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11.05.14 17:25 © Gast


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MADLENE &&. TOM
SATURDAY AFTERNOON &&. 17.04.1943
HOGWARTS · GARDENS


In seinem Kopf herrschte Chaos; ein Aussenstehender hätte das vermutlich nicht einmal bemerkt, wo Tom relativ entspannt auf einer der vielen Bänke saß, die den kleinen Brunnen inmitten des Gartens umsäumten, die Arme über den Lehnen zu beider Seiten von sich gestreckt und das braune Augenmerk halb geöffnet mit stoischer Miene darauf gerichtet. Doch hinter seiner Stirn arbeitete es - und es war freilich ein Wunder, dass umher wandernde Schüler seine Gedankensprünge nicht hörten, so laut debattierten sie zwischen seinen Gehörgängen, dass seine Ohren leise davon schellten.
Riddles Daumen zog abwesende Kreise über dem dunklen Holz der Sitzgelegenheit, er schien die Bewegung selbst nicht einmal zu bemerken; die Füße überschlagen, war das Lehrbuch für Zaubersprüche Band 6 längst von seinem Schoß gerutscht und krümmte sich nun in einer ungesunden Haltung mit dem Buchdeckel quer über der Sitzfläche, indes sich seine Notizen leicht im Wind wogen und sicher zu tanzen begonnen hätten, hätte das Gewicht des Buches sie nicht im Zaum gehalten. Das Licht des späten Nachmittags brach sich indes in voller Gänze auf seinem schwarzen Haupt und generell hätte Tom keinen Anschein erweckt, tatsächlich in Beschäftigung geraten zu sein, bemerkte man nicht die zarte Ader, die sich quer von seiner Schläfe an seinem Hals herab schlängelte und wild pulsierend darauf hinwies, dass er sich auf eine Sache konzentrierte, die dem Wesentlichen völlig verborgen blieb.

Genau genommen hatte der Slytherin ziemlich schlechte Laune; die Fassade des fleißigen Schülers war gerade daran ein wenig zu bröckeln, ausgelöst durch eine wilde Begegnung mit Richard Potter, den er mit seinem Intellekt zwar um Längen zu schlagen wusste, dessen Cleverness ihm, Tom, nun allerdings im Beisein einiger anderer Mitschüler und Eltern fast einen grundlegend falschen Kommentar über die hiesige politische Situation mit Grindewald und die Position seiner, Potters, Familie darin entlockt hätten. Wie konnte er sich nur so gedankenlos zu einer emotionalen Reaktion hinreißen lassen? Tom war niemand, den man leicht provozierte. Doch Potter hatte das unmögliche Talent selbst dem ruhigen Vertrauensschüler seine nervlichen Grenzen aufzuweisen: gerade, wenn es darum ging in Wunden zu bohren, von denen dieser Schnösel nichts verstand. Dass das auch noch im Beisein von Zeugen geschehen war, war peinlicher als alles was Tom in seiner Zeit auf Hogwarts bisher erlebt hatte (mit Ausnahme vielleicht von seinem Quidditch-Absturz vor drei Jahren, aber das war eine andere Geschichte).

Der Tag hatte an und für sich sogar recht gut begonnen! Klar, dieses Eltern-Wochenende zehrte bereits von Anfang an an seinen Nerven und Mrs. Cole hatte die Einladung des Schulleiters, ihren Zögling auf dem magischen Schloss zu besuchen, dabei ebenso dankend abgelehnt (nicht, dass er dieses Miststück hier hätte haben wollen!). So kam sich der Musterschüler wischen den wieder vereinten Familien natürlich ziemlich dumm vor; auch wenn ihn die Malfoys, allen voran Abraxas Mutter, mit offenen Armen empfingen wie ihren eigenen Sohn. Wo war auch schon der Unterschied? Nun, der Teufel steckt immer im Detail und es machte schon etwas aus, ob man seinen eigenen Federhalter benutzte, oder sich von jemand anderem einen auslieh.
Dass das Thema Familie Tom in seinem Innersten zermürbte, musste natürlich niemand wissen: zu aller letzt sein eigener Stolz, der sich bisher vehement gegen Konflikte dieser Art gewehrt hat. Aber Potters Bemerkung über die armen einsamen Tölpel, die so beiläufig gesprochen worden war, dass man sie auch einfach hätte ignorieren können, hatte den Slytherin tatsächlich aus seinem einstudierten Schauspiel gerissen und ihn einen Atemzug lang wie einen unmöglichen Hanswurst aussehen lassen: erst recht, da Potter seinen offenherzigen Verdacht damit auch noch bestätigt sah, dass Tom nichts anderes war als neidisch auf seine Mitschüler. Stimmte das? Konnte der Dunkelhaarige den anderen Schülern ihre Familien nicht gönnen, weil er selbst keine besaß?

Tom seufzte schwer und neigte das Kinn etwas in Richtung Brust. Es war nicht klug gewesen, die Position der Potters in ihrer Gemeinschaft indirekt anzuzweifeln. Und es würde einiges an Aufwand kosten, diesen Schaden wieder gut zu machen; Glück nur, dass zu dem Zeitpunkt kaum beachtenswerte Persönlichkeiten in seiner Nähe waren: ein Albus Dumbledore hätte ihn prompt zur Seite genommen. Ob der alte Mann darüber in Kenntnis gesetzt werden würde? Vielleicht sogar von Potter selbst? Dieser Umstand war mehr als ärgerlich; ob es etwas brachte, sich deshalb abseits der Familienfeier, mit dem Vorwand zu lernen, zu verstecken, war dabei natürlich einerlei.
Er musste sich dem Gelächter der anderen Kinder trotzdem nicht aussetzen; musste nicht diese furchtbare Liebe ertragen, die in der Luft hing, wenn er nicht wollte! Manchmal war es gut, sich von der Außenwelt abzuschotten, oder? "Humbug."
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12.05.14 22:14 © Gast

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MADLENE & TOM
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An sich gab es selten Tage an denen Madlene nicht gut gelaunt war, sie behielt sich stets ein Lächeln auf den Lippen und begrüßte jeden freundlich der ihm entgegen kam. Doch heute war keinesfalls einer dieser Tage. Das Wetter war keinesfalls das schlechteste und auch gestritten hatte sie mit niemanden. Wenn man ihre sonstigen Launen Ausfälle also betrachtete, gäbe es keinen Grund zur verdrießlichen Miene. Doch heute schien das Lächeln einfach nicht so leicht zu fallen wie sonst und auch das Begrüßen fiel heute einfach aus. Das lag sicher zu einem großen Teil daran, dass heute eben nicht irgendein Tag irgendeines Wochenendes war. Genau bei diesem Gedanken fiel ihr auch ein, warum es mit der Fröhlichkeit an sich nicht so leicht war. Alle anderen Schüler waren vereint mit ihren Familien und genossen es endlich wieder vereint zu sein.
Doch so nicht die Brünette. Zwar hatte man ihr vorgeschlagen ihre Eltern einzuladen, jedoch hatte sie nicht einen Moment darüber nachgedacht sie wirklich einzuladen. Sie wusste wie verwirrend ihre Familie die Magie empfand und sie wollte diese nicht mit hinein ziehen. Außerdem würden ihre Eltern sicherlich ziemlich unbeholfen sein, sie hätten hier sicherlich kaum Kontakte knüpfen können und sie selbst wollte irgendwie auch nicht, dass ihre Freunde ihre Eltern kennen lernten. Alaire hatte das getan und für ihn war das auch nichts schlimmes, aber allein seine Eltern hätte sie dann nicht sehen können, die Lüge die sie ihnen vorlebte um überhaupt Zeit mit ihrem Sohn verbringen zu dürfen, da wollte sie ihre Eltern wahrlich nicht mit hineinziehen. Dann würden sie sicherlich fragen ob ihre eigene Tochter sich für sie schämen würde und deswegen log, all das hätte zu Streit geführt und deswegen blieben ihre Eltern eben da, wo sie waren.

Eine kurze Zeit hatte sie bei Alaire auch mit seiner Familie verbracht, jedoch war es ihr immer unangenehm Zeit mit diesen zu verbringen. Lügen war nicht eine ihrer Stärken und ebenso viel es ihr schwer nicht zu sagen was sie dachte, weswegen sie von Menschen die Lügen brauchte um sie zu mögen, besonders an Tagen wo ihre Laune nicht so gut war, eher abstand hielt. Ein bisschen neidisch hatte sie betrachtet wie alle ein großes Wiedersehen feierten, sie vermisste auch ihr Zuhause, ihre Familie doch das ihr war der falsche Ort für ein Wiedersehen mit ihrer Familie und das wusste sie.
Wegen all der fröhlichen Gesichter hatte sie sich einfach nur ein kleines Küchlein geschnappt und war dann hinaus gegangen um ein bisschen Zeit allein zu verbringen. Wobei allein sein auch nicht zu ihren Stärken zählte, zumindest nicht hier, wo sie nicht wusste was sie tun sollte. Am liebsten würde sie wollen, dass ganz schnell wieder der Alltag starten würde, sie könnte sich auf ihren Unterricht konzentrieren und weiter über den Unterricht nachdenken. Während sie so ging, strich sie ihren Rock glatt und hob ihren Blick vom Boden auf, es war nicht unbedingt ideal für eine Dame ständig auf ihre eigenen Füße zu schauen, dann würde sie die Augen von ihrem hübschen Gesicht ablenken, das hätte sicherlich ihre Mutter nun gesagt. Aber manchmal da reichte Lene dieses Getue einfach, schon von weitem sah sie doch nicht unbedingt damenhaft aus, oder weiblich, zumindest nahm sie selbst das so war. Wie sie auf andere wirkte wusste sie nicht, schließlich hatte sie bisher nur Augen für einen Jungen gehabt den sie sich nun aus dem Kopf schlagen sollte. Vielleicht sollte sie genau deswegen anfangen Kontakt zu anderen Jungen zu haben.

Gerade als sie wieder umdrehen wollte, entdeckte sie aus der Ferne eine Gestalt auf einer Bank sitzen. Für einen kurzen Moment fragte sie sich, ob einer der Besucher sich verirrt hatte, schlug sich aber den Gedanken schnell wieder aus dem Kopf. Schließlich würde keiner sich in Hogwarts von den Familien verlaufen, alle Zauberer schienen sich hier mehr als nur heimisch zu fühlen, ganz im Gegensatz zu ihr. Doch Gedanken hin oder her, die junge Dame entschied sich, nicht stehen zu bleiben sondern wenn sie konnte vielleicht sogar helfen zu wollen. Deswegen ging sie nun weitaus zielstrebiger auf die Gestalt zu und blieb ein paar Meter überrascht stehen als sie feststellen musste, dass es niemand anderes war als Tom Riddle. Natürlich kannte sie ihn, wie sollte sie auch nicht? Er war schließlich auch im Slugclub und es gab sicherlich kaum ein Mädchen das nicht von ihm redete. Sie fragte sich schon warum er nicht bei seiner Familie war, sicherlich hatte er eine große Familie die ihn liebte und schätzte, stolz sein Bild herum reichte wenn Verwandte kamen. Denn so gut wie er zu sein schien, umso stolzer mussten seine Eltern sein. So stellte sie es sich zumindest vor. Etwas unbeholfen blickte sie zwischen ihm und den Küchlein hin und her. An sich war es nicht ihre Art mit Jungen zu reden, oder mit TOM RIDDLE zu reden, der absolut von jedem Mädchen angehimmelt wurde, aber daran hatte sie ja auch schon zuvor gedacht. Aber es war noch weniger ihre Art weg zu gehen wenn sie sah wie es jemandem schlecht ging, denn auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sah, so kam ihr Tom nicht wirklich glücklich vor. Doch sie riss all ihren Mut zusammen, auch wenn ihr der Gedanke kam, dass er sie vielleicht nicht kannte. Kurz schaute sie noch einmal an ihrer Bluse hinab, ihrem Rock und ihren schwarzen Schuhen, merkwürdigerweise trug sie das selbe wie alle anderen Mädchen, kam sich in seiner Nähe aber gleich viel schäbiger vor. Langsam ging sie gänzlich zur Bank hin und räusperte sich leise. ,,Hallo Tom, ist alles in Ordnung bei dir?'', fragte sie vorsichtig und strich sich durch die Haare. Madlene holte einmal tief Luft und schaute dann gerade zu ihm hin. ,,Wieso bist du nicht bei deinen Freunden oder deiner Familie? Tut mir Leid wenn ich so offen frage, wenn du lieber deine Ruhe willst kann ich auch wieder gehen. Aber wenn ich jemanden sehe, der bedrückt aussieht kann ich nicht weg gehen'', sagte sie aufrichtig und nahm die Hände hinter den Rücken.
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13.05.14 0:11 © Gast


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MADLENE &&. TOM
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Die steile Falte zwischen Toms Augenbrauen begann unangenehm auf seine Schläfen zu drücken, vor allem, als sich seine maßgeblich ungehaltene Laune noch eine Spur tiefer in seine glatten Züge grub. Es war schwer für jemanden, der es gewohnt war relativ oft zu gewinnen, einen kleinen Verlust einstecken zu müssen: einen Fehler, den er aus Nachlässigkeit und Übermut begangen hatte. Riddle war nicht übermütig, nicht wie diese ganzen anderen Tölpel auf dieser Schule. Also was war in letzter Zeit los mit ihm? War es sein Plan, die damit verbundene Aufregung, Slytherins geheimes Versteck ausfindig zu machen, die ihn derart unvorsichtig werden ließ? War es der Umgang mit seinen Mitschülern, die er besser meiden hätte sollen, anstatt sich ihnen mit aufgesetzter Herzlichkeit zu nähern? Entwickelte er sich zu einem dieser furchtbaren Weicheier?
Leiser Frust kämpfte sich über Riddles Mundwinkel in ein unterdrücktes Schnaufen nach draußen, wo er indes sämtliche Personen innerlich verteufelte, die ihm spontan in den Sinn kamen. Dass er dann tatsächlich von einem leisen Räuspern unterbrochen wurde, brachte den Slytherin ins Stocken und einen Atemzug ins Straucheln. Toms Mimik glättete sich daraufhin beinahe etwas zu schnell und machte Platz für einen Anflug ehrlicher Irritation ob des Mädchens, welches unweit seiner Bank aufgetaucht war.

Der Slytherin musterte seine Gegenüber merklich verwirrt ob ihrem unverschämten Glück, sich derart an ihn heran geschlichen zu haben und neigte den Kopf dabei, wie zu einer unausgesprochenen Frage, ein wenig schief, bevor er seine Mundwinkel in ein freudloses Lächeln krümmte, das seine Augen nicht einmal annähernd erreichte. "Pardon?", entrang sich Tom mit dunkler, ebener Stimme, blinzelte und hob die flache Hand über seine Stirn, damit er die Silhouette des Hufflepuff-Mädchens besser im Nachmittagslicht ausmachen konnte.
Wenn der Musterschüler ehrlich zu sich selbst war, hatte er nicht damit gerechnet, aufgespürt zu werden und sich eher im Vertrauen gebadet, dass seine Mitschüler und Mitschülerinnen viel zu beschäftigt mit ihren Familien waren, als auf den stumpfsinnigen Gedanken zu kommen, durch die inneren Schulgärten zu spazieren – nicht zu letzt, wo die Festlichkeit auf dem Quidditch Pitch stattfand, nicht wahr? Also an und für sich weit genug entfernt von seinen finsteren Phantasmen und seinem herab gewürgten Zorn, sollte man meinen. Riddles Nasenflügel blähten sich unmerklich unter einem stillen Seufzer zu sich selbst.
Vielleicht schaffte er es ja, aller schlechter Laune zum Trotz, Madlene davon zu überzeugen, dass er sich lediglich mit seinen Schulbüchern echauffierte.

Toms Gesichtsmuskeln vollbrachten jedenfalls ein kleines Meisterwerk: die überkreuzten Beine flach auf den Asphalt gestellt, lehnte sich der Dunkelhaarige vor, stützte sich mit den Ellenbogen dabei auf den Knien ab und lachte leise auf, einen Anflug gut platzierter Betroffenheit auf den durch die Sonne und die Wut leicht erröteten, sonst so blassen Wangen.
Zumindest konnte Tom seine Gegenüber durch seine neue Sitzposition besser erkennen und auch entsprechend zuordnen, denn Fitz war eines der Mädchen, das er gerne in Desdemonas Schlepptau antraf und mit der er in der Vergangenheit schon gelegentliche Worte gewechselt hatte. Sie war außerdem eine der wenigen, die ihn von Anfang an im viel zu persönlichen Du angesprochen hatte und irgendwie brannte sich dieses kaum nennenswerte Detail griffbereit in seine Erinnerung, wann immer er ihr auf den Gängen oder in den Klassen begegnete. "Wie kommst Du auf die Idee, etwas könnte nicht in Ordnung sein?" Ihm wäre es im Traum nicht eingefallen, mit jemandem über seine Launen zu sprechen: das hätte zudem bedeutet, dass sich die Aufmerksamkeit der anderen auf einen Teil seiner Persönlichkeit richtete, den er ihnen nur allzu gerne vorenthielt. Außerdem ging Riddle der arroganten Annahme, dass ihn die Hufflepuff nicht verstanden hätte. Niemand verstand ihn; niemand gab sich Mühe – niemand war klug genug dazu. Toms Augenbraue zuckte verräterisch.

"Meine Familie ist heute nicht hier." Zumindest war das keine direkte Lüge. Es war kein allgemein verbreitetes Wissen, dass Tom elternlos war, doch das Gerücht um seine Herkunft aus dem Waisenhaus hielt sich tapfer und durch Potters öffentliche Annahme von vorhin sicher ab sofort auch hartnäckiger. Madlene gegenüber hob er lediglich eine Schulter. "Sie hatten keine Zeit und halten nicht viel von derlei Festivitäten. Es wäre ein Wunder gewesen, wenn ich sie davon hätte überzeugen können, zu kommen."
Die augenscheinliche Betrübtheit hielt sich kaum auf seinem Gesicht, denn schon zwang er sich zu einem erneuten Lächeln und ehrlicher Neugierde: "Und wieso sollte ich darum betrübt sein? Glaube mir, es ist für alle das Beste, meine Eltern nicht kennen zu lernen – aber das wiederum erklärt nicht, warum Du hier alleine durch die Gärten wanderst?" Toms Lächeln wurde eine Spur breiter und in einer Nebensächlichkeit nach seinem Lehrbuch gegriffen, sortierte er flüchtig die beigelegten und heraus gefallenen Notizen. "Ich dachte mir jedenfalls, dass ich meine freie Zeit sinnvoll nutze und mich auf Zauberkunst vorbereite. Ich musste mich gerade jedoch über mich selbst ärgern, weil ich zwar ein Dutzend Notizen bei mir habe, die richtige und wichtigste von allen aber nicht finden konnte – und so versuchte ich mich lediglich daran zu erinnern in der Hoffnung, mir den Weg in den Gemeinschaftsraum zu sparen." Die Züge des Vertrauensschülers lockerten sich merklich auf. "Es war nicht meine Absicht einen bedrückten Eindruck bei Dir zu hinterlassen. Wenn das der Fall war, tut mir das sehr leid."
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13.05.14 16:27 © Gast

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MADLENE & TOM
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Für einen kurzen, kaum erkennbaren Moment schien er irritiert über ihr Auftreten und Madlene hätte sich am Liebsten in Luft aufgelöst, wenn sie es doch nur gekonnt hätte. Doch sie hatte es nicht anders gewollt, sie hatte ihn angesprochen und musste sie auch seinem Blick und seinen Worten standhalten, sie durfte sich in diesem Augenblick nicht wie ein verängstigtes Kind verjagen lassen, er war doch auch nicht so sehr anders als sie selbst oder jeder andere hier. Sie wartete ab, bis er etwas sagen würde, stellte sich innerlich gar die Frage ob er sie überhaupt vernommen hatte, schließlich schien sie ihn aus einem wichtigen oder nicht derart wichtigen Gedanken gerissen zu haben. So wurde sie das Gefühl nicht los ihn gestört zu haben, trotz ihrer guten Absicht dahinter war dies kein schönes Gefühl.
Die Hände noch immer hinter dem Rücken versteckt begann sie mit ihrem Daumen über ihren Handrücken zu streichen, in der Hoffnung es würde einen beruhigenden Effekt auf sie ausüben.

