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 Lysander riddles very prettily

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Rubina Rain


PRETTY CLEVER EAGLE
PRETTY CLEVER EAGLE
NUMMER ZWEI
MADEMOISELLE HERZSCHMERZ


ONCE THERE WERE SWEET POSSIBILITIES I COULD SEE JUST FOR ME, NOW ALL MY DREAMS ARE JUST MEMORIES FATED NEVER TO BE. IT'S SUCH A SHAME, I'M SUCH A SHAM.
NO ONE KNOWS WHO I AM


12.09.14 21:19 © Rubina Rain



Lysander riddles very prettily

BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Rubina fühlte sich irgendwie schuldig. Wie jeden Abend war sie, wie es sich für eine Vertrauensschülerin gehörte, zu ihrem letzten Kontrollgang aufgebrochen, bevor sie selbst ins Bett schlüpfen konnte. Zwar war es nicht immer eine sehr angenehme Aufgabe durch die Dunkelheit zu schleichen, doch Rubina erfüllte stets gewissenhaft ihre Pflicht. Außerdem war es doch auch mal nett, alleine durch die Gänge zu gehen und in ihrem Fall sogar ohne die Angst, dass Pringle sie um diese Uhrzeit erwischen würde, da sie ja nur ihre Pflicht tat. Sie konnte nicht verstehen wie irgendjemand überhaupt auf die Idee kam nach der angegebenen Bettzeit auf den Korridoren ohne Befugnis herumzulaufen, während der berühmt-berüchtigte Pringle seine Streifzüge tat. Pringle mit seinem schnellen Gang und seinem widerlichen Grinsen war der Ravenclaw unheimlich und sie konnte sich nicht vorstellen, dass jemand es riskierte, von ihm erwischt zu werden, nur um ein wenig auf den Gängen herumzulaufen. So interessant waren die Flure ja wohl auch nicht.

Und so verstand sie wohl auch Buchanan Rosier nicht ganz. Als vor einigen Tagen Beery die Schüler des Theaterklubs paarweise zusammengelegt hatte, war Ruby mit Buck zusammengekommen. Sie war augenblicklich sehr erleichtert gewesen, als die Wahl auf den Slytherin fiel. Dabei war es gar nicht so entscheidend, dass sie den Buck, den sie im Theaterklub kennengelernt hatte, ganz nett fand und mit ihm sogar irgendwie befreundet war, sondern der Punkt, dass Buck einer war, der auch schauspielern konnte. Sie wollte nicht schlecht über andere reden, aber einige Mitglieder des Theaterklubs brauchten dringend noch ein wenig Übung und Rubina mochte es gar nicht, wenn sie mit jemandem üben musste, der emotionsvolle Passagen vortrug, als würde er sich in einem Interview befinden, in dem es um Flubberwürmer ging. Buck war allerdings sehr gut, also hatte sie sich darüber gefreut, dass sie mit ihm zusammenarbeiten musste.

Im Klub behandelten sie momentan Shakespeares Sommernachtstraum und sowohl Ruby als auch Buck hatten beide einen Auszug des zweiten Aktes in die Hände gedrückt bekommen, in dem es um eine kleine Szene zwischen Hermia und Lysander ging. Es war nur eine einfache Szene, nichts Großes. Es war die Szene in der Hermia und Lysander sich im Wald schlafen legen wollten und Hermia darauf bestand, dass er ihr nicht zu nah lag, wobei Lysandar ihr seine aufrichtige Liebe beteuerte.

Dass sie allerdings nun hier zusammenstanden, war wahrscheinlich Rubinas Schuld. Natürlich hatten sie die Szene schon des Öfteren geübt, aber morgen sollten sie diese schon vortragen. Dabei war nun Ende Mai, was bedeutete, dass die Prüfungen bald anfingen. Natürlich machte sich Ruby verrückt, denn in einigen Tagen würde sie ihre ZAGs ablegen müssen und sie konnte es nicht ändern, dass sie nun jeden Tag noch länger an den Hausaufgaben saß, um sicherzugehen, dass sie alles verstanden hatte. Nebenbei plante auch der Chor eine letzte Aufführung und der Tagesprophet musste noch einige wichtige Artikel herausbringen, die zeitlich begrenzt waren, sodass Rubinas Zeitplan wahrlich überfüllt war. Kimberly hatte sich schon beschwert, dass sie Rubina ja überhaupt nicht mehr zu Gesicht bekam, aber sie wusste auch, dass Rubina die ZAG-Prüfungen sehr ernst nahm. Aber der Ravenclaw würde es auch nie in den Sinn kommen, eine der AGs abzuwählen, denn sie machten ihr viel zu viel Spaß. Lieber verbrachte sie ihre Zeit nach dem Unterricht singend oder schauspielernd.

Doch dies war auch der Grund gewesen, warum sich Buck und Rubina noch nicht ausreichend genug mit ihrem Auszug befasst hatten. Die Ravenclaw konnte ihren Text natürlich schon inn- und auswendig, aber das Zusammenspiel zwischen ihr und dem Slytherin musste natürlich auch perfekt zusammenpassen. Der einzige Ausweg war also nur noch gewesen, dass die Zwei sich noch mal während Rubinas Kontrollgang trafen und dann ihren Auszug gemeinsam probten, was der Ravenclaw nicht unbedingt gefiel, denn sie mochte es nicht, gegen Anordnungen zu verstoßen. Vor allem, weil sie nun befürchtete, dass hinter jeder Ecke der Hausmeister lauern konnte. Doch der Slytherin schien diese Angst nicht zu teilen und wenn doch, würde sie es eh nicht merken. Auch er war ein Schauspieler.

Da ihr der Theaterklub jedenfalls unheimlich wichtig war, stand Rubina hier nun in einem der dunklen Gänge und blickte noch einmal in die Schatten, um sich zu vergewissern, dass die unförmige Dunkelheit dort drüben nicht doch Pringle war. Ihren Zauberstab hatte sie in ihrem Schulumhang versteckt, denn er störte nur beim Schauspielern und so wandte sie sich Buchanan zu, dessen Gesicht sie noch gut erkennen konnte, da ihre Augen sich nun schon an die Dunkelheit gewöhnt hatten. "Dann lass uns anfangen, bevor man merkt, dass ich meinen Kontrollgang nicht wirklich durchführe", sprach sie mit leiser Stimme, die aber noch laut genug war, um nicht als Flüstern zu gelten. Manchmal musste sie die Kontrollgänge mit anderen Vertrauensschülern durchführen, sodass es niemanden verwundern sollte, wenn man noch einige Stimmen in diesem Flur hörte, weswegen sie auch noch ein wenig proben konnten. Aber sie würde ihr Glück nicht herausfordern und rumschreien, was das Libretto zum Glück auch nicht von ihr forderte.

"Fangen wir bei 'Kaum tragen durch den Wald Euch noch die Füße' an?", fragte sie höflich, obwohl natürlich klar war, dass sie bei diesem Satz anfangen mussten. Aber irgendwie mussten sie ihn ja dazu auffordern, zu beginnen. Kurz zuckte Ruby zusammen und sie blickte sich rasch um, als sie das Gefühl hatte, als würde sich etwas am Rande ihres Sichtfeldes bewegen, doch erleichtert stellte sie fest, dass es nur ein Wandteppich war. Tief atmete Ruby ein und aus und schloss dann für einen Moment die Augen, um sich auf ihre Rolle zu konzentrieren. Jetzt war keine Zeit, um Angst zu haben.
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Gast


Gast

12.09.14 22:52 © Gast

Die Liebe deute, was die Liebe spricht 
h meinte nur, mein Herz sei Eurem so verbunden,
Daß nur ein Herz in beiden wird gefunden.

RUBINA & BUCHANAN
END OF MAY 1942. *klick*


Das der Theaterclub ihm sehr am Herzen lag war ein Geheimnis was er nur mit dessen Mitgliedern und dessen Leitung teilte. Nur das es sich bei gewisser Leitung gleichzeitig auch um so etwas wie seinen, wie sollte er es geschickt ausdrücken, gleichzeitig auch um seinen Mentoren handelte und zur selben Zeit wohl das Ohr zu dem er am aufrichtigsten sprach. Dabei durfte natürlich nicht vergessen werden, dass der Slytherin stets ehrlich war, jedoch nur selten ein Gespräch über etwas anderes als Oberflächlichkeiten führte. Auch wenn man auf der Bühne und während der Proben viel seiner selbst erkennen konnte, so versteckte er dennoch einen Großteil von sich, ja beinahe alles. Sehr zum Leidwesen des genannten Professors. Doch dieser schaffte es immer wieder die Wahrheit aus ihm heraus zu kitzeln und in den wohl unpassendsten Situationen eine Thematik ansprach die normalerweise niemals Teil eines Gespräches wäre. Der Dunkelhaarige bemerkte mehr und mehr, dass Beery mehr über seinen Schüler wusste, als diesem lieb war.
Das die Fragen auch immer persönlicher wurden, ignorierte er meist und versuchte damit stets den persönlichen Themen auszuweichen.

Von jenem Club aus hatte er so manche Bekanntschaft geschlossen die ihm gefiel. Darunter auch zu dem Reinblut Rubina Rain, zu der er sonst geringen Kontakt pflegte, nun aber einen besseren. Doch außerhalb der kleinen Treffen zeigte er sich selten an der Seite eines Mitgliedes und blieb zumeist allein oder mit den Schülern seines Hauses verbunden. Das war am einfachsten und sorgte selten für Fragen.
Mit besagter Rain musste er nun eine Szene ausüben und war sogar froh darüber, dass sie seine Partnerin war. Es hätte ihn weitaus schlimmer treffen können und vor allem zeigte Rubina ein gewisses Talent für Szenen und wusste wie man einen Perfektionisten wie Buck nicht zur Weißglut trieb. Denn mit so manchem Schüler an seiner Seite konnte er nicht wirkliche geduldig sein und zeigte dann auch offener seine Frustration, bis er schließlich irgendetwas sagte um das winzige Selbstbewusstsein seines Gegenübers zu demolieren. Bis dieser sich bei Beery beschweren würde. Ein scheinbar kaum veränderlicher Kreislauf, der nur aufgehalten wurde durch einen talentierten Partner an seiner Seite, so wie die Ravenclaw.

Es gab nur ein Problem bei seiner Mitschülerin. Ihr beständiges Lernen für ihre Prüfungen sorgten dafür, dass er und sie nicht dazu kamen einander wirklich über den Weg zu laufen und die Szene tatsächlich einzuüben. Weswegen er eines Abends einfach auf sie zukam und ihr sagte, dass sie während ihrer nächtlichen Runde lernen könnten. Denn Rosier fürchtete sich nicht vor Pringle, die wenigen Dinge die ihm einen Schauder über den Rücken führen konnten, waren alle für die meisten Schüler unvorstellbar, weswegen er sie für sich behielt.
Deswegen hatte er auch keine Angst davor gehabt in einer solchen Nacht durch die Flure zu laufen. Schließlich war es nicht das erste Mal das er es tat.
Während er nach dem Essen noch lange Zeit seinen Text durchgegangen war, war er wenige Stunden später wieder unterwegs. Dabei trug er nur das Hemd und hatte die Krawatte schon beiseite gelegt, dass sie ihn nicht einengen würde. Die dunkle Hose wies keine Falten auf, ebenso zeigten die dunklen Schuhe von der Wertschätzung seines Besitzers. Die Haare saßen weniger gekämmt als noch in den Morgenstunden und zeichneten durchaus den anstrengenden Tag wieder. Ebenso wie es die Augenringe unter seinen Augen taten, die von einer weiteren schlaflosen Nächten zeugten. Auch wenn er diese noch so gut verstecken wollte, kamen sie immer wieder zum Vorschein. Gedankt war es wohl nur der Magie, dass er noch keine Schwierigkeiten bekommen hatte.
Sich immer in den Schatten der Flure bewegend schlich er von einem Gang zum nächsten, ehe er am ausgewählten Punkt zum stehen kam. Als Rubina ihm gegenüber stand blickte er in ihr Gesicht, den Ausdruck etwas unterkühlt und nickte auf ihre Worte hin. ,,Fürchtest du dich etwa vor Konsequenzen?'', fragte er sichtlich amüsiert von ihren Worten und ihrer Vorsicht. Das Licht reichte vollkommen aus, auch wenn sie Beide, seiner Meinung nach, in einem der leeren Klassenräume hätten sitzen können und dort üben können. Schließlich schien Pringle überall doch, doch hatte der junge Mann vor diesem keine Furcht.  Das er Rubina das Du anbot war für ihn keine Selbstverständlichkeit. Buck war an und für sich jemand der in einem Du nur schnell den Weg zu einem Kosenamen sah und Kosenamen verabscheute er nur noch mehr als das Duzen.

Ihre Frage, auch wenn sie mehr der Rhetorik galt, sorgte dafür, dass er nickte. Einen kurzen Moment brauchte er noch um sich zu sammeln und vor allem um in sein liebstes Werk von Shakespeare hinein zu finden. Schließlich war Lysander eine der Rollen die ihm gefallen hatten und ihm in dem Stück, ein Mitsommernachtstraum besonders in Erinnerungen geblieben gewesen waren.
Vorsichtig richtete er sich auf, setzte sein süßestes Lächeln auf und bedachte Rubina mit einer gewissen Sorge und Zuneigung die niemals aus einem anderen Grund als dem Theater den Weg in seine Augen gefunden hätte. Denn mit Sicherheit hatte er noch keine Frau der Welt mit solch liebevollen Blick bedacht wie die Brünette in diesem Augenblick.
,,Kaum tragen durch den Wald Euch noch die Füße,
Und ich gesteh es, ich verlor den Pfad.
Wollt Ihr, so laßt uns ruhen, meine Süße,
Bis tröstend sich das Licht des Tages naht
'', zitierte er mit lieblicher Stimme und bedachte sie erneut mit diesem Blick, beinahe als würde er sich tatsächlich um die Verfassung seiner Geliebten sorgen. Erwartungsvoll schaute er ihr entgegen. Normalerweise war er wohl niemand, der Anderen einfach Vertrauen entgegen sprach, doch in diesem Falle war es anders. Er brachte Rubina volles Vertrauen entgegen was die Rolle betraf, merkwürdigerweise glaubte er, dass sie all das genauso ernst nahm wie er. Das es ihr ebenfalls wichtig war und sie mehr Bedeutung in das Theater legte als die meisten ihres Alters.
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Rubina Rain


PRETTY CLEVER EAGLE
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ONCE THERE WERE SWEET POSSIBILITIES I COULD SEE JUST FOR ME, NOW ALL MY DREAMS ARE JUST MEMORIES FATED NEVER TO BE. IT'S SUCH A SHAME, I'M SUCH A SHAM.
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13.09.14 14:55 © Rubina Rain



Lysander riddles very prettily

BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


An seinen Umgangston, stets höflich, aber meistens mit einer unterschwelligen Doppeldeutigkeit belegt, hatte sich Rubina schon lange gewöhnt. Viel wichtiger war es für sie, dass er, und das als Mann, mit ihr per du sprach. Zwar waren Umgangsformen auch für die Ravenclaw sehr wichtig, aber sie wusste, dass der Slytherin nur selten das persönlichere Wort in den Mund nahm, sodass sie es sehr schätzte, dass sie sich bisweilen etwas gelockert unterhalten konnten, ohne bei jedem Satz aufzupassen, dass auch stets die richtigen Höflichkeitsfloskeln verwendet wurden. Sie kannte zwar die richtigen Umgangsformen, immerhin war sie gut erzogen, doch war es für sie etwas sehr Besonderes, wenn man mit ihr sprach und darauf verzichtete. Sehr bedeutungsschwer.

Natürlich fürchtete sich Rubina vor den Konsequenzen und vor allem fürchtete sie sich vor Pringle. Aber Letzteres konnte man sehr einfach nachvollziehen, wenn man sich die verschiedenen Erlebnisberichte ihrer Klassenkameraden anhörte. Er schien ein grausamer Mann zu sein und sie wollte sich gar nicht vorstellen, was passierte, wenn jemand mitbekam, dass sie hier ihre Position nicht so wahrnahm, wie sie sollte. Sicher würde der Schulleiter ihr die Position sofort entziehen und sie als Strafe dem Hausmeister übergeben. Bei dem Gedanken schüttelte es sie. "Nun, der Schulleiter hat mir ein gewisses Vertrauen entgegengebracht und ich lege eigentlich keinen so großen Wert darauf, dieses Vertrauen zu missbrauchen", antwortete sie ruhig und gefasst. Ihre Angst wollte sie nicht zeigen.

Sie lächelte, als er ihr zunickte, und stellte sich dann vor, dass sie Hermia war und mit ihrem Liebsten durch den Wald ging. Die Wandlung, die in Buchanan von einem Moment auf den anderen vorging, war aber jedes Mal sehr erstaunlich. Seine Ausdruckslosigkeit und eher kalte Miene verschwand und stattdessen traten Wärme und Zuneigung auf seinen Zügen, die so echt wirkten, dass Rubina einen Moment stockte. Seine Miene zeugte von unendlicher Liebenswürdigkeit, doch trotzdem behielt sie im Hinterkopf, dass dies nur eine Rolle war. Er war nicht mehr der Slytherin, den sie kannte. Jetzt war er Lysander und sie war seine Hermia, die er über alles liebte. Auch Rubinas eher angespannten Gesichtszüge entspannten sich und sie blickte Lysander mit der größten Zuneigung an, die sie kannte. Unweigerlich kam ihr der Name eines gewissen Ravenclaws in den Sinn und sie wünschte sich, dass er sie mit einem solchen Blick wie Buck betrachten würde. Aber sie hatte Jensen ja auch noch nicht von ihren Gefühle erzählt und vielleicht war er ja noch selbst zu unsicher, um ihr zu sagen, was er fühlte.

Nun betrachtete sie Buck und spürte, wie ihr Herz ein wenig schneller schlug. Sie konnte es nicht vermeiden, denn immer wenn sie eine Rolle annahm, spielte ihr Körper mit. Sie konnte das Schauspiel nicht nur auf ihre Mimik beziehen und zudem wäre das eigentlich auch ziemlich schlecht für eine Schauspielerin. Mit Liebe blickte sie in Lysanders Gesicht, doch blieb sie einige Schritte von ihm entfernt, ein wenig reserviert. Als Hermia blickte sie sich kurz um, sah Bäume, Blumen und Büsche und sprach dann ihre Worte:
"Ach ja, Lysander! sucht für Euch ein Bette;
Der Hügel hier sei meine Schlummerstätte."

