel bezogen – niemals hatte man ihn getröstet. Also was konnte er ihr jetzt sagen. „Weißt du denn etwas Genaueres?“ Das war zwar keine Aufmunterung, aber die gab es jetzt sowieso nicht. Es war jemand fort – für immer. Eiskalt ermordet und vermutlich lief der Mörder noch frei herum, also wie sollte er da bitte etwas sagen können, was sie aufmunterte? Das war in diesem Moment kaum möglich und eigentlich wollte er sie auch nicht allzu sehr von dem Tod ablenken, nachher machte sie ihm nur Vorwürfe, weil er ihr nicht zugehört hatte oder sowas. Dann war er lieber einfach nur da und schwieg und ließ sie weinen. So schwer war das gar nicht und auch wenn er oft ungeduldig war, er verspürte eine tiefe Zuneigung zu ihr. Immerhin waren sie seit Jahren schon die besten Freunde und manchmal war es gar nicht so schlecht einfach nur dort zu sitzen. Außerdem hatte ihm ein Mädchen mal verraten, dass Frauen es einfach mochten, wenn ein Mann sie in den Arm nahm und zwischendurch liebevoll etwas flüsterten und dann waren sie zufrieden. Auch wenn er das für seltsam erachtete, weil er es nicht mochte wenn jemand ihn in den Arm nahm, tat er das einfach und hoffte, dass Krystelle bald wieder lachen konnte, denn dann gefiel sie ihm eindeutig besser.
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01.02.16 19:46 © Gast

so cold
Satisfied and empty inside  
If you find your family don't you cry In this land of make believe, dead and dry You're so cold but you feel alive Lay your hand on me one last time Show me how it ends, it's all right Show me how defenseless you really are Satisfied and empty inside Well that's alright, let's give this another try

am  27. MAI 1942 UM CA. 19 UHR in einem LEEREn KLASSENZIMMER

Herkules & Krystelle





Es war komisch. Es fühlte sich komisch an seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, Tränen laufen zu lassen und sie nicht hinunterzuschlucken wie sonst. Krystelle war niemand die weinte und wenn dann versuchte sie es so gut es ging zu verhindern, dass sie Schwäche zeigte. Die Slytherin war vermutlich zu Stolz um sich einzugestehen, dass es ganz normal war bei einem solchen Verlust zu trauern und auch zu weinen. Doch sie hasste es das Gefühl zu haben, dass sie nichts machen konnte, hilflos zu sein. Natürlich rechnete sie es dem Lestrange hoch an, dass er da war für sie, dass er sie einfach nur festhielt und ihr zuhörte. Doch tief in ihrem Innersten rumorte es, wollte nicht diese Art von Schwäche zeigen, welche sie gerade zur Schau stellte. Gerade jedoch konnte sie es nicht zurück halten, ebenso wenig wie die Wut über den Tod ihrer geliebten Cousine. Waren nicht Auroren dort gewesen? Hätten sie dieses Attentat nicht aufhalten können? Wenn ja, wieso hatten sie dann nichts unternommen? Vielleicht war es ein Auror selber der seinen Stab gegen Vivianne gerichtet hatte und ihr Leben beendet hatte, ein Reinblut hätte so was nicht tun können, immerhin kannte man sich untereinander. Die Blonde schloss die Augen, als Herkules ihre Tränen sanft wegwischte. „Das macht es nur umso schlimmer!“, erwiderte sie zornig und ließ sich von ihm mitziehen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sie verwechselt hatte. Zumindest kann kein Reinblut sie getötet haben, schließlich hat man sie sicherlich auf ein paar Banketts gesehen!“ Krystelle wusste nicht so ganz ob sie nun trauerte oder eher wütend auf die Unfähigkeit mancher Personen.

