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 Sion Artorias Hamish | 17

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Sa Sep 12, 2015 10:17 pm © Gast

slytherin

SION ARTORIAS HAMISH; 17; 6. JAHR; HALBBLUT; ERSATZTREIBER;  MIKKEL JENSEN

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family; mirror; hogwarts; past; other stuff


basic stuff

Jedes Märchen hat seine Anfänge, doch bevor wir uns kopfüber in deine Erzählungen stürzen, beginnen wir mit den wichtigsten Daten um dich erst einmal ein wenig kennen zu lernen.

last & first name


Haimish Sion Artorias
Sion weiß bis Heute nicht, welchen Teil seines - wie er findet - vollkommen willkürlich zusammengewürfelten und gänzlich unschön klingenden Namen er am meisten verabscheut, allerdings schweigt er dank den gelegentlichen Eingebungen seines Vaters seinen Sohn liebevoll Arty zu nennen, insbesondere die Tatsache, dass er einen Zweitnamen besitzt, hartnäckig tot. Sion ist Gott sei Dank kurz genug um keiner Abkürzung zu bedürfen.  

age & birthdate


Age: 17
Birthdate: 14.01.1926

living place


Cardiff, Wales
Das Anwesen der Familie Hamish ist kaum als prunkvoll, jedoch durchaus als stattlich zu bezeichnen. Hier kam Sion zur Welt und verbringt immer noch jeden Sommer.

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the family

Ein Märchen handelt nie von nur einer Person. Es gibt immer diejenigen, die einem zur Seite stehen – oder eben nicht. Erzähle uns hier von deiner Familie, deinen wichtigsten Freunden und von den Menschen, die dich daran hindern du selbst zu sein.

bloodline


Halbblut
Ein äußerst wässriges Halbblut, wenn man genau sein will. Sion stammte von einer Muggel und einem sogenannten Schlammblut ab, eine Tatsache, die er, wie er bereits kurz nach der Ankunft in Hogwarts feststellen musste, lieber für sich behalten sollte und auch tut.

mother


SYLVIA HAMISH ; GILLEN; 37; HIGH SOCIETY LADY ; MUGGEL; VERHEIRATET
Kaum auf der Welt bereits mit dem Sohn eines reichen Geschäftsmannes verlobt, für den sie vom ersten Treffen bis zum heutigen Tag nie etwas anderes als Abscheu und Abneigung empfunden hatte, und mit einem Sohn gesegnet, deren bloße Anwesenheit ihr Unbehagen bereitet, war Sylvia noch nie als herzlich oder auch nur fröhlich zu bezeichnen. Auf ihrem Gesicht gibt es nur eine annehmbare Art einer positiven Regung: Das höfliche Lächeln, das sie in der Gesellschaft stets zu tragen pflegt, was aber nicht über ihre mehr als nur pessimistische und grimmige Einstellung zum Leben hinwegtäuscht. Zu gerne hätte sie ihren hohen Stand (in der Muggelwelt) und ihren Reichtum gegen die Freiheit eingetauscht, die sie nie besaß. Alles war die Armen so sehr begehren erscheint als eine entsetzliche Bürde, dennoch ist ihre chronisch schlechte Laune die einzige Rebellion gegen die Pflichten, denen sie tadellos nachkommt, und die Erwartungen ihres Vaters, der sie, wie Sylvia bei sich denkt, wie Vieh an den Meistbietenden verkauft hatte, die sie annehmbar erfühlt.
Das einzige an ihrem Mann, was sie nicht gnadenlos herunter redet und verdreht bis es zu einer schlechten Eigenschaft wird, ist die Tatsache, dass dieser es erfolgreich schafft die Familie selbst in diesen schwierigen Zeiten wohlhabend zu halten und erfreulicherweise die meiste Zeit weit weg von ihr verbringt. Sion, dem sie beinahe schon offenkundig feindselig begegnet, betrachten sie ausschließlich als den Sohn seines Vaters und nicht den ihren. Wie könnte sie auch dieses unheimliche  Kind – und das ist die mit Abstand die netteste Bezeichnung die sie für ihn übrig hat – auch jemals als ihr eigenes Fleisch und Blut ansehen? Da sie ihn jedoch niemals öffentlich verstoßen könnte, lässt sie ihren Abneigung, die sie, zumindest im Beisein anderer Personen, verbirgt, auf Mammon, Sions Kater, aus, denn sie leidenschaftlich hasst.  