Nicht zu nah sollte er ihr kommen, denn trotz ihrer Liebe zu ihm war sie noch nicht bereit dazu, mit ihm ein Bett zu teilen.

Ein leises Geräusch, vielleicht ein Klacken oder auch nur Einbildung, drang in ihre Ohren, doch sie war noch zu sehr in die Rolle vertieft, um es wahrzunehmen.
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Gast


Gast

14.09.14 14:19 © Gast

Die Liebe deute, was die Liebe spricht 
Ich meinte nur, mein Herz sei Eurem so verbunden,
Daß nur ein Herz in beiden wird gefunden.

RUBINA & BUCHANAN
END OF MAY 1942. *klick*

,,Dann lass mich dir versprechen, dass ich nicht derjenige sein werde mit dem du dieses Vertrauen brichst'', meinte er nachdenklich und versuchte mit diesen Worten vor allem sie zu beruhigen. Zwar wollte sie nicht zeigen, dass sie sich fürchtete. Jedoch war es leicht zu erkennen, dass sie es tat. Was wohl vor allem daran lag das es nur wenige in ihrem Alter gab die sich nicht vor den grimmigen Blicken des Hausmeisters fürchteten. So musste er, gleich aus mehren Gründen, zumindest versuchen so zu wirken als würde er verstehen was in ihr vorging.  Schließlich wollte er nicht, dass sie wenn sie nun zusammen probten Beide verschiedenen Gedanken nachgingen. Nur ungern würde er nun in den Augen seiner Hermia die Angst vor Pringle und dessen boshaften Taten sehen. Wobei er selbst wohl nur daran gedacht hätte, dass sie das hier schneller beenden sollten als sie es brauchten. Vor allem der Perfektionist sprach in diesen Fällen aus Buchanan. Er wusste, dass Perfektion seine Zeit verlangte und genau deswegen standen sie einander gegenüber. Bei allem was er tat achtete er beinahe akribisch darauf, dass es das bestmögliche war was er erreichte. So also auch beim Theater.

Während er nun alles andere was nicht mit dem Stück nicht konform ging ausblendete, lächelte Rubina ihn noch einen kurzen Moment entgegen. Schließlich sprach er die leisen Worte und konnte nun auch die Veränderung auf ihren Zügen entdecken. Während die Liebe zwar auf ihren Zügen einen Platz fand, so entdeckte er ebenso wie sie ein Stück von ihm wich und das dem Lysander in ihm einen leichten Stich versetzte. Er wollte ihr nah sein, seiner Hermia und das für immer. Nur ihre Nähe war das was für ihn eine Rolle spielte und so machte er schon nach ihren wenigen Worten ein paar Schritte auf sie zu. Lysander vermochte nicht zu glauben warum sie ausgerechnet Abstand zu ihm hielt, warum sie ihn auf Entfernung wissen wollte, wo ihre Liebe doch so greifbar und echt wäre, dass es außer Frage stand was er tatsächlich für sie fühlte.

Ein wenig Unverständnis machte sich in ihm breit, dass sie seine Aufrichtigkeit in Frage stellte und so schürzte er einen Moment die Lippen, ehe er sich sammelte.
,,Ein Rasen dien als Kissen für uns zwei:
Ein Herz, ein Bett, zwei Busen, eine Treu.
'', murmelte er, dabei das leise Geräusch welches aus der Ferne erklungen war ignorierend. Das Klacken gehörte nicht zur Szenerie, die warme Nacht in der sich die Beiden eigentlich begegneten war voll von Gerüchen und Geräuschen die alle keinen Platz im Schloss fanden, aber andersrum ebenso. Deswegen hielt er seinen Blick liebevoll auf seiner Hermia und hoffte, dass sie denn nun verstehen würde, dass sich kein unflätiger Gedanke in ihm rührte sondern nur seine Zuneigung zu ihr aus ihm sprach.

Doch das Geräusch was er eben schon vernommen hatte wurde lauter. Dazu ein leises Schnarren und ein Laut der einem Husten glich. Die Lieblichkeit verschwand aus dem Ausdruck des Rosiers und alle Fasern seines Körpers schienen sich anzuspannen. Seine Brauen zogen sich leicht zusammen und er griff nach Rubinas Hand, mehr aus dem Reflex heraus sie zur Seite zu ziehen und sie tatsächlich in eine andere Richtung zu drängen. Das raue Husten was erklungen war konnte nur einem gehören, konnte den Ursprung nur von einem Mann her nehmen. Und wenn dem so wäre, dann hätten sowohl der Slytherin als auch die Ravenclaw mit Sicherheit Ärger an den Fersen mit dem sie nicht umgehen konnten.
Kurz schnellte sein Blick zu dem was hinter ihnen lag, ebenso wie das was von dort auf sie zukam oder eher zu hinkte. Nachdenklich glitten seine Gedanken umher und blieben letztlich an der Dunkelhaarigen liegen. ,,Das sieht nicht gut für uns aus Hermia'', flüsterte er und musste ein leises Lachen unterdrücken, ehe er sie mit sich weiter in den Gang zog. Weiter vorne kannte er zwei Geheimgänge, denn das wenig entfernte Bad der Vertrauensschüler wäre wohl kaum eine Lösung, schließlich kannte er das Passwort nicht. Sein Blick blieb an der Statue hängen und glitt dann zu seiner Begleiterin. Nur weil er es nicht kannte, schien das ganze noch lange nicht aussichtslos, oder?

Schließlich blieb er bei der Statue stehen, schenkte ihr einen Blick der nicht eindeutiger gekonnt hätte und nickte ihr dann zu. Denn sie kannte das Losungswort. Würde sie allerdings eine bessere Idee haben, dann wäre der junge Mann auch sicherlich dafür offen, nur müsste sie sich damit beeilen und nicht allzu lange hadern. Noch vorhin hatte er ihr gesagt, dass er nicht der Grund sein würde wegen dem sie ihre wichtige Position verlieren würde oder überhaupt in Gefahr sehen müsste, dieses Versprechen wollte er halten.
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Rubina Rain


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14.09.14 15:46 © Rubina Rain



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BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Rubina nickte, als er ihr ein Versprechen gab. Zwar konnte er es wahrscheinlich nicht wirklich verhindern, wenn tatsächlich jemand auftauchen würde, aber trotzdem beruhigten seine Worte die Ravenclaw, da sie wusste, dass Buchanan ein Mann der Ehre war und somit sein Wort halten würde - oder zumindest versuchen würde, es zu halten. Also versuchte sie ihr klopfendes Herz zu beruhigen und blendete alles aus, dass mit ihrer Angst zu tun hatte, um sich richtig auf ihre Rolle zu konzentrieren. Doch ihr Herz blieb nicht ruhig, sondern hüpfte weiterhin auf und ab, was allerdings nicht mehr durch irgendeine Angst vor irgendwelchen Hausmeistern ausgelöst wurde, sondern vielmehr von ihrem Gegenüber. Sie liebte Lysander innig und doch wollte sie auch eine gewisse Grenze nicht überschreiten.

Als Lysander einige Schritte auf sie zuging, wich sie instinktiv zurück, doch ihr Herz beschleunigte sich und ihr Atem wurde schwer. Sie liebte ihn, doch sie zweifelte an den Intentionen, die hinter seiner Handlung steckten und sie wollte ihm nah sein, doch zweifelte an seiner Aufrichtigkeit. Sie spürte, wie Wärme von seinem Körper ausging, was er für eine betörende Wirkung auf sie hatte, doch sie konnte nicht verhindern, dass auch ein wenig Furcht sich in ihr Herz schlich, die durch seine Worte nur bestärkt wurde. Sie wusste, dass sie ihm vertrauen sollte, doch seine Worte klangen in ihren Ohren so falsch. "Ich bitt Euch sehr! Um meinetwillen, Lieber!", brach sie hervor, ihr Atem schwer, die Worte ein leises Flüstern. Röte schlich sich in ihre Wangen. Konnte er es nicht verstehen? "Liegt nicht so nah! Liegt weiter dort hinüber!" Sie blendete jegliche Geräusche aus, die nicht zur Szenerie gehörten, denn sie war nicht mehr Rubina Rain und Hogwarts war so weit entfernt. Sie war Hermia und sie konnte sich auf nichts anderes mehr konzentrieren als auf ihren Lysander, den sie so sehr liebte und der doch in diesem Moment gar bedrohlich schien.

Sie wollte noch einen Schritt zurückmachen, ein wenig Abstand zwischen sich und Lysander bringen, als Verwirrung sie zum Stehen brachte. Lysander veränderte sich, die Liebe aus seinen Zügen wich und stattdessen trat ein ganz anderes Gesicht zum Vorschein. Ein Gesicht, das nicht in diesen Wald und dieses Leben passte. Ihr Kopf schwirrte, als sie langsam in die Realität zurückkehrte, nicht wirklich verstehend, was vorgefallen war. "Was?", konnte sie nur hervorbringen, ihr Kopf noch schwer von den Gerüchen des Waldes und ihr Herz noch rasend vor Liebe und Leidenschaft. Hatte sie etwas falsch gemacht? Nein, Quatsch, das konnte gar nicht sein. Diese Szene hatte sich so echt und so real angefühlt und Hermia und sie waren eins geworden. Doch warum hatte sich Lysander ... nein, Buchanan, verändert? Er war zu gut, um so plötzlich aus der Rolle zu fallen.

Eine Hand schloss sich um ihren Arm und Ruby war nun noch verwirrter. Ihr Herz machte einen weiteren Hüpfer, doch sie konnte nicht sagen warum. In ihrem Körper war noch die Liebe, die sie für Lysander verspürte, doch ihr Kopf war voller Verwirrung. War es noch die Rolle, die sie spielte, die so empfand? War Lysander vielleicht gar nicht Buchanan und dies gehörte zu seinem Spiel? Er zog sie zu sich, glaubte sie, während die Wärme in ihrem Körper weiterhin pulsierte und sie sich doch vor der Berührung sträubte. Dann hörte sie es.

Erst ein leises Schaben, dann ein Husten und das Herz, das eben noch so vor Leidenschaft geschlagen hatte, verwandelte sich nun in ein rasendes Herz voller Angst. Nein, nein, nein!, wollte sie schreien, doch ihre Angst bohrte sich in sie und sie konnte nicht anders, als panisch über ihre Schultern zu blicken und ein leises Fiepen auszustoßen. Sie merkte, wie ihre Knie ihr nicht mehr ganz gehorchten, doch Buck zog sie, sodass sie nicht auf der Stelle zusammensackte. Wenn sie in diesem Moment einen klaren Gedanken hätte fassen können, würde sie sich für diese Schwäche schämen, aber die Angst lähmte nun jeden ihrer Gedanken. Bucks Worte ergaben für sie demnach keinen Sinn. Scherzte er da etwa gerade? Und doch spürte sie einen Schwall von Wärme, der sie überkam, als er ihren Namen sprach und sie ein Geräusch hörte, dass wie ein unterdrücktes Lachen klang.

Sie blieben vor einer Statue stehen, die Rubina augenblicklich erkannte und der Anblick war wie ein Schlag ins Gesicht. Ihre Gedanken wurden klarer und das Nicken des Slytherins bekräftigte die Ravenclaw in ihren Gedanken. Sie musste den Slytherin einfach nur irgendwo verstecken, dann wäre alles gut. Wenn sie nur alleine Pringle gegenüberstand, würden ihr und dem Slytherin nichts passieren, denn sie konnte sagen, dass sie ja nur ihre Pflicht erfüllte und einen letzten Kontrollgang vornahm. Und das war ja auch nicht ganz gelogen, da dies ja das war, was sie ansonsten immer um diese Uhrzeit in den Gängen tat. Trotzdem wurde ihr ein wenig übel, als sie an den Hausmeister dachte. Sie wollte ihm nicht gerne gegenübertreten, denn jedes Mal, wenn sie den Hausmeister traf, musste sie sich zwingen stehen zu bleiben und ruhig zu wirken, obwohl ihre Beine ihr immer das Signal gaben, so schnell wie möglich wegzurennen. Doch sie konnte es schaffen. Sie war immerhin Schauspielerin und sie hatte nichts zu befürchten, solange Buck außer Sichtweite war.

"Fliegenfisch", murmelte Rubina leise, versuchte es so auszusprechen, dass Buck es nicht verstehen konnte - immerhin war es auch ihre Pflicht, das Passwort geheim zu halten - und sah erleichtert, wie sich die Tür zum Vertrauensschülerbad öffnete. "Schnell, hier rein!", zischte sie dem Slytherin zu und wandte sich dann sogleich ab, um sich Pringle gegenüberzustellen und so zu tun, als würde sie nur den Kontrollgang durchführen. Hoffentlich würde der Slytherin keinen Unfug im Vertrauensschülerbad anstellen. Es war verboten, ihn da reinzulassen und sie hoffte, er war sich bewusst, dass sie ihm großes Vertrauen gegenüberbrachte.
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Gast


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14.09.14 18:34 © Gast

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RUBINA & BUCHANAN
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Langsamen Schrittes war er auf sie zugegangen, keinesfalls mit der Absicht sie zu kränken oder ihr in dieser Weise zu Nahe zu treten. Natürlich wollte er ihr näher kommen, doch nicht um sie dabei zu verletzen oder ihr gegen den Kopf zu stoßen. Er hatte nur ihre Nähe spüren wollen nach der er sich so sehr sehnte.
Die Worte schwer und leise wie ein Hauch der sein Ohr kaum zu erreichen mochte, sprach sie zu ihm. Wie von selbst stoppte er und kam keinen Schritt näher, auch wenn es genau das war was er begehrte. Die Röte auf ihren Wangen, am liebsten hätte er sie mit seinen Fingern von ihren gestrichen und spürte wie es ihm in den Händen kitzelte sie zu berühren. Dennoch verstand er ihre Bitte, auch wenn alles in ihm dagegen anstrebte sie zu verstehen und sich weigern wollte.

Doch es waren schließlich die Geräusche die den Rosier wieder ins hier und jetzt drängten. Das Bild um sie herum zerbrach und alles was blieb waren noch die letzten Blicke auf seine Hermia die er erhaschen konnte. Auf ihre leise Frage sagte er nichts, wobei es mehr auch ein Ausdruck der Verwunderung war als eine tatsächliche Frage. Seine Aufmerksamkeit lag ganz auf der Quelle der so unangebrachten Geräusche aus der Ferne, die jene Szenerie zerstört hatte. Während er bereits handelte und ihren Arm ergriff, schien seine Mitschülerin noch immer nicht zu verstehen was in den Slytherin gefahren war. Zumindest zeugten ihr Gesichtsausdruck und ihre Regungslosigkeit davon. Langsam zog er sie bereits auf sich zu, hoffte, dass sie erwachen würde und vor allem, dass sie es auch hörte was er vernahm.
Ihre ganze Miene veränderte sich plötzlich. Sie hatte es gehört. Den Blick zurückwerfend schien die Ravenclaw zu realisieren was passierte und wer genau ihre kleine Zusammenkunft zu zerstören drohte. Das nervöse Fiepen was sie von sich gab animierte den jungen Mann nur noch mehr zu handeln. Einer von ihnen Beiden musste es schließlich tun, es sei denn sie wollten ausgerechnet Pringle nun in die Arme laufen oder besser ihm in den Armen stehen. So zog er sie langsam immer weiter vorwärts wobei er merkte, dass ihre Füße sich nur langsam einer vor den anderen bewegte.

Sanft hatte er sogar zu ihr gesprochen, bevor er sie zu der Statue und dem dazugehörigen Bad geschoben hatte. Nun würde er jedoch ihre Hilfe brauchen und vor allem eine wirkliche Reaktion. Denn wenn sie nun wie angewurzelt stehen bleiben würde, würde es ihnen Beiden gar nichts bringen.
Doch Rubina handelte, Merlin sei Dank. Allein um ihr einen Gefallen zu tun tat er ein paar Schritte beiseite und hörte nicht hin als sie die Parole leise zu der Statue sprach, erst als sich dort etwas tat ging er langsam zu ihr zurück. Nun würde es gleich nur noch auf ihr Talent ankommen im passenden Augenblick eine Rolle zu spielen. Doch Buchanan fürchtete sich nicht davor, dass sie das falsch machen würde, schließlich hatte sie sich noch eben von einer äußerst unerwarteten Seite gezeigt. Vor allem aber einer talentierten Seite. Deswegen fiel es ihm so leicht auf sie zu vertrauen und das obwohl er normalerweise niemandem vertraute.
Die leisen Worte der Ravenclaw zauberten ihm ein schmales Lächeln auf die Züge. Er ließ ihren Arm los, ergriff kurz ihre Hand um diesen mit einem leichten Handkuss zu streifen, ehe er ins Bad eintrat. Die Tür schloss sich ebenso leise wie er gekommen war und einen Moment brauchte er um all das noch einmal zu verarbeiten. Doch schon als er den Raum trat, glitt ihm jegliche Anspannung vom Gesicht. Beinahe hätte er wohl gelacht als er auf einmal in einem von Hogwarts kleinen Geheimnissen stand.