Als sie das Lächeln auf seinen Lippen entdeckten, verkniff sie sich das verwunderte hochziehen einer Augenbraue, was sie sonst immer tat wenn sie vom Verhalten anderer irritiert war, aber auch das wäre sicherlich nicht angebracht, schließlich wollte sie ihm nicht sofort mit Misstrauen begegnen. Weswegen sie Tom ein leichtes Lächeln schenkte, wahrlich aufrichtiger als seins, ließ aber dennoch ihre sonst markanten Grübchen nicht auftreten. Er schien die Position zu wechseln, weshalb wurde Lene erst bewusst als sie mehr und mehr die Wärme der Sonne auf ihrer Kleidung zu spüren bekam.
Auf seine Frage hin kratzte sie sich etwas verlegen am Hinterkopf. Natürlich hätte sie am Liebsten gerade heraus gesagt was sie dachte, hielt das aber für unangebracht, vor allem weil es auch sein könnte, dass sie sich geirrt hatte. Schließlich musste seine Miene nicht gleich bedeuteten, dass er bedrückt gewesen war, vielleicht war er auch einfach nur mit den Gedanken bei einem ernsteren Thema. Das erschien ihr alles andere als normal, jedoch behielt sie dieses Mal ihre Meinung vorerst für sich und wollte hören was er ihr zu sagen hätte. Außerdem ging sie davon aus, dass wenn etwas nicht in Ordnung wäre der Slytherin Intelligent genug wäre um etwas zu sagen oder zumindest einen Weg zu finden es in Ordnung zu bringen. Während sie geradezu kleinlich seine Mimik studierte, bemerkte sie, dass eigenartige Zucken seiner Augenbraue kurz bevor er begann von seinen Eltern zu sprechen. Die auf der Stirn der Brünetten bildete sich eine leichte Falte als sie diese zusammen zog.

Aufmerksam folgte sie seinen Worten und ihre Mimik wurde mehr verständnisvoller als alles andere. Sie sah wie er mehr und mehr, zumindest schien es so, an Betrübtheit verlor. Auch sein Lächeln wirkte ein wenig glaubwürdiger als das was er ihr zuvor geschenkt hatte. Seine Worte klangen glaubwürdig, wobei sie sich sicher war das vor allem die Lehrer des Slytherins gerne seine Eltern getroffen hätten, vor allem bei Professor Slughorn konnte sie sich das vorstellen, schließlich redete dieser nur in höchsten Tönen von ihm.
Die Gegenfrage von ihm brachte sie ein wenig aus dem Konzept, denn damit hatte sie an sich nicht gerechnet, was wohl daran lag, dass sie sich nicht vorstellen könnte, dass auch nur eine auf dem großen Gelände sich wirklich dafür interessieren würde was in ihrem Kopf vorging oder warum sie gerade das tat was sie tat. Deshalb vermutete sie, dass die Gegenfrage seinerseits auf reiner Höflichkeit beruhte.
Ihr Blick wanderte zu seinem Lehrbuch und den viele Notizen die er sich gemacht hatte. Wenn sie jedoch nur an Zauberkunst dachte wurde ihr schlecht, wahrlich nicht ihr Lieblingsfach, geschweige denn ihr Bestes.
Nachdem sie die ganze Zeit vermieden hatte, ihre Augenbraue hoch zu ziehen, so konnte sie dies doch nicht mehr unterlassen als dieser sich bei ihr entschuldigte, ausgerechnet dafür welchen Eindruck er hinterlassen hatte. Kein Wunder, dass so viele Mädchen in seiner Nähe ich unbeholfen fühlten, so wirkte Riddle auf sie höflicher als jeder andere und gleichzeitig auch unnatürlich, zumindest in ihren eigenen Augen.

,,Tut mir eher Leid wenn ich dich nun beim Zauberkunst lernen unterbrochen habe. Deine Mimik sah, weitaus weniger verwegen aus als sonst. Deswegen fragte ich mich ob alles in Ordnung wäre, ich finde das gehört sich so. Du brauchst dich aber nicht bei mir entschuldigen. Es gibt nichts zu verzeihen, schließlich ist es meine Schuld was ich sehe und für Gefühle, sollte man sich im generellen nicht entschuldigen'', sagte sie nachdenklich und ließ langsam die hochgezogene Augenbraue sinken. Wenn sie ehrlich war, so kam es ihr manchmal merkwürdig vor, was die Etikette vorschlug und was nicht, was sich gehörte und was nicht. Doch Sie hatte schon immer die Art sich Vorschriften zurecht zu biegen, so dass sie leichter für sie anzuwenden waren. So stand es auch mit der Etikette und den Manieren einer Dame, wobei ihr manche davon leichter fielen als andere.
Noch immer hatte sie seine Frage im Hinterkopf und wollte auch ehrlich darauf antworten.
,,Das mit deinen Eltern tut mir Leid. Wobei ich mir nicht vorstellen kann wieso es nicht schön gewesen wäre sie hier anzutreffen, wenn sie nur halb so charmant sind wie du, haben sie doch binnen wenigen Minuten die ganze Gesellschaft für sich gewonnen'', äußerte sie frei heraus, denn Tom war nun einmal charmant, das konnte auch Madlene nicht leugnen, wer könnte das schon. Eine Weile überlegte sie wie sie am einfachsten auf die Frage zu ihren Eltern antworten könnte.
,,Meine Eltern sind Muggel'', begann sie nachdenklich und schaute nun doch hinab auf ihre Füße. ,,Ich glaube nicht, dass sie sich hier wohlgefühlt hätten. Sie sind sehr skeptisch was Hogwarts angeht und ich vermute, dass sie sich auch mit kaum jemanden hier verstanden hätten. Alle sind glücklicher wenn sie nicht hier sind, auch sie sind es. Deswegen ist es für mich schon in Ordnung wenn ich sie heute nicht sehe, sondern erst in den Ferien.
Den anderen will ich da nicht im Weg stehen wenn sie endlich ihre Eltern wieder sehen, da dachte ich mir ich verbringe allein meine Zeit
'', ergänzte sie und schaute dabei noch immer auf ihre Füße hinab. Es war ihr immer unangenehm über ihre Eltern zu reden, nicht weil sie sich für diese schämte oder diese ihr unangenehm waren. Mehr aus dem Grund, dass kaum einer hier verstehen würde wie es war untern den vielen Zauberern mit Zauberer Familie jemand zu sein, der Zuhause niemals zaubern würde, dessen Familie Hogwarts nicht ihr zweites Zuhause nannte oder eben wusste wie es sich anfühlte zaubern zu können. Deswegen wollte sie andere erst gar nicht damit konfrontieren, mit ihren Eltern und allem was mit ihnen verbunden war, schließlich wollte sie niemanden belasten und da sie davon ausging, generell nicht verstanden werden zu können brauchte sie es gar nicht erst versuchen.
Langsam hob sie ihren Blick an um wieder zu ihm zu sehen. ,,Ich wollte dich wahrlich nicht stören Tom, wenn du also deine Ruhe willst sag es nur, dann lasse ich dich wieder allein mit Zauberkunde'', auch wenn sie ihm nicht gänzlich die Zauberkunde-Lern-Geschichte glaubte, so wollte sie ihm nichtsdestotrotz nicht auf die Nerven fallen.

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13.05.14 17:48 © Gast


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MADLENE &&. TOM
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"Oh, mit Nichten!" warf der Slytherin leise ein, als er sein selbst Geschriebenes zwischen die Buchseiten quetschte und sich schließlich aus seiner Position erhob, damit er näher an die Hufflepuff heran treten konnte, welche recht offensichtlich in ihrer eigenen Unsicherheit badete. Gut so; je mehr ihn respektierten, desto weniger tangierten ihn Potters gedankenlose Spielchen. Der Quidditchkapitän würde früher oder später sowieso das kürzere Los in ihrem stummen Wettkampf ziehen, es war nur mehr eine Frage der Zeit, bis sich Tom die optimale Gelegenheit dazu bot, Richard ein Bein zu stellen.
Das Pergament knirschte sanft unter der Bewegung seiner Arme, als er das Buch unter die Achsel klemmte, die Brauen indes vor wachsendem Amüsement gekrümmt, während er Madlene schließlich seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkte. Der Vertrauensschüler machte aus derlei Situationen schon immer das Beste: ob es sich dabei um Mavis Calette handelte, die ihn vor der Mädchentoilette im zweiten Stock erwischte oder eben Desdemona Merryweather, welche dem Slytherin im Vertrauensschülerbad plötzlich unerwartet gegenüber stand, wo längst Bettruhe herrschte – Tom wandt sich stets mit der Geschmeidigkeit einer Schlange aus dem Griff der Peinlichkeit, oder der Möglichkeit ungewollt ertappt zu werden. Und war es nur durch den Einsatz gut einstudierter Märchen und spontanem Charme. Man konnte ihm so leicht nichts vormachen, doch es zeigte sich nicht selten, mit welchem Schleier aus Naivität und Unerfahrenheit sich die Menschen die Sicht verdeckten; und der Musterknabe liebte es, derlei Schwächen zu seinem Vorteil zu nutzen.

Riddle bemerkte allerdings nur flüchtig Madlenes Körperhaltung, die auf dem Rücken verschränkten Hände, die Skepsis um ihre Augen, die ihm hätte verraten sollen, wie wenig Glauben sie seiner Geschichte schenkte; es machte letztendlich kaum einen Unterschied. Da niemand ahnte, was Tom Riddle bewegte, wäre auch niemand schlau genug gewesen, das Rätsel seiner Persönlichkeit zu lösen. Er fühlte sich also sicher hinter der Maske, die er trug, auch wenn sie heute nicht perfekt sitzen wollte.
Auf Fitzs Vermutung hin, was seine Eltern anbelangte, kräuselten sich Toms Mundwinkel daher bloß in ein stummes Lächeln; ihm war nicht danach, sich über Personen zu unterhalten die gar nicht existierten und er wollte auch keine neuen Annahmen streuen die ihn am Ende aus Unvorsichtigkeit vielleicht in die Bredouille gebracht hätten. Außerdem durfte man nicht vergessen, dass Madlene eine Hufflepuff war und er grundsätzlich nicht vor Mitschülern aus dem Nähkästchen plauderte; Abraxas Malfoy hatte da schon eher eine Chance, aber Abraxas war eben … Abraxas.
Deshalb zuckte Tom in einer ruhigen Nebensächlichkeit nur eine Schulter und ließ seine Gegenüber ungehindert weiter sprechen. Es zeigte sich dann nämlich, dass sich Madlene durchaus sehr offen gab und die Gründe ihres einsamen Nachmittagsspaziergangs relativ ungeniert mit ihm teilte; vermutlich war es nur ihrem abgewandten Blick zu verdanken, dass sich der Funken von stählerner Kälte in seinem schwarzen Augenmerk nicht anklagend abzeichnete, indes ihm der Akkord Schlammblut bereits im Halse steckte, bevor er seine brodelnden Emotionen so weit herab würgen konnte, dass es nichts weiter als Mitleid war, das sich auf seine stoische Mimik heftete.

Toms Unberechenbarkeit schlug ihm selbst einen Haken; an und für sich war der Slytherin, wider aller Erwartungen, bekannt dafür, dass ihn das Blut der anderen nicht wirklich interessierte und er keinen nennenswerten Unterschied zwischen einem Rein- und einem Schlammblut machte, solange es seinem Ruf an der Schule gut tat. Beliebtheit generierte sich nun einmal nicht aus Abneigung und Intoleranz und wahrscheinlich war auch das der Grund für Madlenes unbedachtes Geständnis, von dem er bis eben nichts wusste. Es war nun nicht so, dass er sich an einem Malfoy oder einem Dolohow ein Vorbild nahm und Schüler erst nach ihrem Stammbaum und anschließend nach ihren Hobbies fragte.
So verbannte Riddle seine momentane Abneigung gegen die gesamte Welt in den Hinterkopf und nickte mitfühlend: "Muggel verstehen unsere Welt nicht", das war eine harmlose Aussage, oder? Er überlegte kurz und fügte hinzu: "die meisten jedenfalls nicht". Es war nicht verkehrt, Raum für Ausnahmen zu lassen und indes seine braunen Knopfaugen über ihr Konterfei wanderten und in seinen Augenwinkeln wieder die gewohnte Gleichgültigkeit pulsierte, dachte er an Mrs. Cole und ihr entsetztes Gesicht, das sie machen würde, könnte sie einen Fuß in dieses makellose Schloss setzen. Andererseits wollte Tom diese Empfindung über Hogwarts mit niemandem teilen, zu aller letzt mit einem nichtmagischen Dummkopf wie seiner Leiterin, weshalb er er wirklich dankbar über die Ignoranz der alten Dame zu der magischen Welt war. "Du hast mich nicht gestört; ich komme sowieso nicht vorwärts, wenn ich meine Aufzeichnungen nicht bei mir habe und der nächste Kurs ist auch noch ein Weilchen hin." Der Vertrauensschüler versuchte es mit einem Lächeln und etwas Ehrlichkeit, nickte Madlene auffordernd zu ihm zu folgen und schlug den Pfad ein, der sie durch die Gärten führte. Wenn er schon ungewollte Gesellschaft genoss, konnte er sich auch richtig damit ablenken – außerdem tat es seinen müden Gliedern gut, sich zu bewegen.

"Um ehrlich zu sein habe ich mich hier aus dem selben Grund zurück gezogen wie du; wem hilft es schon, andere Familien dabei zu beobachten wie sie ... Spaß haben?" Das Wort kam seltsam gepresst und fremd über seine Lippen; Toms Definition von Spaß bestand eher aus Lernen und Lehrbücher lesen, aus Duellen und neuen Zaubersprüchen … oder aus dem Demonstrieren von Macht. Mit anderen Dingen konnte der Slytherin auch nicht viel anfangen. War das bedauernswert? "Ihnen sei die Auszeit vergönnt, vor allem mit Grindelwalds wiederkehrenden Angriffen und der im Augenblick herrschenden Angst …", Tom schweifte ab, lenkte den Blick suchend über die kurz geschnittenen Hecken und zuckte erneut die Schultern.
"Was hast du gegen Zauberkunst?", fragte er dann mit einem abrupt kecken Lächeln und einem offensichtlichen Versuch, das Thema zu wechseln. Ihre leise Abneigung gegenüber dem Buch unter seinem Arm war ihm nämlich aufgefallen; zumindest dem Streber in ihm. Wenn er eines nicht nachvollziehen konnte, dann wie man die Schule nicht mochte, oder Lernen als anstrengend empfand. Riddle war ziemlich dankbar, auf seine eigene Weise, die Möglichkeit einer Schulbildung erhalten zu haben, was zwischen Mord und Totschlag keiner Selbstverständlichkeit entsprach.
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13.05.14 21:43 © Gast

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Das Tom aufstand, bereitete ihr kein Unbehagen, eher machte es die Situation etwas angenehmer als vorher. Denn auch wenn sie ein gutes Stück kleiner als er war, so konnte sie ihm wenigstens nun gerade gegenüber stehen. Zumindest versuchte sie so gut wie es ging gerade zu stehen, gerade genug um ein Buch auf dem Kopf zu tragen und gegenüber anderen stets elegant zu wirken. Während sie allerdings sprach konnte Madlene sich nicht viel aus seiner Mimik machen, zwar erkannte sie das Mitleid, wenn es welches war und die leichten Anzeichen eines Lächelns die er ihr schenkte, gefallen tat ihr das alles dennoch nicht. Zu gern hätte sie nun gewusst, was hinter all dem steckte, schließlich kam es ihr doch ein wenig merkwürdig wie er so schnell die Laune wechseln konnte als wäre nie etwas gewesen. Die passendste Antwort darauf wäre sicher, dass eben nie etwas gewesen wäre, aber das glaubte sie genauso wenig wie sie ihm sein Lächeln glaubte. Um das alles überprüfen zu können hätte sie allerdings einen Blick in seinen Kopf gebraucht, der ihr nicht vergönnt war. Sie konnte sich noch daran erinnern wie sie am Anfang von Zauberei erfahren hatte und geglaubt hatte alles zu können was vorher eben nicht möglich war, jedoch schienen auch der Zauberei sichtbare Grenzen gesetzt.

Dabei brauchte sie sein Mitleid an sich nicht, sie schämte sich nicht und war schon zu lange an dieser Schule um so zu tun als wüsste man nicht was man über ihr Blut sagte. Aber sie hatte es sich eben nicht ausgesucht, sie hatte sich nicht gewünscht hier zu landen und vor allem hatte sie auch lange Zeit nicht verstanden was es alles mit dem Blut auf sich hatte. Jemand der alle liebte ohne sie auch persönlich zu kennen, der ließ sich nicht daran verstimmen wie lange jemand schon Zauberer war oder nicht. Sie hatte es satt, dass ständig über andere Leute ein urteil gefällt wurde und vor allem über sie, schließlich war Lene nicht im geringsten Dumm, auch wenn sie vor ihren Mitschülern oft naiv tat oder so wirkte als würde sie nicht verstehen, verstand sie genau. Es war ihre Art Schutz offen zu zeigen wer sie war und am Ende durfte ihr Umfeld entscheiden was sie aus ihr machten, oder besser aus diesen Informationen. Geheimnisse hatte sie nur wenn es um das Leben anderer ging, ihr eigenes war ihr selten so wichtig gewesen wie das eines anderen und so interessierte sie sich in diesem Moment auch mehr um den Slytherin und seine Sorgen als das was sie selbst bedrückte. Eine Eigenschaft die ihr oft von ihrer Familie oder auch von Freunden als Schwäche dargestellt würde. Schließlich könnte sie sich nicht einfach vor jemanden werfen, wenn sie diesen doch gar nicht kannte und eine Kugel für ihn abfangen. Doch sie würde es tun, ohne zu Zögern allein auf Grund ihrer Gutherzigkeit.

,,Wer versteht das alles hier schon ganz?'', fragte sie auf seine Aussage hin, dass die meisten Muggel ihre Welt sicher nicht verstanden, denn das war es schließlich ihre eigene kleine Welt abgeschieden von dem was ihre Eltern als Realität betiteln würden.
,,Wir wissen auch nicht mehr als wir sollen oder als uns möglich ist. Lies jedes Buch hier oder auch in der Verbotenen Abteilung, die Dinge die mich wahrlich interessieren würden, schreibt sicherlich keiner in ein Buch und stellt sie in eine verbotene Abteilung. Ich halte das sowieso für Unsinn, eine verbotene Abteilung die es für uns nur interessanter macht sie zu erreichen und ihre Geheimnisse umso verlockender. Alles Informationen die wir bedingt wissen dürfen. Wir kennen nur einen Bruchteil von allem. Das Einzige worum wir den Muggeln also voraus sind ist ein Bruchteil. Wenn du eines Tages alles weißt Tom, denk an mich und erzähl es mir'', sagte sie wobei sie bei dem letzten Teil des Satzes ein breites Grinsen auf den Lippen trug und es mehr sagte um ihn zu necken. Die Brünette folgte kurz seinem Blick und nickte als dieser sie aufforderte ihr zu folgen. Wobei sie noch einen Moment darüber nachdachte, ob sie nun so tun sollte als würde sie ihm diese Geschichte mit den Zauberkunst Aufgaben glauben oder eben nicht. Sie beschloss erst einmal nur freundlich zu lächeln und ihm zu folgen, schließlich sollte sie sich geehrt fühlen in seiner Nähe überhaupt stehen zu dürfen, oder? An sich war das nicht wirklich etwas was ihr durch den Kopf ging, eher fragte sie sich wer der echte Tom war und ob sie den auch mögen würden, denn ob sie diesen mochte, konnte sie wahrlich noch nicht sagen. Es war so vieles da an ihm was sie irritierte und so langsam war die Angst oder eher die Unbeholfenheit einem gewissen Mitgefühl gewichen was sie dazu lockte mehr Zeit mit ihm zu verbringen anstatt wie ein verängstigtes Kind das Weite zu suchen.

