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 not sure which one is helpless

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17.09.14 14:24 © Gast



not sure which one is helpless

MR. NIALL MONTROSE && MR. ALFIE LEE
12. APRIL 1943| ST. MUNGOS| NACHMITTAG





“Irgendwo hier … irgendwo hier …“ Murmelte der Alfie Lee und ließ seinen Finger über die Rückseite von zig Akten im Schrank wandern, auf der Suche nach dieser einen. Es war nicht gerade selten, dass er etwas suchte. Auf der Suche war ein Zustand in dem er pro Tag mindestens eine Stunde verweilte, auch wenn das für andere unverständlich erschien. Ordnung zu halten wäre ihm so schwer gefallen, dass es ihn pro Tag mindestens drei Stunden kosten würde. Drei Stunden waren wirklich viel. Die hatte er einfach nicht. Das war wohl auch mehr als verständlich. Er zog eine Akte aus dem Regal und stoppte sich dann selber. Vielleicht mochte das Gesuchte in dieser Akte sein, aber mit einem Blick auf die Uhr verlor das völlig an Relevanz. Er hatte doch noch einen Termin! Der Lee stopfte die Akte ungeduldig wieder ins Regal zurück und fragte sich warum was gerade noch gepasst hatte sich jetzt so sehr wehrte. Als er dann ein paar Eselsohren produziert hatte und alles mehr oder weniger an seinem angestammten Platz war drehte er sich zu seinem Schreibtisch um und stellte fest, dass noch endlos viele Dinge darauf herum lagen. Das war nicht gut, denn wenn er jemand zum Gespräch oder der Behandlung da hatte, dann durften keine Informationen über andere Patienten offen herum liegen. Der Lee betrachtet das Ganze einen Moment, runzelte die Stirn und entschied sich dann dazu die leerste Schublade seinen Schreibtisches zu öffnen und alles an Papierkram darin verschwinden zu lassen. Zufrieden mit sich selbst begutachtet er seinen geleerten Schreibtisch und stellte fest, dass er zu spät war. Schließlich sollte er den jungen Mann von den Aufzügen abholen. Er wusste nicht viel über seinen neuen Patienten, das wurde ihm klar als er sich fröhlich summend auf den Weg zu den Fahrstühlen machte. Er konnte es natürlich nicht lassen auf dem Weg noch eine Schwester davon zu überzeugen einen Kaffee für ihn zu machen.
“na besser spät als nie.“ Sagte er zu sich selbst als er im Bereich vor den Aufzügen ankam und die Uhr dort begutachtete. Die paar Minuten konnte man wohl kaum beanstanden und das obwohl er eigentlich gar nicht mehr auf die Zeit geachtet hatte. Jetzt wünschte er sich, dass Menschen ihren Namen tatsächlich auf die Stirn tätowieren würden. Das würde ihm die Suche nach dem jungen Herrn doch deutlich erleichtern. Er konnte alle ausschließen, die durch ihre Kleidung als Mitarbeiter des Krankenhauses zu identifizieren waren. Da blieb nicht mehr viel über und er ging auf einen jungen Mann zu, der auf der anderen Seite des Raums stand. Glücklicherweise hatte er daran gedacht die Kaffeeflecken von seinem Kittel, der nicht grün war, wie die von normalen Heilern, zu entfernen, sonst würde er wahrscheinlich keinen guten Eindruck machen. “Mr. Montrose?“ Erkundigte er sich bei dem jungen Mann, der auf ihn einen ganz sympathischen Eindruck machte. Man konnte ja auch mal Glück haben und wenn er sich sicher war, dass er richtig war konnte er immer noch anfangen sich ein genaues Bild zu machen. Er fischte den Bleistift der noch hinter seinem Ohr klemmte hervor und ließ ihn in der Innentasche seines Kittels verschwinden, nur um Irritationen zu vermeiden. „Ich bin Mr. Lee und ich habe die Hoffnung, dass ich einen Termin mit ihnen habe.“ Erklärte er und ließ das Dr. mal weg. Das irritierte die meisten eh nur. Verwirrung war nie gut, dachte er sich und sein Blick blieb einen Moment lang an einer Aufzugtür hängen, die sich langsam öffnete und eine gehetzte und offensichtlich neurotische Heilerin und einen sabbernden Patienten, mit zu großem Selbstwert Gefühl ausspuckte. Er seufzte. Ja die Welt überschätzte sich oft. Erst da bemerkte er, dass seine Aufmerksamkeit schon wieder verschwunden war und er vor seinem Patienten stand.
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21.09.14 15:49 © Gast



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MR. NIALL MONTROSE && MR. ALFIE LEE
12. APRIL 1943| ST. MUNGOS| NACHMITTAG




