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 Ein bisschen Schach muss sein

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14.01.16 23:36 © Gast

Ein bisschen Schach muss sein
dann ist die Welt voll‘ Sonnenschein.
KEYX NOTT & ALPHARD BLACK # 28TH OF MAY  1943 # AFTERNOON


„Ich habe dir gleich gesagt, du hättest mich nehmen sollen“, murrte Alphards Turm, nachdem so eben ein Bauer das Spielfeld hatte verlassen müssen, weil er von Keyx geschlagen worden war. Sie saßen schon seit zwanzig Minuten an ihrer Partie Zauberschach, aber wie der Kenner wusste, konnte sich ein gutes Spiel durchaus in die Länge ziehen. Allerdings würde das heutige wohl keines der legendären werden, denn der Slytherin war viel zu abgelenkt mit anderen Dingen, die ihn beschäftigten, um sich 100% auf das Spiel konzentrieren zu können. Erst gestern hatte er mit seiner Cousine über die Verlobung mit seinem besten Freund Herkules Lestrange gesprochen und sie hatte durchblicken lassen, dass sie nicht sonderlich glücklich über diese Verbindung war. Für Alphard war es seltsam, dass sein Freund und seine Cousine heiraten sollten. Er fand es schwierig, seinen Platz zwischen den beiden zu finden, wusste nicht so recht, auf wessen Seite er stehen sollte und wieso das Ganze jetzt schon so kompliziert war, dass er über so etwas wie Seiten nachdenken musste. Aber egal wie sehr er sich auch einzureden versuchte, dass es ein Happy end geben würde: So wirklich glaubte er nicht daran.

„Irgendwie habe ich das Gefühl, diese Woche wird nie enden…“, brummte der Schüler, nachdem nun schon lange keiner mehr ein Wort gesprochen hatte und er und sein Gegenüber in die Betrachtung des Spielplans vertieft gewesen waren. Dabei ließ er jedoch offen, was ihn alles an dieser Woche störte. Man wollte ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und dem junge Nott die Chance geben, sich mit einem unkommunikativem Brummen aus der Affäre zu ziehen. Dieses erfolgte nun jedoch aus dem Mund von Alphard, der mit ansehen musste, wie einer seiner Läufer über das schwarz-weiße Karomuster zum Rand geschleift wurde. Wenn das so weiterging, würde ihr Spiel bald ein jähes Ende finden. Dabei war er sonst ein recht annehmbarer Gegner. Klar, in den Schachclub hatte er es nie geschafft, so ein Überflieger war er dann doch nicht, aber für abendliche Unterhaltung im Gemeinschaftsraum reichte es allemal. „Wie sind deine letzten Tage so verlaufen?“, erkundigte sich der Black höflich bei Keyx und sah zum ersten Mal seit einigen Minuten vom Spielfeld auf, um dessen Gesichtsausdruck sehen zu können. Oftmals sagte die Mimik mehr als tausend Worte.
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21.01.16 14:23 © Gast

don't believe in karma or hell
but in the memories and stories we build
ALPHARD && KEYX



Achtsam wurde de Bewegung des Blocks gemeistert, jedes Zucken seiner Finger akribisch unter die Augen genommen, ehe Keyx begann seine Figuren zu setzen. In dieser Mischung aus Reaktion und Aktion hatte er sich vertieft und musste zugeben, dass er seinen Augen kaum trauen konnte. Selten hatte er so leid hat die Überhand in einem Spiel bekommen und noch seltener gegen den Black, weswegen der Blonde nicht verhindern konnte, dass er an der Konzentration des Anderen zu zweifeln begann.
Nicht das er sich über einen Sieg nicht freuen konnte, doch wäre es ihm lieber gewesen, wenn es eine Herausforderung wäre und er den Triumph am Ende auch vollkommen auskosten könnte. Würde er diese Partie gewinnen, gäbe es da wenige Züge mit denen er sich wirklich rühmen konnte. Allerdings hinderte es seine Figuren nicht im geringsten daran sich jetzt schon zu echauffieren und darum zu zanken, wer denn als nächstes in die Offensive geschickt werden würde.
Die Stimme seines gegenüber sorgte dafür, dass er zumindest seine Aufmerksamkeit eher dem Anderen schenkte als dem Schachspiel. Dennoch hatte der Ältere seinen Blick nicht von seinen Figuren abgewandt und ließ es sich nicht nehmen mit seinen Fingern nachdenklich über die verschiedenen Statuetten zu streifen.
Seine eigene Woche war viel zu schnell vergangen, bis auf den letzten Tag, der scheinbar nie hatte enden wollen. Wenn er die Augen schloss war es immer noch so, als wäre er wieder dort auf dem Schlachtfeld inmitten von all dem Schutt und würde um sein Leben kämpfen müssen.