Die Hufflepuff folgte ihm eine Weile, ehe sie das kurze Stück Entfernung zwischen ihnen überbrückt hatte und neben ihm ging. Dabei die ganze Zeit den Kopf leicht angewinkelt, so dass sie besser in sein Gesicht schauen konnte und Gesichtszüge seinerseits besser wahr nehmen könnte. Wobei sie nach seinen Worten den Blick abwandte um nach vorne zu sehen. Alaire hatte bestimmt sicher jede Menge Spaß, aber seine Familie gefiel ihr noch weniger als die eigene, wobei sie an sich Möglichkeiten hatte politische Kontakte zu knöpfen, wobei Politik nur zu einem gewissen Teil in ihrem Interessenbereich belegte.
,,Wie definierst du den Spaß?'', fragte sie nachdenklich und erinnerte sich daran, dass sicher nicht jeder Augenblick mit der Familie einem Zuckerschlecken glich wenn sie sich nahe der Professoren aufhielten.
Auf seine nächsten Worte hin nickte sie und war umso glücklicher den Blick abgewandt zu haben als er sie auf Zauberkunst ansprach, ein wenig errötete sie und lachte dann etwas unbeholfen. Vorsichtig kratzte sie sich am Hinterkopf und überlegte wie sie auf diese Frage antworten sollte.

,,Ich mag den Unterricht nur gibt es Fächer die mir besser liegen. Zaubertränke zum Beispiel. In Zauberkunst war ich nie gut weil es mir schwer fällt in der Gegenwart von so vielen anderen Zauberern abzuliefern was ich abliefern müsste. Schließlich sind eine menge Personen hier, die ich auch kenne, die besser zaubern können als ich. So gesehen glaube ich, zeige ich einfach nicht gerne was ich kann. Aber ich kann es. Vielleicht ist es auch besser so, im Falle eines Kampfes, könnte mich keiner hier richtig einschätzen und sie würden in mir alle jemanden sehen der als erstes sein Leben lässt, während niemand weiß was tatsächlich dahinter steckt'', meinte sie nachdenklich und war sich wahrlich nicht sicher ob sie damit seine Frage beantwortet hatte. ,,Klingt das als wäre ich sehr merkwürdig? Sicherlich wäre es weitaus weiblicher gewesen wenn ich gesagt hätte, dass es nicht in meinem Interessenfeld liegt als zu sagen, dass ich niemanden zeigen will was ich kann um dann den Moment der Überraschung zu nutzen um als Beste dazustehen'', ergänzte sie und spürte erneut die Wärme in ihren Wangen während sie sich leicht rosig färbten.
 
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14.05.14 22:37 © Gast


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MADLENE &&. TOM
SATURDAY AFTERNOON &&. 17.04.1943
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Toms Stirn knitterte sich ein wenig, die Aufmerksamkeit ganz auf Madlenes Worte gerichtet. Sie redete viel; das war ihm bisher nie aufgefallen; in der Tat kompensierte sie Desdemonas nicht vorhandene Redseligkeit, die wiederum nur spärlich ein Wort heraus brachte, wenn man sie zu einer Unterhaltung auffordern wollte. Der Slytherin konnte noch nicht sagen, ob er das als anstrengend, oder erquickend empfand und entschloss sich daher, die Hände mit dem eingeklemmten Buch unter der Achsel ebenfalls auf dem Rücken zu verschränken und sich ihrem Schritttempo in aller Gemächlichkeit anzupassen.
Auf Ihre Worte musste er schließlich lachen, erschreckend ernsthaft amüsiert, dass es ihn selbst einen kurzen Herzschlag lang verwirrte, wie schnell die Hufflepuff es schaffte ihn von seinen finsteren Gedanken abzulenken; und obgleich er nicht in der wesentlichen Stimmung dazu war, zollte Tom der Blonden stumm ihren vermeidlichen Tribut und entgegnete feixend: "Wie slytherin von dir, diese Einstellung. Ich finde das ganz und gar nicht merkwürdig, ganz im Gegenteil" Etwas in Riddles Blick veränderte sich kaum merklich und er beugte sich ein bisschen zu Madlene herab, damit er sie im Schein der tief stehenden Sonne besser ausmachen konnte. "Es ist sehr klug, nicht mit seinen Fähigkeiten zu prahlen, um im Zweifelsfall die Überraschung für sich nutzen zu können. Und es gefällt mir, wie du dir Gedanken darum machst; nicht so wie die anderen Mädchen, die eher Kochzauber studieren, um ihren Künftigen eine ordentliche Mahlzeit auf dem Tisch zu servieren." Das war nicht einmal falsch geschmeichelt; Tom mochte alles, was anders war und wenn es sich dabei nur um eine Einstellung handelte, die nicht zur Norm passte. Allein die Annahme, eine Frau würde sich mit dem Duell beschäftigen war schon anmaßend genug, dass es insgeheim wert gewesen war, anerkennend darüber zu schmunzeln.

"Das macht mir Spaß", fügte Tom schließlich etwas verspätet und mit einem breiten Lächeln an. "Duellieren." Nicht umsonst war er der Gründer des Duellier-Clubs und damit auch dessen aktivstes Mitglied. Denn selbst wenn die Treffen einmal ausfielen, nahm der Dunkelhaarige sich die Zeit seine Zauber zu wiederholen, zu verbessern, zu testen. Ja, wenn man so wollte konnte man Zauberkunst durchaus als eine Art von Freizeitbeschäftigung bezeichnen, die ihn erheiterte – auf etwas groteske Art und Weise und in einer bedenklichen Intensität aber nichtsdestotrotz.
Es passierte selten, dass man wissen wollte woran Riddle Spass hatte, oder was er darunter verstand und wahrscheinlich griff Madlene das Thema nur deshalb auf, weil der Slytherin es beiläufig im Zusammenhang mit dem Familientreffen erwähnte und keinen Hehl daraus machte, dass er mit der Begrifflichkeit selbst nicht viel anfangen konnte. Doch wenn sie sich so sehr dafür interessierte, tat er ihr den Gefallen, sie mit seinen Vorlieben zu langweilen. "Ich spiele auch gerne Schach und lese." Tom unterbrach sich selbst, lenkte den Blick zurück auf den Weg und kniff die Augenwinkel sichtbar angestrengt nachdenklich zusammen. "Und was verstehe ich darunter? Nun ja, ich denke, meine Ansichten von Spass unterscheiden sich nicht so sehr von anderen Menschen" Der Slytherin lachte auf. "Ich muss mich nicht in halsbrecherische Abenteuer stürzen, wenn du das gedacht hast." Tom stockte, schürzte die Lippen zu einer Schnute und zwinkerte wieder in Richtung der Hufflepuff. "Das enttäuscht dich jetzt nicht hoffentlich?"

Er konnte der nette Junge von nebenan sein, wenn er wollte. Er konnte ebenso der Slytherin sein, der keine Vorurteile zu haben schien; Tom konnte all das, weil er das Talent besaß die Dinge, die ihn anbiederten und welche er verabscheute, unter einer Fassade zu verstecken, auf die bislang jeder herein gefallen war. An und für sich hätte er sich nicht als schlechten Kerl bezeichnet, oder gar als böse. Vielleicht als einen solchen, der wusste, was er wollte und auch genügend Egoismus besaß um buchstäblich über Leichen zu gehen. Tom hatte gelernt, dass es Zeitverschwendung war, anderen zu vertrauen und ebenso begriffen, dass er dennoch gut voran kam, wenn er gute Miene zum bösen Spiel machte.
Sollten die anderen also von ihm denken, was sie wollten. Und wenn die Mädchen ausrasteten, weil er sich gerne hinter Büchern verkroch (oder im Gegenteil: ausrastete, gerade weil er sich nur hinter Büchern verkroch) war ihm das einerlei. "Letzten Endes bist du zumindest nicht merkwürdiger als ich." Eine gute Feststellung, annähernd eine Beleidigung, oder? So ganz wollte der Slytherin seine Hand für diese Aussage nicht ins Feuer legen und sein folgendes Räuspern machte nur zu deutlich, dass er selbst bemerkte wie unüberlegt sein Gesprochenes war. "Ich meine, ist es nicht schön, das tun zu können, was man will, anstatt das zu tun, was man sollte?" Das Lächeln des Vertrauensschülers wurde eine Spur geheimnisvoller und wie um seinen philosophischen Ansatz zu untermauen, hob er keck die Schultern. Eine Hufflepuff, die sich eine Duelliermethode zurecht legte, die einem Slytherin würdig war – wer hätte gedacht, dass sein Nachmittag so spannend werden konnte? "Machst Du sonst noch Sachen, die Du eigentlich nicht tun solltest?"

Riddles Laune hob sich prompt ein wenig und es fiel ihm schwer zu glauben, dass es an wenigen Worten der ungestörten Konversation gelegen haben soll. Vielleicht brauchte sein Gedächtnis auch einfach nur eine Pause, eine Auszeit von den finsteren Gedanken, die es umkreisten und ihn in Winkel seiner Persönlichkeit trieben, die er am Liebsten unentdeckt gelassen hätte.
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15.05.14 15:50 © Gast

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Es gefiel ihr Tom Lachen zu hören, es war etwas womit sie nicht gerechnet hatte und vor allem nicht wegen einer ihrer Aussage. Generell fiel ihr auf, ihn noch nie Lachen gehört zu haben, was sicherlich daran lag, dass es im seltensten Fall im Slugclub etwas zu lachen gab. Wobei auch sie lachen musste, als er ihren Gedanken anerkannte und sie sich durchaus mehr als nur geschmeichelt von seiner Aussage fühlte. Wobei Madlene sich generell als anderes gegenüber den anderen Mädchen empfand, vielleicht einer der Gründe warum sie mit vielen in Meinungsverschiedenheiten geriet. Doch nicht zu jedem war sie so weitaus ehrlich wie in diesem Moment. Es kam ihr falsch vor, vor dem Slytherin etwas zu spielen was sie nicht war, wo sie doch merkte, dass er eben genau das tat.
,,Wie Slytherin von mir?'', hinterfragte sie seine Aussage mit einem kecken Grinsen auf den Lippen. ,,Ich fühle mich wahrlich geschmeichelt von dir Tom, wobei ich erwähnen muss, dass meine Kochkünste schon derart ausgereift sind, dass ich auch nur deswegen die Möglichkeit dafür habe mir Gedanken zu machen wie ich mich im Falle des Falles verteidigen kann. Ich will nicht eine von diesen Frauen werden die sich hinter ihrem Mann versteckt, sondern eher die an seiner Seite steht. Auch wenn es sich nicht schickt'', meinte sie nachdenklich um sich für ihn ein wenig zu erklären, was sie sonst so selten tat. Selten interessierte jemanden noch das warum und wieso, dazu im Gegenteil interessierte es die Brünette immer wieso Dinge so waren wie es waren. Sie wollte das ganze Bild oder besser die ganze Geschichte kennen bevor sie sich ein Bild von etwas machte. Deswegen versuchte sie auch stets ihren Gegenüber besser kennen zu lernen um mit diesem besser umgehen zu können.

Lene hätte an sich damit rechnen können, dass ihm Duellieren von allem am meisten Vergnügen brachte. Schließlich war er ja ein wichtiger Teil des Duellierclubs, von dem sie Abstand hielt, nicht weil es ihr kein Vergnügen bereiten würde, sondern weil es sich für eine Dame nicht gehören würde ein Teil eines Gewalt verherrlichendem Club zu sein. Männer durften das, natürlich. Während er sprach lösten sich seine Augen von der Hufflepuff und richteten sich auf den Weg vor ihnen. Wobei sie ihm noch immer nachdenklich zuhörte. Vor allem war sie selbst neugierig darauf was er als Spaß empfand, schließlich machte einen das doch auch wenig aus, was einem Freude bereitete. Wobei sie wieder ein wenig Rot wurde als er ihr so zu zwinkerte, kein Wunder, dass viele Mädchen sich in seiner Nähe unwohl fühlten, er schaffte es wie der perfekte Charmeur da zustehen und ob Absicht oder nicht, schaffte er es selbst die Brünette ein wenig zur Verlegenheit zu bringen.
,,In Schach bin ich gut, wahrscheinlich sogar besser als der große Tom Riddel!'' , sagte sie neckisch, wobei dies das Einzige war worin sie gerne prahlte, denn wahrlich glaubte ihr das generell niemand, deswegen rieb sie es den Menschen um so lieber unter die Nase.
,,Wobei es mich doch ein wenig enttäuscht, dass du nicht auf der Suche nach großen Abenteuer bist. Schließlich hättest du mich dann mitnehmen können oder zumindest hätte ich dich darum bitten können. Nun muss ich mir dafür jemanden anderen suchen, wahrlich tragisch'', erwiderte sie nachdenklich und kratzte sich mit dem Finger unter ihrem Kinn. Den Gedanken an ein Abenteuer empfand sie mehr als nur reizend, wobei sie selbst an sich fürchterlich schreckhaft war, aber ihr gefiel der Gedanke etwas aufregendes zu erleben. Etwas zu tun um über sich selbst hinaus zu wachsen und von etwas Großartigem erzählen zu können, das würde ihr gefallen. Doch dafür würde sie tatsächlich Unterstützung gebrauchen können, wo sie doch Spinnen so wenig leiden konnte und aus vielen guten Büchern hatte sie lernen müssen, dass zu einem fantastischen Abenteuer meist auch Spinnen gehörten die in dunklen Höhlen lauerten.

Während sie dort durch den Garten schritten, fiel es ihr schwer nicht den eigenen Gedanken nachzuhängen, wobei sie zu einem Großteil auch froh war von diesen abgelenkt zu werden. Nicht immer sollte man wohl die Zeit in seinen Gedanken verbringen, sonst würde man irgendwann noch verrückt werden oder gar noch trauriger als sie sich an diesem Tag generell schon fühlte.
,,Das mit dem merkwürdig, das nehme ich als Kompliment'', auch wenn es nicht besonders schmeichelnd klang, was war denn schon an merkwürdig gutes zu finden? Niemand würde merkwürdig mögen oder gar sich darin verlieben. Vielleicht war dies auch der Grund warum sie sich alleine am wohlsten fühlte, dort müsste sie sich nicht verstellen, keinem vorgeben etwas zu sein was nicht merkwürdig war und sie müsste nicht lächeln, wenn sie sich nicht danach fühlte. Aufmerksam hörte sie ihm zu, lachte sogar als er sie fragte ob es noch mehr Dinge gab die sie nicht tun sollte, wobei es ihr schwer fiel jetzt nicht über beide Ohren zu grinsen. ,,Ich gebe dir Recht es ist schön das zu tun was einem gefällt anstatt dem was man tun soll. Aber wohin bringt es mich? Was macht es aus dir selbst wenn du ständig nur nach deinem Willen und dem Gefallen daran handelst. Vor allem wer achtet schon das was sich nicht gehört? Selten würde sich einer dazu bekennen und erzählen kannst du es so gut wie niemandem. Also Tom, wir sind allein und glücklich weil wir tun was wir wollen oder unglücklich aber mit Menschen zusammen die mögen was wir zu sein scheinen. Ich weiß nicht was mir davon besser gefällt, niemand kann auf ewig allein sein. Und wer weiß, wenn ich dir noch mehr erzähle, vielleicht nimmst du dann ja auch Abstand?'' sagte sie nachdenklich, wobei sie die letztere Aussage mit einem verspielten Lächeln auf den Lippen sagte.

Es dauerte wahrlich einen Moment bis sie dem Entschluss fasste ihren Gedanken nachzugehen, deswegen stellte sie sich vor den Slytherin und blieb dort stehen. Das Lächeln auf ihren Lippen verschwand und sie musterte ihn einen Augenblick lang nachdenklich.
,,Tom? Darf ich dich etwas fragen?'', auch wenn die Frage an ihn gerichtet war, so hatte sie keinesfalls vor diese in der Luft stehen zu lassen und derweil zu warten, dass er antworten würde. ,,Ich werde einfach davon ausgehen, dass du mit einem Ja geantwortet hättest'', fuhr sie fort und strich sich kurz die Haare aus dem Gesicht die drohten ihr kurz die Sicht zu nehmen. ,,Bist du in diesem Moment du selbst?'', sprach sie die Frage aus die ihr die ganze Zeit durch den Kopf spukte.,,Das soll nicht bedeuten, dass ich dir nicht glaube. Nur für jemanden der so fleißig ist wie du, scheint es ziemlich unnatürlich die wichtigste Notiz zum lernen zu vergessen, wo du doch sonst so überlegt bist. Aber was mich vor allem stutzig macht ist, das alles was du tust so '', sie stoppte um nach dem richtigen Wort zu suchen um seine Handlungen aus ihrer Sicht zu beschreiben. ,,So überlegt so berechnet. Als würdest du nicht spontan handeln. Und wenn du die ganze Zeit du selbst bist. Dann tut es mir Leid, dass ich die Frage überhaupt gestellt habe. Aber weißt du, ich würde gerne mal sehen das du etwas tust worüber du nicht nachdenkst, etwas unerwartetes womit wir nicht rechnen. Vielleicht auch etwas was dich nicht ganz so fehlerlos aussiehst, verstehst du wie ich das meine? Möglicherweise klingt es in deinen Augen ein wenig kindische aber ich würde gerne sehen wie du ganz frei heraus handelst, einfach du. Ganz überraschend, ganz unerwartet für alle die denken, dass du berechenbar bist mit deinen so kontrollierten Handlungen'', beendete sie ihren Ansatz und schaute zu ihm hoch, wobei er auch nicht so viel größer war als sie selbst. Die Sonne schien ihr auf dem Hinterkopf und sie hoffte wahrlich, dass er diese Aufforderung nicht falsch verstehen würde, schließlich wollte sie ihm nichts schlechtes.  

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15.05.14 23:42 © Gast


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MADLENE &&. TOM
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Madlenes Lebensfreude überwältigte ihn.
Er musterte sie wortlos von der Seite, sog ihre kecken und fast unverschämten Antworten in sich auf wie ein Schwamm das Wasser – doch er wusste einen Augenblick nicht, was er ihr entgegnen sollte. Tom war kein Kind von Seligkeit, niemand der ernsthaft Glück empfand, wie es bei der Hufflepuff der Fall war; er konnte imitieren, er konnte blenden – und er konnte eine gute schauspielerische Leistung vollbringen. Damit endete seine Gefühlswelt allerdings schon und machte höchsten Platz für Unmut, Neid, Abneigung und Hass, also den Dingen, mit denen er in der Vergangenheit groß geworden war. Die Augenbrauen daher mit einem Anflug stummer Überforderung gekrümmt, lächelte er dann und wann auf ihre Worte und entrang sich ein neuerliches Lachen, ob ihrer Drohung ihn irgendwann im Schach zu schlagen. Die Sonne schien ihm indes auf die schwarze Kleidung und er konnte kaum verhehlen, dass ihn seine Krawatte unangenehm einzuengen begann.
"Ich sehe schon", lenkte Tom schließlich so ruhig wie möglich ein und versuchte sie damit etwas in ihrem Redefluss zu bremsen, "Ich habe es mit einer Regelbrecherin zu tun; nicht gerade günstig, das einem Vertrauensschüler auf die Nase zu binden, meine Liebe." Nicht, dass der Slytherin wirklich Interesse in dem Tun seiner Mitschüler hatte; und so gewissenhaft er seine Arbeit auch erledigte, war es nur ein Mittel zum Zweck, ein einfacher Flirt in die Richtung der Hufflepuff, um ihrer Laune entgegen zu wirken, so gut er konnte. Dem Dunkelhaarigen wurde warm; hätte er nicht einfach im Schatten der Bäume sitzen bleiben können? Riddle schlug kurzfristig, aber galant den Weg zu den kühlen Schlossmauern ein.

Das Augenmerk auf die Baumkronen gerichtet, die sich sanft zum Rhythmus des warmen Windes bogen, lauschte der hoch Gewachsene weiter den Erläuterungen und Phantasmen seiner vermeidlichen Begleiterin, hier und da zu einem Schmunzeln animiert, weil ihn ihre altkluge Art belustigte. Es war nicht so, dass er sie tatsächlich ernst nahm, dazu war der Slytherin nicht nur zu stur, sondern auch zu arrogant. Er lebte sein Leben wie es ihm gefiel nicht wie andere es ihm vorgaben – und wider Erwarten hatte er deshalb auch kein Problem mit der Einsamkeit. Ganz im Gegenteil: Tom war gerne einsam, alleine mit sich selbst und seinen konfusen Gedanken. Einen Teufel würde er allerdings tun, Madlene dieses Detail auf die Nase zu binden; also nickte er in einer adäquaten Art der Zustimmung, ihrem Gespräch bereits einen Schritt voraus, um vielleicht noch tiefer in ihre Gefühlswelt einzutauchen.
Riddles Mund stand nur einen Sekundenbruchteil offen, bereits Luft in den Lungen und die nächste Frage auf seiner Zunge, ehe er abrupt in seinem Gang inne halten musste, weil ihm Fitz relativ dreist und mutig gleichermaßen den Weg versperrte. Das Knirschen auf dem Kies erstarb, begleitet von einem Paar empor gezogener Augenbrauen, die unter Toms Haaransatz verschwanden, das blonde Mädchen mit einem Blick aus ehrlicher Überraschung und einem Hauch von Skepsis musternd. Der Slytherin versuchte sich an einem Lächeln, das ihm dann unter Madlenes unerwarteten Angriff buchstäblich auf den glatten Zügen gefror.

