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 Your words in my head, knives in my heart

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28.04.14 21:57 © Gast



Your words in my head, knives in my heart


LENE & AL | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM |
I'm only human
And I crash and I break down
Your words in my head, knives in my heart
You build me up and then I fall apart




Es gibt sicherlich Tage an denen das Wetter die Laune beeinflussen kann. Der heutige Mittwoch war ein Tag wo das Wetter keinesfalls die Laune von Madlene beeinflusste, eher schien alles perfekt zusammen zu passen. Als sie heute Morgen aufgewacht war um zu ihren Stunden zu gehen hatte es geregnet, grelle Blitze haben am Himmel gezuckt und ihn für wenige Sekunden vom neuen erhellt. Doch das alles hatte sie nicht daran gehindert sich für Zaubertränke fertig zu machen und den Unterricht zu genießen. Doch nicht einmal ihr Lieblingsfach schien sie zu erheitern. Die letzte Nacht hatte sie schlecht geschlafen, nur über sich und Alaire nachgedacht, selbst jetzt am Tag schien sie dies alles nicht loszulassen. Weswegen sie ihn gebeten hatte sich am frühen Abend mit ihr in einem der leeren Klassenräume zu treffen. Sie hatte nie gewollt sich auszusprechen, alles was sie wollte war ihn sehen, ihn umarmen und zusammen mit ihm zu verbleiben bis es ihr besser gehen würde.
Den ganzen Vormittag, Nachmittag über fieberte sie dem Treffen entgegen.

Als es gegen fünf Uhr war, nahm sie ihre restlichen Schulsachen mit sich und stieg die Treppen hinauf um im vierten Stockwerk einen der leeren Klassenräume aufzusuchen. Dort war nie jemand, außerdem konnte man die Tür verschließen um vor neugierigen Augen Schutz zu suchen. Ebenso könnten sie sich einfach hinsetzen wo sie wollten, es war genug Platz um zu tanzen oder gar ein wenig herum zu albern, wobei sie sich nicht danach fühlte. Es fröstelte ihr ein wenig in diesem Raum, konnte jedoch keinen Kamin oder ähnliches erhaschen. Sie trapste vor bis zu dem Punkt an dem der kaputte Pult der Professoren lag und setzte sich auf diesen. Ab jetzt hieß es warten. In ihrem Gesicht lag die Müdigkeit der letzten Nächte, ebenso wie die Verbitterung die sie empfand wenn sie an ihre Gefühl dachte und daran das sie diese nicht ausleben könnte. Am aller liebsten würde sie sich nun in seine Arme werfen und darin liegen bleiben bis aller Schmerz vergangen wäre.
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28.04.14 22:35 © Gast



YOUR WORDS IN MY HEAD, KNIVES IN MY HEART


LENE & AL' | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM |
nothing can come between you and i not even the gods above can seperate the two of us





Alaire lebte jetzt schon einige Zeit mit dem erdrückenden Gedanken, in seine beste Freundin verliebt zu sein. Und das wusste sie auch, seit letztem Sommer. Anfangs war der junge Ravenclaw immer peinlich berührt gewesen, wenn es darum ging Lene in die Augen zu sehen. Aber Augenkontakt war noch nie seine Stärke gewesen. Man könnte sagen, dass sich Alaire schon auf irgendeine Art an dieses schmerzhafte Stechen in der Brust gewöhnt hatte und doch irgendwie auch nicht. Manchmal fühlte er sich einsam und da es ihm nicht gestattet war, einfach mal seine beste Freundin zu umarmen, wenn es ihm schlecht ging, fühlte er sich noch verlassener. Als ihn die Hufflepuff  schließlich bat sich mit ihr in einem der leeren Klassenräume am späten Nachmittag zu treffen, war er zuerst erfreut gewesen, doch dann bemerkte er die Trübseligkeit seiner Freundin und auch wurde mulmig zumute. Obwohl es ihm nach einem Klischee klang; als würde sie mit ihm Schluss machen wollen. Doch da gab es nichts zum Schluss machen.