Sein Blick glitt zu den weichen Handtüchern die am Rand lagen, ehe er mit langsamen Schritten zu der riesigen Wanne schritt die den Raum mit einer angenehmen Wärme füllte. Sein Blick wandte sich den edlen Wasserhähnen zu, aus denen das Wasser in das Becken plätscherte. Es roch nach den verschiedensten Düften, vor allem aber leicht blumig. Sein Blick richtete sich wieder auf die Tür durch die er gekommen war. Ob er nun hier stehen bleiben sollte und einfach warten sollte? Mit Sicherheit würde es nicht allzu lange dauern bis der Störenfried wieder seiner Wege zog und die Schülerin zurückließ.
Doch da Rosier so lange nicht einfach die Beine in den Bauch stehen wollte, setzte er sich nahe des Wannenrandes auf den Boden. Langsam zog er mit seinem Finger leichte Bahnen innerhalb des Wassers, glitt dabei aber immer wieder mit seinen Blick ab zurück zur Tür. Beinahe erwartungsvoll als würde er tatsächlich wie Lysander auf seine geliebte Hermia warten. ,,Ich bitt Euch sehr! Um meinetwillen, Lieber!'', murmelte er ihre vorhin gesprochenen Worte und schloss die Augen. Der Arme Lysander, so leicht scheint das Leben für ihn nicht zu spielen. Hätten er und seine Geliebte lieber von Anfang an klar darüber gesprochen was sie wollten, wäre alles so viel einfacher gewesen. Obwohl.. An sich konnte der junge Mann nicht einmal behaupten, dass dies stimmte. Bisher war er selbst Anderen immer mit Ehrlichkeit entgegen gekommen, doch auch er war seinen Zielen nur wenig weiter und Vertrauen tat ihm ebenso niemand. Das Leben spielte in komplizierten Zügen die er nicht verstand.
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Rubina Rain


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14.09.14 20:03 © Rubina Rain



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BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Diese lähmende Angst war ein grausames Gefühl, doch zum Glück war Buchanan geistesgegenwärtig genug, um zu handeln. Rubina konnte es zunächst nicht, denn sie hatte noch nie derart gegen Regeln verstoßen und in ihrem Kopf malte sie sich tausend Szenarien aus, die nun geschehen könnten. Und immer wieder sah sie sich in einem dunklen Verlies und der Hausmeister ihr gegenüber, während ein hämisches Grinsen sein faltiges Gesicht in noch größere Furchen legte. All die Schauermärchen ihrer Klassenkameraden fielen ihr ein und vermischten sich mit Märchen und Gesichten aus Büchern, die sie gelesen hatte und bei denen viele Erwachsene den Kopf schütteln würden, da sie den Gedanken hatten, dass solche Bücher zu erwachsen für kleine Mädchen waren. Doch wenn sie in Büchern von grausamen Dingen las, fürchtete sie zwar stets mit den Charakteren mit, grenzte es aber komplett von ihrem wirklichen Leben ab, sodass sie keine Angst vor solchen Büchern hatte. Aber jetzt, wo sich dies alles mit der Realität vermischte, konnte die Ravenclaw vor Schreck und Anspannung nichts tun.

Zum Glück konnte sie aber eins tun - den Slytherin verstecken und damit müssten sich die Probleme doch in Luft auflösen. Sie hatte nichts mehr zu befürchten, wenn er erst einmal im Vertrauensschülerbad war. Ruby war Buchanan sehr dankbar darüber, dass er außer Hör- und Sichtweite trat, als die Ravenclaw das Passwort nannte und warf ihm auch eben diesen Blick zu. Als sie in sein Gesicht blickte, sah sie keine Angst, wie sie in ihrem Blick offenkundig zu lesen war. Auch dafür war Rubina dankbar, denn wenn er keine Angst zeigte, musste er ihr vertrauen und dies war so sehr beruhigender als alles andere. Wie sie ihm geheißen hatte, näherte er sich der Tür, um in das Bad einzutreten, nahm dann aber ihre Hand und küsste sie. Die Berührung war kaum wahrzunehmen, fast wie ein Windhauch, doch Ruby spürte die Hitze, die dieser Kuss auf ihrer Haut hinterließ, dort, wo er sie gestreift hatte. Sie nahm noch sein Lächeln war, dann verschwand er im Vertrauensschülerbad und die Tür schloss hinter ihm. Kurz flackerte wieder Verwirrung in ihr auf, als sie über den Handkuss nachdachte. Natürlich war es nur eine Höflichkeit, doch dieser Moment war weder eine Begrüßung noch ein Abschied und ansonsten war der Handkuss doch nur eine Form der Ehrerbietung. Doch darüber würde sie nachdenken können, wenn die Gefahr vorüber war, denn die Schritte des Hausmeisters näherten sich weiterhin.

Rubina ging einige Schritte von der Tür hinweg, sie wollte den Hausmeister ja nicht direkt darauf hinweisen und tat so als würde sie ganz normal den Gang ablaufen. Sie atmete tief ein, als sie merkte, dass sie sich mit jedem Schritt dem Hausmeister näherte, doch sie musste Ruhe bewahren. Sie war eine Schauspielerin und sie würde ihre Rolle spielen. Sie war nicht mehr die verängstigte Rubina Rain, sondern die Vertrauensschülerin von Ravenclaw, die nur ihrer Pflicht nachging. Ihr Herz schien das nicht so ganz zu glauben, pochte es denn so schnell wie eh und je, doch sie zwang ihren Atem sich zu beruhigen.

Ihre Knie waren weich, doch Rubina schritt mit regelmäßigem Gang den Flur entlang, ihre Miene war nun blank und entspannt, als wäre nie etwas geschehen, auch wenn ihr Inneres aufgewühlt war. Der Lichtschein einer Lampe war am Ende des Flurs auszumachen und Rubinas erster Instinkt war, diese ganze Unternehmung abzubrechen und sich irgendwo zu verstecken, aber das wäre das Dümmste, was sie machen konnte. Sie war Pringle schon mal auf ihren Kontrollgängen begegnet und es war bisher noch nie etwas passiert, doch damals hatte sie auch nicht solche Schuldgefühle. Einen Moment lang überlegte sie, dass sie nun die Macht hätte, Buchanan in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen, aber es war nur ein Gedanke, über den sie nicht wirklich nachdachte. Der Slytherin konnte ihr vertrauen.

Die Schritte kamen immer näher, der Lichtschein der Lampe wurde immer heller und Rubina blieb stehen, als sie Konturen des humpelnden Hausmeisters ausmachen konnte. Doch es war ein lockeres Stehen bleiben, ganz so, wie sie es gemacht hätte, wenn es ein anderer Flur und eine andere Zeit gewesen wäre. "Guten Abend, Sir", grüßte Rubina höflich und war beinahe selbst überrascht, wie ungezwungen und entspannt ihre Stimme klang. Der Hausmeister murmelte und hob die Lampe an und durch das helle Licht, welches auf sie traf, musste Rubina kurz die Augen schließen. Pringle senkte den Arm wieder nach einer kurzen Weile und die Ravenclaw öffnete die Augen wieder vorsichtig, als sie spürte, dass die Lichtquelle ihr nicht mehr so direkt ins Auge schien. Der Hausmeister schien sich nicht lange mit einer Begrüßung aufzuhalten oder vielleicht hatte sie sein Gemurmel nicht wirklich verstanden, doch er blickte an der Ravenclaw vorbei. "Hab Stimmen gehört", erklärte er und Rubina lächelte. Stimmen? Na klar! Leugnen würde sie es nicht können, aber sie würde den Hausmeister beschwichtigen. "Darum habe ich mich schon gekümmert, Sir", erklärte Rubina verständnisvoll, "Der Schüler hat seine Strafarbeit schon erhalten." Pringle blinzelte sie an und Ruby bekam für einen Augenblick das Gefühl, das sie nicht überzeugend genug war und ein unangenehmes, dumpfes Gefühl machte sich in ihrer Magengrube breit. Dann verzog der Hausmeister sein Gesicht in eine grinsende Grimasse, was dem Gefühl in ihrer Magengegend nicht gerade half, und stieß ein seltsames Lachen aus. Ein widerwärtiger, warmer Geruch drang in ihre Nase und Rubina wollte am liebsten ein Stück zurückweichen, doch sie wusste, dass sie ihm nicht einen einzigen Anlass für Zweifel lassen wollte. "Gib sie mir, die Schüler. Habe die richtigen Methoden für eine Bestrafung", murmelte der Hausmeister, sein Worte erstickte beinahe in seinem Lachen, die der Ravenclaw einen Schauer über den Rücken sandten, doch sie verzog keine Miene. "Der Schüler hat seine Lektion schon gelernt, Sir. Ich werde mit einem Professor über das Einsetzen weiterer Maßnahmen sprechen", antwortete Rubina und versuchte in ihrer Stimme so viel Autorität wie möglich mitklingen zu lassen. Der Hausmeister verstummte und sah sie mit einer undurchdringlichen Miene an, doch Rubinas Züge blieben entspannt, während ihr Herz laut pochte. Aber sie würde es schaffen. Gleich war es geschafft.

Sie konnte den Blick des Hausmeisters nicht deuten, doch plötzlich nickte er ihr nur noch kurz zu und ging dann an ihr vorbei. Augenblicklich entspannte sich Rubina und wollte anfangen zu weinen, als die ganze Angst für einen kurzen Moment von ihr fiel. Sie hatte es geschafft! Doch sie hatte sich zu früh gefreut. Der Hausmeister schaute die Ravenclaw an und das fürchterliche Grinsen auf seinen Lippen war wieder da. "Mach keinen Unfug, Mädchen", flüsterte er, dann zog er von dannen.

Die Ravenclaw wusste nicht, wie lange sie noch in dem Gang wie angewurzelt stand, aber sie spürte, wie ihr Körper vor Anspannung fast zeriss, während sie zum hundertsten Mal lauschte, ob der Hausmeister wirklich gegangen war. Erst dann setzte sie sich in Bewegung, wie in Trance, ihr Herz wild hüpfend und landete wieder vor der Vertrauensschülerbadtür. Sie musste Buck bescheid sagen, war der einzige Gedanke in ihrem Kopf. Leise flüsterte sie das Passwort, hatte das Gefühl, als würden hundert Augen sie beobachten und ihre Stimme laut wie ein Gebrüll widerhallen, doch sie verzog keine Miene, hielt ihren Körper ruhig. Sie musste nur Buck bescheid sagen, dass alles in Ordnung war. Langsam öffnete sich die Tür, für sie kaum schnell genug und mit ruhigem Schritt ging sie hinein und verschloss die Tür.

Und in dem Moment kam alles hervor, war das Schauspiel vorbei. Ihre Knie gaben nach und ein wildes Zittern schüttelte ihren gesamten Körper, als sie vor der Tür zusammensank. Sie weinte nicht, dafür war sie viel zu aufgeregt, doch sie konnte das Zittern ihres Körpers nicht beenden. Sie dachte an nichts mehr, sah nur noch das Gesicht des Hausmeisters, wie er sie angelächelt hatte, sein Gesicht eine grausame Fratze und stellte sich vor, was alles hätte passieren können. Geistesabwesend sah sie Buck am Bad sitzen, doch in diesem Moment war es ihr egal. Sie konnte ihren Körper nicht dazu bringen aufzuhören, sich unkontrolliert zu schütteln.
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Gast


Gast

14.09.14 23:43 © Gast

Die Liebe deute, was die Liebe spricht 
Ich meinte nur, mein Herz sei Eurem so verbunden,
Daß nur ein Herz in beiden wird gefunden.

RUBINA & BUCHANAN
END OF MAY 1942. *klick*


Normalerweise trug der Slytherin in der Innentasche seines Mantels oder seines Jacketts sein Exemplar des des literarischen Werkes 'Der zerbrochene Krug'. Niemand wusste, dass in jenem Exemplar immer eine Fotografie steckte von der Person oder besser gesagt des Menschen der ihm immer etwas bedeutet hatte. Mittlerweile hatte das Buch weitaus mehr persönlichen Wert angenommen als am Anfang gedacht. Wo er sich am Anfang noch durch all die deutschen Vokabeln gekämpft hatte und bei so manchem Wort seine Grenzen fand, so könnte er am heutigen Tage beinahe jeden Satz des Stückes zitieren und wiedergeben. Wenn das Buch also an jedem Tag ein Teil seiner Uniform war, so trug er es an diesem Abend nicht bei sich. Das Jackett mit dem Buch hatte er nach dem Abendessen auf seinem Bett liegen gelassen. Wobei er es doch gerade in diesem Augenblick hätte gebrauchen können. Die Augenblicke der Stille schienen nicht vergehen zu wollen und der junge Mann fühlte sich wie er dort saß schrecklich Fehl am Platz. Zwar konnte er mit Stille gut umgehen, weitaus besser als mit Nähe, dennoch fühlte er sich in diesem Moment nicht besonders wohl. Seine Gedanken schienen wie von selbst zu der Ravenclaw und ihrem Befinden zu huschen.
Jemandem zu vertrauen war etwas was der Rosier generell nicht an den Tag legte. Der Anderen zu vertrauen war etwas vollkommen neues für ihn und er wusste noch nicht ob es ihm gefiel, geschweige denn was er damit anfangen sollte. Zwar war ihm bewusst, dass es der Anderen gefallen würde, dass er ihr vertraute. Doch ob es ihm selbst gefiel vermochte er nicht zu sagen. Schließlich hatte bisher jeder der ihm nah gestanden hatte sich zu einer simplen Enttäuschung entwickelt oder als eine solche herausgestellt. In diesem Fall hoffte er einfach, dass Rubina sich nicht als eine solche herausstellen würde und er zumindest einmal sein Vertrauen nicht vollkommen verschwendete.

Buchanan vermochte sich nicht vorzustellen was Pringle in diesem Moment zu ihr sagte oder wie sich die Szenerie für die junge Frau entwickelte. Am liebsten hätte er wohl die Rollen mit der jungen Frau getauscht, er hatte sich immer als guter Redner bewiesen. Mit Sicherheit hätte er jemanden wie den Hausmeister zwar nicht mit seinen weichen Worten einlullen können, jedoch hätte er schnell klar gemacht, dass es nichts zu sehen gab und der Andere wieder seiner Wege gehen sollte.
Schließlich schaffte er es auch sich jüngere Schüler vom Hals zu halten, was oftmals eine schwere Aufgabe sein konnte, vor allem wenn es sich um junge Slytherins handelte die glaubten die Welt würde bereits ihnen zu Füßen liegen. Mit solchen konnte er sich besonders schlecht verstehen, was diese anging zeigte er sich von seiner besonders sympathischen Seite. Schließlich mussten besonders die jungen Mitschüler wissen, dass der Brite auf keinen Fall für jeden Spaß zu haben war und schon Schüler wegen weniger verflucht hatte. All diese Handlungen und vor allem dieser gewisse Ruf hatte dafür gesorgt, dass er seine Ruhe hatte vor all diesen Personen die er generell nicht leiden konnte.

Die ersten Tage im Theaterclub hatte er vorerst vermutet eben solche Schüler dort zu entdecken. Schwätzer und Irrsinnige. Doch er hatte sich geirrt, wie in dem Professor der auch ein Anderer war als er geglaubt hatte. All seine Gedanken hatte er zurück nehmen müssen und sich zumindest einmal, eines besseren belehren lassen. Es gab genug Personen die ihn auf seine voreiligen Worte und seine Vorurteile ansprachen, jedoch hatte es nicht einen gegeben der ihm diese austreiben konnte. An seinen Ansätzen hielt er fest wie an dem Buch was er mit sich herum trug. Der junge Mann wirkte auf jeden unverbesserlich und das würde sich auch nicht so schnell ändern. Schließlich konnte eine vorgefertigte Meinung nur schwer wieder verändert werden.

Einen kurzen Moment lang meinte er von draußen etwas gehört zu haben. Seine Hand glitt aus dem Wasser und er spannte seinen Körper erneut an. Doch alles was er hören konnte war sein eigener Atem und sein lauter Herzschlag. Aufregung? Nachdenklich schaute er hinab zu seiner Brust die sich rasch hob und senkte.
Waren es Schritte gewesen die er gehört hatte? Vielleicht gar die krächzende Stimme des alten Hausmeisters?

Die Tür öffnete sich und endlich sah er in exakt das Gesicht was er hatte sehen wollen. Selbe fiel auch noch hinter der jungen Frau ins Schloss. Unwissend was nun folgen würde schaute der Dunkelhaarige entgegen, konnte im Nachhinein jedoch nicht so schnell handeln wie er gerne gewollt hätte.
Die Rain fiel hinab auf die Knie und genau das war der Moment in dem er zu handeln begann. Wenn er normalerweise jemand war, der eher nachdenklich war und Szenerien genau abwägte bevor er handelte, so vergaß er diese Eigenschaften einen Moment lang. Ihr Körper bebte als er bei diesem ankam und nur vorsichtig lehnte er sich vor ihr ebenfalls auf die Knie. ,,Rubina?'', fragte er leise. Dabei griff seine Hand nach ihrem Kinn, er hob dieses leicht an damit er in ihr Gesicht sehen konnte. Auch wenn er den Ausdruck nicht zu deuten wusste. ,,Ist alles in Ordnung?'', in Betrachtung ihres Ausdrucks war dies tatsächlich eine naive Frage. Dennoch fiel Buck in jenem Moment nicht viel ein wie er zu ihr sprechen sollte. Dem Slytherin fehlten die Worte. ,,Rubina, bitte rede mit mir. Ich weiß nicht was ich tun soll. Damit kann ich nicht umgehen. Sonst muss ich dich am Ende noch in die Badewanne schieben wenn du nicht antwortest, denn mir gehen so langsam die freundlichen Worte aus'', murmelte er und sah zwischen ihr und dem bereits eingelassenen Wasser hin und her. Allerdings wäre die Frage ob sie sich ausgerechnet darüber freuen könnte.
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Rubina Rain


PRETTY CLEVER EAGLE
PRETTY CLEVER EAGLE
NUMMER ZWEI
MADEMOISELLE HERZSCHMERZ


ONCE THERE WERE SWEET POSSIBILITIES I COULD SEE JUST FOR ME, NOW ALL MY DREAMS ARE JUST MEMORIES FATED NEVER TO BE. IT'S SUCH A SHAME, I'M SUCH A SHAM.
NO ONE KNOWS WHO I AM


15.09.14 9:49 © Rubina Rain



Lysander riddles very prettily

BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr. Sie konnte nicht aufstehen, konnte sich nicht bewegen. Das Einzige, was ihr Körper tat, war zu zittern. Sie wusste selbst wie erbärmlich das aussehen musste, doch sie konnte nichts dagegen tun. Immer wieder sah sie Pringles Gesicht vor Augen, sein Lächeln und fühlte seinen heißen Atem auf ihren Wangen. Dabei schämte sie sich selbst, dass sie nun so vor Angst geschüttelt wurde, denn es war ja überhaupt nichts passiert. Sie hatte sich mit Pringle unterhalten und er war fürchterlich wie eh und je gewesen, doch dies war das erste Mal, dass sie sich nach einem Gespräch so dermaßen schlecht fühlte und von ihrer Angst übermannt wurde. Es musste daran liegen, dass die Dinge, die hätten geschehen können, in ihrer Fantasie nun so viel schlimmer waren, als der wirkliche Verlauf des Gesprächs. Denn diesmal hätte wirklich etwas passieren können. Diesmal hätte es einen Grund gegeben, den Pringle genutzt hätte, um sie mitzunehmen.