Zuerst ergab das Gesprochene der Muggelgeborenen nicht annähernd einen Sinn, vermutlich weil Tom es nicht gewohnt war, dass man so herausfordernd und direkt mit ihm sprach; dass man ihn prompt festhielt wie ein Tier, das mit zwei Schüssen in die Hinterläufer getroffen wurde.
Seine Stirn knitterte sich, erst langsam, schließlich tiefer bis zu einem Punkt, wo sich seine Brauen auf der Nasenwurzel trafen. Doch er sagte nichts, sondern ließ sie reden, ließ sie ihre Vermutungen ausschütten und ihn anzweifeln, anprangern, verspotten? Es war nicht wirklich Hohn, was aus ihrem Mund kam, es war weitaus weniger als das; war es Bedauern? Mitleid vielleicht? Sie wollte Spontanität? Das Mädchen hatte keinen Schimmer, worum es bettelte. Und ehe sich Tom versah, ehe er seine Erinnerungen im Griff hatte, fielen ihm die Waisen wieder ein, die er am Meer in eine Höhle lockte, um sie zu quälen, weil sie ihn gequält hatten, fiel ihm Bobby ein, der die Stufen hinab gestolpert war, obwohl ihn niemand geschubst hatte; fiel ihm Arnold ein, den er würgte so fest er konnte, obwohl der zwei Köpfe größer gewesen war als er.
Hass; es war unbändiger Hass, der unterhalb seines Herzens schlummerte wie eine unberechenbare Woge. Ein Gefühl, das der Slytherin gelernt hatte zu beherrschen, für sich, für andere – für Hogwarts. Toms Hände kneteten sich zu willenlosen Fäusten, unbemerkt und übersehen und so sehr er sich bemühte, Madlenes Blick eisern, ja beinahe kühn und erhaben stand zu halten, musste er das stumme Duell beenden, weil er fürchtete, dass sich sein Innerstes am Ende über die Finsternis seiner Augen nach Außen kehrte und ihn an sie verriet.

Der Vertrauensschüler ließ sich einen Herzschlag lang Zeit, wartete das Brodeln seines Blutes ab, bis es sich beruhigte und lachte leise auf; es klang in seinen Ohren gar nicht so befremdlich, wie es sich anfühlte und als er den Kopf schüttelte, bis ihm das akkurat gekämmte Haar strähnchenweise in die Stirn fiel, blinzelte er die Verwirrung gekonnt beiseite.
Madlene wollte Spontanität? Er konnte ihr spontan etwas antun, er konnte ebenso spontan ihr Gedächtnis beeinflussen, der Zauber war ganz leicht. Er konnte sie nach seiner Pfeife tanzen lassen; konnte machen, dass sie sich weh tat. Er konnte sie sogar so weit bringen, dass sie sich für das, was sie von ihm verlangte, entschuldigte. Und dennoch – und seine Aufmerksamkeit schweifte ab und heftete sich auf den kalten Stein, der sie ringsum umzäunte – er hatte kein Bedürfnis, er hatte keine Chance; wollte er sich von einem Hufflepuff aus der Reserve locken lassen? Wollte er deshalb sein zu Hause aufs Spiel setzen? Der Waisenjunge seufzte und lenkte den Blick zurück zu der blonden Hexe und als er das Buch unter seiner Achsel hervor holte und es achtlos zu Boden warf, als er den Schritt, der sie trennte, auf sie zu machte und das verkrampfte Kiefer löste, hob er entschieden die Hände an ihr Gesicht, reckte ihr Kinn mit beiden Daumen etwas in den Nacken und bettete seine Lippen in einen erschreckend sanften, doch bestimmenden Kuss auf die ihren. Tom kannte den Umstand von Spontanität, er war nur niemand, der gerne die Kontrolle verlor. Kontrolle war wichtig, notwendig; sie machte alles aus, was er war. So einfach war das.

Der Slytherin hielt die Luft an und wanderte gleichsam mit dem Gesicht, der Nase, an ihr Ohr: "Ich hoffe, das war spontan und unerwartet genug für dich." flüsterte er provokant, rau. "Versuche kein Rätsel zu lösen, dessen Antwort du nicht wissen willst. Denn glaube mir, das willst du nicht." Damit machte Riddle einen Schritt vor Madlene zurück, bückte sich nach seiner Habe und schritt an ihr vorbei, die Schultern gestreckt, den Kopf erhoben im Wissen, dass er sie vor sich selbst beschützte – dass er sich selbst schützte.
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16.05.14 18:57 © Gast

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Die ganze Situation war befremdlich, so dass sie sich schon fast vertraut anfühlte und genau das wieder für Verwirrung bei ihr sorgte. Sie konnte wahrhaftig nicht schlau aus Tom werden, sie hörte sein Lachen, sah sein Lächeln und nahm das alles in sich auf, dennoch konnte Madlene sich daraus kein Bild machen. Konnte nicht beurteilen ob sein Lachen echt war, sein Lächeln oder ob er sie einfach nur verspottete. Denn gerade letzteres war sie von Slytherin Schülern doch gewohnt, Spott. Nicht auf Grund ihres seins oder ihres Lebens, sondern ihres Blutes. Einer Oberflächlichkeit an der ihr Verständnis und ihr guter Wille scheiterte. Sicherlich würde sie niemals wirklich gut mit einem Zauberer zusammen leben können, so gäbe es doch sicherlich nur welche ihres Blutes die sich mit jemandem wie ihr zusammen tun würden. Selbst die Familien ihrer Freunde betrachteten sie mit skeptischen Blicken, wussten Bescheid über ihr Blut, ihre Familie und ihre wahrlich schlechten Verhältnisse. Doch nie hatte sie auch nur einen Deut darauf gegeben was einer von ihnen dachten, sie urteilten über sie wegen einem Umstand den sie nicht ändern konnte, einer Oberflächlichkeit, als würde sie einen Hasen verabscheuen weil er nicht gut springen könnte oder es doch tat. Es war oberflächlich, falsch und genau deswegen war es für sie nicht von Bedeutung. Doch was über ihren Charakter gesagt wurde, dass interessierte sie und konnte sie durchaus verletzen.

Auf Tom Aussage hin sie würde gerade einem Vertrauensschüler offenlegen, dass sie nicht ganz tat was man von ihr erwartete konnte sie sich ein Lachen nicht verkneifen.
Doch verging ihr, auf Grund ihrer nächsten Handlung relativ schnell das Lachen. Ihre Lippen verzogen sich zu einer geraden Linie während sie auf eine Antwort ihres Mitschülers wartete, sie wusste, dass ihre Aussage zu einem Großteil provokant war, sah sich aber in keinem Moment einer Gefahr ausgesetzt. So zweifelte sie nicht an der Aktion und auch nicht an ihren Worten, sie würde nicht vor ihm klein bei geben, ihm zeigen, dass er gefürchtet wurde auch wenn sie sich selbst zugestehen musste, dass es ihr nicht leicht fiel ihm selbstbewusst entgegen zu stehen.
Wobei so langsam wie ihre Worte auf ihn auch zu wirken schienen, so verschwanden ebenso sein Lächeln und der freundliche Ausdruck auf seinem Gesicht. Leichte Zweifel an ihrer Handlung machten sich breit, schlichen sich in ihre Gedanken und versuchten hartnäckig jegliches Selbstbewusstsein der Brünette zu vertreiben. Sie konnte sich nicht annähernd vorstellen was durch seinen Kopf zu gehen schien während sich seine Mimik so verzog.
Aus dem Augenwinkel konnte sie erkennen wie seine Hände sich zu Fäusten ballten und sie fürchtete einen Moment tatsächlich, dass alles was sie gesagt hatte von ihm keinesfalls mit einem Lächeln abgetan werden würde. Wenn sie Spontanität gewollt hatte, so war dieser Gefühlsausbruch den sie ihm gegenüber gerade betrachten durfte an sich schon genug gewesen. Das Zeichen dieser Wut, wenn es sich denn um Wut handelte, wirkte echter als die meisten Dinge die er heute von sich gegeben hatte. Allein das hatte ihr schon gereicht und so hätte sie gerne etwas mildernde Worte gesprochen als er den Blick von ihr nahm. Sie hatte nicht gemerkte wie ihre eigene Haltung sich verkrampft hatte und sie mit der einen Hand bereits den Zauberstab in ihrem Täschchen umfasst hatte.

Als er begann zu lachen, merkte sie wie sich ihr Körper nur noch mehr anstrengte und der Griff sich leicht um das Holz ihres Zauberstabes verstärkte. Noch immer schaute sie in seine Augen, versuchte zu erkennen was darin vorging.
Sie hörte wie er das Buch fallen ließ, sah wie er auf sie zu kam, wobei der nächste Moment für sie beinahe zu schnell verlief, zu schnell um zu reagieren wobei sie sicherlich nicht gewusst hätte wie sie reagieren sollte. So konnte sie nicht reagieren als dieser ihr sanft, aber immer noch bestimmt genug einen Kuss auf die Lippen drückte. Der Griff um ihren Zauberstab lockerte sich, wohl eher weil sie ihn vor Schreck losgelassen hatte und dieser wieder seinen bekannten Platz in ihrer Tasche einnahm. Ihre Augen weiteten sich einen Moment und wäre sie eine von den vielen Mädchen gewesen, die den Schüler aus der Entfernung anhimmelten so wäre sie nun sicherlich in Ohnmacht gefallen. Doch so war die Hufflepuff nie gewesen, zwar konnte sie nicht leugnen, dass ihr Gegenüber mit den Haaren im Gesicht und dieser Handlung definitiv attraktiv in ihren Augen wirkte, doch so würde sie nie diese Genugtuung ihm gegenüber zu Tage bringen.

Als er sich von ihr löste und leise, wie provokant die Worte in ihr Ohr förmlich hauchte, wusste sie erneut wieder warum sie bis eben noch den Zauberstab gegriffen hatte. Stumm schaute sie zu wie er sein Buch vom Boden nahm und an ihr vorbei schritt. Langsam, atmete sie aus, tief wieder ein mit dem Gedanken erst einmal zur Ruhe zu kommen. Sie wusste nicht welches Gefühl ihren Körper nun beherrschte oder eher ihren Kopf. Der kleine Teil ihrer selbst der sich gerade freute von dem Tom Riddle geküsst worden zu sein, wurde erschlagen von dem Part der ihr zuschrie, dass er ihr gerade zumindest indirekt gedroht hatte oder wohl eher klar gemacht hatte, dass er keinesfalls vor hatte jetzt Händchen haltend mit ihr über die Wiesen zu hüpfen nur weil sie ihm Mitleid schenkte, wohl eher das Gegenteil. Doch sie wäre nicht eine Fitz wenn sie jetzt weinend oder schreiend ins Schloss gerannt wäre. Auch wenn ihr der Gedanke gerade gefiel so zu tun als wäre nie etwas gewesen, aber sie kannte sich selbst. Sie wusste, dass sie nicht im geringsten so war und nicht einen Moment nur ruhig sitzen könnte mit dem Gedanken einfach wortlos gegangen zu sein.

Madlene drehte sich auf dem Absatz um, betrachtete den Rücken des Schülers und überlegte was sie nun tun sollte. Sie konnte nicht ganz beurteilen wie sie auf die kluge Idee gekommen war ihren Schuh nach ihm zu werfen, doch ehe sie sich versehen konnte hatte sie bereits den linken Schuh ausgezogen und warf diesen weniger ungeschickt als man angenommen hätte nach ihrem Gegenüber. Den sie sicherlich nur sacht an der Schulter traf, auf die Entfernung generell ein Wunder.
Sie überbrückte ungefähr die Hälfte des Abstands die er zwischen sich und sie gebracht hatte, ungeachtet der weißen Strümpfe, ihrem unweiblichen Benehmen und vor allem der Warnung von eben.
,,Das ist er also! Der große Tom Riddle!'', rief sie ihm spöttisch entgegen und ballte ihre Hände zu Fäusten. ,,Ich habe nie gesagt, dass es mich auch nur einen Funken interessiert was du hinter all dem versteckst Tom. Für mich spielt das absolut keine Rolle. Nur will ich nicht dabei sein wenn dein perfekter Plan nicht mehr funktioniert. Denn wenn du nicht anfängst irgendwo mal ein wenig von deinen Gefühlen rauszulassen, dann passiert dir so etwas wie vorhin und die Maske bröckelt. Glaubst du jeder deiner Mitschüler reagiert darauf wie ich? Glaubst du wirklich, dass es niemanden hier gibt der sich freuen würde Schwächen deinerseits zu sehen? Bestimmt kannst du nicht jeden von denen so leicht beeindrucken in dem du sie küsst und ihnen dann eine kleine Warnung aussprichst'', machte sie ihren Gedanken platz und sprach sie frei aus. Wobei ihr gerade beim letzteren wieder die Stimme stockte. ,,Nicht das mich das beeindruckt hätte'', ergänzte sie schnell und bemerkte wie die Hitze die vor Wut und Aufregungen ihren Körper durchflutete auch ihre Wangen traf. Seufzend schaute sie gen Boden und versuchte sich zu beruhigen. An sich war sie nicht auf ihn wütend, sie konnte nur nicht verstehen wie er handelte, war wütend weil er sie ausgetrickst hatte, sie geküsst hatte und dann stehen gelassen hatte mit den Worten die echter, greifbarer klangen als alles andere.
,,Du kannst nicht alles alleine schaffen Tom. Vielleicht solltest du dir überlegen ob du nicht wenigstens einem deiner vielen Gönner anvertraust was dich so wütend macht. Denn wenn du es nicht tust, dann wird sicher eines Tages ein Mensch wie Potter es schamlos ausnutzen das du alleine bist'', sagte sie um ihm nun deutlich zu machen was ihre Absichten waren. Madlene hatte ihm keinesfalls zu Nah treten wollen oder gar seinen Zorn auf sich ziehen. Wobei sie gerade in letzterem ziemlich gut zu werden schien, wie es ihr schien.

Die Brünette fasste all ihren Mut zusammen um auch noch die letzten paar Meter zu überbrücken die er zwischen ihnen gelassen hatte. Vielleicht sollte sie einfach den Moment der Überraschung nutzen, ihm nicht so viel Zeit zum reagieren und nachdenken geben. Erst als sie vor ihm stand, stoppte sie. Vorsichtig stellte sie sich auf Zehenspitzen, legte ihre Hand in seinen Nacken und drückte ihm vorsichtig, wahrlich zögerlich einen Kuss auf die Lippen.
Als sie sich gelöst hatte, legte sie so wie er zuvor den Fokus mehr auf ihre Worte. Jegliche Frohsinn schien entschwunden. ,,Du solltest deinen Gegenüber nie unterschätzen, eines Tages trifft er dich sonst unerwartet und benutzt die selben unfairen Mittel wie du'', wisperte sie an sein Ohr und nahm dann die Hand aus seinem Nacken. Stellte sich wieder gerade hin wobei sie ein paar kleine Schritte Abstand zwischen sich und ihm brachte. Ein Lächeln zierte nun ihre Lippen, engelsgleich, unschuldig als hätte sie gar nicht mitbekommen was sich in den letzten Paar Minuten zwischen ihnen abgespielt hatte.

OOC: Mit edit gefällt's mir gleich viel besser.
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17.05.14 16:40 © Gast


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MADLENE &&. TOM
SATURDAY AFTERNOON &&. 17.04.1943
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Tom hatte nie das Konzept der Zuneigung verstanden; er sah es, beobachtete es bei anderen – doch alles, was er tun konnte, war es zu kopieren und zu imitieren. Hätte ihn einer besser gekannt, hätte er gesehen wie unnatürlich seine Entschuldigungen waren, wie unnatürlich seine Hingebung war, wenn er sich für etwas oder jemanden interessierte.
Alles, was er fühlte, war nichts. Freude war keine echte Freude, Trauer keine echte Trauer und ja, natürlich, Liebe war Humbug, etwas das ihn faszinierte, frustrierte und beängstigte gleichermaßen. Liebe war Chaos. Und Chaos konnte sich Tom in seinem Leben nicht leisten. Der Dunkelhaarige war schon immer so gewesen, introvertiert, vorsichtig, stoisch und kalt. Und wenn man ihn damit konfrontierte, krümmte er höchstens fragend die Brauen, denn er bemerkte den Unterschied zu sich und anderen nicht, weil alles was er tat aus dem Impuls heraus passierte: wie eine Form des Selbstschutzes. Hingegen war der Slytherin für negative Empfindungen viel empfänglicher und schnell zerfressen von Neid und Missgunst, Eifersucht und Hass. Hassen fiel ihm leicht, dazu brauchte er selten einen Grund. Und wenn Riddle hasste, dann von ganzem Herzen. Er wusste nicht, warum er so war; wusste nicht was schief ging, als er geboren wurde. Doch die Dunkelheit war ein Teil von ihm an den er sich lange zuvor bereits gewöhnt hatte. Konnte man ihn davor bewahren? In seinem Hinterkopf lachte sein Bewusstsein auf: konnte man einen Kometen dazu zwingen, seinen Kurs zu ändern?
Insofern bewegten ihn Madlenes Worte weniger, wie man hätte erwarten sollen. Tom war niemand, der sich spontan irgendwelchen Dingen, zuletzt Emotionen, hingab und er hatte ihr deutlich gemacht, warum. Damit war das Thema, sogar das Gespräch – so anregend es auch sein mochte – für ihn beendet. Dass zu einer Unterhaltung selbstverständlich immer zwei gehörten, bemerkte er just in dem Augenblick, wo ihn der Schuh in einem sanften Wurf an der Schulter traf und ihn eher aus Verwirrung, denn vor Kraft ins Straucheln brachte.

Tom zwinkerte, runzelte die Stirn und wandte sich im Profil zu der Hufflepuff um, die prompt einem aufgebrachten Vogel gleich völlig fassungslos vor sich her zu schimpfen begann, dass der Slytherin nicht umhin kam musternd eine Braue zu heben ob der Unverschämtheit in ihrem Unterton und des Wagemuts ihrer Worte.
Der Musterknabe ließ sich nicht auf der Nase herum tanzen: das war ein offenes Geheimnis, das nicht selten Mitschülern, die es versucht hätten, unfreiwillig etwas kostete, wenn sie sich zu weit vorwagten, wenn sie dreist wurden. Mt Tom wurde daher selten jemand dreist – Potter vielleicht.
Potter, der auch von Fitz erwähnt wurde. Riddles Nackenhaare stellten sich unter dem Schauer auf, der sein Rückgrat empor jagte; sie hatte keine Ahnung, was für ein rotes Tuch dieser Gryffindor-Bengel für den Dunkelhaarigen sein konnte. Schließlich breitete der Vertrauensschüler merklich hilflos die Arme von sich und versuchte gleichsam darunter die Schultern zu zucken. "Was willst du von mir, Madlene?" Es war nicht so, dass er sie für ihre Anmaßung verhexen konnte, nicht hier. Ebenso wollte er sein Ansehen nicht aufs Spiel setzen, indem er sie von oben herab behandelte, wie man es von einem Slytherin vielleicht erwartet hätte. Nein, Tom war geduldig und stur genug, ihr Wehklagen über sich ergehen zu lassen; letzten Endes tangierte es ihn ja doch nicht. Also entschied sich der Waisenjunge für eine andere Taktik, und kam ihr mental entgegen: "Bei Merlin, ja, ich bin schlecht gelaunt – und?" Riddle blinzelte herausfordernd: "wäre es dir lieber, wenn ich meine schlechte Laune an dir auslasse, wenn ich dich anbrüllen, beschimpfen oder dir vorjammern würde, wie schlecht es mir geht? Ist es das, was du von mir erwartest?" Einmal abgesehen davon, dass er es niemals so weit kommen lassen würde, empfand er es auch schlicht als unhöflich. Dennoch entrang er sich ein beschwichtigendes Lächeln, das seine dunklen Augen nicht erreichte: "Du musst dir um mich keine Sorgen machen."