Niall hatte den Tag schon mit einem unguten Gefühl gestartet, denn in der Nacht, wurde er wieder von Träumen heimgesucht. Wie ein schwarzer Schleier hüllten diese ihn ein und ließen ihn den Tag des Unfalls unweigerlich wieder durchleben. Sie nahmen ihn mit in eine Welt, in welcher Niall nicht sein wollte. Angestrengt versuchte er sich daraus zu befreien, doch es gelang ihm wie so oft nicht. Zu sehr hatte er sich in den schwarzen Fäden, der Erinnerung verfangen. Sein Körper verkrampfte sich und alles Gute schien aus ihm verschwunden zu sein, für diesen Moment. Er schrie und wälzte sich hin und her. Erst als ihn ein Schlafsaalgenosse panisch aufweckte, kam Niall zurück in die Realität. Schweißgebadet richtete er sich auf und versuchte seinen rasselenden Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen. Gönnte sich ein paar Momente der Ruhe, bis er seinen Erlöser entschuldigend und dankend zugleich ansah. Diese Geste musste reichen, denn sein mitleidiger Blick traf ihn tief. Niall hasste es, vor anderen schwach zu wirken, hasste es seine Träume nicht unter Kontrolle zu haben. Ohne Zustimmung hatte er den Anderen einen Einblick in sein Innerstes gewährt. "Nur ein Alptraum...", ließ er verlauten und hoffte die Sache damit genügend erläuert zu haben. Immerhin hatte jeder doch einmal einen Alptraum oder etwa nicht? Doch bei Niall war es schon lange nicht mehr so, dass er nur ab und zu von einem Alptraum heimgesucht wurde. Es passierte ständig seit diesem Ereignis im Wald. War es eine Art der Verarbeitung des Körpers, die in immer wieder dazu zwang, diese Situation erneut zu durchleben? Niall saß noch immer auf seinem Bett, er merkte wie sich die Übelkeit ihren Weg, durch seinen Körper suchte. So schnell es eben ging, wenn man ein Krüppel war, rannte er in den Jungenwaschraum und übergab sich einen Lidschlag später in eine der Toiletten.
Erst eine gefühlte Ewigkeit später, nachdem er seinen ganzen Mageninhalt verloren hatte, konnte er die Toilette verlassen. Sichtlich verwirrt und geläutert, von diesem unschönen Ereignis, machte er sich Salonfertig. Duschte ausgiebig, in der Hoffnung die schlimmen Erinnerungen aus und von seinem Körper zu waschen, doch die wulstige, fast schwarze Narbe, blieb. Sie würde ihn ein Leben lang begleiten.

Seine Eltern hatten geweint, gebetet und gebettelt, dass er sich Hilfe suchte. Denn auch sie kannten ihren Sohn nicht mehr wieder, sahen ihm an, dass er eine Menge Lebenslust eingebüßt hatte. Sie kannten ihn einfach zu gut, als das sie ihm sein Spiel abkauften. Wo, wenn nicht zu Hause konnte man, man selbst sein? Zwar hatte ihm die Begegung mit Madlene Fitz sehr viel neuen Mut und neue Kraft schöpfen lassen, doch auch sie konnte die schrecklichen Alpträume nicht von ihm nehmen. Konnte ihm die Bürde nicht von den Schulter nehmen, die er mit sich trug. Natürlich gab sie ihm nicht das Gefühl anders zu sein, doch sobald er andere Gesellschaft genoss, waren sie wieder da. Die Blicke, welche ihn durchdrangen, ihm ein schlechtes Gefühl gaben und ihn als anders einstuften.

Heute war der Tag gekommen, an welchem er den Termin im St. Mungos hatte. Eine Mischung aus Nervosität und Furcht durchtrieben ihn, als er sich am Eingang von seinen Eltern verabschiedete. Sie hatten ihn hergebracht und hofften, dass der junge Heiler ihm helfen konnte. Niall tat es für seine Eltern, denn er selbst, war noch nicht bereit dazu, sich seinen Ängsten zu stellen. Dieses magische Krankenhaus alleine löste schon unglaublich schreckliche Erinnerungen in ihm aus. Die Zeit, welche er hier verbracht hatte, war alles andere als schön gewesen.
In einem Brief hatte der Dr. Lee versprochen ihn vom Aufzug abzuholen. Hier stand Niall nun und wartete, darauf diesen Termin endlich hinter sich zu bringen. Die merkwürdigsten Leute liefen an ihm vorbei, völlig geistesabwesend, betrachtete er manch schlimmeres Schicksal, als sein eigenes.
Erst als ihn ein Mann ansprach, konnte er er wieder einen klaren Gedanken fassen. Schnell folgte ein aufgesetztes Lächeln, denn wenn er ihn als nicht traumatisiert einstufte, würde er um so schneller wieder hier raus sein. "Ja, der bin ich. Guten Tag Dr. Lee.", sagte Niall dann höflich und folgte dem Blick des Heilers. Als das Ziel des Blickes erspähte, drehte sich ihm erneut der Magen und er setzte ein schockiertes Gesicht auf. Einen Moment fesselte ihn dieses Elend, bis er sich erneut an den Doktor wandte. "Können wir dann?" , fragte er schließlich und setzte ein bittendes Gesicht auf.
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23.09.14 14:57 © Gast