Dieses ganze verbotene Abenteuer war einfach zu viel gewesen und Ruby fand selbst, dass sie ein erbärmlicher Feigling war. Sie kannte Schüler, die nun gelacht und gewitzelt hätten über das Schnipchen, dass sie Pringle geschlagen hatten und die sich vor anderen siegreich damit ruhmen würden. Bei Merlin, sogar in ihren Büchern würden sich die Charaktere freuen und höchstens vor Angst einmal kurz erschaudern. Doch sie war keine Heldin aus einem Buch und sie fühlte sich gewiss nicht siegreich. Vielmehr war ihr übel und ihr Magen schien sich immer wieder schmerzhaft zusammenzuziehen, wenn ihr Körper von einer Wucht gepackt wurde und erbebte. Wie erbärmlich sie nur war.

Sie registrierte Buchanan erst, als er sich direkt vor ihr befand. Buck. Beinahe hatte sie ihn vergessen, so sehr war sie damit beschäftigt, ihren Körper wieder unter Kontrolle zu bringen. Für den Slytherin musste diese Szene noch erbärmlicher vorkommen, als sie es in den Gedanken der Ravenclaw schon tat und sie fürchtete sich davor, dass er nun lachen würde. Sie hatte eigentlich Vertrauen zu ihm, aber wenn er nun sah was für ein außergewöhnlicher Feigling sie war, würde er vielleicht zu dem Entschluss kommen, dass er sich mit so einer Person nicht abgeben wollte und das Bad verlassen. Die Luft war ja rein.

Rubina konnte nur schwer einschätzen, was in dem Kopf des Slytherin vorging, denn außerhalb des Theaterklubs behandelte er die Leute oftmals anders. Sie hatte gesehen, wie er andere vor den Kopf stieß und schon beinahe arrogant wirkte, wenn er jemanden nicht austehen konnte. Sie wusste auch, dass er einige Vorurteile zu haben schien, denn sie sah ihn kaum in Kontakt mit Muggelgeborenen und auch Halbblüter zählten wohl sicher nicht zu seinen liebsten Gesprächspartnern. Der Ravenclaw kam der erschreckende Gedanke, dass er nur mit ihr aufgrund ihres Blutstatus' redete und sonst vielleicht gar nichts für sie übrig hatte. Noch vor wenigen Minuten hatte er sie liebevoll angeblickt, aber das war nur eine Rolle gewesen und der Handkuss zählte sicher dazu. Oder es war reine Höflichkeit, die er ihr entgegenbrachte und nun würde er sehen, dass sie ein kleines und erbärmliches Mädchen war und einfach das Bad verlassen. Eigentlich wollte sie diesen Gedanken verdrängen, denn sie kannte Buck doch immerhin schon einige Zeit und auch wenn er nicht leicht zu verstehen war, war er doch ihr Freund und das wollte für Rubina etwas heißen. Sie hatte kaum Freunde, denn dieser Begriff war für sie gleichzusetzen mit Vertrauen. Und Vertrauen konnte man nicht so schnell finden und fassen. Buck war ein Freund, Buck war jemand, dem sie vertraute. Er würde so etwas nicht tun. Doch der Gedanke war da, denn in ihr war alles voller Angst und alle ihre Gedanken verwandelten sich für diesen Augenblick ins negative. Vielmehr konnte sie gar keinen klaren Gedanken fassen, denn in ihrem Kopf herrschte ein einziges großes  Chaos und wenn sie etwas klarer denken würde, wäre  sie beschämt darüber, wie sie in diesem Moment von dem Slytherin dachte.

Er ging nicht. Stattdessen nahm sie wahr, wie er sich vor sie hinhockte und ihren Namen sagte. Ihr Körper hatte nicht aufgehört zu zittern, doch plötzlich spürte sie einen Finger unter ihrem Kinn, der ihren Kopf anhob, sodass sie direkt in Buchanans Gesicht schaute. Ihr eigenes Gesicht blieb ausdruckslos, doch die Augen waren geweitet und blickten den Slytherin stumm an. Sie wusste nicht, was sie von dieser Geste halten sollte, war Buchanan ja gewiss nicht wirklich ein Freund von Körpernähe. Doch sie war ihm so unendlich dankbar, dass er hier war und sie in ihrer Angst nicht alleine ließ. Rubina wollte etwas sagen, doch als ihr Magen sich wieder krampfhaft zusammenzog und sie schüttelte, versagte ihr die Stimme. Zugleich tat ihr dieses Verhalten sehr leid und sie schämte  sich dafür, dass das Zittern nicht nachließ.

Buchanan redete mit ihr, fragte sie ob alles in Ordnung sei, doch sie wusste nicht, was sie darauf antworten sollte. War dies auf Pringle bezogen? Wollte er wissen, ob er Verdacht schöpfte? Fragte er sie nach ihrem Befinden oder wollte er sie nur aufmuntern und erwartete gar keine richtige Antwort? Gerade als sie zur Antwort ansetze, durchfuhr sie eine Welle der Übelkeit und die Ravenclaw würgte. Doch zum Glück passierte nichts, sondern es verschlug ihr lediglich die Sprache.

Der Slytherin tat ihr leid, denn warum sollte er sich um einen Feigling wie sie kümmern, der noch nicht einmal reden konnte, obwohl nichts passiert war. Vielleicht wäre es doch besser er würde gehen, damit er sich dieses Trauerspiel nicht weiter mit ansehen musste, denn irgendwann würde dieser Zustand ja abebben müssen. Es tut mir leid, sprach sie mit ihm in Gedanken, doch wie sollte er es hören?

Als er weitersprach, hätte Rubina gelacht, wenn sie es gekonnt hätte, denn auch ihr wären bei einem hoffnungslosen Fall wie ihr die freundlichen Worte nun langsam ausgegangen. Doch dann realisierte sie seine Worte und ihre Augen spiegelten nur noch Panik. "Nein", versuchte sie zu protestieren, während beim Sprechen ihre Zähne klapperten und sie gegen das Schütteln ankämpfte, "Bitte, ich-" Sie spürte kein Verlangen danach in das Bad geworfen und folglich klitschenass zu werden. Und sie wusste, dass auch Buchanan sicher kein Verlangen danach spürte, sie hineinzuschieben. Sie schämte sich nur noch mehr, denn sie war doch eine Schauspielerin. Sie musste dieses Problem in den Griff bekommen. Sie war kein Kind mehr, das man pflegen musste, wenn es ihm nicht gut ging. Fast ein Jahr noch, dann würde sie gar volljährig in der magischen Welt sein. Aber in diesem Moment fühlte sie sich so hilflos und hoffte nur noch, dass ihr Körper sich bald beruhigen würde - obwohl sich dieser Moment für immer als einer in ihren Kopf einbrennen würde, der an Erbärmlichkeit kaum noch zu übertreffen war.

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OC: Ich tippe grad in einer Freistunde am Handy, also sorry für etwaige Tippfehler. Den "Header" patsch ich rein, wenn ich wieder daheim bin <33
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15.09.14 16:11 © Gast

that boom boom that all the boys chase
'Cause every inch of you is perfect
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RUBINA & BUCHANAN
END OF MAY 1942.



In dem Augenblick in dem er dort vor Rubina hockte, dachte er nicht einen Moment mehr daran was mit dem Hausmeister war. Noch vorhin hatten sich die verschiedensten Szenerien in seinen Gedanken niedergelassen. Doch nun waren sie alle fort. Der Gedanke an einen schimpfenden alten Mann oder endloses Nachsitzen war passé. Alles was von jenen Gedanken blieb hockte zitternd wie Espenlaub vor ihm. Unfähig genau zu wissen wie er damit umgehen sollte betrachtete er die Ravenclaw. In seinem Leben hatte er sich noch nie um jemanden kümmern müssen. Geschweige denn, dass er jemals in einer ähnlichen Situation war. Die meisten suchten sich weitaus bessere Gesellschaft aus um einem Gefühlsausbruch nachzugehen. Besserer Gesellschaft als der seinen. Denn man konnte sagen was man wollte, in seiner Nähe schien es unmöglich Fuß zu fassen oder die Thematik einer Emotion auch nur anzuschneiden. Wenn Tränen fielen war der Slytherin einer der Ersten der verschwand, wenn es zu Turtelnden in seiner Nähe kam war er oftmals jemand der einen Keil zwischen jene Zwei trieb und versuchte jegliche Rationalität zurückzuerlangen.  Während die Dunkelhaarige also begann zu zittern und von Angst zeugte, wäre es generell Buchanans Manier gewesen das Weite zu suchen.
Doch die Szenerie in der er sich befand glich nicht jenen Gefühlen von denen er sonst ein Teil wurde oder vor denen er flüchtete. Es gab nur sie und ihn. Normalerweise war es ein leichtes die Aufgabe der Trost spendenden Schulter an jemand anderen zu übergeben. Hier gab es nur sie beide. In dem Badezimmer standen sie oder besser gesagt, hockten sie einander gegenüber. Würde er nun gehen würde es niemanden geben der sich um die junge Frau kümmern würde, niemanden der ihr Trost spenden konnte und vor allem niemanden hinter dem er sich verstecken konnte. So blieb ihm keine Wahl, er konnte nicht flüchten, zumindest nicht wenn er tatsächlich einen Funken von der Ehre besaß auf die er sich sonst etwas einbildete.

Allein deswegen hockte er sich ihr gegenüber und hob trotz des starken Zitterns ihr Kinn an. Die geweiteten Augen die ihm entgegen blickten, sagten nichts aus über das, was passiert sein könnte. So musste der junge Mann für sich selbst entscheiden was wohl vorgefallen war. Auch wenn er nicht besonders gut darin war dies an ihrem Gesicht abzulesen. Wenn es nach der Angst ging, die sie ausstrahlte, dann würde er davon ausgehen müssen, dass der Hausmeister drei Köpfe hatte und während er gesprochen hatte, Feuer spuckte. Von diesem Gedanken wollte er sich jedoch nicht leiten lassen. Schließlich war er intelligent zu wissen, dass der Hausmeister, auch wenn er es wohl gerne würde, nicht so aussah.
All die Worte die er sprach schienen nicht die geringste Wirkung auf die Andere zu haben. Ein Grund mehr warum dem Rosier langsam aber sicher die Ideen ausgingen. Im Umgang mit seinen Mitschülern war er nie besonders geübt gewesen, was sich nun nur noch deutlicher hervor hob. Allein für die eigene Frage ob alles in Ordnung wäre, konnte er sich auf die Zunge beißen. Schließlich konnte er mit seinen eigenen Augen sehen, dass es nicht in Ordnung war. Ihre Augen sprachen Bände, doch leider nicht in seiner Sprache und so blieb dem Dunkelhaarigen gar keine andere Wahl als auf eine Reaktion ihrerseits zu warten.
Für einen kurzen Augenblick glaubte er gar, dass sie zu einer Antwort ansetzen wollte, doch alles was sie tat war zu würgen und einen Sekundenbruchteil lang fürchtete er sich vor dem was ihm nun entgegen kommen würde. Doch nichts geschah. Ruhe kehrte wieder ein und das Einzige was er hören konnte waren ihrer beider Atemzüge.

Das nach seinen letzten Worten endlich eine Reaktion von ihrer Seite kam, hätte er nach all dem nicht mehr gedacht. Auch wenn ihre Worte nur unter lauten klappernden Zähnen hervor kamen, so konnte er sie trotzdem vernehmen. Auf der Miene des Briten machte sich die Nachdenklichkeit nur noch breiter. Auf seine Stirn legte sich eine vertraute Falte, während er die Brauen eng zusammen zog. Langsam verlor er die Kreativität wie er nun weiter vorgehen sollte oder besser gesagt wie er nun agieren sollte. Sanft legte er seine Hand auf ihre Wange und strich mit seinem Daumen darüber. ,,Pshh'', flüsterte er und versuchte sich an einem etwas aufbauenderen Gesicht, auch wenn ihm das Lächeln nicht wirklich gelingen wollte.
,,Ich mache nur schlechte Scherze, keine Sorge ich werde dich schon nicht ins warme Nass schubsen'', ergänzte er und versuchte sich erneut an einem Lächeln. Dieses Mal jedoch mit weitaus mehr Erfolg. Beinahe schon stolz konnte er in diesem Moment ein liebevolles Lächeln aufsetzen und schaute zwischen ihr und sich hin und her. Was tat man normalerweise in einer solchen Situation? Was konnte man sagen um jemanden zu beruhigen der sichtlich mehr erschrocken war vor dem was sich in seinem Kopf befand als vor dem was tatsächlich passierte. Der Siebzehnjährige zögerte kurz, ehe er sich räusperte.

,,Ich bin nicht besonders geübt in solchen Herausforderungen. Mir gegenüber hat noch nie jemand Angst gezeigt. Wenn ich sie sehe, dann nur weil sie sich vor mir fürchten'', antwortete er nachdenklich und erhob sich schließlich. Seine Hand hatte er dabei natürlich von ihrem Gesicht genommen und die Finger von ihrem Kinn.
Vor ihr stehend schaute er zu ihr hinab. ,,Normalerweise würde ich wohl sagen, dass Ablenkung am Besten hilft. Jedoch wolltest du weder mit mir baden, noch weiß ich was dir außerhalb des Theaters gut gefällt. Ich könnte natürlich nun auch mit dir tanzen, wenn du deine Beine aber nicht bewegst sieht es wenig atemberaubend und wenn ich dich wach küssen sollte, befürchte ich, dass du am Ende noch anfängst zu schreien. Vielleicht kannst du mir ja tatsächlich helfen?'', dabei betrachtete er sie nachdenklich und schaute von ihr zu den goldenen Wasserhähnen.
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Rubina Rain


PRETTY CLEVER EAGLE
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15.09.14 18:24 © Rubina Rain



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BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Die Ravenclaw fragte sich, ob Buchanan wusste, wie dankbar sie ihm war. Er ließ sie nicht im Stich, egal wie feige dieses Bild vor seinen Augen nun aussehen musste, sondern versuchte ihr sogar zu helfen. Sie wusste, was ihre Cousine in solch einer Situation tun würde, wie sie die jüngere Ravenclaw in den Armen nehmen und zuflüstern würde, dass alles gut sei und sie konnte sich auch vorstellen wie ihre Freundin Madlene ihr versuchen würde zu helfen, denn die Hufflepuff hatte ein wirklich reines und gutes Herz. Doch ihn konnte sie kaum einschätzen, hätte es fast für unmöglich gehalten, dass er sie nun berührte und ihr etwas sagte, dass ihr wohlmöglich helfen konnte. Natürlich war ihr die Situation weiterhin unangenehm, da sie sich nicht vorstellen konnte, wie Buchanan sich peinlich berührt fühlen musste, doch trotzdem war sie ihm dankbar.

Nur auf ein Bad, auf das konnte sie ruhig verzichten. Der Slytherin versuchte ihr natürlich zu helfen, doch während sie so sehr zitterte, konnte sie sich kaum vorstellen, wie das helfen sollte. Vielmehr schlich sich vor ihrem geistigen Auge das Bild, wie Buchanan sie ins Wasser stieß, die Ravenclaw ihren Körper weiterhin nicht kontrollieren konnte, das Wasser überall in sie hineinströmte und sie drohte, zu ertrinken, bevor der Slytherin sie wieder herauszog. Und auch wenn es absurd war, konnte sie die eiserne Hand, die sich fest bei diesem Gedanken um ihr Herz legte, nicht von sich schieben. Auch wenn Buchanan es gut meinte, so eine Vorstellung von einem Bad säte ihre Furcht nur noch und sie kam sich vor, als wäre sie gefangen. Gefangen in ihrem Körper, gefangen in ihrer Angst.

Ruby versuchte so gut es ging Buchanan zu sagen, dass sie das Bad für eine nicht so gute Idee hielt, als sie eine sanfte Berührung auf ihrer Wange spürte, warm und angenehm, und einen Daumen, der über ihre Wange strich und überall leichte Wärme dort hinterließ, wo er sie berührte. Die Berührung tat gut, als die Wärme seiner Hand sich ein wenig auf ihrem Gesicht ausbreitete. Sie blickte in Buchanans Augen, als er ihr leise zuflüsterte und sein Mund sich zu etwas verzog, dass ansatzweise wie ein Lächeln aussah und auch wenn ein Schütteln immer noch ihren Körper durchfuhr, wanderten ihre Gedanken einen Moment vom Hausmeister hinfort und blieben an dem Slytherin hängen. Das war eine Berührung, die sie nicht von ihm erwartet hatte und irgendwo in ihrem Hinterkopf murmelte eine Stimme vor sich hin, dass er wohl immer noch irgendwie Lysander war. Aber warum? Irgendetwas schien sie zu übersehen, doch es passte einfach nicht mehr in ihr zermatertes Hirn.

Als er ihr erklärte, dass er nur einen Scherz gemacht hatte, kam eine Woge der Erleichterung über die Ravenclaw, doch als er anschließend darauf lächelte, konnte sie nicht anders, als dieses Lächeln irgendwie zu erwidern. Es war ein dankbares, leichtes Lächeln, das sich auf ihre Lippen zeichnete und sie hatte keine Ahnung, wie sie es geschaffte hatte, ihren Mund vom Klappern abzuhalten, während ihr restlicher Körper sich immer noch schüttelte. Aber sein Lächeln, das konnte sie nicht unerwidert lassen. Nicht wenn sie wusste, dass diese Geste nur so selten seine Lippen zierte, wenn sie nicht gerade Teil eines Schauspiels war.

Sein nächster Satz entlockte Ruby gar ein leichtes Lachen, auch wenn es viel mehr wie ein würgendes Husten klang. Aber auch wenn die Situation, die Buchanan schilderte, eigentlich recht traurig war, konnte sie sich gerade zu vorstellen, wie Erstklässler ihm aus dem Weg sprangen, sobald er sich nur hundert Fuß näherte. Dabei war es eigentlich schade, dass sie es taten da Buchanan sie sich lieber vom Hals hielt, denn es war ja nicht so, dass er so furchterregend aussah wie Pringle, bei dessen Anblick es überhaupt keinem Wunder gleichte, wenn sich Schüler jeden Alters lieber umdrehten und einen anderen Weg nahmen, um den Hausmeister zu entgehen. Aber Buck war distanziert, und wenn sie so darüber nachdachte, war es eigentlich sehr schade, denn er war wirklich talentiert und kein schlechter Mensch, jedenfalls ihr gegenüber.