Toms Magen verkrampfte sich bei dieser Vorstellung. Niemand sorgte sich um ihn, niemand machte sich dich Mühe: freilich auch deshalb, weil er selten vorgab Hilfe oder Mitleid zu brauchen. Tom konnte Mitleid nicht ausstehen, generell dieser ganze sentimentale Unsinn brachte sein Innerstes zum Brodeln; nein, am Liebsten war es ihm tatsächlich, wenn man ihn in Ruhe ließ und so zuckte er abermals hilflos die Schultern. "Ich habe kein Problem damit, allein zu sein." War ich mein ganzes Leben schon gewesen. "Was macht es schon für einen Unterschied, ob ich Holzköpfen mein Leid vorklage, als wenn ich versuche, es selbst zu lösen?" Das war der Mühe Lohn nicht wert Der Slytherin überlegte eine Weile und genoss für den Atemzug die Stille, die sich zwischen ihnen ausbreitete, wo Madlene sichtlich auf eine Reaktion von ihm wartete; war es so schwer, ihr ein Zugeständnis zu machen? Das war alles, was sie wollte – oder?
"Ich bin zornig, weil ich davon ausging, meine Familie heute zu sehen. Und, dass Potter darauf herum gehackt hat, hat es nicht unbedingt besser gemacht." Das entsprach zwar nicht ganz der Wahrheit, war aber plausibel genug. "… und diese ganze geheuchelte Heiterkeit geht mir auf die Nerven; vor allem weil das Meiste davon völlig gestellt wirkt. Denkst du es fällt mir nicht auf, wie die meisten sich zusammen reißen, um glücklich auszusehen? Wie sie eine heile Welt vorspielen, wo draußen Grindelwald darauf wartet, von Frankreich aus nach Großbritannien einzufallen? Wie viele von Grindewalds Gönnern, glaubst du, stehen unten auf dem Quidditchfeld neben Muggelgeborenen und Halbblütern? Diese Farcé ist lächerlich und ich frage mich, was sich Dippet bloß dabei gedacht hat." Gute Miene zum bösen Spiel machen, wie? Dagegen war sein eigener Kosmos unbedeutend und lächerlich. Nichtsdestotrotz wollte er mit der Hufflepuff nicht diskutieren, noch weniger über Politik.

Tom hatte sich inzwischen wieder gänzlich zu Fitz umgedreht, sein Buch lose in der linken Hand, seine Schultern etwas eingesunken. Obgleich es ihm widerstrebte, musste er sich eingestehen, dass es sich nicht so schlecht anfühlte, sich verbal Luft zu machen. Aber was steckte für ein Sinn dahinter, anderen anzuvertrauen was in ihm vorging? Noch dazu, wo Tom niemand war der gerne sein Vertrauen in andere Leute steckte? "Es war mir lieber, mich mit dir über leichtere Dinge zu unterhalten", gestand er halbherzig und deutlich sanfter ein, zumal ihm die Ablenkung wirklich gut getan hat. Beinahe bedauerlich, dass Madlene mit ihrer bodenlosen Neugierde alles ein wenig zu Nichte gemacht hat; war es ihm tatsächlich so schlecht gelungen, seine Laune im Zaum zu halten? Das bedeutete, dass er an sich arbeiten musste. Mochte sein, dass es keiner Niederlage gleich kam, ihr zu gestehen wie wütend er war – einem Lehrer wollte er so jedoch auf keinen Fall begegnen.
Toms Augen weiteten sich dann plötzlich stumm zu der Offensive der Blonden, die seinen Gedankengang zu ihrem Vorteil nutzte, nur damit sie ihm eine entsprechende Retourkutsche erteilen konnte. Die Hand in seinem Nacken hinderte ihn jedenfalls daran aus der Überraschung heraus nach hinten auszubrechen, die Augenbrauen gekrümmt unter dem weichen Kontakt ihrer Lippen, der sich seltsam unvollkommen unter seiner abrupt verkrampften Haltung anfühlte. Das Lächeln auf ihrem Gesicht vereinfachte diesen Unfug nicht, dem er sich ausgesetzt fühlte, ehe er bemerkte, dass sein Herz aufgehört hatte zu schlagen und mit einem flüchtigen Marathon wieder einsetzte, bevor er sich mit einem hörbaren Ausatmen beruhigte.

Riddles Augenwinkel zuckte unkontrolliert, überwältigt von der geballten Frechheit, mit der sie ihn wie einen Rammbock auf offener Brust getroffen hat. Es machte den Slytherin nicht zornig, es amüsierte ihn aber auch nicht sonderlich: versuchte sie die Oberhand über ihn zu gewinnen, in was für einem Duell auch immer sie sich gerade befanden?
Sein Kopf rollte leicht zur Seite, dabei bemerkte er nicht, wie er ihr Lächeln lieblos erwiderte: "Tu das nicht." Es war keine Warnung, keine Drohung – sondern allenfalls ein gut gemeinter Rat, sich nicht mit ihm auf etwas einzulassen, das sie sich nicht vorstellen konnte; egal wie lange sie sich schon kennen mochten. "Es läge mir fern, der Grund für dein Unglück zu sein. Du bist keine unglückliche Person, Madlene; mach dich nicht zu einer solchen."
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17.05.14 18:30 © Gast

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MADLENE & TOM
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An sich wäre es ihr nicht wichtig gewesen ob Tom sie küsste und dann einfach wegging, wenn es denn das erste Mal gewesen wäre, dass ihr so etwas passierte. Madlene konnte sich zu gut an die letzten Sommerferien erinnern in denen sie zusammen mit Alaire bei ihren Eltern gewesen war, sicherlich war es ihm unangenehm gewesen unter Muggeln so zu tun als würde es ihm nichts ausmachen. Sie erinnerte sich auch noch ganz genau daran wie er sie geküsst hatte und seitdem so getan hätte als wäre nie etwas gewesen. Als wären sie nur seine Mitschülerin Madlene Fitz, das Mädchen was er seit seiner Kindheit kannte. Selbst als sie ihn darauf angesprochen hatte, konnte er nicht zu ihr stehen, mehr noch offenbarte er ihr seine Angst davor mit ihr gesehen zu werden. Deswegen empörte es sie von dem Slytherin nun ebenfalls die kalte Schulter gezeigt zu bekommen und so zu tun als hätte sich nichts zwischen ihnen abgespielt. Das hatte sie geärgert und ihren Wunden Punkt getroffen, war sie für Jungs etwas abschreckend oder war es so schlimm ihr einen Moment nah zu sein das alle daraufhin so taten als wäre nie etwas passiert? Auch wenn das eben gerade nichts gewesen war, so reizte es sie dennoch weil sie sowieso schon in nicht bester Laune war und das auf Grund dieser Dinge.

Während sie dort stand, konnte sie nicht anders als das zu sagen was ihr durch den Kopf ging. Konnte nicht verhindern, dass die Worte vielleicht auch ein wenig ungeschickt aus ihrem Mund fielen wie Schnee so manches Mal vom Himmel. Als er sie fragte was sie wollte, wusste sie es nicht. Wollte sie ihm wirklich helfen oder wollte sie nur ihrer Wut über seine Handlungen freien Raum lassen. Es fiel ihr schwer zu entscheiden, weswegen sie handelte, andererseits war sie ihm keine Rechtfertigung schuldig, weswegen sie ihren Mund geschlossen ließ. Doch während seine Worte auf sie zu kamen, schien sie das kaum noch zu interessieren. Was brauchte sie seine Bestätigung nun für etwas was sogar ein Blinder erkannt hätte? So hatte er ihr doch schon vorhin bei seinen Handlungen wahrlich gezeigt, dass er nicht fröhlich war und große Lust darauf verspürte herum zu springen wie ein junges Reh.
Selbst das Lächeln, seine mildernden Worte konnten ihre Gefühle nicht schmälern. Wohin gegen Riddle kaum einen Funken seiner Gefühle ihrer Ansicht nach zeigte, so tat sie das Gegenteil. Sie schämte sich nicht für was sie empfand, was sie wahrnahm und deswegen zögerte sie nicht es kund zu tun. Natürlich behielt sie viele Gedanken für sie, die vor Allem ihre Meinung über andere betrafen.

,,Du irrst dich'', sagte sie knapp daraufhin als er meinte, dass er allein war. Wollte aber nicht mit ihm über etwas diskutieren wo er sowieso nicht seine Meinung ändern würde. Auch wenn er sagte sie bräuchte sich keine Sorgen um ihn machen, so tat sie es dennoch. Es war ihre Art, andere interessierten sie und so war es für keinesfalls verwerflich für den anderen nur das Beste zu wollen, wobei sie das sicherlich noch tun würde wenn dieser sie an den Füßen quer durch die Schule ziehen würde, selbst dann würde sie sicherlich eher dafür Interesse hegen wie es ihm erging als ihr selbst.
Die gesamte Zeit über ließ sie ihn ausreden, hörte zu wie er über Politik sprach und falsche Freude zur falschen Zeit. Möglich, das er Recht hatte, ebenso möglich das er es nicht tat. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, wusste sie es nicht. Kriege interessierten sie zwar, aber dachte sie dabei eher an all jene die ihr Leben ließen und hätten gerettet werden können. Wobei es der Brünetten schwer fiel zu verstehen warum er sich so sehr über die falsche Fröhlichkeit aufzuregen schien, hatte er selbst doch bis vor fünf Minuten das selbe Spiel mit ihr gespielt und gehofft sie so überzeugen zu können. Etwas über den jungen Potter zu hören und wieder dieser anscheinend zu Riddle stand, war für sie schwer nachzuvollziehen, schließlich kannte sie keinen der beiden wirklich, wie sollte sie sich also ein Bild daraus machen? Wobei sie es wahrlich nicht für gut heißen konnte, dass einer sich über des anderen Leid erfreute. Damit würden sie doch den Zorn aufeinander nur stärken, wenn er nicht sowieso schon nicht zu bändigen war.

Die Hufflepuff wusste nicht ob sie sich geschmeichelt fühlten sollte, darüber dass er ihr Gegenüber einen wahrlichen Gefühlsausbruch gezeigt hatte und mit ihr lieber über leichtere Dinge reden wollte, doch es fiel ihr schwer momentan darüber nachzudenken. In letzter Zeit fiel es ihr generell schwer einen leichten Gedanken zu fassen, so wie er sich das vorstellt.
Seine Reaktion auf ihren Kuss war wohl nicht wahrlich anders als ihre vorhin, wobei sie bei seinen Worten nur langsam wieder das Lächeln verschwinden ließ, nicht wegen seinen Worten sondern eher wegen dem Ausdruck den seine Lippen annahmen, die mehr Verbitterung als alle anderen Ansätze eines Lächeln zeigten.
Doch auf Grund der Aussage, dass er sie für glücklich hielt, verkniff sie sich ein Lachen. Trotz der ständigen gute Laune mit der sie sich zeigte, würde sie sich wahrhaftig nicht als glücklich bezeichnen. Sie hatte gelernt mit all den Schwächen ihres Lebens umzugehen und versucht aus diesen das Beste zu machen, das ganze mit mehr Freude zu betrachten, auch wenn es ihr noch so schwer gefallen war. Doch als glücklich würde sie sich nicht bezeichnen, dafür verspürte sie gerade im Moment einfach zu viel Verbitterung, dafür hatte sie zu oft Schmerz oder Trauer spüren müssen um jetzt zu sagen, dass sie glücklich war.

Sie schenkte ihm ein leises Seufzen, auf welches hin sie die Augen schloss und tief durchatmete. ,,Du kannst mir glauben, dass ich dich wahrlich nicht zu meinem Feind haben will'', sagte sie nach einer Weile und öffnete die Augen wieder.
,,Das sage ich nicht weil ich dich fürchte, auch wenn du das vielleicht hoffst, ich weiß es nicht. Ich sage es weil ich dir nichts schlechtes will, dafür habe ich keinen Grund. Auch wenn du es nicht glauben magst, gibt es unter all den Heuchlern und Potters dieser Welt noch jemanden wie mich, der sich sorgen macht wenn jemand bedrückt scheint und den es dafür auch nicht interessiert ob dieser jemand will ob ich mich sorge oder nicht'', meinte sie um sich zu begründen, zu erklären und war nun wesentlicher ruhiger als vorhin. Welchen Sinn hatte es in seinen Sturm zu schreien? Wahrlich hätte sie vor einem Sturm eher weglaufen sollen, doch wenn Tom das war, und da war sie sich ziemlich sicher, dann wollte sie zumindest mit einem Lächeln und ganz als sie selbst untergehen.

Sie machte einen Schritt zur Seite um nicht mehr direkt vor ihm zu stehen, drehte sich ihm leicht seitlich zu. ,,Lass uns nicht mehr hier rumstehen. Uns irgendwo ein schattiges Plätzchen sitzen und dann ein wenig das Unglück mit Leichtigkeit schmälern'', schlug sie mit einem milden Lächeln und stemmte die Hand in die Hüfte. ,,Du könntest gleich damit anfangen zu erklären warum der begehrte Tom Riddle sich noch nicht eine seiner zahlreichen Verehrerinnen geschnappt hat sondern noch immer als einsamer Wolf durch die Gänge von Hogwarts schleicht und jedes Mädchen Herz höher schlagen lässt'', sagte sie neckisch und schenkte ihm ein keckisches Grinsen. ,,Alle, außer mir natürlich. Schließlich sehe ich ihn oft genug im Slugclub und durfte dazu noch einen Kuss von ihm erhaschen. Für Schwärmereien meinerseits wäre es jetzt also definitiv zu spät'', ergänzte sie und sah ihn mit weitaus freundlicherem Blick an.
 
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18.05.14 19:31 © Gast


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MADLENE &&. TOM
SATURDAY AFTERNOON &&. 17.04.1943
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Auf sein Gesicht hatte sich wieder dieser emotionslose Selbstschutz geschlichen, der seine Mimik wie eine unbewegte Maske aussehen ließ. Madlenes Geschmack haftete ein bisschen zu intensiv auf seinen Lippen, gepaart mit dem Geruch, der von ihr ausging und sich neckisch in seiner Nase fest gesetzt hatte.
Tom hörte, was sie sagte, doch kam über ein fragendes Krümmen seiner Brauen nicht hinaus, weil er ihr in seiner stoischen Stumpfsinnigkeit nicht folgen konnte. Fand sie sein Betragen nun amüsant? Oder frustrierte er sie eher? Der Slytherin vermutete letzteres, weil sie seufzte und er ihr zumindest ansah, dass sie sich eine andere Reaktion von ihm erhofft hatte, worauf auch immer. Wahrscheinlich auf sein Gesprochenes zuvor. Er musterte sie eine Weile, knetete unterdessen die Finger seiner freien Hand, wobei er in der selben Regung das Buch wieder unter die Achsel klemmte und entgegnete mit einer plumpen Vermutung: "Wenn ich dich gekränkt habe, war das nicht meine Absicht" Möglich, dass sie doch nicht so taff war, wie sie sich gab und er mit seinem Kuss, mit dieser einfachen und - in seinen Augen - lapidaren Geste zu weit gegangen war. Und obgleich seiner Stimme der schmeichelnde Klang fehlte, deutete er ein Schulterzucken an. Es war nicht so, dass er es bereute; ganz im Gegenteil. Irgendwie fühlte es sich sogar nach einem Triumph an, wenn er sie beleidigt hatte – auch, wenn das prinzipiell tatsächlich nicht in seinem Ermessen gelegen hatte. "Hingegen, wenn ich dich öfters mit meiner Spontanität überraschen soll, musst du mich bloß fragen." Vielleicht wollte er einfach nur wieder diese Schamesröte in ihren Wangen sehen, vielleicht ihren Zorn spüren. Was auch immer es war, das Tom zum Grinsen animierte, ging einher mit dem Amüsement, seine Umgebung nach Lust und Laune manipulieren zu können; doch Fitz erschien ihm beinahe zu clever für derlei offensichtliche Versuche in ihren Geist einzudringen. Er mochte clever, Eigenschaften wie diese machten sich auf Hogwarts rar.

Die Wut über ihre Provokationen waren indes abgeklungen; was sicher auch an ihrer Retourkutsche lag, die Riddles Aufmerksamkeit kurzfristig in eine andere Bahn lenkte – ihn ablenkte und das gerade genug, dass sich die Muggelgeborene galant aus der Gefahrenzone bugsierte. Ob sie ahnte, wie nahe sie daran war einen Fehler zu begehen? Ob sie überhaupt ahnte, wie gefährlich Tom werden konnte? Wie gewalttätig, gleichermaßen? Der Dunkelhaarige war kein Sonnenschein, auch wenn er sich als solcher tarnte. Aber wie wenige andere Personen in seinem Umfeld, zum Beispiel auch wie Desdemona, hatte Madlene das Talent um seine monströse Persönlichkeit herum zu tänzeln, ohne sich dabei großartig zu verletzen. Noch, jedenfalls. Er wollte es sich nicht direkt eingestehen, aber die Hufflepuff hatte sicher Recht in der Annahme, dass Tom auf kurz oder lang einfach seine gesamte Beherrschung einbüßen würde – und das zum Leidwesen seines eigenen Ansehens. Es war nur noch eine Frage der Zeit und der Waisenjunge nichts weiter wie eine tickende Bombe.
"Wieso sollte ich dein Feind sein?" Weil sie ihm Parolie bot? Der Slytherin hatte schon ganz andere Feindschaften auf besserem Wege geschlossen. Eine große Klappe war dabei das geringste Übel. "Du machst mich schlechter, als ich in Wirklichkeit bin." Toms Mundwinkel kräuselten sich in ein dünnlippiges Lächeln. In ihrem Universum traf das zumindest einigermaßen zu; denn schließlich verstand sich Tom Riddle nahezu mit jedem erschreckend gut.

"Wir kommen gerade von einem schattigen Plätzchen", merkte Riddle schließlich in korrigierender Manier an und nickte in die Richtung zurück, wo sie sich am Brunnen begegnet waren, sein Lächeln wandelte sich in ein schelmisches Grinsen. Dann unterbrach er sich jedoch selbst, sah sich zu beider Seiten um und bückte sich nach dem Schuh, den Madlene zuvor nach ihm geworfen hatte. Der Musterknabe legte sein Buch ins Gras, ging in die Hocke und entzwirbelte die sich verhedderten Schnürsenkel, wobei der Schuh seltsam klein in seiner Handfläche anmutete. Riddle blinzelte kurz, furchte die Stirn und räusperte sich, wobei er Madlene den Treter auffordernd entgegen hielt: "Selbst, wenn du dorthin zurück möchtest, solltest du den her wieder anziehen." Als er sich nicht bewegte, machte er deutlich, dass er ihr dabei helfen wollte. So konnte sie sich jedenfalls an seinen Schultern abstützen, anstatt sich in das Gras zu setzen, oder im Stand das Gleichgewicht zu verlieren. Tom war sich durchaus bewusst, wie man ein Gentleman war; es bedurfte nur dem richtigen Ansporn und einem passenden Augenblick.
"Das war im Übrigen sehr undamenhaft von dir – mich zu bewerfen, meine ich. Ich müsste dir dafür eigentlich Punkte abziehen …du benimmst dich generell nicht so gerne wie man es von dir erwartet, oder?" Der Slytherin lachte leise auf, ließ seiner Anklage Zeit, sich zu entfalten und ergänzte: "Ich hoffe, du ändert dich nicht."
Denn gewöhnlich gab es oft und überall. Jeder war gewöhnlich, vor allem wenn er sich an Etiketten hielt, wenn er sich mit dem Horizont bis zu seinem Tellerrand zufrieden gab und zu bequem war, sich darüber hinaus zu bewegen. Tom war Wenigen begegnet, die anders waren und die er deshalb sehr schätzte, auch wenn betreffende Personen es vielleicht nicht bemerkten.