Das Lächeln kam, aber es kam spät und dann ganz plötzlich, so als wäre ihm erst jetzt aufgefallen, dass seine Gesichtsmuskeln nicht das taten was sie tun sollten, eben nicht das was die Außenwelt von ihnen erwartete. Es war nicht besonders schwer für den Heiler zu erkennen, dass dieses Lächeln nicht der Freude entsprang hier zu sein und ihn zu treffen. Es war wohl nicht an ihm nun beleidigt zu sein, immerhin kamen nur wenige Leute gerne zu ihm. Vor allem am Anfang sträubten sich die meisten eher dagegen. Offensichtlich war es auch bei seinem aktuellen Patienten so. Als jetzt klar war, dass er an der richtigen Adresse war streckte er dem jungen Kerl seine Hand entgegen und hoffte doch darauf, dass diese geschüttelt wurde. Ein Lächeln huschte über seine Lippen. Offensichtlich hatte da jemand den Briefkopf aufmerksam gelesen, denn die meisten Heiler hatten schließlich keinen Doktortitel. Das lag aber nur daran, dass die wenigsten bei de Muggelnstudierten und die meisten einfach im Mungos ausgebildet wurden. Alfie war halt irgendwie anders als die meisten hier und schon wieder drohte er sich in irgendwelchen Gedankengängen zu verstricken und zwar in Gedankengängen darüber ob ein Medizinstudium bei den Muggeln als Heiler überhaupt Sinn machte. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass man als reiner Heiler mit dem Zauberstab mehr erreichen konnte, doch mit voller Konzentration konnte er sich diesem Thema nicht widmen, da er natürlich sehr neugierig auf den Hogwartsschüler vor seiner Nase war. Er musste so viel wie möglich über ihn herausfinden und dieser Drang war schon in Alfies persönlichen Einstellungen zu Menschen verankert.
Erst als er seine Konzentration wieder auf den Lee richtet stellte er fest, dass dieser ziemlich abgelenkt schien. Einige andere Patienten schienen ihm mit ihrem Elend ziemlich zu schaffen machen und es schien ihm nicht allzu leicht zu fallen das zu verbergen, wobei er sich doch bemühte. Der Lee konnte aber nicht ganz sicher sein, immerhin kannte er sein Gegenüber quasi noch gar nicht, auch wenn er sich mittlerweile schon daran gemacht hatte unauffällig Informationen zu sammeln, indem er beispielsweise der Kleidung seines Gegenübers große Bedeutung schenkte. Kleidung konnte eine ganze Menge über einen Menschen verraten und ebenso viel verschweigen.
“Natürlich.“ Erwiderte er und wendete seine Aufmerksamkeit vom Hemdkragen seinen Patienten auf dessen Gesicht, um einen bittenden Gesichtsausdruck festzustellen. “Einmal bitte hier entlang.“ Sagte der Heiler und machte sich daran vor zu gehen. Es war nicht besonders weit zu seinem Büro und im Wesentlichen ging es ein und denselben Gang entlang. “Wenn Sie Durst oder Hunger haben, dann kann ich ihnen jederzeit etwas organisieren.“ Informierte er Mr. Montrose fröhlich und summte ein wenig vor sich hin. Er war nicht unbedingt unbeliebt bei den Helferinnen und Helfern auf der Station und auch die Heiler mochten ihn eigentlich alle ganz gerne und so war es nicht schwierig jegliche Nahrung für seine Patienten zu besorgen. Einige Sachen hatte er auch in seinen eigenen Vorräten, denn es gab genug Patienten, die sich davon beruhigen ließen, wenn sie etwas zwischen den Zähnen hatten, wobei das nicht überhand nehmen sollte. Sonst wurden seine Patienten vor allem fett, aber nicht gesund. Er summte ein wenig vor sich hin, als wäre er in Gedanken wo ganz anders, aber eigentlich drehten sich seine Gedanken ganz um den Kerl, der hinter ihm lief. Er öffnete die Türe zu seinem Büro und hielt sie für seine Begleitung offen. Er hatte einfach das Bedürfnis heraus zu finden was in dem Kopf des Blondschopfs vorging und was genau passiert war, denn er hatte keine genaue Ahnung davon nach dem Gefasel, dass sein Chef als Bericht bezeichnet hatte. “Suchen sie sich ein Plätzchen aus.“ Schlug er vor. Irgendwie gaben ihm solche Momente immer das Gefühl er würde den Raum präsentieren. So nach dem Motto ‚dies könnte der Ort werden wo sie zum ersten Mal über alles sprechen und Schlüsselmomente verbringen‘. dann fühlte er sich ein bisschen wie ein Verkäufer und Vertreter und wenn der Moment vorüber war, dann war er froh, dass er bloß Psychologe mit Heilerqualitäten war und der Raum hell und freundlich wirkte. Vielleicht gefiel dem ein oder anderen die Unordnung nicht, aber man konnte ja auch einfach behaupten das hier wäre Therapie für jeden mit Ordnungszwang.
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