father


GEORG HAMISH; HAMISH; 40; MUGGEL-VERBINGSPERSON IM MINISTERIUM; GRYFFINDOR; VERHEIRATET
Georg könnte von seiner Frau nicht verschiedener sein. Er ist ein hoffnungsloser Optimist, der in allem das Beste sucht, hat stets ein herzliches Lächeln auf den Lippen und liebt seinen einzigen Sohn über alles auf der Welt. Sein Vater hatte das Glück mit Aktien und einer pfiffigen Idee aus der Mittelschicht in die gutbetuchte Oberschicht aufzusteigen und bald darauf eine äußerst passende Partie für seinen ältesten Sohn zu finden, der damals nur drei Jahre zählte, es aber bereits kaum erwarten konnte seine Verlobte zum spielen zu treffen, als man ihm erklärte was das Wort überhaupt zu bedeuteten hatte. Obgleich Sylvia ihm nichts außer Kälte und Abneigung entgegen brachte, kam er nicht umhin das hübsche, zierliche Mädchen dennoch auf eine eigentümliche Art und Weise zu lieben und über ihre griesgrämige Art schlicht hinweg zu sehen.
Als Georg mit elf seinen Brief erhielt, war sein Vater skeptisch, während seine Mutter, die sich schon immer für diverse Arten des Hellsehens begeistert hatte,  sich vor Freude nicht fassen konnte.  Nach einem recht guten Abschluss nahm er eine Stelle im Ministerium an und beschäftigt sich seit dem unter anderem damit große  magische Verbrechen oder Unfälle in den Zeitungen und Berichten der Muggel wie gewöhnliche Unglücke aussehen zu lassen. Um unangenehmen Fragen der von der Zauberwelt nichts ahnenden Menschen zu entgehen, arbeitet er offiziell allerdings in dem Unternehmen seines Vaters und seine Frau interessiert es zum Glück ohnehin nicht wie ihr Mann das Geld verdient, solange es letztendlich da ist.
Die Geburt seines Sohnes war für Georg der glücklichste Tag seines Lebens. Im Gegensatz zu seiner Frau, liebt er Sion vom ganzen Herzen und versucht ihm jeden Wunsch zu erfühlen. Da er wegen seiner Arbeit allerdings nur selten Zuhause ist, schenkte Georg dem Knaben ein magisches Kätzchen aus der Winkelgasse zum fünften Geburtstag, damit dieser sich nicht so allein fühlte.


siblings


KEINE ;
Den Teufel würde Sylvia tun, sich noch einmal durch neun Monate Qualen zu kämpfen, nur um ein weiteres Balg dieses immer grinsenden Trottels erziehen zu müssen. Das Erste war bei Gott schon genug! Außerdem hatte sie ihre Pflicht, ihm einen Nachfolger zu schenken, doch bereits erfühlt, oder etwa nicht?

importants


KEINE

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the mirror

Doch ein Märchen ohne einen Protagonisten ist kaum zu finden. Nun ist es an der Zeit, dass wir uns diesen ein wenig genauer anschauen ..