Als er sich mit knackenden Knien wieder aufrichtete und nach seinem Buch angelte, war eine unglaubliche Ruhe auf seinem Gesicht; und anders wie wenige Momente zuvor schien er den Ärger wirklich von sich geschoben zu haben.
Auf ihre, nicht minder unverschämte, Aufforderung hin (Aufforderung! Sie stellte scheinbar nicht einmal mehr Fragen …) musste der Slytherin plötzlich lachen, aus der Reserve gelockt, nicht unbedingt belustigt, mehr verbittert über den Themenwechsel, der so gar nicht zu dem vorherigen Gespräch zu passen schien. Aber letztendlich wollten sie ja einfachere Gesprächskost genießen, nicht oder? Wieso musste er dann dafür im Mittelpunkt stehen? Tom seufzte und marschierte einfach in eine ihm beliebige Richtung los, im Hinterkopf ihre vorherige Bitte in den Schatten zurück zu kehren. Auf Hogwarts gab es Gott sei Dank einigen davon.
Er hätte vieles darauf antworten können; hätte ihr unter die Nase reiben können, dass ihn dieser Beziehungsquatsch anbiederte, dass er keine Zeit für solchen Unfug hatte … doch dann fiel ihm ein Grund ein, der der Wahrheit gar nicht so unähnlich war: "Glaubst du wirklich, man fühlt sich als gute Partie begehrenswert?" Tom schenkte Madlene einen fragenden Blick durch hochgezogene Augenbraue. "Ich bin so lange interessant, bis sich heraus stellt, dass meine Familie verarmt ist." Er griff demonstrativ nach der Ecke seines Umhangs, der augenscheinlich gut in Schuss, jedoch zweiter Hand war und auch nur so gepflegt aussah, weil sich der Dunkelhaarige verdammt viel Mühe damit gab. "Hier geht es nur um Geld und Einfluss; alle Beziehungen bauen darauf, zumindest in den Kerkern. Du kennst Slughorns Gewäsch, der ganze SlugClub basiert darauf; und warum sollte ich mich an ein reiches Mädchen verkaufen? Glaubst du nicht, ich schaffe es auch ganz allein zu Wohlstand? Dazu brauche ich keines dieser nervigen Dinger, die nichts besseres mit sich anzufangen wissen, als am Ende eine gute Haushexe abzugeben." Das war harte Kritik an seine Verehrerinnen, aber so war das nun mal.

Tom lachte erneut, deutlich fröhlicher und echter wie eben: "Nein. Ich will nicht hier bleiben, ich will nicht das werden, was Slughorn mir vor die Nase hält, kein Arzt, kein Anwalt, kein Zaubereiminister. Ich will die Welt sehen … und ich will sie verändern. Es gibt so vieles, was wir über Magie nicht wissen und was es sich lohnt, zu erforschen." Er hatte schon öfters darüber gesprochen, es anderen versucht zu erklären; Abraxas schüttelte immer wieder den Kopf. Ein Genie wie er? Ein Taugenichts, der mal hier und mal dort überlebte? Das ging dem Aristokratengeschlecht auf den Keks und Tom liebte das. Er liebte es, frei zu sein; auch wenn er weder Mühe noch Verantwortung scheute.
"Ich fürchte fast, jetzt habe ich dich schon wieder enttäuscht."
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18.05.14 21:41 © Gast

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Madlene konnte in diesem Moment nicht beantworten warum es ihr so schwer fiel ihre Fröhlichkeit zu bewahren, warum es so schwer war was sonst eine ihrer leichtesten Übungen war. Schließlich hatte sie sonst keine Schwierigkeiten dabei ein Kind von Freude und Fröhlichkeit zu sein, in der Öffentlichkeit so zu tun als gäbe es nichts schlechtes auf der Welt. Doch an diesem Nachmittag war alles so schwer, vielleicht lag es auch an den Gesprächen die sie erst zuvor mit Alaire gewechselt hatte, die Worte sie aussprach und all die Lügen die sie hinter seinen Handlungen vermutete. Der Spott mit dem sie sich von ihrem besten Freund betrachtet fühlte hatte sie schwer getroffen und ihr nur noch mehr das Gefühl gegeben, dass man sich auf niemanden mehr verlassen konnte. Da war Tom beinahe nur ein Funken der zur falschen Zeit am falschen Ort einschlug und ein riesiges Feuer entfachte. Wenn sie gerade darauf eingehen war, dass sie nicht gekränkt war sondern eher wegen einer anderen Angelegenheit so reagiert hatte, so wurde ihr diese Möglichkeit genommen als sie seine nächsten Worte hörte. Wobei ihr diese beinahe schon griffig und ungewohnt genug vorkamen um darüber zu lachen, doch sie verkniff es sich, versuchte ein ernstes Gesicht aufzusetzen, auch wenn ihr die Röte langsam wie ein alt bekannter Freund wieder auf die Wangen schlich. ,,Ich muss zugeben Mr. Riddle, wenn das ein Versuch war von ihnen sich eine Zärtlichkeit von mir zu stibitzen, so empfinde ich diese Versuch als äußerst plump aus dem Mund eines Charmeurs wie ihnen. Schließlich liegt es doch immer noch in der Aufgaben des Mannes seine Dame um Zärtlichkeiten aufzufordern, wo kämen wir denn hin wenn es anders wäre?'' entgegnete sie keck, erlaubte sich aber ein unschuldiges Lächeln als würde sie immer so sprechen. Wobei sie sich gewünscht hätte, dass die Röte auf ihrem Gesicht verschwunden wäre und sie genauso selbstbewusst gewirkt hätte wie sie sich in diesem Moment fühlte. Sie konnte nicht zuordnen oder besser noch beurteilen warum dieser sie darauf angesprochen hatte, ob er gewollt hatte, dass sie nun mit lauten Jubelrufen erneut auf ihn zu gehen würde um sich einen Kuss von ihm zu erbitten? Nein das war nicht ihre Art, sie war immer noch eine Dame und empfand es als durchaus reizvoll sich bitten zu lassen oder eben überraschen zu lassen.

Die Brünette konnte nicht sehen wie knapp sie sicherlich einem Unglück entgangen war, wie haarscharf sie sich aus etwas unüberlegten bugsiert hatte, doch war nicht genau das ihre Art? So hatte sie doch gesehen was sie sehen wollte, hatte wahrlich dem Sonnenschein entlocken können was zumindest zu einem winzigen Bruchteil ihn vorging, wie viel davon der Wahrheit entsprach war jedoch ebenso fraglich wie ihre Perspektive auf seine Handlungen. Sicherlich hätte kaum jemand in einer solchen Situation die Ruhe gefunden, war es nicht verwunderlich, dass es ihr leichter fiel jemanden aus der Fassung zu bringen und dabei einen ruhigen Kopf zu bewahren als jemanden anzusprechen, diesen dabei auch nur anzusehen schien da schon anspruchsvoller. Wenn sie selbst sich Menschen vorstellte betonte sie immer wie einfach sie zu verstehen war, doch bei genauerer Betrachtung ihres Charakters schien sie ein Buch mit verworrener Schrift und Geschichte zu sein. Doch nicht einmal selbst traute sich all den Geheimnissen ihrer selbst auf den Grund zu gehen.
,,Du irrst dich, du machst dich schlechter als du bist. Ich wiederhole nur viele deine Worte, dabei weniger verworren und direkter als sie sicherlich gemeint waren'', entgegnete sie unverblümt hinsichtlich seiner Aussage.

Ihren Schuh hatte sie derweil ganz vergessen, sicherlich weil sie mit ihren Gedanken ganz wo anders gewesen war. Auch etwas für das sie des öfteren einen Tadel bekam, schließlich spielte sich das Leben hier vor den Augen ab, nicht in ihrem Kopf und den Gedanken die sie sich machte. Als er ihr den Schuh entgegen hielt fühlte sie zur selben Zeit umsorgt wie sie es selten gewohnt war als auch etwas unangenehm berührt. Von Kindheit an war sie es nicht gewohnt umsorgt zu werden, sicherlich liebte ihre Familie sie jedoch war sie mehr damit beschäftigt Zuhause eine tragende Rolle anzunehmen als sich mit weiblicher Manier durch die Straßen zu flanieren. Sie hatte gelernt wie man Feuerholz hackte, das Öl selbstständig in die Lampen füllte und wie sie nähte, auch wenn gerade letzteres ihr am Anfang schwer gefallen war. Doch Dank eben dieser Fähigkeiten geriet sie oftmals nicht in den Zwang etwas neues zu kaufen wo etwas altes repariert oder geflickt werden musste. Ihre Hand legte sich sanft auf seine Schulter, wobei sie ohne Mühe in ihren Schuh schlüpfte und die freie Hand benutzte um geschickt eine Schleife zu binden, ehe sich wieder von ihm löste und wie auch er einen Schritt zur Seite machte. ,,Danke'', flüsterte sie etwas peinlich berührt darüber auf die Hilfe jemand anderes einzugehen womöglich ihm auch noch Umstände bereitet zu haben.
Auf seine Worte hin lachte sie leise. ,,Ich hatte nicht so viel Zeit mich darum zu kümmern wie man einen Knicks macht oder wie ich mit den edlen Herrschaften rede'', sagte sie leicht pikiert darüber, dass er sie auf seine Manieren ansprach. ,,Doch ich habe gelernt zu leben und mich auch gegen Rüpel zu wehren, deswegen der Wurf mit meinem Schühchen, wenn ich dich dabei verletzt habe, dann darfst du gerne mir ein paar Punkte abziehen wenn es dir hilft'', ergänzte sie und ließ ein Lächeln ihre Lippen umspielen. Doch ein leises Seufzen konnte sie sich nicht verkneifen. ,,Ich hoffe ich muss mich nicht verändern, doch ich fürchte es wird der Tag kommen an dem ich mich der Veränderung stellen muss und keine Wahl habe. Bis dahin genieß ich es nicht nur jemand zu sein der hübsch aussieht und nicken muss wenn er etwas gefragt wird'', dabei sprach sie ihre ehrliche Meinung aus, sie wusste wie es um die Frau zu diesen Zeit stand, wusste wie Männer die meisten noch immer behandelten und das vielen es lieber war wenn ihre Frau ihnen etwas gutes kochte statt mit ihnen darüber zu reden wie sie das Leben ansahen.

Langsam schlenderte Lene neben ihm her, dabei den Blick zu ihm hoch gerichtet, wartend auf eine Antwort. Als dieser erst lachte, bevor er antwortete und sie dabei eben so musterte, lächelte sie ein wenig unbeholfen. Nachdenklich betrachtete sie seinen Umhang der wahrlich bessere Tage gesehen hatte, wobei es ihr nicht wirklich anders ging. Das Ministerium hatte ihre gesamte Habe bezahlt wofür sie mehr als nur dankbar war, doch hatte sie nicht geahnt, dass der Slytherin aus ärmlichen Verhältnissen kam. Weiterhin hörte sie ihm zu, wollte jedoch erst antworten als sie sich sicher war, dass dieser geendet hatte.
,,Nicht alle Mädchen sind so oberflächlich'', äußerte sie, dabei vor Allem erst einmal zur Verteidigung von sich selbst. ,,Aber Beziehungen bauen doch nicht immer nur auf Geld auf. Wenn du die richtige findest, dann wird sie dich schätzen und respektieren so wie du bist. Mit Fehlern, Schwächen und den Vorzügen die du ihr sicherlich bietest. Bei Liebe geht es nicht darum was man durch den anderen bekommt, der andere sollte einen doch viel eher unterstützen die Ziele zu erreichen, unterstützen heißt nicht dem anderen das kämpfen dorthin abzunehmen'', sagte sie nachdenklich, wobei sie sich schlecht dabei fühlte es zu sagen, hatte sie nicht gerade erst fest stellen müssen, dass es nicht so ablief wie man es sich wünschte und das Geld und der Ruf wichtiger war als alles andere?
,,Aber ich weiß genau was du meinst'', ihr Blick senkte sich gen Boden und sie betrachtete die eigenen Schuhe die wahrlich bessere Tage gesehen hatten. ,,Wenn ich jemanden finde, dann sicherlich nur jemanden der meines Blutes ist und um den es zu großer Wahrscheinlichkeit noch schneller steht als um mich. Dann werde ich eine von denen die niemals bekommt was sie wollte und den Rest ihres Lebens Wäsche von einem Mann macht den sie verachtet, wenn ich daran denke wird mir schlecht'', murmelte sie nachdenklich und schloss für einen kurzen Moment die Augen.

,,Und du hast mich keineswegs enttäuscht. Ich finde den Gedanken aufregend, er gefällt mir. Die Welt verändern'', äußerte sie, wobei sie ihm bei dem letzten Stück kurz zitierte. ,,Ach, ich finde ich bin der Beste Beweis dafür, dass Slughorn weitaus weniger schlecht und oberflächlich ist als alle denken. Wo ich doch nicht dem sonstigen Schema entspreche'', meinte sie aufrichtig und dachte daran zurück wie erstaunt sie gewesen war als der Professor die Hufflepuff aufforderte ein Teil seiner Elite zu werden, doch ebenso hatte sie sich gefreut, zumindest bis sie das erste Mal bei einem solchen Treffen dabei gewesen war.
,,Ich fürchte, ich muss mich noch bei dir entschuldigen. So wollte ich dich nicht angehen wegen deiner Spontanität. Sagen wir, ich war ein wenig angespannt, weil ich vor kurzem feststellen musste, dass die Welt ein schlechterer Ort ist als gedacht und man nur sich selbst an seiner Seite hat'', nun hob sie den Blick wieder an, musterte dabei die Dinge die sie hinter sich ließen und fragte sich tatsächlich wie ihr Leben wohl in einigen Jahren aussehen würde.


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18.05.14 23:44 © Gast


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MADLENE &&. TOM
SATURDAY AFTERNOON &&. 17.04.1943
HOGWARTS · GARDENS


"Eigentlich wollte ich Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste werden; Professor Merrythought geht nächstes Jahr in den Ruhestand und die Schule hat noch keinen Nachfolger" Tom hob die Schultern: "Aber Professor Dippet war der Ansicht, ich sei zu jung für diesen Posten. Gut, er mag damit nicht ganz Unrecht haben; aber er hat mir empfohlen, mich vorher erst entsprechend weiter zu bilden … nun ja, und das werde ich tun, schätze ich." Eigentlich war das Zugeständnis des Direktors eine bittere Niederlage für Riddle gewesen, der erst vor wenigen Wochen das Gespräch mit seinem Hauslehrer wegen seiner Zukunft gesucht hatte. Slughorn wäre ihm beinahe vor die Füße gefallen bei der Eröffnung, der Musterschüler wolle an Hogwarts bleiben, doch natürlich hatte ihm Dumbledore just einen Strich durch die Rechnung gemacht und sogar vor seinem Hauslehrer den Gedanken geäußert, dass man mit achtzehn oder auch neunzehn Jahren zu jung sei, um den Sinn von Pädagogik zu verstehen.
Tom war daraufhin tagelang derart wütend auf den Verwandlungslehrer gewesen, dass er sich den jüngeren der beiden Nott-Brüder gekrallt und mit jedem Fluch, der ihm spontan über die Lippen gekommen war, so lange gequält hat, bis Malfoy ihn mit roher Gewalt von dem Mitschüler wegzerren musste. Seine Freunde vertuschten den Vorgang, Abraxas verpasste Tom einen harten Schlag ins Gesicht und kurz darauf sprach niemand mehr darüber.
Oh ja, Tom war zuweilen unberechenbar, vor allem wenn es um Albus Dumbledore ging; und er konnte nicht verhehlen, dass der Gewaltanteil in dieser Geschichte stetig zunahm, egal wie gut er inzwischen mit Gedächtniszaubern umgehen konnte. Der Vertrauensschüler konnte von Glück reden, dass er sich in der Regel soweit unter Kontrolle wusste, nicht die Beherrschung zu verlieren. Doch unabhängig davon schürte er unter seinen Klassenkameraden unbewusst die Angst und schnitt sich damit natürlich noch mehr von ihnen ab.

Für Tom selbst war es wie ein Filmriss, einen Moment den er im Nachhinein nur noch wie aus einem Vakuum nachempfinden konnte; es war nicht so, dass er ständig mit Gewalt aufgewachsen wäre – einmal abgesehen eben von den Prügeleien zwischen den Waisenkindern und den Schikanen der Älteren aufgrund seiner magischen Fertigkeiten, die sich eben irgendwann im Laufe seiner Kindheit gezeigt haben.
Lediglich die Anmaßung des Pastors des Waisenhauses und das Alkoholproblem von Mrs. Cole waren einschlägig genug, den Dunkelhaarigen vielleicht einen bedenklichen Eindruck von Richtig und Falsch vermittelt zu haben und dass die Prügelstrafe in jeglicher Weise völlig akzeptabel war. Ehe sich der Slytherin jedoch seinen finsteren Gedanken wieder verschreiben konnte, fand Madlenes Stimme den Weg an sein Ohr und holte ihn prompt in die sichere Realität zurück, geladen mit Phantasmen und Zustimmungen, die bitter genug klangen, dass der Vertrauensschüler stockte. "Hat man dich beleidigt?", fragte der Dunkelhaarige dann gerade heraus, weil es für ihn die plausibelste Annahme hinsichtlich seines Verhaltens und ihrer Reaktion darauf war. Dass er so arg ins Fettnäpfchen treten würde, hatte der Slytherin natürlich nicht voraus ahnen können … und er war sich nach wie vor nicht sicher, inwieweit ihn das belustigte.
"Du sprichst von der wahren Liebe", fuhr Tom ein bisschen spöttischer fort, warf sein Buch zurück ins Gras und ließ sich daneben ebenfalls herab sinken, wo um sie herum eine Linde aufragte, die im matten Wind mit ihren Blättern sanfte Kreise zog. "Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass es sie nicht gibt." Toms Augenmerk funkelte mit einem Anflug kühler Herausforderung, weil er eine Diskussion witterte, weil er sich bewusst darüber war, wie irritiert oder befremdlich Madlene gleich auf das Pferd mit aufspringen würde, das er ihr vor die Füße stellte.

"Ich meine, was ist schon Liebe? Du beschreibst es wie etwas, das aufrichtig und rein ist. Aber ich sage, dass Liebe nicht mehr ist, wie das Gefühl nach Besitz und Macht und … ja, möglicherweise auch Ansehen, Geld." Der Dunkelhaarige beobachtete die Wirkung seiner Worte, wappnete sich für den Konter und die Kritik, die er für gewöhnlich bei dem Thema immer erntete – selbst unter den anderen Jungs – und spann sein Netz ein wenig weiter. "Ich war noch nie verliebt; ich will mich nicht blenden lassen von diesen zweitklassigen Frauen aus gut situiertem Hause. Wenn ich sehe, wie andere hier an dieser Schule jemandem versprochen werden, weil die Eltern es so bestimmen, bin ich froh darum, meinen eigenen Kopf zu haben und meine Wahl." Einen Augenblick wunderte sich Tom wirklich, ob die Hufflepuff das für gut hieß; vermutlich hatte sie auch dort ihre eigene Meinung, nachdem Muggelgeborenen dieser Brauch eher suspekt erschien. Wenn sich der Dunkelhaarige nicht irrte, gab es sogar einen Protestclub dagegen, oder hatte es einmal gegeben bis Dippet ihn auflösen ließ. Seine Mundwinkel krümmten sich lieblos.
"Außerdem erspart man sich einiges an Tränen und Terz … ich bin kein Freund von Dramen und Hysterie, vor allem aus dem Mund von Frauen. Und schon gar nicht wegen einer so banalen Sache wie Liebe, oder vermeidliche Liebe, oder wie auch immer du es nennen möchtest." Die Sympathiepunkte, die er sich eben verdient hatte, verfielen sicherlich gerade wieder. Warum sollte er ihr etwas vormachen? Dass Sie sich am Ende in ihn verliebte? Das fehlte ihm gerade noch. Nicht nur, dass Fitz ein Schlammblut war und das in Slytherin mitunter für Aufregung gesorgt hätte, wollte er sie nicht seiner Gehässigkeit und seiner Unberechenbarkeit aussetzen. Dazu konnte er sie wiederum und allen Widersprüchen zum Trotz, zu gut leiden. Tom fuhr sich mit der Zungenspitze über die rauen Lippen und verdrängte die Erinnerung an den nur allzu frischen Kuss. "Aber ich liebe meine Bücher." Das matte Lächeln machte die neuerliche Achterbahnfahrt nun bestimmt nicht angenehmer.