Derweil sein eigener Bauer den Läufer des Jüngeren vom Feld schmiss, sah er hoch zum Gesicht von Alphard und lächelte leicht. Der Brite räusperte sich, ehe er mit den Schultern zuckte um die Frage zu beantworten und die Brauen nachdenklich krümmte, um über seinen nächsten Zug nachzudenken.
,,Ich fürchte meine Woche war eine Aneinanderkettung von Belanglosigkeiten und fand ihren Höhepunkt in einer Auseinandersetzungen mit meinem Bruder. Aber gerade solche Tage wollen nie ein Ende finden’’, murmelte er nachdenklich widmete sich gerade seinem eigenen schreienden Turm. Marius war sicherlich ein Fall für sich, allen voran aber ein störender Faktor der ihm anscheinend jederzeit im Weg stehen konnte. Wenn es darauf ankam müsste Keyx sicher sein auf wessen Seite sein Bruder stand und im Unterbewusstsein fürchtete er gar, dass er die Antwort schon kannte.
,,Und was verbirgt sich hinter deiner.. kaum vorhanden Konzentration?’’, fragte er gerade heraus und hob den Blick dennoch nicht an. Innerlich hoffte key darauf, dass die Antwort auf diese Frage nicht Frauen wären. Denn was solche Problematik anging, war er ein eher mäßiger Gesprächspartner, was schlichtweg an seinem eher geringen Kontakt zu Frauen lag. Sicherlich war Audrey die Ausnahme gewesen, ansonsten hatte er als Paradebeispiel eher seine Schwester angeben können, die eine der unkompliziertesten Damen war, die er sich vorstellen konnte. Und nun zu seiner Verlobten hatte er so eine eisige Bindungen, dass er wohl kaum gute Ratschläge geben konnte, was die Liebe betraf. Allerdings wäre er wohl, dem guten Willen und Alphard zu Liebe, bereit gewesen ein paar zustimmende Seufzer abzugeben und zu nicken.
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26.01.16 21:30 © Gast

Es musste an dem Wetter liegen, welches die Bewohner des Schlosses in träge Umhangträger verwandelte, für die die Tage zu einem zähen Einheitsbrei verschmolzen. Dieses Gefühl der inneren Starre, die einem die Ungezwungenheit raubte und faul werden ließ, hinderte Alphard gerade daran, sich vollends auf die Partie Schach zu konzentrieren, die er schon bei Mittagessen mit Keyx vereinbart hatte. Dort hatte er noch gehofft, ein gutes Spiel würde ihn aus seiner (nicht ernst zu nehmenden) Lethargie reißen, stattdessen flatterte seine Aufmerksamkeit umher wie ein junges Vögelchen, welches sich im Turmzimmer verirrt hatte und den Weg zurück in den blauen Himmel nicht mehr fand. Alphard war genervt. Genervt von seiner älteren Schwester Zuhause, genervt von seinem kleinen Bruder und überhaupt – sein Leben war gerade nicht das Wahre. Nicht, dass seine Unzufriedenheit von einer bestimmten Quelle gespeist wurde, nein. Er wusste, dass seine Reizbarkeit auf die gestiegenen Anforderungen zurückzuführen war, die bereits im sechsten Jahrgang auf den Schultern der Schüler lastete. Jeder wollte gute Noten und im Umkehrschluss verlangten aber auch alle Professoren gute Ergebnisse von ihren Lehrlingen. Lernen war nichts, womit der Slytherin seine Probleme hatte, trotzdem verspürte er in den letzten Tagen immer mehr das Bedürfnis, eine Ruhepause einlegen zu können. Doch die Prüfungen rückten näher und hinzu kamen die vielen kleinen privaten Scherereien, die ihn eigentlich gar nicht weiter berührten. Aber Familienangelegenheiten zogen eben nicht spurlos an einem vorüber. An diesem Punkt horchte er auf, als der Nott ihm auf seine Frage hin erwiderte, vor ein paar Tagen eine Auseinandersetzung mit seinem Bruder gehabt zu haben. Oh ja, es wusste keiner so genau wie Alphard, wie sehr einem Geschwisterstreitigkeiten an die Substanz gehen konnten. „Du hast dich mit Marius gestritten?“, fasste er dessen Worte noch einmal zusammen. „Ich hoffe, ihr habt euch danach wieder vertragen und es ist nicht allzu weit ausgeufert?“ Keyx Bruder kannte er vor allem von der Gruppierung um Tom Riddle, der er selbst angehörte. ‚Gruppierung‘ war eine überzogene Beschreibung, aber dennoch kam sie ihren Zusammenkünften manchmal näher, als das Wort Freundeskreis. Natürlich waren es auch alle seine Freunde, aber die einen mehr, die anderen eben weniger.