look


Selbst Sions Aussehen scheint sein Image der reinen Unschuld zu unterstreichen. Die blonden, mittellangen Haare, die an den Seiten etwas kürzer sind, wellen sich leicht in einer Frisur, die verdächtig an lässiger Unordnung grenzt und dennoch zeitlos anmutend in der Gegenwart wie auch in der nahen Vergangenheit ohne Zweifel als modern, wenn auch etwas unüblich, angesehen werden  kann und konnte, die hellblauen, beinahe farblosen, überraschend durchdringenden Augen, hellen Lippen und markanten Züge ergeben gemeinsam ein Bild, das nicht außergewöhnlich genug ist um eine unangenehme Aufmerksamkeit hervorzurufen und doch in seiner vollkommen Unvollkommenheit einen unweigerlichen Blickfang bietet, sei es auch nur für einen einziger Augenblick in dem man sich nach dem 1,89 großen Slytherin umdreht und sich wundert, wieso ausgerechnet sein Gesicht in der grauen Menge an Schülern die eigene Aufmerksamkeit geweckt hatte.
Seine schlanke aber durchaus athletische Figur verdankt Sion nicht zuletzt seiner brennenden Liebe für das Schwimmen und Fliegen, die ihn wohl oder übel dazu zwangen sein eigenes perfektes Gleichgewicht zwischen Kraft und Wendigkeit zu finden, was allerdings auf dem Boden dank seiner stets ruhigen und entspannten Haltung kaum zur Geltung kommt und für einige Überraschungen in der Luft, aber vor allem im Wasser, sorgt.

Am rechten Zeigefinger trägt er einen simplen Ring aus dunkelgrauen Metall in den akribisch genau, aber offensichtlich ohne besondere handwerkliche Begabung, mehrere Zeilen winziger Runen hineingraviert sind.

attitude


Neutral.
Obwohl Sion geradezu magisch von verbotenen, geheimen und düsteren Dingen angezogen wird und sich sehr wohl für schwarze Magie begeistert, hat er keinerlei Interesse daran sein Wissen dazu zu gebrauchen jemanden zu schaden, auch wenn er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht davor zurück schrecken würde es zu tun, falls es notwendig werden sollte. Im Grunde reizt ihn lediglich das Verbotene an sich, nicht das, was er damit tun könnte.

character | outside


Oh wie schwer es einem doch fällt diesen ruhigen, beinahe schon verträumt, und manchmal etwas gelangweilt, wirkenden jungen Mann in etwas Verwerflichem zu verdächtigen, insbesondere, weil wenn man seinen Verdacht äußern sollte, sein Gesicht eine so vollkommen aufrichtige Entrüstung und geradezu engelhafte Unschuld spiegelt, dass man keinerlei Zweifel an einem Irrtum hat. Und dabei wird insgeheim gemunkelt, dass Sion, der dank seiner  freundlichen aber stets seltsam distanzierten Art zwar eine ganze Reihe von Bekannten aber keine Freunde hat, hätte bereits mehr Schulregeln gebrochen als alle Schüler des Hauses Slytherin zusammen Finger hatten. Gewiss eine maßlose Übertreibung…  Oder?

qualities & weaknesses


+ Schafft es stets wie die reine Unschuld auszusehen, egal was er in Wirklichkeit ausgeheckt hat
+ Mogelt sich erfolgreich bereits durch das 6te Jahr, obwohl er so gut wie nie tatsächlich lernt
+ Braucht nur vier Stunden Schlaf am Tag
+ Steckt bemerkenswert viel Energie und Herzblut in Dinge rein die ihn interessieren
+ Stets freundlich und hilfsbereit
+ Fällt leicht und schnell Entscheidungen
+ Konzentrationsfähigkeit
+ Selbstbewusst
+ Risikofreudig
+ Aufmerksam
+ Fingerspitzengefühl
+ Orientierungssinn
+ Hervorragender Schwimmer
+ Quidditch
+ Absolut kein Schamgefühl

- Wenn man Sion dazu bringen will etwas zu tun, muss man nur sagen es wäre verboten
- Lernt so gut wie nie
- Interessiert sich herzlich wenig für Politik und die belange der Welt
- Bringt überhaupt gar kein Patronus zu Stande, obwohl er es oft probiert hat
- Lässt unbemerkt für sich selbst Niemanden näher an sich heran
- Mangelndes Verantwortungsbewusstsein
- Ungesund stark ausgeprägte Neugierde
- Neigt dazu Konsequenzen zu verharmlosen
- Maßlosigkeit
- Versinkt zu sehr in Gedanken
- Mangelndes Zeitgefühl
- ZU Risikofreudig
- Langweilt sich schnell
- Hat Schwierigkeiten länger an einer Sache dran zu bleiben, sofern sie ihn nicht brennend interessiert
- Absolut kein Schamgefühl

likes & dislikes


+ Die Nacht (insbesondere das Schloss bei Nacht)
+ Schwimmen
+ Quidditch
+ Katzen
+ Kälte
+ Kaffee