Seine Hand wich schließlich von ihrem Gesicht, sowie auch seine Finger und hinterließen ein seltsames Kribbeln auf ihrer Haut. Noch immer war sie nicht wirklich kontrollierter als vorher, doch wenigstens ihr Geist war ein wenig ruhiger geworden. Jetzt musste nur noch dieses vermaledeite Zittern aufhören.

Buck stand auf, sein Gesicht wieder die üblichen nachdenklichen Züge tragend, bevor er sprach und als sie die Worte vernahm, wärmten sie ihr Herz. Er wusste scheinbar nicht, was er tun sollte, was auch sehr einleuchtend war, doch er war hier und ließ sie nicht alleine und das war die wichtigste Erkenntnis, die sie in diesem Augenblick traf. Als sie Tanz hörte, machte ihr Herz einen Hüpfer, doch als er küssen sagte, spürte sie ein seltsames Gefühl, das sie zuvor noch nicht gekannt hatte und ihre Gedanken wirbelten umher. Es war, als würde sie immer noch in einem Wald sein, Lysander ihr gegenüber und sie seine alles geliebte Hermia, denn anders konnte sie sich nicht erklären, warum diese Worte sie einen Moment verwirrten.

Er bat sie darum, ihm zu helfen ihr selbst zu helfen und Rubina spürte das Verlangen, aufzustehen. Das Zittern war zwar immer noch da, doch nahm sie es nicht mehr so sehr war, denn ihre Gedanken waren wieder bei Buchanans Worten und ihren Schuld- und Schamgefühlen. Ganz leicht bewegte sie ihre Hände, die sich seltsam weich und kribbelig anfühlten, und versuchte sich mit diesen am Boden abzustützen, um sich aufzurichten, aber sie merkte sogleich, dass ihre Muskeln ihr nicht ganz gehorchten. Mit entschuldigendem Blick schaute sie zum Slytherin hoch, ihr Atem noch immer schnell und unregelmäßig. Aber sie würde nun sprechen müssen, irgendwie. "Es tut mir leid", presste sie hervor, noch immer war ihre Stimme nicht ganz das, was sie sonst war, doch sie versuchte mit diesen vier Worten alles auszudrücken, was ihr in diesem Moment leidtat. Der Fakt, dass sie schwach war, dass sie feige und erbärmlich war, dass sie ihn belastete, dass er sich um sie kümmern musste, obwohl er doch sicher vielen anderen Beschäftigungen lieber nachgehen würde. Ganz sanft, beinahe unmerklich, streckte sie die Hände nach ihm aus, eine stumme Bitte an ihn, ihr beim Aufstehen zu helfen. Doch sie war zu schüchtern und peinlich berührt, um es deutlich zu machen. Sie wollte sich ihm nicht aufdrängen oder ihn zu irgendetwas zwingen, dass er nicht tun wollte. Es würde sie nicht stören, wenn er einfach nichts tun würde, während sie selbst wieder zu Kräften kam. Es war ihre eigene Feigheit, die sie in diese Situation gebracht hatte und sie würde auch zusehen müssen, wie sie nun herauskam. Buchanan war zu nichts verpflichtet. "Du musst nichts tun", flüsterte sie, hoffte, dass er es hörte und verstand, was sie wirklich meinte.

Die Arme verblieben leicht zitternd in einem halb angewinkelten Zustand, deuteten leicht in seine Richtung.
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Gast


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15.09.14 22:57 © Gast

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RUBINA & BUCHANAN
END OF MAY 1942.


Die gesamte Szenerie schien nicht einen Moment lang so auszusehen als würde es bald zu einer Besserung kommen. Buchanan glaubte nicht eine Sekunde lang daran, dass seine Worte einen unterschied machen würden und die Ravenclaw jemals aus dieser Starre erwachen würde. Doch erneut wurde dem Slytherin bewiesen, dass es eine Leichtigkeit für ihn war sich zu irren. Dann ganz im Gegenteil zu seinen Erwartungen schenkte ihm seine Mitschülerin ein schwaches Lächeln. Ihr Mund schien einen Moment lang nicht mehr auseinander fallen zu wollen. Er veränderte sich und das Lächeln auf ihren Lippen unterschied sich von dem Rest ihres Körpers. Noch nie hatte jemand ihm Dankbarkeit entgegen gebracht, sicherlich vor allem weil es nie einen wirklichen Grund dafür gegeben hätte. Doch in diesem Moment schien das Lächeln mehr Dankbarkeit auszustrahlen als er jemals gesehen hatte. Ein wenig überrascht blinzelte ihr entgegen. Das Lächeln was ihm entgegen gebracht wurde entlockte ihm nur noch mehr Unbeholfenheit. Am liebsten wäre er wohl einfach gegangen oder hätte die Szenerie zu einer solchen gedreht mit der umgehen konnte. Generell gab es selten einen Grund ihm dankbar zu sein, doch sie war auf Grund seiner einfältigen Worte und seinem ungeschickten Versuch für sie da zu sein, dankbar. Wenn er darüber nachdachte, erschien es ihm absolut unmöglich. Vor allem aber unglaubwürdig. Das sie für sein Unvermögen dankbar war erschien ihm so Realitätsnah wie ein fliegender Elefant. Allein deswegen konnte er eine Zeit lang gar nicht anders als sie anzusehen und immer wieder irritiert zu blinzeln. Beinahe als könne er nicht glauben was sich dort in Form eines Lächelns widerspiegelte. Mit Sicherheit ein Verhalten was Rubina nur schwer verstehen oder gar nachvollziehen könnte. Wie sollte sie auch. Bestimmt hatte sie schon oft ein freundliches Danke gehört oder jemand war für ihre freundliche Art einfach dankbar gewesen. Doch dem Rosier war aufrichtige Dankbarkeit so Fremd wie eine herzliche Umarmung.

Umso überraschter war er als sie auf seine nächste Worte lachte. Zwar kein gesundes Lachen wie es sonst klang, jedoch ein Anfang. Beinahe wie das röchelnde Lachen seines Großvaters wenn dieser zu viel getrunken hatte. Doch an seine Familie wollte der Dunkelhaarige nicht denken. Mit diesen verband er nur Gefühle die das Lächeln was er gerade einmal so hinbekommen hatte, wieder verschwinden lassen würde. Jedoch wollte er lächeln, allein für sie. Wenn er ihr damit zumindest ein wenig Trost spenden konnte, dann wollte er es tun. Kaum noch ein Gedanke an die vorigen Proben war wohl in ihm übrig geblieben. Sie waren verschwunden und hatten vor allem Platz machen müssen damit er eine gute Stütze sein konnte für sie. Denn sie brauchte in diesem Moment keinen Schauspieler und keinen Lysander. Sie brauchte jemanden der sie tatsächlich im hier und jetzt aufbauen sollte. Auch wenn gerade das eine der schwierigsten Rollen zu sein schien mit denen der junge Mann jemals konfrontiert wurde. Die Zweifel an seinem Erfolg bei dieser Aufgabe nagten jedoch beständig an ihm und seinem Selbstbewusstsein. Er wusste selbst zu gut, dass er nicht für ein solches Leben geschaffen war und vor allem nicht für besondere Freundlichkeiten. Die Erwartungen die in diesem Moment auf ihm lasteten konnte er unmöglich gerecht werden. Er würde scheitern, oder?

Nur langsam war er aufgestanden, hatte die schlecht zurecht gelegten Worte ausgesprochen und musterte sie mit einer Nachdenklichkeit die eher zu einem Schachspiel gehörte als einer solchen Situation. Andererseits war er auch nicht geübt in solchen Szenerien und in Begegnungen mit dem anderen Geschlecht oder überhaupt Begegnungen mit Mitschülern. Demnach würde er früher oder später immer wieder an seine Grenzen erinnert werden, die ihm oft genug aufgezeichnet wurden. Auch wenn er nicht daran denken wollte, dass die Andere ihn vielleicht falsch verstehen würde, so machte sich der Gedanke in seinem Kopf immer breiter. Beinahe wie Efeu an einer Wand verankerte sich der Gedanke in jeglichen Nischen seines Unterbewusstseins und machte ihm diese Unterhaltung nur noch schwerer. Dabei befand er sich doch bereits in einer Herausforderung.
Aufmerksam lag Bucks Blick auf ihr. Das Blau seiner Augen verfolgte jede Handlung und so fiel ihm auf, dass sie versuchte sich aufzurichten. Gebannt sah er zu wie sie sich mit ihren zitternden Händen aufstützte und ihre Arme so kraftlos schienen, dass er fürchtete sie würde zusammenbrechen. Ihr Atem ging so schnell wie seiner noch vor wenigen Sekunden, nur das er in diesem Moment die Ruhe selbst schien. Selbst ihre Entschuldigung nahm er war, auch wenn er solche normalerweise nie beachtete. Entschuldigungen sah er oftmals als Zeichen von Schwäche und zumeist als Reue für Handlungen die man ganz bewusst ausführte. Doch in diesem Falle, wusste er exakt wofür die junge Frau sich entschuldigte, zog jedoch als Antwort nur eine Braue in die Höhe. Schließlich gab es aus seiner Sicht keinen Grund für eine wirkliche Entschuldigung. Nicht eine Sekunde lang würde er ihr die Schuld an einer solch menschlichen, ja beinahe niedlichen Reaktion geben. Angst schien in seinen Augen noch natürlicher als jedes andere Gefühl was er kannte.
Vorsichtig machte er einen Schritt auf sie zu, sah in ihr Gesicht mit seinen kalten, beinahe erbarmungslosen Zügen und vergaß, dass sie nicht sehen konnte was in ihm vorging während er sie betrachtete. Seine Augen waren auf ihre Hände geheftet wie sie ihm diese entgegen streckte, beinahe erwartungsvoll. Auch wenn er wusste, dass sie in diesem Moment nur wollte, dass er tat was er für richtig hielt. Doch was war richtig und was war falsch in diesem einzigen Moment? In dieser Szenerie so unwirklich wie sie auch sein mochte zwischen zwei Fremden. Denn nichts mehr sah Buchanan zwischen sich und der Anderen. Es waren keinerlei Worte und das obwohl sie einander nicht kannten, obwohl sie nichts über den Anderen zu wissen schienen. Doch in diesem Augenblick der Schwäche fühlte er sich der Ravenclaw ganz nah, er wusste wie sich Angst anfühlte, wie es war wenn der Körper nicht mehr gehorchte und man all die Kontrolle verlor auf der normalerweise das Leben aufbaute. Ebenso wie er schien die junge Frau sich zu verstecken, hielt zurück was sie zurückhalten konnte und schenkte kaum jemandem Einblick. So wie er. Doch nun wo die Angst über ihr zerbrach, gab es nichts mehr was sich zu verstecken lohnte. Doch auch wenn er ihre leisen Worte hörte, so stand seine Reaktion längst fest.

Beinahe zwanghaft versuchte der Brite in diesem Moment nicht auf seinen Kopf zu hören. Vergaß Zweifel und Ordnung an die er sich normalerweise klammerte. Das wäre etwas womit sie nichts anfangen könnte, wovon sie in diesem Moment nichts hatte.
Ganz sanft ergriff der Dunkelhaarige ihre Hände und zog sie an diesen zu sich hoch. Schon als sie stand wanderte seine rechte Hand hinüber zu ihrem Rücken um sie zu stützen, während seine andere Hand die ihre hielt. ,,Ich hab dich'', flüsterte er und musterte sie nachdenklich.
Der junge Mann ließ ein Lächeln auf seine Lippen wandern. ,,Miss Rain, würden sie mich nun für unanständig halten, wenn ich sie um einen Kuss bitten würde?'', das Lächeln auf seinen Lippen blieb bestehen und er zog erneut die Augenbraue in die Höhe, doch dieses Mal weitaus neckischer als zuvor.
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Rubina Rain


PRETTY CLEVER EAGLE
PRETTY CLEVER EAGLE
NUMMER ZWEI
MADEMOISELLE HERZSCHMERZ


ONCE THERE WERE SWEET POSSIBILITIES I COULD SEE JUST FOR ME, NOW ALL MY DREAMS ARE JUST MEMORIES FATED NEVER TO BE. IT'S SUCH A SHAME, I'M SUCH A SHAM.
NO ONE KNOWS WHO I AM


16.09.14 0:26 © Rubina Rain



Lysander riddles very prettily

BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Als sie dem Slytherin dankbar entgegenlächelte, konnte sie nicht deuten, was sich auf seinen Gesichtszügen spiegelte. Wie seit eh und je, begriff sie nicht, was sich hinter der Fassade des jungen Mannes abspielte. Es war wie eine Maske, die er trug. Ein ständiges Schauspiel, dass er der Welt vorspielte und dafür sorgte, dass niemand einen Blick in sein Innerstes warf. Die Ravenclaw kannte diese Maske, trug sie allerdings nur selten, wenn sie mit ihrem Vater redete und vor Jensen ihre Gefühle verheimlichte. Das war natürlich kein Vergleich mit der Maske, die der Slytherin trug und sie hoffte, dass es in ihrem Leben nie soweit kommen würde, dass sie aus Furcht oder aus Schmerz solch eine Maske aufsetzte und andere Menschen damit aus ihrem Leben bannte. Sie konnte sich nicht vorstellen, was so schlimmes passieren könnte, das dies geschah - außer natürlich, es war der Krieg. Aber wenn jemanden aus ihrer Familie etwas zustoßen würde, dachte sie sich, würde sie wohl eher um diese Person trauern und ihre Trauer nicht hinter einer Maske verbergen. Ihr geübtes Auge spürte, dass der Slytherin etwas verbarg und das es etwas gab, dass er verheimlichte, doch bislang hatte sie dies stets ignoriert. Außerdem wäre es natürlich auch unhöflich gewesen, solche persönlichen Fragen zu stellen, die sie nichts angingen. Aber nun, als er sie anblickte und zu blinzeln schien, würde sie alles dafür geben, einen Blick in den Kopf des Slytherin zu werfen und ihn ein wenig besser zu verstehen.

Sie hoffte, ihre Worte brachten ihm ein wenig Klarheit darüber, was sie dachte, denn gerne wollte sie es versuchen ihm zu erklären, wenn sie nur konnte. Sie brauchte kein Verständnis, keine Hilfe, denn Buchanan hatte nichts mit dieser Situation zu tun. Die Scham in ihr brannte tiefer, als jegliche Angst, wenn sie daran dachte, in welche Situation sie den Slytherin gebracht hatte und hoffte, sich somit dafür zu entschuldigen. Doch während sie ihn anschaute, direkt in seine blauen Augen, merkte sie, dass seine Miene sich veränderte. Die Augen wurden kalt wie Eis und die Züge um seinen Mund herum hart und unnachgiebig, während er einen Schritt auf sie zumachte. Was war passiert? Hatte sie etwas falsches gesagt? Sie hatte sich schon soweit in ihrem Innersten entspannt, doch nun wuchs in ihrer Magengrube wieder ein dunkles Etwas, das ihr eine unheilvolle Ahnung gab und ihr das Gefühl vermittelte, dass sie dem Slytherin lieber ausweichen sollte. Doch das war leichter gedacht als getan, denn ihre Beine wollten sich weiterhin nicht vom Fleck bewegen.

Zudem war sie der tiefen Überzeugung, dass sie sich vor Buchanan nicht fürchten brauchte. Er würde ihr nichts tun, bei Merlin, eben hatte er noch vor ihr gehockt und sanft zur Beruhigung ihre Wange berührt, auf der sie die Wärme immer noch spürte. Aber warum war sein Gesicht nun so hart und grimmig und fixierte ihre Hände? Da blickte sie selbst für einen kurzen Wimpernschlag auf ihre Hände, die in Richtung des Slytherins zeigten, und hätte diese am liebsten sinken lassen. Es war dumm von ihr gewesen, anzunehmen, dass der Slytherin ihr aufhelfen würde. Und sie hatte ihm ja auch ausdrücklich gesagt, dass sie nichts von ihm erwartete, dass er nichts zu tun brauchte. Sie fühlte sich augenblick wie ein kleines Schulmädchen, wie eine Erstklässlerin, die ungeachtet allem naiv die Arme nach jemanden reckte, während sie sich sehnsuchtsvoll um ein bisschen Körpernähe und Liebe sehnte. Wieder flackerte Scham in ihr auf, als sie ihre Naivität bedachte.

Doch sie kam nicht dazu, ihre Hände sinken zu lassen, sondern spürte plötzlich den Druck zweier Hände, die ihre umfassten, warm und kribbelnd, und sie hochzogen. Es war nicht ganz so einfach, auf die Beine zu kommen, fühlten sie sich ja auch noch immer sehr nach Pudding an, doch Buchanan war stark genug, um sie hochzuziehen. Das Zittern war schon weniger geworden, beschränkte sich nun beinahe nur noch hauptsächlich auf ihre Beine, die noch nicht ganz fest zu stehen schienen, doch durch das recht schnelle Aufstehen wurde ihr für einige Sekunden ein wenig schwarz und schwindelig vor Augen. Hätte sich eine Hand nicht schon um ihren Rücken gelegt, wäre sie gewiss gestürzt.

Und da stand sie nun bei ihm. Näher, als sie es sich je hatte vorstellen können. So viel Nähe war für sie auch ungewohnt, denn es schickte sich nicht, sich in der Öffentlichkeit zu umarmen und wenn jemand sie umarmt hatte, dann war es gewiss nur Familienbande gewesen. Das hier war etwas ganz anderes. Sie kannte Buck, aber doch war er noch wie ein Fremder für sie und schon beinahe mit einem erstaunten Ausdruck blickte sie hoch zu seinem Gesicht. Was täte sie dafür, etwas größer zu sein, denn diese bestimmt schon zwanzig Centimeter Größenunterschied erschwerten es ihr, einen genaueren Blick in seine Augen zu werfen. Aber vielleicht war das auch besser so. Vielleicht wollte sie gar keinen genaueren Blick in seine Augen werfen, denn die Situation war schon verwirrend genug.