„Entschuldige bitte, mit meiner Konzentration ist es wirklich nicht weit her“, seufzte der Sechzehnjährige und wie zum Beweis seines Ausspruches verließ ein Läufer das karierte Brett und schimpfte gleichzeitig auf seinen Kontrahenten und auf den dunkelhaarigen Jungen mit den hellen blauen Augen, dessen Versäumnis er sein Ausscheiden zu verdanken hatte. „Ich kann dir aber gar nicht sagen, woran es liegt. Vielleicht ist dieses unbeständige Wetter daran schuld. Es lässt mich zur Mimose werden“, brummelte der Schüler und verbesserte seinen schiefen Sitz auf dem Sessel, in dem er bis vor kurzem nahezu eingesunken war. „ Zudem…beansprucht es mich mehr als gedacht, dass meine Cousine und Herkules heiraten werden“, fügte er hinzu und lieferte seinem Gegenüber damit endlich eine fassbare Information, mit der man etwas anfangen konnte. Vor einigen Wochen noch war die Verlobung von seinem besten Freund Herkules und Lucretia das Gesprächsthema im Gemeinschaftsraum gewesen. Wie immer, wenn eine solche Verlobung bekannt wurde, hielten sich die Gespräche ungefähr ein bis zwei Wochen, ehe man sich wieder anderen Dingen zuwandte. Für Alphard war die Sache damit aber nicht erledigt. Er war zu involviert, um sich zurückzulehnen und abzuwarten, was geschehen würde. Das seine Cousine und Herkules sich nicht sonderlich gut zu verstehen schienen, kam erschwerend hinzu. Lucretia hätte es niemals öffentlich verlauten lassen, doch sie war unglücklich mit der Wahl, die zwischen ihren Eltern getroffen worden war. Und er, der beide Personen zu seinen Liebsten zählte und schätzte, stand zwischen den Stühlen. Zumindest fühlte er sich so. Keiner von beiden hätte eine offene Stellungnahme von ihm verlangt, aber einfacher wurde es durch das Schweigen auch nicht. „Du weißt ja wie das ist, mit diesen ganzen Verlobungen…“, setzte er noch hinzu und sah Keys wissend an. Der konnte ja am allerbesten ein Lied davon singen.