- Jegliche Form von Wahrsagerei
- Insekten
- Seine Mutter
- Hitze
- Populäre Musik
- Hausaufgaben


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hogwarts

Or perhaps in Slytherin, where you'll meet your real friends, those cunning folk use any means, to achieve their ends.

year


6tes Schuljahr

position


Ersatztreiber der Hausmannschaft

magic wand


Kirchholz, Drachenkern, 10 Zoll, hart
Der Zauberstabsverkäufer hätte es sich vermutlich dreimal überlegt diesen Zauberstab in die Hände eines Jungen zu geben, hätte dieser nicht so vollkommen harmlos und aufrichtig gewirkt, so wie er da stand, ein Kätzchen an die Brust gedrückt mit leicht unordentlichen Haaren, durch die sein Vater gerade noch liebevoll gestrichen hatte. Wie konnte dieser Knabe jemals etwas böses im Schilde führen? Und außerdem wollte kein anderer Stab so recht passen.

sub's and teacher


Sions Stärken liegen ganz klar in der Praxis und in Dingen, die er als interessant einstuft. Zu seinen Lieblingsfächern gehören Zauberkunst und Verteidigung gegen dunkle Künste und bei den Zaubertränken stellt er sich recht geschickt an, während die Kräuterkunde sein absolutes Hassfach ist.


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the past

Die Vergangenheit prägt einen Menschen sehr. Du wurdest geprägt. Lass uns deine Vergangenheit ein wenig genauer betrachten.