Die Slytherin fühlte sich beinahe schon verloren, als der Lestrange sie einfach stehen ließ. Sie verschränkte die Arme vor der Brust, blickte auf einen der Tische. Noch immer war ihr nicht klar, wieso sie es sein musste und nicht jemand anderes. Es ergab einfach keinen Sinn, außer man wollte die Anhänger Grindelwalds verärgern in dem man ein Reinblut tötete. Doch wieso sollte man eine unschuldige Schülerin ermorden? Ihre Familie hatte nichts mit Grindelwald zu tun. Natürlich sympathisierten ihre Väter mit den Vorstellungen Grindelwalds, doch sie würden nicht auf die Idee kommen sich ihm anzuschließen. Erst Herkules Stimme brachte sie wieder in die Realität zurück und sie blickte zu ihm. Mittlerweile saß er auf dem Boden und beinahe hätte sie schon gefragt ob er nun krank sei, doch dann erkannte sie seinen Umhang auf dem Boden. Kurz zögerte sie ob sie sich zu ihm gesellen sollte, entschloss dann doch dem Drang sich wieder in seine Arme zu begeben und setzte sich neben ihn auf den Boden, wo sie ihren Kopf an seine Schulter lehnte. Die Slytherin dachte noch nicht einmal daran, dass nun jemand anderes das Klassenzimmer betreten konnte, vermutlich würde sie es noch nicht einmal realisieren und weiterhin trübsinnig ins Leere starren. Doch sie war nicht alleine und vermutlich war es das, was sie daran hinderte komplett an dem ganzen zu zerbrechen. Die Slytherin hatte in letzter Zeit viel durchmachen müssen und vermutlich lief nun einfach das Fass über.

Es war still in dem Raum und die Greengrass nahm ihrer beider Atmen wahr, zudem hörte sie sein Herz leise pochen, während ihres noch immer viel zu schnell gegen ihren Brustkorb schlug. Herkules fuhr sanft über ihren Rücken und kurz schloss sie die Augen, nur um diese sofort wieder zu öffnen. Sie war dem Lestranges so dankbar, dass er hier war. Einfach nur hier und sie hielt. Vermutlich wusste er es noch nicht einmal doch er hinderte sie daran in ein tiefes Loch zu fallen. Die Blonde war sensibel, was man wohl auf den ersten und vermutlich auch auf den zweiten Blick nicht erkannte. Doch vieles, was man über sie sagte ging ihr sehr nah und verletzten sie. Wahrscheinlich war es ihrer Erziehung zu verdanken, dass sie nicht sofort zusammenbrach sobald man sie kritisierte. Sachte schüttelte sie den Kopf und ein Seufzen verließ ihre Lippen. „Nein, ich weiß nichts.“ In dem Brief ihrer Eltern stand nur, dass sie bei dem Angriff ums Leben kam, mehr hielten ihre Eltern für nicht Notwendig. Wahrscheinlich wäre es auch besser so, wenn sie keine genaueren Details wusste. „Ich weiß nur, dass sie sich in Hogsmeade mit ihren Eltern treffen wollte, weil sie ihr etwas dringendes Mitteilen wollten...es war auch gleichzeitig das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe.“ Wieder verkrampfte sich ihr Herz und sie hatte wieder das Gefühl zu ersticken. Sie hatte sich noch nicht einmal wirklich von ihr verabschiedet. Als Vivianne ihr das gesagt hatte, war die Blonde gerade in ein Buch vertieft gewesen und hatte nur genickt und irgendwas gemurmelt.

Wieder brach stille über sie herein und die Slytherin fing an kleine Muster auf seinem Oberschenkel zu malen. Krystelle hob ihren Kopf und musterte sein Profil, ehe sie leicht den Kopf neigte und ein sachtes Lächeln auf ihren Lippen erschien. „Danke, Hero.“ Dieses kleine Wort hörte man von ihr nicht oft, es war beinahe schon eine Rarität in ihrem Wortschatz, zwar vorhanden aber so selten benutzt, dass man beinahe schon glauben konnte, dass sie es nicht kannte. Den Spitznamen allerdings nahm sie schon eher des Öfteren her. Die Blonde richtete sich leicht auf und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, ehe sie ihren Kopf wieder an seine Schulter lehnte. „Wieso bist du mir überhaupt gefolgt?“ Eine Frage dir ihr erst seit kurzem auf der Zunge lag und ihre Neugier dann endlich gestillt werden musste. Vielleicht auch einfach ein Versuch abzulenken und wie sie fand funktionierte das ja auch hervorragend.
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Herkules Lestrange


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06.03.16 20:21 © Herkules Lestrange