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31.01.16 19:58 © Gast

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ALPHARD && KEYX



Den Blick noch immer eisern auf das Schachbrett gerichtet, versuchte sich der Nott seine vermeintliche Belustigung nicht ansehen zu lassen. Einen kurzen Augenblick zögerte er damit den Blick anzuheben und Alphard anzusehen, wurde aber von seiner Königin abgelenkt, die wild mit den Armen wedelte. Nicht jetzt, schien seine Mimik sagen zu wollen, derweil er nach einer anderen Figur griff. ,,Ich fürchte den Tag an dem Marius und ich Frieden schließen erlebe ich nicht mehr’’, antwortete er seelenruhig und zog die Brauen zusammen, weil er nicht sicher war, wie sie in diesem Freundeskreis wohl über den Einzelnen sprachen. natürlich ging es ihn nichts an und vermutlich wollte Marius nicht damit hausieren, dass brüderliche Liebe zwischen ihnen nicht existierte.
,,Und was den Streit anging, vermutlich noch einer von der winzigen Sorte, aber dennoch wäre Hogwarts wohl groß genug um sich aus dem Weg zu gehen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er absichtlich auf meinen angespannten Nerven herumtanzt… Vielleicht weil er sich sonst langweilt.’’ Der Ältere hatte geglaubt, dass sein Bruder irgendwann damit aufhören würde ihn mit seinen offensichtlichen Abneigungen zu triezen, aber es dem Jüngeren wohl niemals die Freude daran zu vergehen es letztlich auf die Spitze zu treiben.
,,Familie in Hogwarts zu haben, kann eine Last sein. Aber wem erzähle ich das?’’

Der Läufer des Anderen humpelte sichtlich empört über das Schachfeld, ehe er sich am Rand des Brettes zu den anderen Figuren gesellte. Der Blonde hätte es wohl weniger engstirnig gesehen, wenn sie nicht eben noch über seinen Bruder geredet hätten. So war es ihm doch allen voran furchtbar unangenehm über seine eigenen Probleme zu reden. Allen voran über jene, die er nicht lösen konnte.
Der Brite wollte gerade erwidern, dass wohl die Witterungsverhältnisse eine lächerliche Ausrede für dieses Schachspiel waren, aber gab sich mit dem darauffolgenden Satz zufrieden und blieb deswegen vorerst schweigsam, als würde er abwarten, was Alphard dazu noch ergänzen würde. Allerdings konnte der Slytherin wohl nicht damit angeben, dass er Herkules oder Lucretia gut kannte. Sicherlich konnte er behaupten, dass er Beide kannte und keine Abneigung gegen sie hegte, aber da endete es dann auch schon, weswegen er nur kurz den Blick anhob um dem Jüngeren ins Gesicht zu sehen.
Allerdings konnte er nur zu gut verstehe, wie es war, wenn der Falsche für eine nahstehende Person ausgewählt wurde. Keyx dachte an seine geliebte Schwester und wie er damals reagiert hatte, als er hören durfte wen sie heiraten sollte. Seine Begeisterung hatte sich in Grenzen gehalten und derweil sie nur höflich gelächelt hatte, war es der Ältere gewesen, der versucht gewesen war seine Eltern um Vernunft zu bitten. Nichts hatte er getan und musste nun dabei zusehen, wie Rosier sich langsam aber sicher in die Kreise seiner Familie fraß, wie eine gierige Made.
,,Oh ja, ich fürchte ich weiß zu gut, wie es um diese Verlobungen steht’’, murmelte und ließ dabei nicht herausklingen, ob er von sich selbst oder seiner Schwester sprach. Langsam nur lehnte er sich in dem Sessel zurück und hob den Blick gänzlich vom Schachbrett ab.
,,Dennoch ist Lestrange nicht einer deiner Freunde?’’, fragte er geradeheraus und konnte nur ungefähr sagen, wer zu dem Rudel um Riddle gehörte. Da er allerdings wusste, dass sein eigener Bruder sich mit Lestrange ebenfalls verstand, war er nicht gänzlich ahnungslos.
,,Wenn es dich bedrückt kann es also wohl nicht darauf gründen, dass einer deiner Freunde in deine Familie einheiratet. Und ich glaube auch nicht, dass deine mangelnde Konzentration darauf gründet, dass du deine Cousine heiraten möchtest. Daraus schließe ich, dass einer der Beiden dir etwas gesagt hast, was dem Anderen zur Last werden könnte und du, ganz gleich ob du wolltest oder nicht, trägst diese Last nun ebenfalls’’, meinte er und legte nachdenklich den Kopf schief, ehe er ein leichtes Lächeln zeigte. ,,Das mag allerdings nur geraten sein’’, ergänzte er schnell damit der Andere nicht noch glaubte, dass er ihm nachstellte oder irgendetwas dergleichen.
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