biography


Verheiratet mit einem Mann, den sie nie leiden konnte, gesegnet mit einem Sohn den sie nie wollte, war Sylvias Familienleben von Anbeginn an etwas, auf was sie am liebsten verzichtet hätte, umso schlimmer war es, dass sich um den Sohn ihres Mannes, wie sie ihn zu nennen pflegte, immer mehr Merkwürdigkeiten scharten, je älter dieser wurde. Zuerst war da dieses Kätzchen mit dem grässlichen Namen, das sich aber einfach  nicht umbenennen lassen wollte, das der Tölpel von ihrem Mann Sion zum fünften Geburtstag schenkte. Dieser unscheinbare schwarze Knäuel mit den grün-gelben Augen, dessen Fell nur an der linken Vorder-, der rechten Hinterpfote und an der Schwanzspitze weiß gefärbt und ansonsten so dunkel wie die Nacht war, wäre gewiss nicht weiter auffällig, würde er nicht erstaunlich langsam wachsen und eine regelrecht bemerkenswerte Begabung für den Diebstahl haben. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Katzen wollte Mammon einfach nicht größer werden, oder zumindest nicht so schnell wie es die übrigen Tiere taten, was ihn allerdings scheinbar nicht daran hinderte sich die besten Fleischstücke unter die Klaue zu reißen. Egal wie sehr sich Sylvia darum bemühte die Küche vor dem Kätzchen sicher zu machen, es verschwanden dennoch immer wieder Kleinigkeiten und die schwarzen Härchen blieben der einzige Hinweis auf den Täter.
Es dauerte Wochen, doch letztendlich war Sylvias Geduld endgültig erschöpft: Sie befahl dem Diener das Teufelstier zu entsorgen. Ihr war es vollkommen gleichgültig, was er damit anstellte, solange sie es nie wieder sehen musste. Egal wie sehr Sion weinte und darum flehte sein geliebtes Haustier und den einzigen Freund den er hatte behalten zu dürfen, seine Mutter blieb unerbitterlich und als der Diener nach mehreren Stunden zurück kehrte und ihr versicherte, Mammon würde sie nie wieder belästigen, war sie voll und ganz mit sich selbst zufrieden. Zumindest bis zum nächsten Morgen. Als sie zum Frühstück herunter kam, saß der Knabe in einem Sessel im Wohnzimmer und streichelte entzückt das schnurrende Tier, dass überhaupt nicht hier sein sollte. Drei weitere Male versuchte Sylvia es ihn los zu werden und gab sich schließlich geschlagen, Mammon schien auf unerklärliche Weise  zu entwischen und wieder bei Sion aufzutauchen, der seine Mutter immer grimmiger und hasserfüllter ansah, je öfter sie versuchte seinen Liebling endgültig aus der Welt zu schaffen.  
Zu gern hätte Mrs. Hamish das Ganze verdrängt und vergessen, aber die Nächste Eigenart wartete nur noch darauf passieren zu dürfen. Sion hatte trotz seines unschuldigen Aussehens schon immer den Drang Dinge zu tun, die er hätte besser lassen sollen. So war es auch mit dem Wachhund, den er mit einem Stück Wurst ärgerte, indem er es im letzten Moment wieder weg zog. Fünf mal ging es gut, und dann, als er es gerade lassen und dem Hund sein Essen geben wollte, schnappte das Tier, in Erwartung, dass die Wurst wieder weggezogen würde, blitzschnell und fest zu. Die Knochen brachen wie trockene Zweige unter dem mächtigen Gebiss, das die langen Zähne in die zierliche Kinderhand trieb. Sion schrie auf und kaum ein Augenblick später heulte auch der Hund. Der Junge wusste nicht was passiert war, er fiel nach hinten um, hielt sich die Hand und weinte in Strömen während warmes Blut auf den Boden zwischen seinen Beinen tropfte, aber das Kindermädchen, das auf den Schrei gerannt kam, hatte es gesehen. Winselnd und heulend wand sich das arme Tier in wilder Agonie neben dem Jungen auf dem Boden. Der Kampf mit dem Tod dauerte nur einige wenige Augenblicke eher der Hund sich nicht länger rührte. Niemand konnte sagen was mit dem armen Geschöpf passiert war, man nahm einfach an, es wäre bereits krank gewesen und hätte den Knaben gerade deswegen überhaupt erst angefallen und wäre dann an seinem Gebrechen gestorben. Nur was konnte es für ein Gebrechen sein, dass dem Hund scheinbar alle Organe zerquetscht hatte? Während alle sich nicht länger damit befassten, ließ es Sylvia nicht los. Es war der Junge, davon war sie überzeugt, er hatte etwas mit dem Hund angestellt!