Solch eine seltsame Nähe hatte sie noch nie gehabt. Jedenfalls nicht in der Realität. Während des Schauspieles war alles möglich - sie verliebte sich, war leidenschaftlich und konnte schließlich an gebrochenem Herzen sterben, doch stets wusste sie Rolle und Realität zu trennen, sowie auch ihre große Liebe von dem Schüler, der dahinter steckte. Aber jetzt? Das hier war kein Schauspiel, oder etwa doch? Und wenn ja, hatte sie wohl das Stichwort verpasst. Natürlich hatte sie sich schon hunderte Male vorgestellt, wie jemand sie in den Armen hielt oder ihr sehr nahe war, aber stets war in ihren Gedanken das Gesicht eines gewissen Ravenclaws aufgetaucht, der sie in Gedanken nie wieder loslassen wollte. Als sie an Jensen dachte, machte ihr Herz einen kleinen Hüpfer und doch fühlte sie sich irgendwie schuldig, denn sie hatte das Gefühl, dass sie hier etwas falsch machte. Es war nicht Jensen, der ihr nun so nahe stand, dass sie seine Wärme spürte, ein Kribbeln auf ihrer Haut, wo er sie berührt hatte, sondern Buchanan. Und das verwirrte sie so sehr, dass sie ihre Angst vor dem Hausmeister und der vergangenen Gefahr vergass und ihr Körper nun aus einem ganz anderen Grund erbebte. Es fühlte sich nicht schlecht an, wie der Slytherin sie festhielt, ganz im Gegenteil und sie merkte, wie ihr Puls wieder begann zu rasen.

Er flüsterte, dann zierte ein Lächeln seine Lippen und ein seltsames, dunkles Gefühl füllte sie aus, welches ihr beinahe unheimlich, aber dennoch angenehm war. Aber etwas in ihrem Kopf sagte ihr, dass sie etwas ganz absonderlich falsch machte und diese Gedanken ließen nicht zu, dass sie sich wirklich komplett wohl bei seiner Berührung fand. Und als dann diese Worte aus dem Mund des Slytherin drangen, schlug ihr das Herz bis zum Hals.

Sie war noch ungeküsst und unschuldig, verstand nicht viel von all diesen Dingen. Im ersten Augenblick war sie sich nicht ganz sicher, ob er nicht vielleicht doch etwas ganz anderes gesagt hatte, aber die erhobene Augenbraue und das Lächeln auf seinen Zügen schien zu bestätigen, was sie dachte. Das hier ist falsch, dachte sie sich. Warum fragte er sie so etwas? Was wollte er bezwecken? Als er eben das Wort in den Mund genommen hatte, so hatte sie gedacht, dass er es nur als weiteren Scherz anführte, auch wenn sie schon da ein wenig verwirrt über ihn und ihre Reaktion darauf war, doch nun war sie vollkommen verloren. Automatisch fixierte sie ihren Blick auf die Lippen des Slytherins, stellte sich vor, wie es war, wenn er ihre berühren würde und fragte sich, ob es sich so anfühlte, wie in den Büchern beschrieben, die sie gelesen hatte. Und sie fragte sich, ob sie überhaupt wissen würde, was sie tun sollte, denn nirgendwo schien sie eine Anleitung finden zu können, wie dieses seltsame Spiel funktionierte. Es waren keine unschönen Lippen, fiel Rubina in diesem Moment des Zögerns ein, aber tief in ihrem Herzen wusste sie, dass sie das hier nicht durfte. Dass alles hier so grundlegend verkehrt war. Immer hatte sie von Jensen geträumt und wenn sie von ihrem ersten Kuss fantasierte, so wollte sie, dass es nur seine Lippen waren, die ihre berührten, während er sie fest in den Armen hielt. Nur die Lippen, von demjenigen, mit dem sie für immer zusammensein würde.

Wie sie an Jensen dachte, löste die Ravenclaw ihren Blick von Bucks Lippen, während Röte ihre Wangen überzog. Für die Ravenclaw fühlte es sich an, als hätte sie Jensen schon allein durch den Gedanken an Buchanans Lippen betrogen und sie fühlte sich dreckig und armselig. Sie wusste, dass Jensen auch andere Freundinen gehabt hatte, aber das war etwas anderes. Es war nie etwas ernstes gewesen, denn er wartete sicher noch darauf, die Richtige zu finden. Sie brauchte allerdings keine Experimente, denn sie wusste, wer der Richtige war. Sie hatte ihn gefunden, schon vor langer Zeit und nichts würde sich daran ändern.

Trotz der Wärme, trotz ihres klopfenden Herzens, fühlte sie eine tiefe Schuld in sich und mit niedergeschlagenem und immer noch verwirrten Blick schaute sie in das Gesicht des Slytherin. Sie wollte ihn nicht kränken, auch wenn sie seine Motive hinter dieser Frage nicht wirklich verstand, doch in ihrer Verwirrung und dem Chaos ihrer Emotionen, konnte sie sich nicht so ausdrücken, wie sie es eigentlich gewollt hätte. "Bitte, nicht", flüsterte sie, "Spiel nicht so mit mir." Es war die einzige logische Erklärung, die die Ravenclaw für das Verhalten des Slytherin hatte. Es war ein Schauspiel, seine Worte waren nur Schall und Rauch. Und doch konnte sie das seltsame Gefühl nicht verstehen, dass immernoch in ihr schlummerte.
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Gast


Gast

18.09.14 18:56 © Gast

dann wird es rote Rosen regnen
Denn ein Wrack ist ein Ort,
an dem ein Schatz schlummert.

RUBINA & BUCHANAN
END OF MAY 1942.



Selten gab es jemanden der ihm eine Hand entgegen streckte, jemanden der nach seiner Nähe suchte und vor allem auf ihn angewiesen war. Jeder der Buchanan besser kannte wusste, dass auf ihn selten wirklich Verlass war. Die Dinge die ihm am Herzen lagen wurden mit einer Wichtigkeit betrachtet die kaum nachvollziehbar war. Alles andere schien jedoch stets von seiner Verfassung abzuhängen, von seinem Gemüt und wie der Tag verlaufen war. Die meisten die ihn kannten, wussten, dass er niemandem die Hand reichte um ihm freiwillig zu helfen.
In diesem Moment schien die Welt einen Bruchteil lang an Wirklichkeit zu verlieren als ausgerechnet Rubina Rain ihm die Hände entgegen reckte. Denn auch wenn sie sagte, dass er es nicht tun musste, konnte er in ihren Augen sehen was sie erwartete und brauchen würde. Es ging viel länger nicht mehr darum wie er wirkte und was er normalerweise tat. Die junge Frau schien sich gerade darum nicht zu kümmern und ihm dennoch ihr Vertrauen entgegen zu sprechen. Die Furcht die sie darstellte galt nicht ihm. Ein Gedanke der ihn wohl normalerweise aus der Fassung gerissen hätte, doch so wie er dort stand blickte er nur der jungen Frau entgegen, blinzelte und war sich klar, dass nicht auch noch er die Fassung verlieren könnte. Seine Mitschülerin würde ihn nun brauchen, es war der falsche Moment um sich Gedanken darüber zu machen, dass sie beinahe liebevoll ihr Vertrauen an ihn verschenkte. Doch auch wenn er es noch so sehr gewollt hätte, schaffte er nicht sogleich aus seiner Starre zu erwachen. Die Sekunden verstrichen beinahe zu schnell. Der junge Mann brauchte seine Zeit, doch dann ergriff er tatsächlich ihre Hände und zog sie so vorsichtig zu sich hinauf auf die Beine wie er nur konnte. Dabei ging sein Atem zu seiner Beruhigung vertraut ruhig und es gab kein Anzeichen dafür, dass er sich nicht öfter von seiner freundlichen Seiten zeigte.

Eine helfende Hand, so hatte man ihn noch nie betitelt und sogleich schaffte dieser Gedanke es ihm Unbehagen zu vermitteln. War es das wie die Welt funktionierte? Er vermochte es nicht zu glauben. In seiner Welt gab es niemandem der ihm helfen würde. Der Slytherin wusste, dass wenn er an einen Abgrund hängen würde, jeder der ihm nah stand ihn schubsen würde. Keiner von ihnen würde Mitleid beweisen und keiner würde auch nur mit der Wimper zucken bei seinem Sturz. Das war seine Familie, das waren jene denen er Liebe schuldete. Allein aus diesem Grund fiel es ihm so furchtbar schwer die Ravenclaw anzusehen. Wie hatte sie nur so leichtgläubig darauf vertrauen können, dass er ihr eine Hilfe wäre? Wie hatte sie es geschafft sich so leichtgläubig zu verhalten und dabei keine Angst zu zeigen. Mit Sicherheit wäre er wütend auf die junge Frau gewesen, wenn ihr Gleichgewicht nicht schon einen Strich durch die Rechnung machen würde. Damit war sie genug gestraft, es würde ihr noch fehlen, dass der Andere sie nun mir Vorwürfen belehren würde.
Sanft legte er deswegen seine Hand auf ihren Rücken; um sie zu stützen und ihr ein Halt zu sein, den sie sonst nicht bekommen würde. Der Dunkelhaarige wollte nicht, dass sie fiel. So lag es allein in seiner Verantwortung zu helfen, dass sie es nicht tat.
Ihre Beine waren weich und schwach. Es war nur noch wenig übrig von der Schülerin die ihm vorhin in dem kleinen Gang gegenüber gestanden hatte. Nichts war mehr zu erkennen von seiner stolzen Hermia die ihm entgegen trat und ihn zurecht wies. Da war nur noch die Rain und ihre eigenen Ängste.

Für ihn war es schwer zu beschreiben, wieso er sich ihr auf einmal so nahe fühlte. Ob es daran lag, dass sie ihm Vertrauen zusprach oder daran, dass sie ihm in diesem Moment ansah, mit den dunklen Augen in denen mehr versteckt lag als nur Ansehnlichkeit. Doch natürlich ließ er sich das nicht zu sehr anmerken. Er wollte nicht, dass sie glaubte, dass er ihr gern nah wäre oder das sie bemerkte, dass er sie tatsächlich für schön hielt. Frauen hatten die schreckliche Angewohnheit aus jedem Kompliment einen Strick zu drehen und ebenso ihr Selbstbewusstsein durch solche zu steigern. Auch wenn er nicht glaubte, dass es sich bei seiner Begleiterin um eine solche Dame hielt, war Vorsicht stets besser als Nachsicht.

Doch hinter all seinen guten Vorsätzen und Absichten, schimmerte doch einen Moment zu lang der Schelm in dem Rosier hervor. Nur deswegen sprach er wohl jene Worte an die junge Frau gerichtet und zeigte das, so ungewohnte Lächeln von seiner Seite. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man wohl meinen, dass er tatsächlich Gefallen an seinem Gegenüber fand. Jedoch war es bei Buchanan nicht so einfach. Er fand nicht einfach Gefallen an Jemanden oder fraß sich einen Narren an dessen Gesellschaft. Eher fühlte er sich von allem und jedem gestört, zu absolut jeder Zeit.
Doch während der junge Mann gefühlte tausend Mal seinen Blick über sie streichen ließ, schien sie seine Worte zu entdecken. So fiel ihm beispielsweise auf wie ihr Blick hinab zu seinen Lippen glitt. Unweigerlich überkam ihm der Wunsch die selbstausgesprochene Frage zu ignorieren und nicht auf eine Antwort zu warten. Vor allem wo die Gefahr bestand, dass sie ablehnen könnte. Eine Absage ihrerseits würde bedeuten, dass er in diesem Falle nicht zu dem so ersehnten Kuss kommen würde, sondern allenfalls vielleicht noch zu einer Weiterführung der Probe. Aus seiner Sicht wäre das allerdings Verschwendung ihrer beider Zeit. Mit Sicherheit würde die junge Frau nicht wieder zurückfinden zu dem was sie verlassen hatten. Doch auch für ihn selbst würde es eine Herausforderung darstellen, an diesem Abend wieder in die Rolle des Lysanders zu schlüpfen. Wo seine geliebte Hermia sich doch eben von einer wenig ansehnlichen Seite gezeigt hatte und ihr Körper noch immer von gelegentlichen Beben geschüttelt wurde.

Ihr Blick löste sich von seinen Lippen und er schaute auf die geröteten Wangen. Es war ihr unangenehm. Seine Nähe? Oder doch nur die Frage? Aufmerksam achtete er darauf wie ihr Augen hin und her zu haschen schienen, bis sie schließlich ihn fixierten. Unter all den verstrichenen Augenblicken war das Lächeln geringer geworden und die Braue längst herab gesunken. Schließlich wollte er diesen Ausdruck nicht auf Dauer aufrecht erhalten, dass war nicht er und das würde er auch gar nicht erst zur Gewohnheit werden lassen.
Bei ihren Worten jedoch, entglitt ihm die sonst so gut gestellte Miene und hinterließ offen die Verwunderung die er auf Grund ihrer Worte empfand. Nicht das eine Absage soweit entfernt gelegen hatte, doch wie sie ihm einen Riegel vorschob, brachte ihn doch zum stutzen. Er mit ihr spielen?
Sicherlich hatte der Slytherin selten mit falschen Karten gespielt, doch in diesem Moment gab es nichts was einem Spiel glich. All seine Worte waren, wie eh und je, aufrichtig gewesen. Sie hatten das ausgedrückt, nachdem es ihm gelüstet hatte und sollten lediglich der Höflichkeit gelten. Auch wenn er im Nachhinein sich darüber ärgern konnte, dass er sie gefragt hätte. Eine solche Szenerie hätte er umgehen können, wenn er es einfach getan hätte. Doch ob der Brite damit tatsächlich Sympathie gewonnen hätte, wagte er zu bezweifeln. Nicht das er viel auf ihre Sympathie gab aber nachdem er sich ihr gegenüber so viel aufgebürdet hatte, würde er nun nicht mit einem Akt der Lust wieder zunichte machen. Dafür hatten ihn all die anderen Handlungen zuviel Mühen gekostet.


,,Ich spiele nicht'', murmelte er nachdenklich und nahm den Blick das erste Mal von ihr. Langsam ließ er diesen über die Inneneinrichtung des Raumes schweifen, während seine Gedanken ihre eigenen Wege suchten. ,,Alles was ich sagte war aufrichtig'', ergänzte er. Dabei nickte der Dunkelhaarige einmal um seine Worte zu unterstützen. Doch anstelle von der Handlung die er eigentlich begehrte, brachte er ein wenig Abstand zwischen sich und sie. Dabei stützte er sie weiterhin und wollte nicht riskieren, dass sie nun das Gleichgewicht verlieren würde. ,,Doch ich respektiere deine Absage, auch wenn ich nicht behaupten kann, dass sie mir gefällt '', begann er und schaute hinunter zu ihren Lippen. Leise schnalzte er mit der Zunge, ehe er wieder den Blick abnahm.
,,Wer weiß, eines Tages vielleicht nehme ich mir dann einfach den Moment und beweise, welch Verschwendung es war am heutigen Tag Nein zu sagen'', scherzte er und schaute hinab zu dem Wasser der Wanne. Vielleicht hätte er sie vorhin doch hineinwerfen sollen, dann hätte er zumindest für einen Moment tatsächlich etwas zu Lachen gehabt. Doch für solche Handlungen wurde er allmählich doch zu alt und die Etikette würde es ihm nie verzeihen wenn er das tun würde. Schließlich glich es nicht der alten Schule eine Dame in eine Wanne zu schieben.
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Rubina Rain


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18.09.14 20:51 © Rubina Rain



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BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Ruby bemerkte nur nebenbei, wie sich Buchanans Gesichtsausdruck veränderte, während sie mit ihrer Antwort zögerte. Wie sollte sie es ihm sagen? Es liegt nicht an dir? Nun, eigentlich lag es ja an ihm. Aber nicht in dem Sinne, wie er wohl solch einen Satz auffassen würde, denn das Problem war Jensen. Nein, der Ravenclaw war kein Problem. Buchanan war das Problem, aber das konnte sie nicht so einfach herausposaunen. Es war nicht so, dass sie ihn nicht mochte und wenn sie ihn so betrachtete, kam ihr in den Sinn, dass viele Mädchen ihn wohl für sehr attraktiv halten mussten. Ruby sah meistens nie, was die Mädchen sahen, waren ihre Augen doch nur für Jensen bestimmt, aber wenn sie so darüber nachdachte, konnte sie das Getuschel ihrer weiblichen Schulkameraden verstehen. Aber nicht, dass das irgendeine Bedeutung für sie hatte. Buchanan war für sie ein Freund, mehr nicht. Und auf keinen Fall jemand, mit dem sie einen Kuss teilen wollte, auch wenn sie einen Moment darüber nachdachte, dass sie sich vielleicht doch einen Kuss des Slytherins herbeiwünschte. Aber nur um zu spüren, wie es sich anfühlte, nicht um irgendetwas zu initiieren.

Obwohl ihr Herz laut klopfte, fragte sie sich, was Buchanan eigentlich damit bezwecken wollte. Erst jetzt kam ihr in den Sinn, dass er es vielleicht wirklich so meinte, dass es vielleicht doch Liebe war. Vielleicht empfand er das für Ruby, was sie für Jensen empfand und auch er hatte nie den Mut gehabt, es ihr zu sagen, so wie sie nie den Mut fand, mit Jensen zu sprechen. Denn wie konnte man so ein Gespräch über die Gefühle denn überhaupt anfangen? Aber die Ravenclaw verbot sich diesen Gedanken sogleich, denn es musste absoluter Unsinn sein. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass jemand anderes sie tatsächlich mögen würde, wenn nicht gar lieben. Bei Jensen hoffte sie, dass es so sei, denn er war was anderes, aber nie im Traum wäre ihr eingefallen, dass es je jemanden anderes geben würde, der so etwas für sie empfinden könnte. Und auch wenn sie nicht über Buchanan urteilen wollte, fragte sie sich, was seine Vorstellungen waren, wie es nach einem Kuss weitergehen sollte? Wollte er damit ausdrücken, dass er wirklich mit ihr zusammen sein wollte, mit ihr leben wollte, oder war er einer dieser Schurken aus Büchern, die mit den Herzen junger Damen spielte? Eigentlich hätte sie Buchanan nie so eingeschätzt, aber jetzt regten sich die Zweifel. Für Ruby gab es keinen Kuss, wenn es nichts für die Zukunft bedeutete. Es sollte in ihrem Leben nur einen Mann geben. Und dieser Mann konnte ganz gewiss nicht Buck sein, doch sie wollte ihn auch nicht verletzen, vor allem nicht, wenn da doch mehr war.
Ach, warum hatte er nur diese verdammte Frage gestellt? Sie machte alles kaputt!