So vertrieb er sich die Zeit nachdem Mittagessen in der Bibliothek verbracht - da er keinen Unterricht mehr haben würde - und wo er dem Üblichen nachging: Hausaufgaben, Lernen und einfach mal aus Interesse im ein oder anderen Buch blättern. Doch an diesem Nachmittag war er recht unruhig und schaute immer zu auf die große Standuhr an der Wand. Die Stunden schienen sich hin zu ziehen und erst als er sich endlich auf den Weg machen konnte, fiel ihm ein, dass sie sich vielleicht hätten früher treffen sollen. Immerhin war es Mittwoch und was hieß, es war Kunstclub um 18 Uhr. Gut, vielleicht hatte sie ja auch schon nach einer Stunde genug von ihm, vielleicht aber brauchten sie es auch einfach und Alaire würde den Club ins Wasser fallen lassen, mit der Ausrede ihm ginge es nicht so gut. So begab sich Alaire etwa fünf vor fünf auf den Weg zu dem besagten Klassenraum, der im gleichen Stockwerk wie die Bibliothek war. Einen kurzen Moment blieb der Ravenclaw vor der Tür stehen, atmete einmal durch - denn er war durchaus nervös - und drückte dann einfach die Türklinke herunter um ein zutreten. Erst nachdem er die Tür wieder hinter sich verschlossen hatte, drehte Al sich zu Leny um und brachte ein Lächeln zustande: „Hi, Leny."



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30.04.14 22:40 © Gast



Your words in my head, knives in my heart


LENE & AL | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM |
We aren't the only ones wanting more.
So ignore the blood and gold




Während sie dort oben auf dem Pult der Professoren saß und die leeren Stühle betrachtete kam ihr das Leben ganz schön einsam vor. Nicht nur einsam sondern auch trostlos, wie verlassen die alten aussortierten Stühle hier herum standen. Ehrlich gesagt hatte sie früher immer gefürchtet, dass Al eines Tages nicht kommen würde, doch am heutigen Tag würde sie es ihm nicht einmal verübeln wenn er nicht kommen würde, so fiel es ihr selbst schon schwer hier zu sitzen, wo sie doch wusste wie schwer das nächste Gespräch werden würde. Schwer wie die Last die auf ihrem Herzen lag.
Madlene hörte wie die Tür geöffnet und kurz darauf geschlossen wurde. So spielte sich ein sanftes Lächeln auf seine Lippen und sie konnte es kaum erwarten ihn anzusehen. Sie erhob ihren Blick und konnte ihn dann ansehen, ihren Alaire. Als dieser sie mit einem Lächeln und ihrem Spitznamen begrüßte, strahlte sie noch breiter. Es dauerte nicht lange da war sie bereits aufgestanden und begann mit schnellen Schritten auf ihn zu zulaufen, ehe sie in seine Arme sprang und die Arme um ihn herum legte.
Sie drückte ihr Gesicht in seine Schulter und sog seinen Geruch ein, wobei das Lächeln auf ihren Lippen ehrlicher wurde. ,,Hallo Boonsie'', flüsterte sie gegen seine Schulter und nannte auch ihn bei seinem Spitznamen. Die Sorgen blieben in ihrem Kopf aber es war viel zu schön bei ihm zu sein und die Arme um ihn zu haben, seinen Geruch in der Nase zu haben und seine Wärme bei sich zu fühlen. Am Liebsten würde sie nicht weggehen, aber sie wusste, dass sie an sich nicht hier war um in seinen Armen zu liegen sondern um endlich auszusprechen was sie dachte. Sie atmete tief aus und schloss die Augen. ,,Ich würde gerne mit dir über etwas sprechen Alaire'', nuschelte sie gegen seine Schulter und wollte sich erst lösen wenn er es tat, was sicherlich spätestens der Fall wäre wenn sie miteinander ernster reden würden und zu dem sorgenvollen Thema wechseln würden. Jetzt war es zu spät sich vor dem Gespräch zu drücken, zu flüchten. Wenn er hier bei ihr war wollte er ihr am Liebsten alles mitteilen was ihr auf dem Herzen lag. Das sie erneut aus Hogwarts flüchten wollte, das sie ihn liebte mehr als alles andere aber ihn nicht verletzen wollte oder von seiner Familie trennen wollte, doch was sie ihm sagen musste war all das. Nicht länger sollte sie schweigen, auch wenn sie immer die liebe kleine Lene war sollte dies bald vorbei sein.
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01.05.14 1:18 © Gast



YOUR WORDS IN MY HEAD, KNIVES IN MY HEART


LENE & AL | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM
I came across a fallen tree
I felt the branches of it looking at me
Is this the place we used to love?
Is this the place that I've been dreaming of?