Riddle rollte zu sich selbst die Augen und wandte den Blick beiseite, wo ein loses Blatt, das sich mit dem Wind im Gras vor- und rückwärts bewegte, weil es sich zwischen den Halmen verkeilt hatte, plötzlich weitaus interessanter war wie sich den Kopf über Liebe und andere Gefühle zu zerbrechen. Wieso hatte er nicht einfach die Klappe gehalten und gute Miene wieder zum bösen Spiel gemacht, wie er es immer tat und am besten konnte? Er verhielt sich in Madlenes Gegenwart unweigerlich eine Spur zu ehrlich, das war nicht gut. Der Tag war ohnehin bereits zum Scheitern verdammt gewesen; das ganze Wochenende, wenn er so aufrichtig zu sich selbst ein durfte.
"Tut mir leid" Der Schwarzhaarige sah nicht um und gab sich wenig Mühe seinen Unterton im Zaum zu halten, der ihn Lügen strafte. Seine Finger begannen inzwischen mit einem der Grashalme zu spielen und ehe er sich versah fiel er ungelenk auf den Rücken und überkreuzte die Arme hinter dem Kopf, stellte eine Knie auf und stierte eine Weile ohne zu blinzeln durch die Baumkrone hindurch, die über dem blauen Himmel ein seltsames Raster knüpfte "Wer auch immer deine Gefühle verletzt hat, ist deiner nicht wert."
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19.05.14 13:49 © Gast

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MADLENE & TOM
SATURDAY AFTERNOON & 17.04.1943
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Madlene war erstaunt darüber, dass Tom anstrebte einen Lehrerposten zu übernehmen, damit hätte sie sicherlich nie gerechnet. Sie konnte sich vorstellen, dass Dippet nicht ganz der Überzeugung war, dass junge Schüler wie Tom schon einen guten Professor abgeben würden. Doch sie konnte sich vorstellen, dass dieser vielleicht sogar enttäuscht über die Absage war, verständlich wäre es alle mal. Dennoch schwieg die Hufflepuff, es schien beinahe unmöglich mit ihm über Gefühle zu reden, wieso jetzt also vermuten was in ihm vorgehen würde oder Vermutungen aussprechen die ihn vielleicht reizen könnten. Lieber wollte sie, dass es zwischen ihnen beiden so blieb wie es momentan war. Doch lief sie neben ihm her, ebenso in Gedanken wie er es war. Wenn es nach ihr gegangen wäre, dann hätte sie nichts dagegen gehabt ihm einfach nur weiterhin zu zuhören, doch sie wusste, dass dieser keiner von der redseligen Sorte war.
Sie fand es erschreckend, dass dieser schon derart gut zu wissen schien was aus ihm werden sollte, wenn sie ehrlich war konnte sie nicht einmal sagen ob sie jemals etwas mit der Zauberei machen würde. Die Brünette könnte nicht mit voller Sicherheit sagen ob diese Welt einen Platz für sie hatte oder sie hier nur ihre Zeit verschwendete wenn sie doch eben so gut wo anders auf der Welt sein könnte. Zwar wusste sie das sie auf Grund ihrer Noten oder auch Veranlagungen durchaus ein paar Stellen in Aussicht haben könnte, doch war es das was sie den Rest ihres Lebens tun wollte? Als Heilerin arbeiten oder gar im Ministerium? Da wäre sie nur eine von vielen, ein Gesicht unter tausend was man sicherlich nicht von den anderen entscheiden könnte.

Hat man dich beleidigt?, donnerte seine Frage in ihrem Kopf wie die lauten Schläge auf einer Trommel. Hatte man das? Wie konnte sie das behaupten wenn sie letzten Endes doch selbst an jeglicher Verletzung Schuld gewesen war. Schließlich hatte niemand sie gezwungen Alaire zu mögen oder ihm zu vertrauen, geschweige denn Zeit mit ihm zu verbringen. Von Beginn an hatte sie gewusst was er war, hatte gehofft das würde nicht entscheiden wer er war, nur um jetzt zu wissen, dass sie sich geirrt hatte. Er war nicht besser als jedes andere Reinblut was hier herumlief und sich als etwas besseres ausgab. Lene beschloss nicht darauf zu antworten, das Thema zu ignorieren wie sie es die letzten Tage schon versucht hatte. Schließlich musste es auch Dinge geben über die sie nicht reden würde, zwar gab es von diesen schon mehr als genug doch über ihre Schwächen oder Verletzungen wollte sie nicht reden. Daran hatte sie noch Interesse gehabt, wenn es um andere ging und deren Schmerz war sie immer offen, doch für ihren eigenen Sorgen hatte sie selten Zeit übrig.
Erst sein spottender Tonfall riss sie aus ihren Gedanken und sie schaute ihn blinzelnd an. Der Slytherin appellierte an ihren Glauben an die wahre Liebe, doch war es etwas woran sie glaubte? Nein. Deswegen blieb ihr Ausdruck auch eher neutral als er sie darauf ansprach und äußerte, dass er nicht daran glaubte. Wie konnte sie ihm das verübeln?

Nur langsam setzte sie sich neben ihn ins Gras wobei sie eine Beine ausstreckte und das eine über das andere legte, die Blick eher auf ihre Schuhe gerichtet als auf ihn während sie seinen Worten lauschte. All das was er sagte war die Wahrheit zumindest oft, weswegen es ihr schwer fiel ihm zu widersprechen und dafür hatte sie auch gar nicht die Kraft. Nicht nach dem Streit, wenn es denn überhaupt einer war, den sie zuvor mit ihrem besten Freund geführt hatte. Die Hufflepuff empfand mehr Freude darüber endlich an einem schattigen Plätzchen zu sitzen, streckte sich kurz und erlaubte sich ein kleines Nicken.
,,Ich spreche nicht von wahrer Liebe sondern von dem Gefühl dem anderen Unterstützung zu willigen. Ihn zu respektieren mit seinen Fehlern und zu bemerken, dass man gemeinsam manchmal auch etwas erreichen kann, einfacher erreichen kann. Das Beste aus einer Abhängigkeit von einander zu machen'', meinte sie nachdenklich und schloss die Augen. ,,Dennoch verstehe ich was du meinst durch Alaire kenne ich den Minister, er hat seine Frau geheiratet damit er seine Position erreichen kann. Sie kannte ihn nicht einmal. Doch ich glaube, dass man sich aneinander gewöhnen kann, vielleicht ist es das was vielen hier so eine vereinbarte Hochzeit einfacher macht'', äußerte sie nachdenklich und erinnerte sich zu gut an dieses Gespräch. Langsam entfuhr ihr ein Seufzen, was war sie doch froh, dass ihr Leben nicht von politischer Macht abhängig war oder gar dem Namen einer Familie.
,,Meine Reaktion hat dich jetzt sicherlich enttäuscht. Doch nur weil ich eine Frau bin, heißt das nicht das ich an Märchen glaube, dafür bin ich zu realistisch. Aber worauf ich hoffe ist jemanden zu finden der mir manchmal die Augen öffnete. Darum geht es doch bei dem Kontakt mit anderen, davon zu profitieren, wenn ich jemanden einmal heirate, dann hoffe ich, dass er mir zeigt oder besser mich daran erinnert, dass nicht jeder dem ich Gutes will, auch mir Gutes antun würde'', sprach sie ihre Gedanken laut aus, ließ ihnen Zeit um noch einmal für sich zu wirken. Früher als Kind hatte sie an Märchen geglaubt, ja sie beinahe geliebt wenn ihre Großmutter ihr von diesen erzählte. Doch seit sie auf Hogwarts war, Zauberer mit eigenen Augen sah und feststellen musste, dass alles weitaus weniger fantastisch und wunderbar war wenn man es erlebte, hatte sie mit Märchen abgeschlossen.
Bei seinen Worten über seine Bücher musste sie lachen, konnte es sich nicht verkneifen das ein ehrliches Lachen von ihr zu hören war. ,,Wenigstens etwas was du liebst hm?'', meinte sie etwas beschwichtigend aber zur selben Zeit auch neckend. Ihr Blick welcher noch immer stur gerade aus gerichtet war, bekam etwas weniger besorgteres und ihr kam ein Gedanke. ,,Vielleicht willst du dich auch nicht verlieben weil du weißt, dass du die schlechtesten Komplimente in der Geschichte eines Charmeurs machst und dazu auch noch schlecht küsst'', sagte sie keck und sofort breitete sich ein Grinsen auf ihrer Mimik aus, welches sich schon vorhin des öfteren gezeigt hatte. Einen kurzen Moment wartete sie ehe sie sich entschuldigte:,,Nimm es mir nicht übel, du weißt doch wir Frauen sind mehr als nur nachtragend.

Langsam wanderte ihr Blick zu ihm hinüber, wobei die Entschuldigung befremdlich in den Ohren der jungen Frau klang. Deswegen zog sie nachdenklich eine Augenbraue hoch während sie ihn betrachtete. Madlene war sich nicht wirklich sicher wofür er sich nun entschuldigte, deswegen ließ sie sie einfach im Raum stehen und sah zu wie er sich nach hinten fallen ließ. Wobei sie bei seinen nächsten Worten kurz den Kopf schüttelte und den Blick wieder von ihm nahm. Sie hätte gern etwas erwidert, wusste jedoch nicht was sie darauf antworten sollte. Schließlich konnte sie ihm das nicht glauben, wie auch wenn sie selbst eines bessere gelehrt worden war, denn er hatte ihr ja bewiesen, dass es eher anders herum war und sie ihn nicht Wert war.
,,Wenn du das sagst'', erwiderte sie trocken und dachte daran wie sie am geschicktesten das Thema wechseln könnte.
,,Tom Riddle als Professor? Ich glaube Professor Dippet fürchtet, dass alle Schülerinnen von dir schwärmen würden anstatt ihren Aufgaben nach zu gehen, deswegen müssen sie warten, bis du unerreichbarer aussiehst'', wechselte sie das Thema wieder zu seiner vorigen Aussage hin. ,,Nach meinem ersten Jahr in Hogwarts wollte ich Zaubereiministerin werden und alle die mich schikaniert hätten, den hätte ich das Leben zur Hölle gemacht'', erzählte sie und lachte leise. ,,Also als ich noch jünger war, wäre ich mir ungern begegnet'', meinte sie abschätzend und schaute wieder auf ihre Füße.



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MADLENE &&. TOM
SATURDAY AFTERNOON &&. 17.04.1943
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Tom neigte den Kopf in Madlenes Richtung, ehe er ein wenig blinzelte. Sie war in der Tat anders als jedes Mädchen, dem er hier auf der Schule begegnet war; freilich, alle von ihren waren auf ihre Weise einzigartig: doch in der Regel einzigartig stumpfsinnig. Das erquickende Fehlverhalten der Hufflepuff machte Tom hingegen neugierig; es faszinierte ihn und zog ihn an wie eine Motte das Licht. Das war nicht gut, eindeutig schlecht sogar. Dennoch war dort eine Sache, die ihm nicht entging: "Du erfährst mit Vorliebe Dinge über mich, schätze ich?" Es war das unzählige Mal an diesem Tag, dass Madlene etwas von und über ihn wissen wollte, ihn in den Mittelpunkt des Gesprächs rückte und gespannt auf eine Reaktion von ihm wartete. Er wunderte sich, was sie davon hatte und ob es in der Tat ein Vorteil für sie sein mochte, wenn er ihr irgendeine Fantasiegeschichte auftischte; aber vielleicht war die Muggelgeborene tatsächlich einfach nur neugierig. "Und du sprichst gerne von mir in der dritten Person … und trotzdem, auf der einen Seite beleidigst du mich, ich wäre talentlos im Küssen, uncharmant sogar, wohin gegen ich andererseits bisweilen nicht den Eindruck hatte, dass es dich sehr zu stören schien." Der Slytherin machte keinen Hehl daraus, dass er aus dieser Taktik nicht sonderlich schlau wurde. Für gewöhnlich hielten sich Mädchen in seiner Gegenwart nicht mit solchen komplizierten Gedankengängen auf.
Dann stockte Riddle, furchte die Stirn und fügte matt hinzu: "Mir hat noch nie irgendjemand gesagt, dass ich schlecht in irgendetwas wäre." Ausgenommen Mrs. Cole, die der Überzeugung war, dass aus ihm grundsätzlich nie etwas werden würde.

Der Dunkelhaarige war dann beinahe froh darum, dass Madlene zur Abwechslung auch einmal über sich sprach, ihre Mutmaßung anbrachte und ihr gegenwärtiges Selbst mit der jüngsten Vergangenheit verglich. Darauf kräuselten sich Toms Lippen zu einem schwachen Lächeln: "Ich bin mir sicher, jedes Mädchen träumt davon, einmal Zaubereiminister zu werden, nur um dem ein oder anderen Mann ganz legal ein Schnippchen zu schlagen." Rachsucht war unter Frauenzimmern schließlich mindestens ebenso verbreitet, wie unter Männern; da machte Tom keinen Unterschied. Und dass Madlene kein Blatt vor den Mund nahm hatte sie in den wenigen Momenten ihrer Gespräche bewiesen, ganz zu schweigen davon, dass er ihr sofort glaubte, dass sie einmal schlimmer gewesen war. Damit endete ihre Ausführung allerdings und Tom gestand sich ein, dass er keine Ahnung hatte ob sie jemals erwähnte, was sie aus ihrem Leben machen wollte; er war sich auch nicht sicher, ob es ihn wirklich interessierte.
"Wer ist Alaire?", wollte Riddle in die Stille hinein wissen, die umsäumt war von dem gemächlichen Rauschen der Baumkrone über ihren Köpfen, zu der er indes wieder empor sah. An und für sich auch unwichtig.
"Nachdem du mich für so einen schlechten Kerl hältst, noch dazu für einen solchen, der absolut kein Talent hat einem Mädchen zu imponieren…" Toms Aufmerksamkeit legte sich abermals auf die Hufflepuff "kann ich mir die Mühe sparen, dich zu fragen, ob du mich zur nächsten Gelegenheit nach Hogsmeade begleiten möchtest." Sein Mundwinkel zuckte verräterisch, neckend, "und ich kann mir ebenso sparen dir das Kompliment zu machen, dass deine Gegenwart seit langem die Anspruchsvollste ist, die ich genießen darf. Zu schade; dabei hat es mir gefallen, wie sich die Röte in deinem Gesicht ausbreitet. Es hatte fast den Anschein, als würde ich dir nichtsdestotrotz schmeicheln. Rosige Wangen stehen dir." Dieses Spiel konnte man immerhin auch zu zweit spielen.

Der Slytherin war an und für sich niemand, der mit Vorliebe Süßholz raspelte, aber er war auch nicht von gestern; gerade seine gespaltene und berüchtigte Zunge war talentiert darin, zu betören – ob nun bewusst plump oder nicht hing dabei ganz von seiner Laune ab.
Tom hob ein Bein über das andere, den Anflug eines selbstgefälligen Grinsens im Gesicht, das provozierte. Ihm wären weitere, unzählige Reaktionen auf ihr Verhalten eingefallen, doch er riss sich am Riemen; man musste es immerhin nicht übertreiben. "Was macht dir Freude?" Lapidarer konnte man das Thema wahrscheinlich nicht wechseln, die erst beste Frage wählt, die ihm in den Sinn kam, nur um den Ball zurück in ihre Seite des Feldes zu schießen. Dem Vertrauensschüler war dabei nicht aufgefallen, wie vertraut die Stimmung inzwischen wurde: zu vertraut, zu freundlich. Am Ende konnte er nicht an sich halten, sie zu verletzen; auf welche perfide Weise auch immer. Etwas in ihm bedauerte diese Entscheidung, diesen Drang alles zerstören zu müssen was ihm irgendwie gefiel; konnte er anders? Konnte er sich dazu anhalten, seine Wut an anderen auszulassen? Konnte er seinen Jähzorn beherrschen?
Nein. Weil in seinem Herzen Chaos regierte. Tom wunderte sich einen Atemzug lang, ob sie das verstanden hätte.

Der hoch Gewachsene lenkte den Blick wieder gen Himmel, verlor sich eine Weile in dem Zwitschern der Vögel, die hoch in der Baumkrone über ein Nest gebeugt saßen. Vom entfernten Quidditchfeld drangen Rufe empor, Gelächter – wenn man den Atem anhielt, war der Lärm der Familienfeier deutlich und es machte ihn krank; freilich, weil er ebenso eine Familie besessen hätte und wissen wollte woher er wirklich kam. Eifersucht? Wahrscheinlich. Tom hasste es, wenn er etwas nicht haben durfte. "Erzähl mir, wie deine Eltern darauf reagierten, als sie erfuhren, dass du eine Hexe bist. Ich will es wissen" , orderte der Slytherin alsdann etwas tonlos bestimmend. "Haben sie dir geglaubt? Haben sie es in Betracht gezogen … dich auszustoßen?" Weil du plötzlich anders warst? Das Waisenhaus hatte Tom nie als Freund gesehen, und er nicht das Waisenhaus; trotzdem war es der einzige Ort, neben Hogwarts, den er wirklich kannte, was die Geschichte nicht minder bitter machte. London war nicht sein zu Hause, sondern eine Qual, die bald ein Ende haben würde. "Wolltest du daran etwas ändern? Eine Hexe zu sein, meine ich. Bereust du es?"
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21.05.14 19:12 © Gast

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MADLENE & TOM
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Madlene konnte sich ein Lachen nicht verkneifen als Tom andeutete sie hätte eine Vorliebe dafür Dinge über ihn zu erfahren. ,,Ich höre gerne Geschichten, es gibt so viele Dinge die ich nicht weiß, die ich nicht kenne. Wer interessiert sich schon für die Dinge die jemand wie ich erzählen könnte? Da ist das Leben anderer weitaus interessanter. Es hat also nichts im geringsten mit Schikane zu tun'', erklärte sie und schenkte ihm ein leichtes Lächeln. Seinen nächsten Worten folgte sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen, was sollte sie darauf antworten? Sie wusste es nicht wirklich. Keinesfalls hatte sie ihn beleidigen wollen, eher necken oder triezen aber keinesfalls beleidigen, das würde sie nie wagen. Dafür hatte sie sicherlich viel zu große Furcht vor allem was auf sie zurück fallen würde. ,,Tut mir Leid Tom, ich wollte dich nicht beleidigen. Aber es wäre doch langweilig wenn ich wie alle anderen Mädchen nur von dir Schwärmen würde oder Loblieder singen würde. Es sei denn das fehlt dir an meiner Gesellschaft, dann kann ich natürlich daran arbeiten, wenn es dir beliebt'', sagte sie, drehte ihren Kopf zu ihm herum so dass ihr die Haare leicht ins Gesicht fielen und schenkte ihm ein sanftes Lächeln. In ihrem Leben war es schon immer darum gegangen anderen es Recht zu machen, da würde sie nun kein Problem damit haben so weiter zu machen.

Die Brünette lachte als er meinte sich sicher zu sein, dass jedes Mädchen einmal davon träumte Zaubereiministerin zu werden. Bei so manchen Mädchen die sie kannte konnte sie es sich überhaupt nicht vorstellen und wenn wirkte es alles in ihren Augen eher nach Qual für alle als eine Freude. Wobei sie selbst sicherlich auch nicht gut in der Politik geworden wäre, sie hätte zu sehr für das Recht jener gekämpft die in ihren Augen Hilfe brauchten, dabei sicherlich gut und böse außer Acht gelassen wie sie es immer tat.
Das leise Rauschen der Baumkronen tat ihr gut, hatte beinahe eine beruhigende oder besser entspannende Wirkung die jedoch erstarb als der Slytherin den Namen ihres Kindheitsfreundes erwähnte. Ihre Züge spannten sich sichtlich an, wenn sie darüber reden würde wäre es wie ein einziger Drahtseil auf dem sie versuchte zu balancieren. Deswegen beließ sie es beim schweigen und versuchte die verkrampfte Haltung mit der sich ihre Hände ineinander verschlossen hatten zu lösen, was leichter gesagt war als getan. Es fiel ihr schwer bei den Gedanken an ihn sich zu entspannen oder so zu tun als wäre ihr unwichtig was der Ravenclaw über sie dachte.
Doch zu ihrem Glück schien Riddle das Thema nicht annähernd so viel zu bedeuten wie ihre vorherige Neckerei auf die er wieder einging. Mit einer wenig empörten Miene drehte sie ihm das Gesicht zu, den Mund offen stehend, versucht nach Luft zu schnappen. Die Röte die ihn seinen Worten nach so gut gefallen hatte stieg bei diesen Worten sogleich wieder hinauf und die Brünette schämte sich ihrer Art ihrer Scham zu schnell Ausdruck zu verleihen. Etwas unbeholfen schloss die den Mund mit dem Versuch ihre Schlagfertigkeit wieder zu erlangen.
,,Tom, wenn du mit mir nach Hogsmeade möchtest kannst du mich jederzeit fragen. Sicherlich würde ich mich geschmeichelt fühlen, wobei ich sicherlich in die Versuchung käme dich in einer Partie Zauberschach zu schlagen und nachher würde ich dich nachher noch in Verlegenheit bringen. Schließlich haben wir beide gesehen, dass ich von der Etikette eher Abstand halte und mich nicht davor fürchte dir nahe zu treten und mir einen Kuss zu stibitzen. Ich will nicht, dass du dich vor deinen Freunden noch rechtfertigen musst warum du deine Zeit mit jemandem wie mir verschwendest'', meinte sie durchaus amüsiert über die Vorstellung, nahm nun jedoch wieder ihren Blick von ihm. Ihr war bewusst, dass er diese Worte niemals ernst meinen würde. Was würde jemand wie Malfoy schon davon halten wenn der Slytherin seine Zeit vergebens mit einem Schlammblut wie sie eines war vergeudete. Nie würde ihr in den Sinn kommen ihren Gegenüber so in die Bredouille zu bringen, das war einfach nicht ihre Art.