Als Bucks Miene nach ihrer späten Antwort Verwunderung ausdrückte, spürte Ruby einen kleinen Stich in ihrem Herzen. Was hatte er sich denn gedacht? Dass sie sich gleich dem Nächstbesten an den Hals werfen würde? So war sie nicht, so was war unmöglich für sie. Doch noch immer verwirrten sie ihre Empfindungen, denn trotz ihrer Zweifel war es ihr nicht unangenehm, ihm so nah zu stehen und sein Geruch schien ein sehr besonderer und angenehmer zu sein. Außer natürlich, es war der Geruch und die Wärme, die hier im Vertrauensschülerbad immer herumwaberten, was bestimmt die logischste Erklärung war. Denn noch immer spukte Jensens Gesicht in ihrem Kopf herum, bohrte sich tief in sie hinein und hinterließ Schuldgefühle.

Dann sagte er die Worte, vor denen sich die Ravenclaw gefürchtet hatte: Ich spiele nicht. Alles was ich sagte, war aufrichtig. Also war es doch das, was sie nicht glauben konnte? Das Unmögliche? Sein Blick wandte sich zum ersten Mal seit einiger Zeit von der Ravenclaw ab und sie fragte sich, ob er sich von ihr verletzt fühlte. Wenn sie das hier alles tatsächlich falsch einschätzte, wenn er sich ihr wirklich öffnete, ihr irgendetwas damit sagen wollte? Noch mehr Schuldgefühle gruben sich in die Ravenclaw und sie war mit der Situation überfordert. Was sollte sie sagen? Beinahe hätte sie sich entschuldigt, doch bevor sie die Worte aussprechen konnte, biss sie sich auf die Zunge, sodass nur ein kleiner und beinahe heiserer Laut über ihre Lippen wich. Wahrscheinlich würden solch leere Worte alles nur noch schlimmer machen, als es schon war und darauf legte es Rubina definitiv nicht an. Sie wollte ihm nichts Böses, verstand aber auch nicht ganz, was er von ihr wollte. Wenn er doch nur seine Absichten ihr gegenüber etwas deutlicher aussprechen würde, dann wüsste sie vielleicht, was sie darauf antworten sollte. So blieb sie aber demnächst stumm, merkte aber mit einem weiteren schmerzlichen Stich in ihrem Herzen, wie er ein wenig mehr Abstand zwischen sich und ihr hielt, obwohl er sie noch immer festhielt. Sie wollte ihm einfach nicht wehtun, falls sie es tat.

Er akzeptierte ihre Absage, sagte er, doch sie konnte seinen Blick nicht deuten. Was meinte er wirklich? Was verbarg sich hinter seiner Maske, hinter seinen kalten Augen? Sie spürte seinen Blick auf ihren Lippen und schon dies genügte, um bei der Ravenclaw ein Kribbeln auf eben diesen auszulösen. Warum brachte ein Blick des Slytherins einen angenehmen Schauer über sie? Sie konnte keine Antworten darauf finden, doch zumindest etwas Positives hatte die neue Verwirrung gebracht: Pringle war nicht mehr in ihren Gedanken. Die Angst war der Verwirrung gewichen und einer neuen Angst: Der Angst, dem Slytherin mit weiteren Worten wehzutun und der Angst, Jensen zu verraten, etwas Falsches zu tun. Zählte diese Nähe zum Slytherin schon als Betrug? Sie wusste es nicht, auch wenn sie wusste, dass Jensen nicht immer gut auf andere Slytherins zu sprechen war. Würde er sauer sein, wenn er je davon erfahren würde? Natürlich war dies Szenario sehr unwahrscheinlich, aber was wenn? Würde er sie verurteilen? Vielleicht hatte Ruby mit ihrem rebellierenden Körper vielleicht gar den Eindruck geweckt, dass sie etwas Hilfe brauchte, allerdings Hilfe auf eine ganz andere Art und Weise, die Ruby nicht ansatzweise gefiel.

Das Zittern ihres Körpers war beinahe verschwunden, nur ihre Knie waren noch schwach, obwohl sie sich fragte, ob das wirklich noch an der Angst lag, die sie vorher gespürt hatte, oder an Buchanan. Doch als er scherzte, spürte sie, wie eine ungeahnte Kraft durch sie fuhr und ihren Körper anspannen ließ. Was hatte er da gesagt? Das konnte doch nicht sein ernst sein? Ja, vielleicht war es nur ein Scherz gewesen, doch diese Worte weckten in der Ravenclaw nur ein brodelndes Gefühl und Hitze, die durch sie strömte. Die Nähe und die darauf resultierende Wärme wurden der Ravenclaw zu viel und sie löste sich so rasch wie möglich aus Buchanans Griff. Vielleicht nicht die beste Idee, denn für einen Moment dachte sie, dass ihre Beine sogleich wieder nachgeben würden, aber sie fand nach kurzem Zögern ihr Gleichgewicht und merkte erleichtert, dass ihre Beine nicht mehr komplett aus Wackelpudding waren. Zwar war ihr immer noch etwas schummerig, aber es war um Meilen besser, als es vor wenigen Minuten noch gewesen war.

Sie verstand den Slytherin nicht, weder seine Gedanken, noch seine Absichten, aber das ging zu weit. Sie waren keine Verliebten, all dies überbot die Formen der Höflichkeit schon bei Weitem. Was dachte er sich denn überhaupt? Dass sie ein kleines und naives Gör war? Hatte er da tatsächlich Verschwendung gesagt? Glaubte er denn, alle müssten ihm sofort zu Füßen liegen, ihn anschmachten? Sie wollte so nicht über Buchanan denken, konnte es nicht wirklich begreifen, aber in diesem Moment war ihr Impuls, von ihm Abstand zu halten, zu groß. Was, wenn doch? Was, wenn er doch Mädchen das Herz brach? Jeder einen Kuss schenkte, die naiv genug war und es mit sich machen ließ? Wahrscheinlich war ein Kuss gar nichts für ihn und ohne größere Bedeutung. Aber für Rubina war es etwas Besonderes. Etwas, was sie nicht mit jedem teilen wollte. Und sie war gewiss nicht jemand, der sich von gutem Aussehen und charmanten Worten beeindrucken lassen würde. Ihr ging es stets um das Innere einer Person und Buchanans war viel zu verwirrend und undurchsichtig.

"Darauf brauchst du gar nicht zu warten. So ein Moment wird nicht kommen", antwortete die Ravenclaw, vielleicht sogar schärfer als beabsichtigt. Aber sie wollte ihm ihren Standpunkt klar machen und sie war davon überzeugt, dass es nichts bringen würde, sich schwammig auszudrücken. Natürlich spürte sie Nervosität, während sie diese Worte sagte. Sie war nicht gut in solchen Konfrontationen, vor allem, wenn es noch das männliche Geschlecht betraf, welches sie kaum einschätzen konnte. "Du sagst du bist aufrichtig, aber ich kann dir nicht glauben", fuhr die Ravenclaw fort, nun etwas vorsichtiger, denn tief in ihrem Herzen fürchtete sie sich vor Buchanans Reaktion. Auch wenn sie wusste, dass er ihr nicht wehtun würde, konnte sie das ungute Gefühl nicht vermeiden. "Ich weiß nicht, was du hier spielst. Aber ich bin dafür nicht zu haben." Ein leichtes Zittern schlich sich in ihren letzten Satz, zeigte ihre Nervosität. Ihre Fassung zu bewahren, fiel ihr in diesem Augenblick unglaublich schwer. Sie konnte nicht in eine Rolle schlüpfen, nicht schon wieder, nicht so schnell. "Falls ich dir einen falschen Eindruck hinterlassen haben sollte, so verzeih mir. Aber ...", sie suchte nach den richtigen Worten, "... das ist einfach zu viel verlangt." Sie wusste nicht, ob sie sich gut und verständlich ausgedrückt hatte, hoffte aber, dass er ihre Worte richtig verstehen würde.
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28.09.14 18:55 © Gast

dann wird es rote Rosen regnen
Denn ein Wrack ist ein Ort,
an dem ein Schatz schlummert.

RUBINA & BUCHANAN
END OF MAY 1942.




Auch wenn man es Buchanan nicht ansehen zu vermochte, ihm gefiel dieses hin und her. Dieses lebendige Katz und Maus Spiel zwischen sich und der Ravenclaw und all die Verwirrung die er mit jedem seiner Worte in ihr stiftete. Hätte er gewusst, dass sie unter all seinen Handlungen eine verborgene Liebe oder Zuneigung vermutete, hätte der junge Mann allenfalls gelacht über diesen äußerst dubiosen Scherz. Er selbst war kein Mann der großen Gefühle, ebenso wenig fand er seinen Gefallen daran die Nähe Anderer auszukosten und war es nicht schwer zu erahnen, dass er keinesfalls in Rubina Rain verliebt war. Eine Frau die Buchanan bändigen wollte, musste Feuer besitzen und zugleich unerschütterlicher Natur sein. Dementsprechend das Gegenteil von der verlegenen Ravenclaw. Ihre schlotternden Knie und ihr, beinahe panischer Anblick schafften es allenfalls in ihm etwas wie ein geringes Amüsement zu wecken. Es gefiel ihm ihr dabei zuzusehen wie sie langsam aber sicher in sein gesponnenes Netz verlief und sich in ihren eigenen Gedanken verlor. So viel Unsicherheit konnte nur die Wahrheit und die Wirklichkeit nach vorne tragen. Hier zwischen ihnen war kein Platz mehr für eine Maske die sie aufsetzen konnte um sich zu schützen. Auch wenn sie es versuchen würde, so gab der Slytherin ihr nicht die Möglichkeit sich selbst anders darzustellen als sie wäre und zwang sie beinahe zu einer Unverblümtheit, die an Unverschämtheit grenzte. Doch unter all dem trügerischen Schein die sich auf der Miene des jungen Rosiers abspielte, sollte niemand glauben, dass er tatsächlich nur seinen Unsinn mit ihr trieb. Denn hinter all seinen seinen Worten und der Bitte um einen Kuss, steckte tatsächlich die Wahrheit. Auch wenn jeder die Wahrheit für sich selbst bildete und nur an das glaubte, woran er glauben wollte, so entstand die Bitte tatsächlich aus einem Gefühl heraus.
Zwar nicht aus Liebe oder versteckter Zuneigung wie die Andere es vermutete, sondern aus einem viel natürlicheren Instinkt heraus. Mit ihren dunklen Augen, den schier endlosen Wimpern und den vollen Lippen, hatte sie es geschafft mehr als nur Eindruck bei ihrem Mitschüler zu hinterlassen. Er begehrte sie. Er wollte wissen wonach ihre Lippen schmeckten und wollte ihr nur für einen kurzen Augenblick nah sein. Liebe war etwas für Kinder und Schwächlinge, gleichzeitig so vergänglich wie eine Blüte. So stand es mit der Versuchung wiederum ganz anders, sie war lebendig und fühlte sich atemberaubend an. Prickelnde Wärme die über jeden Teil seines Körpers fegte und ihm schier die Vernunft raubte.
In seiner Familie hatte es nie ein intaktes Bild von Liebe gegeben, jedoch wusste er, dass es nicht bedeutete, dass seine Eltern nicht glücklich miteinander waren. Vielleicht nicht wie andere Paare, dennoch schienen sie von innen heraus ein Gefühl zu besitzen was sie miteinander verband und ein anderes was sie einander näher brachte.

Doch Buck wollte Rubina nicht als seine Freundin, er konnte sich nicht vorstellen wie es wäre der eine zu sein. Alles was er wollte war für einen kurzen Moment ihr nah zu sein, er wollte sie fühlen und wollte wissen, ob weitaus mehr in ihr schlummerte als nur die verträumte Hermia.
Daher ruhten all seine Worte auf der Wahrheit und waren keinesfalls nur eine Farce um sie hinein zu legen. Sicherlich erhoffte sie, einen tieferen Sinn darin zu sehen als nur die Tatsache, dass sie tatsächlich in den Augen des Anderen ansehnlich war und eine Wirkung auf ihn hatte, von der sie selbst nur wenig erahnte. Doch zugleich wollte er, dass sie genau das wusste. Das sie wusste warum er ihr nah sein wollte und das sie wusste, dass er sie begehrte. Alles schien so kompliziert zu sein wenn er es ihr erklären wollte, wo sie doch nicht einen Augenblick an seine Ehrlichkeit zu glauben schien.

Ein wenig überrascht war er gewesen auf Grund ihrer Geste, sich aus seinen Armen zu lösen. Auch wenn er sogleich wieder einen Schritt auf sie zumachte, nicht weil er ihre Bedürfnisse missachtete, sondern einfach weil alles in ihm fürchtete, dass sie gleich fallen würde. Ihre Beine wirkten unsicher und er glaubte nicht daran, dass diese sie halten würden. Als sie es doch taten, machte er sogleich den Schritt wieder zurück um ihr den Abstand zu schenken, den sie wollte.
Das er mit seinen nächsten Worten, nur auf eine noch dickere Abwehrmauer traf, hatte er nicht gedacht. Seine Wirkung auf andere Damen war ihm nicht entgangen und so schien er sichtlich verwirrt, dass Ruby nun so großen Abstand zwischen sich und ihn brachte. Schließlich hatte er allenfalls mit seinen charmanten Worten überzeugen wollen, jedoch nicht zu nahe treten wollen. Es war ein leichtes für ihn zu erkennen, dass es nicht wirklich an ihm lag, dass sie solchen Abstand suchte. Beinahe benahm sie sich so, als würde er sie zwingen ihren Geliebten zu Betrügen, als wäre er nicht Lysander der zu seiner Hermia sprach, sondern jemand der eben die Frau aus den Armen eines Anderen entreißen konnte. Allerdings wusste er nicht, dass die Ravenclaw einen Freund hatte. Also weswegen benahm sie sich so? Noch bevor er allerdings lange denken musste, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen und er begriff. Nur weil es niemanden an ihrer Seite gab, würde es noch lange nicht bedeuteten, dass ihr Herz frei in ihrer Brust schlug. Die ganze Szenerie gewann für den jungen Mann an Würze und es fiel dem Briten schwer nicht in diesem Augenblick ein hämisches Grinsen auf seine Lippen wandern zu lassen. Tatsächlich schien die Andere verliebt und sich diesem einfältigen Gefühl gänzlich hingegeben zu haben. Wie konnte sie nur? Welch Verschwendung. Das Wort hallte lange in seinen Ohren wieder, ehe er für eine Zeit lang den Blick von ihr wandte und darüber nachdachte, wer es vielleicht geschafft haben könnte, dass Herz der jungen Frau zu erquicken.
Doch ihre Stimme war es, die ihn zwang den Blick wieder auf sie zurichten. Rosier schien beinahe gespannt darauf was ihm nun entgegengebracht werden würde. In diesem Moment allerdings, konnte er nicht länger vermeiden, dass die Belustigung ihm ins Gesicht zu kommen schien. Ein solcher Moment würde nicht kommen? Wollte sie ihr Leben auf ewig für den Einen verschließen der nicht kam? Ein erheiternder Gedanke vor allem wenn man seine Einstellung zu jener speziellen Thematik bedachte. Welch naive und kindlichen Gedanken sie doch an den Tag legte.

,,Einen falschen Eindruck?'', hinterfragte er. Die Belustigung wich von seiner Miene und Buchanan ertappte sich dabei, wie er längst wieder mit den Gedanken von ihrer gemeinsamen Szenerie gewichen war und seinen eigenen Strängen nach hinkte. ,,Nein'', beantwortete er die Frage für sich selbst und nickte einmal mehr.
Langsam nur machte er noch einen Schritt auf sie zu und das amüsierte wich von seinen Zügen. ,,Eines Tages wird dir jedoch klar werden, dass du all die Jahre verschwendet hast, sitzend zwischen all den kostbaren Früchten sehnst du dich nach jener die dein Herz verlangt, auch wenn du wohlwissend bist, dass du sie nicht erreichen wirst'', seine Stimme gewann an Schärfe und nun brachte er wieder Abstand zwischen sich und die Brünette. Der Dunkelhaarige zog die Augenbraue hoch und musterte sie voller Skepsis. ,,Verhungere bloß nicht Miss Rain'', riet er ihr wobei die ausgesuchten Worte vor einer Doppeldeutigkeit trieften, die nur von der Schärfe seiner Stimme übertrumpft werden konnte.
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Rubina Rain


PRETTY CLEVER EAGLE
PRETTY CLEVER EAGLE
NUMMER ZWEI
MADEMOISELLE HERZSCHMERZ


ONCE THERE WERE SWEET POSSIBILITIES I COULD SEE JUST FOR ME, NOW ALL MY DREAMS ARE JUST MEMORIES FATED NEVER TO BE. IT'S SUCH A SHAME, I'M SUCH A SHAM.
NO ONE KNOWS WHO I AM


28.09.14 20:50 © Rubina Rain



Lysander riddles very prettily

BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Rubina war weiterhin überfordert mit der Situation, und als Buck in ihre Augen sah, hatte sie das Gefühl, das er das durchschaute. Doch trotzdem blieb diese unbestimmte Wut in ihr, da sie Buchanan einfach nicht verstand. Was wollte er von ihr? Was sollten diese Andeutungen? Was sollte solch ein Kuss für ihn bedeuten?

Rubinas Herz klopfte vor Nervosität, vor Anspannung, vor Verwirrung und doch auch vor einer ungewöhnlichen Angst. Irgendwas im Gesicht Buchanans flößte ihr Angst ein, ließ ihren Puls rasen. Ansonsten war der Slytherin immer so kühl, distanziert und unnahbar und jetzt schien er gerade nach Nähe und Zärtlichkeit zu suchen. So kannte sie ihn nicht und genau das machte ihr Angst.