Zwei Jahre später war sie sich der Schuld des Jungen sicher. Es war ein heißer Sommertag, Sion saß mit seiner Mutter Draußen und schmollte, wütend über eine weitere Ungerechtigkeit die sie ihm seiner Meinung nach zugefügt hatte, während sie ihm seine Strafe für die blau gewordenen Haare des Kindermädchens erklärte, einen Vorfall, bei dem er felsenfest behauptete nichts damit zu tun zu haben. Eine Fliege schwirrte um ihn herum und der Junge zuckte immer wieder mit dem Kopf oder der Schulter um das lästige Insekt zu vertreiben, doch es wollte einfach nicht weg fliegen. Schließlich hielt Sion es einfach nicht aus, löste die verschränkten Arme vor der Brust und schlug mit dem Handdrücken zornig danach, den Blick immer noch gesenkt.  Sylvia verstummte in ihrer Rede. Der Junge bemerkte überhaupt nicht, dass die Fliege aufgehört hatte, schnaubte nur wütend und gereizt vor sich hin, die Augen seiner Muttern wurden dagegen groß vor Schock. Das Insekt schien einfach in der Luft hängen zu blieben, zitterte einen Augenblick lang und…. Zerfiel einfach in seine Einzellteile. Wie von einer Geisterhand herausgerissen, trennten sich die Beine, Flügel und der Kopf von dem Körper, schwebten einen Bruchteil einer Sekunde in der Luft und rieselten einfach zu Boden.
Damit war die Grenze erreicht, sie wollte nichts mehr mit dem Bengel zu tun haben, nicht einmal mit ihm im selben Haus leben! Wenn sie die Wahl gehabt hätte, wäre sie Augenblicklich weg gezogen, aber wer würde ihr schon glauben, wenn sie jemanden erzählen würde, dass sie mit einer Ausgeburt der Hölle unter einem Dach lebte?
Der Tag, an dem Sion mit seinem Vater an den See fuhr, sich beim tauchen übernahm und beinahe ertrunken wäre, hätte Sylvias glücklichster Tag werden können, immerhin wäre sie um ein Haar diesen Dämon, den jeder für einen Engel hielt, los geworden, wenn nicht ihr verfluchter Mann dazwischen gekommen wäre. Na immerhin bemerkte nach diesem Ereignis selbst Georg eine Eigenart an seinem Sohn. Statt das Wasser zu fürchten, oder zumindest einen gesunden Respekt davor zu haben, wie es fast alle beinahe Ertrunkenen taten, konnte man Sion nicht mehr davon fern halten. Das Schwimmen wurde zu seiner Leidenschaft und das obwohl es ihm beinahe das Leben gekostet hätte. Im Gegensatz zu Sylvia empfand Georg diese Seltsamkeit nicht als verwerflich sondern als den Beweis außerordentlichen Mutes und hätte nicht stolzer sein können.
Als der Brief kam, war Sions Vater mehr als nur begeistert. Sein Sohn würde in seine Fußstapfen treten, da war er sich sicher. Wo anders als in Gryffindor würde Sion seinen Platz finden? Selbst seine Frau freute sich ein wenig, allerdings eher weil der Knabe ein ominöses Internat weit weg besuchen sollte und sie ihn nur noch selten sehen musste.
Für Sion war es die Erlösung und ein unglaubliches Wunder zugleich. Er konnte endlich fort von zu Hause und dabei gleich eine ganz neue Welt voller Zauberei entdecken! Er konnte sein Glück überhaupt nicht fassen, auch wenn es ihn im Nachhinein nicht dazu brachte besser oder überhaupt, zu lernen. Die Einteilung in Slytherin überraschte seinen Vater, ihn selbst dagegen – und gewiss auch seine Mutter, wenn sie davon gewusst hätte – nicht im geringsten. Er war mehr als nur zufrieden mit der Wahl des sprechenden Hutes und seinem neuen Zuhause, wenn auch er hier seine Abstammung lieber für sich behielt.
Die Jahre zogen dahin und Sion stellte eine bewundernswerte Fähigkeit zur schau annehmbare Noten zu haben, obwohl ihn dabei zu erwischen tatsächlich ein Schulbuch aufzuschlagen und zu lernen, statt lediglich nach neuen, interessanten, Information zu suchen, gerade zu an ein sagenumwobenes Wunder grenzte. Trotzdem schaffte er es in jeglichen praktischen Übungen, vor allem in der Verteidigung gegen die dunklen Künste und Zauberkunst, zu glänzen und nur sein eher schlechtes als rechtes Faktwissen zu Themen, die er als unwichtig eingestuft hatte - was beinahe alle waren - rettete ihn von einer guten Note.  