Herkules wusste nicht genau, was er sagen sollte. Denn alle Worte waren einfach nichts wert. Er konnte ihr immerhin schlecht versprechen, dass er sie wieder lebendig machen würde oder gar den Täter aufspüren würde. Nein, das war nicht möglich. Ihre Cousine war tot – ermordet und dieser Umstand blieb bestehen, ganz gleich, wie sie sich verhalten würden. Das einzige was möglich wäre, wäre dass sie versuchte irgendwann damit zurecht zu kommen, auch wenn er, bei ihrem Anblick gerade daran zweifelte, dass das so bald geschehen würde. Er wusste selber nicht, wie er sich verhalten würde, würde ein geliebter Mensch sterben. Natürlich würde er niemals so offen seien Gefühle zeigen, wie sie es tat. Schon alleine weil er zu dem Männlichen Geschlecht gehörte und weinen und jammern einfach nicht in die Verhaltensweisen von einem Mann passten und schon gar nicht, wenn man aus einer edlen Familie kam und wohlerzogen war. Das war Krystelle auch aber er konnte ihr Verhalten nicht kritisieren oder strafen, weil er sie verstand. Sie war ein Mädchen und sie und ihre Cousine waren enge Vertraute. Außerdem heulte sie nicht mitten in der Schülermasse herum, sondern nur bei ihm und da war ein Stückchen Schwäche erlaubt. Er würde es nämlich nicht ausnutzen, wie die ganzen Heuchler, die es auf Hogwarts gab. Sie waren beste Freunde und da hielt man zueinander.

Ihre Worte klangen logisch in seinen Ohren. „Und wenn jemand es auf eure Familie abgesehen hat?“ versuchte er es und seufzte. Es gab dafür keine plausible Antwort. Sie hatte allerdings Recht. Hier wurde mit Absicht ein Reinblut getötet und so etwas tat man nicht einfach so. Es musste mehr dahinter stecken und vor allem so nah an der Schule. Dass ihre Eltern ihr noch etwas Wichtigstes mitteilen wollten, fand er dann doch interessant. Vielleicht hatte das ja etwas damit zu tun? „Ihre Eltern waren dabei?“ jetzt war e es, der schockiert daher blickte. Aber vermutlich konnte sie ich mauch nicht mehr sagen. Aber er wollte unbedingt wissen, was genau passiert war und wieso war das alles noch nicht in Hogwarts rumgegangen bzw. die Details? In der Regel hatte einer immer irgendetwas gesehen und am Ende wussten alle ganz genau Bescheid. Es gefiel ihm nicht, dass er so wenig wusste. Er würde sich also mal umhören – vielleicht hatte doch jemand genauere Informationen, auch wenn er eigentlich nicht damit rechnete aber das war er Krystelle auch schuldig! Sie waren beste Freund und da tat man alles, um einem zu helfen und das war nun wirklich kein großer Akt.

Herkules erwiderte das Lächeln leicht und streichelte ihr über die Wange. „Hör auf dich zu bedanken! Das ist doch wohl selbstverständlich“, antwortete er und brachte ihr viel Güte entgegen. Bei anderen Mädchen wäre er sicher nicht so aufmerksam und liebevoll. Er hasste es wenn Mädchen weinten, weil sie das nur taten, um ihren Willen zu bekommen. Das hatte er oft genug mitbekommen und niemals hatte es ihn weich gemacht. Er ging dann meistens, nachdem er ihnen eine Ansage gemacht hatte. Aber wie gesagt – hier war alles anders und als sie dann noch seinen Kosenamen nannte, lachte er leise auf. „Du Süße“, flüsterte er ihr liebevoll entgegen und legte den Kopf leicht schräg. „Na, wieso wohl? Ich habe dich gesehen und du warst kreidebleich und hast entsetzt vor dich hingestarrt, da ist es wohl verständlich, dass ich dir folge. Außerdem hatte ich so einen sehr netten Anblick auf deinen Po, sonst gehen wir ja meistens nebeneinander“, versuchte er es mit einem Witz, um sie zumindest etwas aufzumuntern. Ihre Augen waren ganz rot vom weinen und auch sonst sah sie einfach nur ziemlich fertig aus. „Kann ich dir noch irgendetwas Gutes tun, Liebes?“ fragte er und schenkte ihr erneut ein Lächeln. Natürlich konnte man diese Sache nicht ungeschehen machen oder gar vergessen, aber es gab doch manche Dinge die einen zumindest etwas aufmunterten. „Soll ich dir etwas Kuchen oder so, aus der Küche holen?“ Schokolade liebten Frauen und dann noch in Kuchenform, das sollte wohl perfekt werden! Und Krystelle sah zwar nicht so aus, als würde sie überhaupt irgendetwas mit Zucker oder gar Fett essen, aber er wusste, dass die Slytherin zwischendurch gerne mal naschte.
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