Nach ihren Worten herrschte für einen Moment Stille, in welchem Rubina ihren Atem viel zu laut im Vertrauensschülerbad hörte. Sie wusste nicht, ob die Worte richtig waren, ob sie ihm sagten, was sie fühlte und dachte. Immer wieder blitzte Jensens Gesicht vor ihrem inneren Auge auf und machte die Verwirrung in Rubinas Geiste komplett. Sie fühlte sich so schlecht und schuldig und wünschte sich nur noch, im Gemeinschaftsraum zu sein. Vielleicht schätzte sie Buck falsch ein, egal wie unsinnig dieser Gedanke klang. In ihrem Herzen schlang auch die Angst mit, dass sie diesen Mann verletzte, der sich doch sonst nie öffnete. Er hatte ihr vertraut, ihr mehr gezeigt, als sie je gedacht hatte, von ihm zu sehen. Missbrauchte sie sein Vertrauen nun? Tat sie ihm weh?

Aber sie hätte sich gar nicht so viele Sorgen machen müssen. Auf Buchanans Gesichtsauszügen war ein amüsanter Ausdruck erschienen, der Rubys Herz noch höher schlugen ließ und in ihrem Kopf wiederholten sich wieder Geschichten aus Büchern, Gedichten und Märchen, in denen es immer wieder Männer gab, die mit einem Kuss etwas ganz anderes verbanden, als Rubina. Auch wenn ihr Gehirn es verneinte und es nicht wahrhaben wollte, schien sich die Befürchtung zu bestätigen, dass Buchanan vielleicht genau so ein Mann war. Ein Charmeur, der sich mit einer falschen Maske bedeckte und den Menschen vorgaukelte, dass er sich für niemanden kümmerte. Und wenn er dann einem Mädchen sein wahres Ich zeigte, dachte er wohl, dass das Mädchen in Ohnmacht sinken müsse, da sie dann denken würde, dass sie das Mädchen war, dem er sich offenbarte und dem er sein Herz schenkte. Und doch wäre das alles dann eine Lüge. Es würde nichts Aufrichtiges dabei sein.

Zunächst wiederholte Buchanan die Worte der Ravenclaw und als sein amüsanter Ausdruck nun wieder verflog und von der üblichen starren Miene abgelöst wurde, war dies für Rubina noch unheimlicher, als der amüsante Gesichtsausdruck, der eben noch auf seinen Zügen gelegen hatte. Wieder schien er kalt und unnahbar und seine eisblauen Augen bohrten sich in Rubinas Herz und Seele, wie ein Eiszapfen, der sich um sie bildete, sie umklammerte. Es war ihr unheimlich, genauso wie es ihr unheimlich war, was für eine Wirkung der Slytherin auf sie hatte. Er brachte sie so sehr durcheinander und ließ sie an ihren Gefühlen zweifeln, brachte vielmehr ihre Gefühle durcheinander.

Er nickte und Ruby blickte ihn fragend an, doch dann trat er einen Schritt auf sie zu und die Ravenclaw versuchte instinktiv zurückzuweichen. Weit würde das nicht mehr sein, denn sie spürte, dass sich nur noch wenige Zentimeter hinter ihr die Wand des Vertrauensschülerbades befand. Diese Ausgangslage war ihr unangenehm. Wo sie eben noch die Nähe des Slytherin genossen hatte, fürchtete sie sich nun davor, was passieren würde, wenn er ihr zu nah kam. Doch trotz der Angst brodelte noch immer Wut in ihr, trotz des Gefühls der Kälte in ihrer Brust, war ihr ansonsten so unglaublich heiß.

Doch als seine Worte erklangen, konnte Rubina nicht anders, als einen erstickten Laut der Verwunderung zu machen. Woher wusste er von Jensen? Wer hatte ihm verraten, dass sie den älteren Ravenclaw innig liebte? Wer wusste überhaupt davon? Es könnte sich nur um Kimberly handeln, aber sie würde niemals mit Buchanan über solche Angelegenheiten sprechen. Also Jensen selbst? Nein, das konnte nicht sein. Auch er wäre nicht der Typ für so was - oder? Außerdem wusste er ja nicht, dass Ruby ihn liebte, sonst hätte er doch irgendwann irgendetwas gesagt. Immer noch war Verwirrung in ihr, doch dann realisierte die Ravenclaw langsam, was der Slytherin dort wirklich sagte.

Seine Worte beschleunigten ihren Herzschlag, doch gleichzeitig war ihr übel und in ihrem Gesicht zeigte sich die Abscheu vor Buchanans Worte. Sie hätte ihn nie so eingeschätzt und nie gedacht, dass er wirklich so ein Mensch war. "Du widerst mich an", erklärte sie, ihre Stimme scharf, doch ruhig. Mehr brauchte sie nicht zu sagen. Wäre es hier ein anderer Ort, eine andere Zeit, dann würde ihr Gesicht eine rote Farbe annehmen, denn über solche Dinge sprach man nicht. Darüber wollte sie auch gar nicht sprechen. Doch in diesem Moment hatte sie das Gefühl, dass es angebracht wäre, so ruhig wie möglich zu bleiben, sich nicht zu schämen. Zudem war das gar nicht so schwer, denn Gefühle wie Wut und Abscheu kamen nun langsam an die Oberfläche. Die brauchte sie nicht verstecken, die konnte er ruhig sehen. Sollte er doch sehen, wie widerlich seine Worte in ihren Ohren klangen.
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29.09.14 18:45 © Gast

dann wird es rote Rosen regnen
Denn ein Wrack ist ein Ort,
an dem ein Schatz schlummert.

RUBINA & BUCHANAN
END OF MAY 1942.



Buchanan wusste nicht mit welcher Reaktion er gerechnet hatte. Menschen waren nicht zur Einsicht fähig, dass sah er an sich selbst gut genug und sie lernten selten bis nie aus ihren Fehlern. Wenn sie es als ihre Fehler ansahen, was noch seltener geschah als eine Veränderung im Verhalten. Deswegen wunderte es ihn auch nicht besonders, dass Rubina mit Zorn auf seine Worte reagierte, auch wenn er natürlich über ein 'Oh du bist so weise Buchanan' oder ein 'Natürlich hast du Recht Buchanan, wie konnte ich nur so blind sein', erfreuter gewesen wäre. Doch tatsächlich schienen Frauen ihm ungern Recht zu geben und noch weniger mochten sie es, wenn man ihnen die Wahrheit ins Gesicht sagte. Auf ein: hörst du mir zu, musste die Antwort immer ein Ja sein und auf die Frage nach dem Aussehen, musste immer mit Komplimenten beantwortet werde, selbst wenn die Frau aussah wie eine überreifer Kürbis. Leider besaß der Rosier nicht unbedingt das Talent in solchen Momenten zu Lügen oder generell die Unwahrheit zu sprechen um Anderen zu gefallen. In seiner Art war er aufrichtig und zugleich einzig. Auch wenn er damit noch so viele Kontroversen auslöste.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit lag es vor allem daran, dass er in einem Gestrüpp aus Unwahrheiten und Lügen aufgewachsen war. Von der vielen Heuchelei hatte er genug, dass musste er oft genug tun um zu Gefallen, wobei es gerade dem jungen Mann nie darum gegangen war zu gefallen oder Anderen eine Freude zu bereiten. Wegen jenen Disputen die sein Zuhause ausmachten und vor allem seine Vergangenheit geprägt hatten, schienen die Worte der Ravenclaw bei ihm exakt nichts auszumachen. An seiner Miene änderte sich nichts und er blinzelte nur einmal, ehe er ihr den Rücken zudrehte. Beinahe als hätte er nichts gehört und würde nun von dannen ziehen wollen. Dabei hatte er sie sehr wohl gehört, nur machte der Slytherin sich schon länger nichts mehr daraus was Andere über ihn zu sagen pflegten und so kostete es ihn nicht mehr als einen Wimpernschlag das gesagt zu verarbeiten. Jedoch perlte es an ihm ab wie Regen an einem Fenster.

Die Schritte bereits auf die Tür des Badezimmers zu machend, drehte er sich noch einmal um und blinzelte einmal mehr als es nötig war. Sichtlich nachdenklich legte seine Stirn sich in Falten und er suchte nach den richtigen Worten die er sprechen wollte.
,,Eines Tages wirst du begreifen, dass nicht Ich dich angewidert habe, sondern die Wahrheit dich anwiderte in dem Moment in dem ich dich aussprach. Wer weiß, vielleicht werde ich sogar noch Teil deiner Erkenntnis'', sagte er und nickte einmal als Stütze seiner Worte. Damit griff er nach dem Knauf der Tür und drehte ihr den Rücken zu, langsam nur stieß er die Tür auf und gab ein leises Schnalzen von seiner Zunge.
,,Eine wunderschöne Nacht dir, Rubina. Lass dir nur nicht deinen Lysander verderben'', murmelte er feixend und verließ mit diesen Worten den so gut geschützten Raum.
Amüsant, dass er doch gedacht hatte ein Geheimnis von Hogwarts zu betreten in dem Moment in dem er das kleine Badezimmer entdeckte, doch das wirkliche Geheimnis was er entdeckt hatte, war ein anderes.

Seine Gedanken glitten noch ab und an zu der Brünetten während er mit langsamen Schritten durch die dunklen Gänge und Flure schlich. ,,Oh ärgert euch an meiner Unschuld nicht'', wisperte er seinen Text und dachte zurück an Lysander und Hermia die in der Dunkelheit flüchteten. Wenn seine Mitschülerin tatsächlich aus solchen Geschichten ihre Hoffnungen zog, dann war es kaum verwunderlich, dass sie so empfindlich auf seine Worte reagiert hatte. Auch wenn sie ihm beinahe gleich war, konnte er noch immer ihre Stimme hören, konnte vernehmen wie sie gesagt hatte, dass er sie anwiderte und glaubte nicht daran, dass sie eine besonders gute Leistung erbringen könnten, wenn sie ihre Rollen spielten. Denn auch wenn er Rubina für eine gute Spielerin hielt, für jemanden mit einer akkuraten Maske und gut durchdachten Handlungen, so war sie noch immer eine Frau. Frauen neigten dazu alles zu dramatisieren und ebenso alles persönlich zu nehmen was man ihnen sagte.
Ein Problem mit dem er sich oftmals konfrontiert sah und dennoch, störte es ihn, dass ausgerechnet das Mädchen was einigermaßen Talent besaß hatte er vergrault und würde nun wieder auf die zweitklassigen Amateure in ihrer Gruppe zurückgreifen müssen. Verflucht. An sich war das nicht unbedingt der Plan gewesen mit dem er hatte arbeiten wollen, doch war er niemand der sich entschuldigen würde und noch weniger jemand der eine Entschuldigung überzeugend von den Lippen bekommen würde. Das ganze schien also immer besser für ihn zu werden und mit Sicherheit würden noch eine menge Überraschungen auf ihn zukommen.
Im Gemeinschaftsraum angekommen setzte er sich vors Feuer, schnappte sich die Lektüre und las erneut die wenigen Zeilen ihrer Szene. Frauen, anstrengende Materie. Warum mussten diese so kompliziert sein, konnten sie sich nicht einfach anfreunden mit dem was man ihnen sagte? Oder am Besten rational ihre Gefühle ausstellen? Gefühle! Pah. Mit denen konnte er generell nichts anfangen und auch die junge Frau würde daran nichts ändern, niemand würde je etwas daran ändern können. Nicht einmal seine Zukünftige, diese würde sich allenfalls damit anfreunden müssen, dass ihr Mann ein Stein war. Mit Steinen sprach man nicht über Gefühle, bis das jedoch eine Frau begriff, würde er noch vielen von ihnen auf die Füße treten.
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Rubina Rain


PRETTY CLEVER EAGLE
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29.09.14 20:02 © Rubina Rain



Lysander riddles very prettily

BUCHANAN ROSIER && RUBINA RAIN
END OF MAY 1942 | FIFTH FLOOR HALLWAY | NIGHT-TIME


Als hätte sie nichts gesagt, als wäre überhaupt nichts passiert, drehte sich Buchanan einfach um. Ihre Wut verschwand wieder so schnell, wie sie gekommen war, denn die Ravenclaw war ein Meer von Gefühlen, die mit jeder neuen Welle weggespült wurden und sich veränderten. Sein abruptes Umdrehen brachte ihr wieder die Schuldgefühle, die sie eben noch verspürt hatte. Er hatte sich ihr so sehr geöffnet und ihr vertraut und nun hatte sie alles verspielt, ihn verletzt. Egal wie unverständlich sie den Slytherin fand, wie sehr sie ihn eigentlich in diesem Moment für seine Art verabscheute, konnte sie nicht verhindern, dass ein ungutes Gefühl an ihr nagte. Aber was hätte sie tun sollen? Sie hatte ihn nicht küssen wollen und ganz sicher auch nicht... anderes. Das wäre nicht sie gewesen, es wäre falsch gewesen und der Slytherin musste dies akzeptieren.

Noch einmal drehte er sich um und sein Blick sorgte dafür, dass der Ravenclaw ein kalter Schauer über den Rücken fuhr. Er schien nachzudenken, nach den richtigen Worten zu suchen, doch als er sie aussprach, klangen die Worte in den Ohren Rubinas so falsch wie es keine anderen Worte je getan haben. Nein! Alles was der Slytherin sagte, waren Lügen. Er war nur ein Schauspieler, immer mit einer Maske, die sein wirkliches, abscheuliches Ich verdeckte. Schon zuvor hatte die Ravenclaw ihn immer für kühl und unnahbar gehalten und als sie sich etwas näher kennen lernten, hatte sie gedacht, dass er hinter der Maske vielleicht einen wirklichen netten Menschen versteckte, der sich verbarg, da er vom Leben gezeichnet war. Aber nun erkannte sie seinen wahren Kern, so glaubte sie. Ein abscheulicher Herzensbrecher, getrieben von niederen Motiven.

Der Slytherin wünschte ihr eine gute Nacht und verließ das Vertrauensschülerbad. Sogleich fiel alle Abspannung von der Ravenclaw, denn jetzt war es endlich vorbei. Die letzten Minuten waren so verwirrend für sie gewesen, doch nun konnte sie erstmal versuchen, dies alles zu verarbeiten. Ausatmend lehnte sie sich an die Badwand, die kühle Temperatur traf angenehm auf ihre, wie Rubina feststellte, erhitzte Haut und sie schloss die Augen. "Dieser verfluchte...", begann Rubina murmelnd und wollte fluchen, doch ihr fehlten die Worte. So hätte dieser Abend nicht enden sollen, nicht in einem kompletten und verwirrenden Durcheinander. Sie konnte Buchanan nicht verstehen und verstand selbst nicht, wie sie ihn bislang so schlecht hatte eingeschätzt.

Noch einige Male ein- und ausatmend verharrte Rubina in dieser Position, bis sie sich schließlich von der Wand löste und auf die Ausgangstür zubewegte. Hinter dieser Tür würde wieder nur Dunkelheit auf sie warten und vielleicht sogar Pringle. Aber sie musste sich zusammennehmen und hier heraus. Immerhin war sie ja Vertrauensschülerin von Ravenclaw und hatte das Recht, noch einmal die Gänge nachzuprüfen, wenn ihr etwas suspekt vorkam. Sie hoffte, Pringle würde nicht zu einem Professor oder Schulleiter rennen und den vermeintlichen "Schüler" anschwärzen, den Rubina "gefangen genommen" hatte. Aber nein, sie brauchte sich darum nicht zu viele Gedanken machen. Auch viele Professoren würden wahre Missetäter nicht zu Pringle schicken, da sie auch nicht alle seine Methoden befürworteten. Und sonst würde sie sich einfach etwas einfallen lassen müssen. Beinahe hätte Rubina aufgelacht. So viele Scherereien, die sie nun auf sich genommen hatte, wegen dieser Theaterszene, wegen Buchanan. Und nun war der Slytherin einfach verschwunden, hatte sie, in ihren Augen, sehr gekränkt und diesen Abend ruiniert.

Der Weg zum Ravenclawgemeinschaftsraum war schneller geschafft als gedacht. Trotzdem war sie erleichtert, als sie das Rätsel des Türklopfers richtig lösen konnte und sich endlich im Ravenclawgemeinschaftsraum befand. Sie blickte sich, so wie ihre Pflicht es ihr vorschrieb, einmal um und entdeckte noch einige Ravenclaws, die vor dem Kaminfeuer sitzten und denen sie zunickte. Bis 21.30 Uhr musste jedermann im Gemeinschaftsraum sein, die Schlafenszeiten waren nicht besonders reguliert, aber natürlich war es erwünscht, dass die Schüler nicht zu lange wach blieben, damit sie sich am nächsten Morgen wieder auf ihr Studium konzentrieren konnten. Zwei sehr junge Ravenclaws verkrümmelten sich, nachdem Rubina sie mit strengen Blick anblickte, einige ältere Ravenclaws blieben noch vor dem Kaminfeuer sitzen und führten ihr Gespräch, welches Rubina mit ihrem Eintreten wohl unterbrochen hatte, leise fort. Jensen war nirgendwo zusehen, genauso wenig wie Kimberly oder andere der wenigen Freunde der Ravenclaw, also durchschritt sie den Raum und trat in ihren Schlafraum ein.

Einige ihrer Kameraden schliefen schon, also beeilte sich die junge Ravenclaw, um sich bettfertig zu machen und schlüpfte anschließend leise unter die Decke. Doch Schlaf fand sie nicht so einfach, denn ihre Gedanken kehrten wieder zu Buchanan zurück und an das Schauspiel, welches morgen stattfinden würde. Ja, Buchanan war ein Schauspieler, das war klar. Aber auch Ruby war dies und sicher nicht unbegabt. Auch wenn er es ihr vielleicht nicht zutraute, sie würde morgen wieder in die Rolle Hermias Schlüpfen und ihren Lysander anschmachten, ihm nahe sein und doch versuchen, ihm zu entkommen, während eine Röte ihre Wangen bedecken würde. Sie wusste, dass sie das Schauspiel überzeugend über die Bühne bringen würden, daran hatte sie keine Zweifel. Es würde ein fantastisches Spiel werden, zwei Menschen die ihre Masken perfektioniert hatten. Doch für die Ravenclaw waren längst die Masken an diesem heutigen Abend gefallen.

END
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