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other stuff

Was zuletzt kommt, ist nicht das unwichtigste. Was würden all die Märchengeschichten denn ohne Verzeichnis machen? Hier brauchen wir einen kurzen, organisatorischen Moment:

your post


Er hielt nicht den Atem an, wie es viele törichterweise taten, stattdessen atmete er ruhig und tief ein. Zuerst mit dem Bauch, dann mit der Brust und lies die Luft wieder langsam durch die Nase entweichen. Zwang sein Herz dazu langsam zu schlagen, sich selbst die Ruhe zu bewahren, auch wenn es ihm schwer fiel das zu tun. Eine Technik, auf die er beim Tauchen gestoßen war und immer noch zu perfektionieren suchte. Er machte keine Geräusche, verriet sich überhaupt nicht, war lediglich ein weiterer Schatten in der Dunkelheit des Schlosses, kaum zu sehen in der Ecke des leeren Klassenzimmers, in das er hineingeschlüpft war, als die schlürfenden, stets wütenden Schritte viel zu nah, viel zu zielstrebig, in einem Gang vor ihm gehallt hatten. Er zählte sie, schätzte die Entfernung, stellte sich den Weg, den sie nahmen, bildlich vor. Obwohl er die Augen nicht schloss konnte er es sehen, wusste genau, wo sich der Andere befand und schätzte wohin er wahrscheinlich gehen würde. 70 zu 30, 80 zu 20, 90 zu 10…
Zögern.
Stille.
Er bog nach links ab.
Der Junge seufzte zufrieden und lockerte sich aus seiner starren Haltung in der er sich unbemerkt für sich selbst und ungewollt versteift hatte. Das Tier in seinen Händen schlief immer noch. Ruhig, nichts ahnend, friedlich. Fast schon träumerisch bewusst und doch weit davon entfernt eine beabsichtigte Handlung zu sein, glitt sein Daumen vorsichtig über den Rand es winzigen Ohrs der kleinen Maus, die selbst in seinen Jungenhänden bereits unerträglich zerbrechlich und wehrlos wirkte. Er würde sie nicht wecken. Wozu auch?
Der Zauber, mit dem er seine Schuhe belegt hatte, schluckte jegliche unerwünschte Geräusche als er sich ruhig, nicht eilig, und doch festen Schrittes, seitlich an der Wand entlang zum Fenster begab, das karierte Muster, dass der helle Mond dank des alten Fensters auf den Boden zeichnete, meidend. Man durfte ihn nicht sehen und doch brauchte er etwas Licht, gerade so viel, wie man hatte, wenn man seitlich neben dem Fenster stand, verborgen im Schatten, ungesehen von Draußen und dennoch nicht vollkommen in der Dunkelheit. Er hob die Hand an sein Gesicht, betrachtete das Geschöpft, dass er behutsam darin eingeschlossen hielt und öffnete sie schließlich vorsichtig so, dass die Kreatur auf seiner Handfläche liegen bleib. Das Tier zuckte unruhig im Schlaf, bewegte die winzige Schnauze, kitzelte die helle Haut mit ihren Tasthaaren und rührte sich nach der Wärme suchend, der es so plötzlich beraubt wurde.
„Ruhig Kleiner, gleich hört die Kälte wieder auf.“, sanft, fast schon zärtlich glitt der Zeigefinger des Knaben über den weichen, grau-braunen Pelz, bis die Maus wieder tief schlief. Nicht das die Gefahr bestand, sie könne aus ihrem wortwörtlichen Zauberschlaf erwachen und doch… Es bestand kein Grund sie leiden zu lassen. „Es wird nicht weh tun.“, ein gerauntes Versprechen, fast schon kindlich verschwörerisch an dem kleinen Ohr. „Nicht lange zumindest.“
Er griff nach dem Zauberstab. Eine einzige fließende Bewegung und er war gezogen und auf die winzige Kreatur gerichtet. Nur drei Worte, kaum mehr als ein Hauch, nicht richtig gesprochen und doch Worte genug um den Gedanken gerade noch fest genug für einen Zauber zu fassen.