Das strahlende Gesicht seiner besten Freundin blickte ihm entgegen und beinahe alle Sorgen schienen sich zu verflüchtigen. Gespannt beobachtete Alaire wie sie von dem Pult rutschte und auf ihn zu rannte. Der junge Ravenclaw taumelte ein Stückchen nach hinten, als Lene ihn so ansprang und ihre Arme um ihn schlang. Nach einem winzigen Zögern, legte er auch seine Arme um sie. Ihr Kopf legte sich an seine Schulter und auch Alaire ließ seinen Kopf etwas sinken. Boonsie, fuhr es ihm durch den Kopf. Er hatte diesen Spitznamen eigentlich noch nie so richtig liebgewinnen können, doch weil Lene ihn so gerne mochte und es immer fröhlich machte, sie fröhlich zu sehen, wandte er nichts dagegen ein. Vom ein auf den anderen Moment schien sein Herz schließlich auszusetzen, denn die Worte 'Ich würde gerne mit dir über etwas sprechen' verhießen in den Ohren des Ravenclaw nichts gutes. Denn er war sich sicher, dass sie bestimmt nicht darüber reden wollen würde, wann er sie das nächste Mal besuchen kommt oder fragen würde, was er sich zu seinem Geburtstag wünschte. „Und das wäre..?" fragte Alaire schließlich nach einem Moment des Schweigens. Seine Augen hatten sich für einen Moment geschlossen, dann wieder geöffnet. Das es ein ernstes Gespräch werden würde, spürte er bereits, ahnen um was es ging tat er auch schon, doch er war kein bisschen dazu bereit, dem Mädchen was er liebte zu sagen, dass es vielleicht besser für sie beide wäre, in ihren beiden so unterschiedlichen Welten weiter zu leben und so zu tun, als wäre nie etwas passiert.



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06.05.14 13:59 © Gast



Your words in my head, knives in my heart


LENE & AL | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM |
And I can't help myself,
All I wanna hear her say is "Are you mine? "




Alaire zögerte einen Moment ehe er auch er seine Arme um sie legte und Lene sich besser gegen ihn lehnen konnte. Der Moment hätte absolut perfekt sein können, wenn sie nicht wegen einem ernsten Thema hier wäre. Wenn sie nur hier wäre um Zeit mit ihm zu verbringen, um über alltägliches zu reden, dann genau dann wäre alles perfekt gewesen. So aber mussten sie bald die vertraute Haltung verlassen, dass wussten sie beide. Schließlich war ihr geliebter Boonsie nicht dumm, von Anfang an hatte er bestimmt gewusst, dass ihr etwas auf dem Herzen lag. Das die Brünette nicht zu ihrer aller Freude hier wäre, sondern wegen dem Ernst des Lebens. Auch wenn kaum einer ihr ansehen würde, dass sie sich auch mit ernsthaften Fragen auseinandersetzte oder gar mit tragischen Dingen wie in ihrer beider Fall. Ihre kleine 'Liebesgeschichte' war keinesfalls etwas fröhliches, eher etwas tragisches was niemals ein 'und sie lebten bis an ihr Lebensende' beinhalten würde. Doch wer würde das ihrem Lächeln schon ansehen, dass genau diese Gedanken in ihrem Kopf steckten? Der Gedanke niemals mit dem Jungen vereint zu sein den sie liebte, weil er sich nicht gegen seine Familie stellen würde und sie dies nicht verlangen könnte.
Sie hörte seine Frage und nickte nachdenklich. Langsam löste sie sich von ihm auch wenn sie es nicht wollte. In seiner Nähe konnte sie ihr Herz hören wie es laut in der Brust klopfte, wie ihr Puls schneller ging und wie ihr Gehirn langsam aber sicher keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Deswegen musste sie sich wohl oder übel von ihm lösen um besser nachdenken zu können und wieder klare Gedanken fassen zu können. Schließlich wollte sie aufhören um den heißen Brei herum zu reden, sie wollte damit aufhören so zu tun als wenn nichts wäre. Das alles ging ihr schrecklich auf den Zeiger, dieses Getue und Gespiele. Schließlich konnte sie ihre Gefühle nicht ewig verstecken, oder nicht?