Mittlerweile hatte auch Lene sich zurückgelehnt, die Beine jedoch gerade ausgestreckt gelassen und lag nun rücklings im Gras. Ihre Augen schlossen sich während sie versuchte sich zu erklären was ihr genau Freude bereitete. Denn so gesehen war sie sich da absolut nicht sicher, was machte ihr schon Freude? Was war es was ihr gefiel? Nicht das es nichts von diesen Dingen gab, doch es fiel ihr eher schwer sich nicht an Dingen zu erfreuen, deswegen eines von diesen Dingen auszuwählen was ihr am meisten oder mehrere die ihr besonders Freude bereitetet fiel ihr schwerer als gedacht. Nachdenklich biss sie sich auf die unter Lippe, die Augen geschlossen mit den Gedanken bei all den Dingen die sie mochte. ,,Tanzen'', äußerte sie aus einem Gefühl heraus und wusste noch bevor sie den Gedanken zu Ende gebracht hatte, denn genau das war es was ihr viel Freude bereitet, was sie am liebsten immer tun würde. ,,Zaubertränke - oh das klingt jetzt doch ein wenig strebsam, warte ich denke nach'', erwiderte sie und versuchte in dem Moment der Stille einen weiteren Gedanken zu fassen. ,,Ich bin gern mit anderen zusammen, wenn ich ihnen helfen kann oder wenn ich lache, das bereitet mir Freude, nicht direkt eine Tätigkeit aber wenigstens etwas. Oh! Und ich liebe Musik. Auch wenn wir Zuhause momentan geradeso Geld für ein Radio hatten'', gestand sie und ließ von ihrer Lippe ab. Ihre Familie war nicht besonders wohlhabend was an sich kein Geheimnis war doch lag dies keinesfalls an den Berufen ihrer Eltern, eher an den teuren Medikamenten die sie für ihre Großmutter brauchten. Von allen Dingen die sie kannte war Gesundheit das teuerste Gut.

Ihr Kopf war leicht zu ihm gedreht wobei sie sich fragte was in ihm vorging, was sich hinter den klaren Augen verstecken würde, denn wenn sie ehrlich zu sich selbst war, fürchtete sie oft das was in jedem verborgen lag, doch gleichzeitig war das was einem einen Schauder über den Rücken jagte, stets das interessanteste. Ihre Umgebung schien von Freude erfüllt die einfach am heutigen Tag nicht auf sie übergehen wollte, das erquickte Lachen der Familien, die jubelnden Rufe oder auch das helle Zwitschern der Vögel hatte keinesfalls mehr Einfluss auf ihre Gefühlslage. Als würde sie die gesamte Situation aus einer erschreckenden Ferne beobachten.
Seine nächsten Worte wohl eher seine Fragen, schienen so weit weg. Auch die Antworten lagen ihr so entfernt wie selten ein Gedanke. Was sollte sie ihm sagen? Die Wahrheit? Leise seufzend öffnete sie die Augen, schaute in das Blätterdach über ihrem Kopf durch das nur einzelne Sonnenstrahlen durchbrachen.
,,Ich war nicht Zuhause als jemand vom Ministerium kam um meine Familie zu informieren. Als ich zurück kam saßen sie dort am Tisch, meine Mutter hatte Angst aber mein Vater war Stolz. Das klingt vielleicht merkwürdig aber mein Vater will immer alles erfahren, er ist neugierig und fühlt sich großartig, wenn es nach ihm geht ist es ein Geschenk. Beide wollten was immer ich wollte und ich versprach auch wenn mir der Gedanke nicht gefiel Hogwarts zu besuchen. Mein erstes Jahr war, es war grausam. Ich fühlte mich unwohl und war nur noch ängstlicher als vorher. Vor allem weil ich nie wusste, dass so etwas in mir stecken würde. Immer wenn ich wieder nach Hause kam fühlte ich mich dort unwohl. Es lag nicht an ihnen, es kam von mir, ich weiß dass ich anders bin. Ganz oft wollte ich fort, einfach weglaufen und vielleicht irgendwo anders hin, auch wenn es idiotisch war. Ich wollte nicht umgeben sein von Menschen die mich verachteten und von denen die mich nicht verstanden. Niemand hier versteht mich und wenn ich nach Hause komme, oder besser das was ich es nenne, dort werde ich noch weniger verstanden. Ich wünschte mir nie, dass ich ein Muggel wäre, aber ich habe mir gewünscht, dass meine Familie es wäre. Ich hätte mir gewünscht manchmal einfach nicht da zu sein. Als damals jemand aus dem Ministerium kam hat man mich ausgesperrt aus meiner Welt und mich in eine geschickt wo ich nicht mehr als ein Gefangener bin. Ich fürchte mich vor dem was nach Hogwarts kommt. Wo ich hin soll'', Lene konnte nicht sagen warum sie gegenüber ihm in diesem Moment so ehrlich war, vielleicht weil sie es brauchte sich Luft zu machen oder weil es keinen Grund gab ihn anzulügen. Es waren keine Worte für die sie sich schämte, keine dessen Bedeutung sie nicht kannte. Schon immer hatte sie gewusst wer sie war, ihre ehrliche Art und ihre Vergangenheit gehörten zu ihr, warum dies vor anderen ablegen? Welche Strick sollte der dunkelhaarige ihr schon daraus machen und wenn gäbe es nichts was aus ihren Augen nicht verzeihlich wäre, denn so war sie nun einmal.

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24.07.14 22:12 © Gast


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SATURDAY AFTERNOON &&. 17.04.1943
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Der Slytherin musterte seine Gegenüber stumm, indes sie erzählte – ausführlich erzählte sogar – ohne ihr wirklich dabei Gehör zu schenken. Seine Mimik war der bekannten, stoischen Maske gewichen, die kaum eine Gefühlsregung verriet, die eigenen Gedanken unlängst mit anderen Dingen beschäftigt. Ein entferntes Nicken dann und wann sollte Madlene ermutigen, weiter zu sprechen, während dessen sich der Vertrauensschüler einbildete was für einen ungeheuren Skandal es auslösen würde, wenn sie irgendwer zusammen sah. Gerüchte verbreiteten sich schnell auf Hogwarts und die Tatsache, dass Tom kein größeres Interesse an Mädchen zeigte, war für die Gerüchteküche Grund genug dabei völlig überzukochen. Was man also von ihm behaupten mochte, wenn er sich mit einem Schlammblut abgab? Und so einem überaus vorlauten noch dazu? Seine Augenwinkel wurden schmal bei dieser Vorstellung, die seine Lippen in ein amüsiertes Lächeln verzerrte, das ebenso gut durch Madlenes Erzählung hätte hervor gelockt werden können. Es war nun nicht so, dass man ihm dadurch das Leben schwerer gemacht hätte; wahrscheinlich hätten seine Anhängsel lediglich schwer geschluckt und wider ihrer Abneigung gegenüber Muggelgeborener genickt, wo man Toms Entscheidungen selten wagte anzuzweifeln.
Hingegen würde Madlene eine deutlich schwerere Last tragen, wie sie zuvor schon richtig erkannt hatte, zumal sich der Waise nun nicht als der perfekte Freund sah. Er konnte sehr besitzergreifend werden, wenn es die Situation erforderte – und um nicht zu sagen schon einen krankhaften Wahn entwickeln, der aus einem Partner schnell einen Gegenstand machte. Etwas, das er besaß; und was Tom besaß, durfte kein anderer anfassen.
Oh ja, in der Tat. Er war ein Herzensbrecher. Wie auch immer man den Begriff auslegen wollte.

Andererseits hatte er kein Interesse an so viel Albernheiten. Sie kosteten Zeit und Nerven, während dessen er sich an und für sich um wirklich Wichtiges kümmern konnte; da war auch nach wie vor die Kammer Slytherins, an deren Öffnung er nahe dran war und ein Frauenzimmer hatte wohl nichts anderes im Sinn, wie ihn abzulenken, oder schlimmsten Falls, in seinen Angelegenheiten herum zu schnüffeln. Von Liebe war sowieso noch nie die Rede gewesen und … nun … seine Gedankensprünge verloren sich ins Unwesentliche, weshalb der Slytherin blinzelte und sich von einem Ellenbogen auf den anderen wog.
"Du musst keine Angst haben", nahm Tom die Unterhaltung schließlich wieder halbherzig auf, die Braue gekrümmt ob der letzten Worte Madlenes. Sie war also unsicher – und unglücklich. Das war recht konträr zu seiner eigenen Situation, zu seiner Leidenschaft, die er für diese Schule empfand. Er konnte es gar nicht erwarten, seinen Abschluss zu machen; und er machte keinen Hehl daraus, das zu verbergen: "Diese Welt offenbart mehr, als du denkst." Unglaublich, dass man das erwähnen musste! Fern blieb es Riddle außerdem, sich zu wünschen ein Muggel zu sein: das Zucken in seiner Backe, das ihm den Ausdruck verlieh, auf eine Zitrone gebissen zu haben, sprach dabei unfreundliche und finstere Bände. Muggel waren in erster Linie töricht. Sie töteten wahllos gegenseitig, waren kurzsichtig und selbstverliebt in ihrer lächerlichen Herrlichkeit. Sie waren nichts. Der Vertrauensschüler war ein wenig überrascht von Lenes Geständnis: wollte sie wirklich so sein?

"Muggel werden uns nie verstehen, meine Teuerste. Dazu sind sie zusehr mit sich selbst beschäftigt – und das ist auch gut so. Sie gehören nicht zu uns und wir nicht zu ihnen. Niemand, der auch nur einen Funken Magie in sich trägt hätte es verdient von einem Muggel derart verhöhnt zu werden."
Das Blut in seinen Adern begann zu kochen und Tom musste sich zügeln, in seiner Entgegnung nicht ausfällig zu werden. Die Erinnerungen an das Waisenhaus waren zu frisch, ebenso wie das launische Surren der Motoren der Kriegsflugzeuge über London, das Pfeifen der Bomben, bevor sie bebend auf dem Boden einschlugen. Nein, Muggel hatten nichts mit den magischen Menschen gemeinsam – und auch nicht verdient, mit ihnen zu verkehren. Auf welche Weise auf immer. Und so sehr er sich anstrengen musste ein Schlammblut zu akzeptieren, so sehr bevorzugte er es in der Gegenwart eines nichtmagischen Tölpels.
Der Slytherin atmete tief aus und wandte das dunkle Augenpaar beiseite, konzentrierte sich auf das kräftige Grün des Grases und dem sich stetig wiegenden Anblick des Schattens der Baumkrone. "Du bist frei", sagte er dann und legte jede Silbe auf seiner Zunge aus, wie die pure Wahrheit. "Also tu, was du willst." Niemand sollte sich sein Leben vorschreiben lassen – zwar war die Vorstellung von Freiheit in ihrer Gesellschaft gerade für Frauen ein heikles Thema, gab es nichtsdestotrotz Berühmtheiten unter dem weiblichen Geschlecht: und Karrieren. Sie waren selten, doch existent. Und aus irgendeinem Grund konnte er sich Madlene ziemlich gut in einer solchen Rolle vorstellen.

Tom verlor sich einen Herzschlag lang wieder in tiefes Schweigen, eine Falte zwischen den Augenbrauen, die Unmut ausdrückte, bevor er sich aus seiner sitzenden Position erhob: "Ich denke, ich werde jetzt gehen." Er ließ der Hufflepuff offen, ob sie sich ihm anschließen wollte, während er sich nach seinen Sachen bückte, um die Tasche zu schultern: "Ach und … du wirst mich das nächste Mal nach Hogwarts begleiten." Das war keine Bitte, sondern ein Befehl; vielleicht auch eine Drohung, begleitet von einem Lächeln, das seine Augen nicht erreichte.
Natürlich würde er sie einfach mit sich nehmen, ohne großartig um ihr Interesse oder gar ihre Erlaubnis zu fragen. "Ich wollte dir allerdings die Chance einer Wahl lassen – eine, die du verspielt hast"

(OOC: Ach Hase, ich sagte schon, ich bin so ein Schaf. >___< Tom tut sich momentan manchmal etwas schwer, ich konnte einfach nichts tippen ._. ich hoffe, ich bin nicht allzu weit von unserem Geschehen abgewichen.
Wenn du magst, können wir gerne eine neue Szene eröffnen und hier aufhören oder so. Oder ich warte auf dich, bis du wieder mehr Zeit hast, kein Problem! :*)
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Gast


Gast

29.07.14 15:30 © Gast

Breaking Inside
I'll be making history like I do
You know it's all because of you
We can do what ever we want to

_________________
MADLENE & TOM
SATURDAY AFTERNOON & 17.04.1943
HOGWARTS - GARDENS





An sich war Madlene sich nicht einmal sicher warum sie ihm all das erzählte. Sicherlich weil es nur oberflächliche Kleinigkeiten waren und sie keinerlei Bedeutung in diesen erachtete. Zu gleich aber schien es nichts zu geben, was sie hätte verlieren können, nichts was sie berechtigt hätte die Verschwiegene zu spielen. Es gab so viele Dinge die sie allein mit sich trug, Ängste, Träume und Hoffnungen. Warum also nicht einen Bruchteil davon abgeben? Wahrscheinlich war es purer Zufall, dass ausgerechnet Tom Riddle diesen Part zu hören bekam, einen kleinen Einblick bekam auf das Mädchen was sonst immer lächelte und stumm nickte. Natürlich wusste die Hufflepuff was ihre Mitschüler über dieses Verhalten dachten. Doch mittlerweile hatte sie Gefallen daran gefunden unterschätzt zu werden. Beinahe so als würde sie eine Rolle spielen, eine die man ihr großzügig zugespielt hatte.
Während sie sprach schien der Andere stumm. Dabei war sich die Brünette nicht sicher ob er nur aufmerksam zuhörte oder längst woanders mit seinen Gedanken war. Doch auch das hatte kaum Bedeutung. Allein schon weil es sich wundervoll befreiend anfühlte als die Worte über ihre Lippen kamen.

Die Worte des Dunkelhaarigen sorgten für ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen, beinahe zaghaft. Wie oft hatte sie diesen Satz bereits gehört. War es nicht jener den Eltern immer ihren Kindern sagten wenn sie sich fürchteten? Doch Lene war alt genug um zu wissen, dass zwischen ängstlich sein und wahrer Angst ein klarer Unterschied war. Es gab Dinge da draußen die ihr einen Schauder über den Rücken jagen konnten, Dinge die einen Nachts kein Auge zu bekommen ließen aber auch Dinge vor denen sie nicht wirklich fürchtete, aber die in ihr pures Unwohlsein auslösten. Doch der Gedanke an das was sie irgendwann erwarten würde, erfüllte sie mit beidem zugleich. Sie war eine Frau, ein hübsches Gesicht unter vielen und dann war auch noch ihr Blut einem wirklichen Ziel im Weg. Welche Möglichkeiten hätte sie schon? Was hatte die Welt für jemanden offen der in dieser Welt scheinbar nichts verloren hatte? Doch das wollte sie dem Slytherin nicht auf die Nase binden, nickte auf Grund seiner Worte, beinahe so als könnte sie dem Glauben schenken was er sagte. Natürlich war sie nicht blind der Dinge die in der Welt offen lagen, doch was müsste sie erst alles tun um auch nur einen Blick auf diese Dinge zu erhaschen. Für jemanden ihres Blutes, schier unmöglich, für eine Frau ihres Blutes war es unmöglich.

Bei seinen nächsten Worten schaute sie aufmerksam auf, bedachte ihn mit einem sanften Blick. Es schien ihr momentan unmöglich zu verstehen mit welchem Eifer er diese Einstellung vertrat. Schließlich wusste sie selbst es doch eigentlich besser, oder? Sie selbst war mit Muggeln aufgewachsen, hatte ihr Leben gelebt und bemerkt wie sie sich verhalten. Doch noch während sie darüber nachdachte, wurde ihr bewusst, dass er nicht völlig im Unrecht war. Ihre eigene Großmutter war der beste Beweis dafür. Niemand schien sich um das Wohl des Anderen zu sorgen, jeder hatte für sich selbst da zu sein. Wie viel hatte die Brünette schon getan nur um ihrer eigenen Familie unter die Arme zu greifen, wie viel Zeit hatte sie verschenkt um einem Bild gerecht zu werden in das sie nicht gehörte. All den Schmerz der ihr mit dieser Erkenntnis entgegen kam, wollte sie ihm nicht zeigen, wollte sich nicht anmerken lassen, das er zu einem großen Teil exakt richtig lag.
Aus seinem Mund klang das Wort frei so echt, dass sie für einen Moment tatsächlich daran glaubte es zu sein, dass sie meinte wirklich tun und lassen zu können wonach es ihr stand. Doch sie wusste, dass Freiheit ein Trugbild von vielen war. ,,Es gibt kaum ein Wort heutzutage, mit dem mehr Missbrauch getrieben wird als mit dem Wort "frei". Ich traue dem Wort nicht, aus dem Grunde, weil keiner die Freiheit für alle will: jeder will sie für sich'', zitierte sie leise und schüttelte dann den Kopf. Manchmal erschien es ihr beinahe so als würden andere die Worte für ihre Gedanken leichter finden als sie selbst. Zumindest war es ihr immer so ergangen wenn sie in der Bibliothek las und dabei so manche Passage fand, die ihre Gefühle besser ausdrücken konnten als sie selbst es jemals geschafft hätte. Freiheit war nur eines von vielen großen Worten, die wenig Bedeutung fanden wenn man sich mehr und mehr versuchte in der Gesellschaft einzufügen.

Ihr Blick wich zu dem Anderen auf dessen Gesicht wie immer ein Gemisch aus Gefühlen sich zeichnete, aus denen Madlene einfach nicht schlau werden konnte. Bei seinen Worten nickte sie nachdenklich und nahm den Blick von ihm ab. Bisher spürte sie nicht das geringste Verlangen danach wieder zurück zu kehren. Mit Sicherheit waren all die Familien noch anwesend und würden mit ihren Kindern die Schule durchlaufen. Ein Anblick auf den sie getrost verzichten konnte. Es war seine nächste Aussage, die dafür sorgte, das eine ihrer zierlichen Augenbrauen skeptisch in die Höhe schoss. Würde sie das? Ihn nach Hosgmeade zu begleiten schien wie eine unglaubwürdige Vorstellung, die sie in diesem Moment noch nicht wirklich greifen konnte. Wobei es an sich keiner Einladung glich, eher schon einer Vorwarnung für das was sie noch erwarten würde. Langsam ließ sie die Augenbraue wieder fallen. Auf ihren Lippen das leichte Lächeln welches sich dort oft befand. Langsam drehte sie sich ihrem Mitschüler zu, strich sich durch das kurze Haar. ,,Klingt nach einer verlockenden Einladung, auch wenn ich mich nicht entsinnen kann je etwas verspielt zu haben'', meinte sie und das Lächeln auf ihren Lippen wurde ehrlicher. ,,Aber ich lasse mich nur allzu gern überraschen ob dahinter mehr als nur leere Worte stehen Mr. Riddle'', gab sie zurück. Dabei richtete sich ihr Blick wieder zu dem grünen Gras was vor ihr lag. ,,Und vergiss nicht deine Notizen das nächste Mal besser zu ordnen. Nicht das dich wieder etwas vom Lernen abhält'', ihre letzten Worte schienen schelmisch, beinahe neckisch. Als einziges Zeichen dafür, dass sie ihm immer noch nicht glaubte, dass er hatte lernen wollen.  


(OOC : Neues Play klingt super! Nur keinen Stress wegen mir, weißt du ja   )
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