Es dauerte kaum einen Augenblick. Der winzige Körper versteifte sich für einen einzigen, verschwinden kurzen Moment und erschlaffte wieder. Er sah nicht anders aus als davor. Optisch bestand beinahe keinerlei unterschied zum Schlaf und doch war etwas grundlegend anders. Man fühlte es mit jeder Faser des eigenen Körpers, sofort und mit einer unumstößlichen Überzeugung – die Maus schlief nicht mehr. Oder tat sie es doch? Die grau-braunen Härchen bewegten sich leicht, beugten sich unter dem Atem des Jungen als er die Hand nah an sein Gesicht hob, ihr Handgelenk mit der Rechten stützte und sein Werk betrachtete. Es sah aus, als würde das Tierchen weinen. Ein dünner, dunkler Rinnsal bahnte sich einen Weg durch das Fell, rannte über die Schnauze, tropfte auf die im Mondlicht beinahe weiße Haut darunter und verfing sich in den Linien darauf.
Was trennte den ewigen Schlaf von einem temporären? Was war an diesem leblosen, kleinen Körper anders als an einem bloß schlafenden? Der Mangel an Atmung, an Herzschlag? Und doch hatte er es schon gewusst bevor er diese hätte Prüfen konnten, war überzeugt davon, dass die Wärme bald entweichen und nur eine kalte Hülle zurücklassen würde. War es der Mangel an einer Seele? Hatten Mäuse Seelen? Gingen sie dahin, wohin auch Menschen gingen? Was taten sie da? Bis in alle Ewigkeiten glückselig durch ein ominöses 'Jenseits' wandern? Wiedergeboren werden? Gingen sie überhaupt irgendwohin?
Ein sachtes Lächeln legte sich auf die schön geformten Lippen. Unverzeihliche Flüche, was? Wenn sie nur wüssten, wie gebrechlich das Leben in Wirklichkeit doch war. Wenn man es nehmen wollte, brauchte man keine Flüche, es reichte lediglich die simple Formel zum gefrieren von Wasser leicht abzuändern. Einpaar Worte war alles was man brauchte  um es zu nehmen. So einfach, so lächerlich simpel. Was trennte einen Zauber im wesentlichen noch von Gott? Er legte den Kopf schief, strich mit dem Daumen noch einmal über die nunmehr kleine Leiche. Das er kein Leben zurück geben konnte?
Konnte er das nicht?
Er lies die Hände sinken, die leere Hülle der Maus einfach auf den Boden fallen. Ohne Seele hatte sie kein Wert mehr, er hatte bereits das, was er beweisen wollte, bewiesen.
„Wenn du sie nicht ganz isst, sorg' dafür das sie niemand findet.“
Er musste nicht nach unten sehen um zu wissen, dass Mammon sich seine versprochene Belohnung für die gute Jagt ansah. Er war immer noch klein. Verhielt sich zu einem erwachsenen Kater, wie Sion sich zu einem Erwachsenen Mann verhielt, nicht mehr richtig ein Kind und dennoch noch weit davon entfernt voll ausgewachsen zu sein.
In einer Welt, wo eine Katze so alterte wie ein Mensch und vermutlich genauso schlau war, wo nichts den Gesetzen der Sterblichen zu folgen schien, wo Götter aus Fleisch und Blut und Wunder nichts weiter als Alltag waren, wie schwer konnte es da sein über Tod und Leben zu befehlen? Er hob die linke Hand vors Gesicht und drehte sie dann leicht, gerade so sehr, dass das Mondlicht das Blut, das sich in den Linien seiner Hand verfangen hatte, in einem kräftigen Rot erstrahlen ließ. Schicksal und Leben, getaucht in Blut und Tod. Seine Mutter wäre begeistert. Er schloss die Hand zu einer Faust, drückte sie so fest zusammen, dass seine Knöchel weiß wurden, entspannte sie dann aber sogleich und wischte sie beiläufig an seiner Hose ab, während er sich zum gehen wandte.
„Überfriss dich nicht.“, die Worte klangen unangenehm laut in der Stille. Beinahe so unangenehm wie das trockene Knacken der Knochen.

avatarperson


Mikkel Jensen

rating & rule affirmation


20
MIRI HAT ES SICH GEKLAUT UND FRISST ES IMMER NOCH

stroke of destiny


4

commentary



Wegen dem Patronus: Er hat das in einem Buch entdeckt, versucht, und kläglich gescheitert. Es hat ihm keiner beigebracht, aber das ist nicht der Grund für sein Scheitern.

Wegen dem Ring: Damit und einem Spruch kann Sion bestimmte Gegenstände die er mit bestimmten Runen versehen hatte direkt in seiner Hand auftauchen lassen und auch wieder zurück schicken. Falls nicht erlaubt ist das eben nur ein fancy Ring den er verhauen hat und dennoch trägt.


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Sion Artorias Hamish | 17

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