Sie machte ein paar Schritte zurück um Abstand zwischen sich und ihn zu bringen. Langsam glitt Madlenes Blick hinauf und blieb an den so markanten Gesichtszügen ihres Gegenübers hängen. ,,Oh Alaire'', murmelte sie leise und schaute ihn als wolle sie beichten auf den Schwanz seiner Katze getreten zu sein. Nervös begann sie mit ihren zierlichen Fingern über ihren Handrücken zu kratzen. Auf einmal kam se sich wirklich fehl am Platz vor. Als wäre es sehr ungeschickt gewesen diese Ort zu benutzen, diesen Tag und sie anzusprechen. Doch sie wusste, dass sie früher oder später sich Aussprechen musste und jetzt war schon viel später als Anfangs geplant.
,,Alaire was ist das zwischen uns? Ich kann nicht länger meine Augen verschließen. Schlimm genug in einer blinden Welt zu leben. Aber ich will keinesfalls ein Teil von ihr werden'', flüsterte sie und schloss dabei die Augen. Jetzt musste sie all ihren Mut zusammen nehmen. Sicherlich würde sie in diesem Moment einiges von ihm abverlangen, das wusste sie. Aber auch er durfte sich nicht länger vor einer Entscheidung drücken.,,Sag mir was es ist was du von mir willst Al'. Was soll ich für dich sein?'', murmelte sie und schenkte ihrem Boonsie in diesem Moment einem Blick in dem die ganze Verzweiflung der letzten Zeit lag. ,,So kann ich nicht weitermachen. Ich brauche eine Entscheidung von dir. Eine einfache Antwort'', was sie tun würde wenn er nur mit ihr befreundet sein wollte wusste sie nicht. Erst Recht nicht wie sie sich verhalten sollte, es fiel ihr jetzt schon schwer in ihm nur einen Freund zusehen, sie konnte sich nicht vorstellen, dass auf ewig so weiterzuführen. Ob er das auch fühlte, geschweige denn ob er irgendetwas in Zusammenhang mit ihm fühlte? Das war wahrhaftig fraglich. In seiner Nähe fühlte sie sich vollkommen, ging es ihm auch so? Spürte er auch die Schmetterlinge in seinem Bauch, das Kribbeln auf der Haut wenn sie einander berührten und sah er die Blicke die das Hufflepuff Mädchen ihm beinahe jeden Tag schenkte. Es war für sie beinahe unmöglich sich ein Urteil aus ihm zu bilden.
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17.05.14 14:44 © Gast



YOUR WORDS IN MY HEAD, KNIVES IN MY HEART


LENE & AL' | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM |
people say we shouldn't be together
too young to know about forever
i just wanna tell the world that you are mine, girl
baby they don't know about us






Mit einer eher langsamen Bewegung begann Lene sich von ihm zu lösen, weswegen er ebenso reagierte und seine Umarmung lockerer werden ließ, ehe Al' schließlich ganz seine Arme sinken ließ und zu sah, wie sie etwas Abstand zwischen sich beiden brachte. Ihre gemurmelten Worte und die großen, braun-grünen Augen, die Alaire so sehr mochte, verpassten dem jungen Ravenclaw einen etwas leidenden Gesichtsausdruck. Doch dann folgten bereits die Worte, die er so lange gefürchtet hat.
Beide wussten zwar schon, dass der eine etwas Besonderes dem anderen gegenüber empfand, doch waren dies stets unausgesprochene Worte gewesen. Alaire schluckte leicht. Er hatte sich schon oft ausgemalt, wie es war sich in dieser Situation wieder zu finden, doch nie, selbst in Gedanken nicht, hatte er die richtigen Worte finden können. Doch das Schlimmere war, dass er sich nie ganz darüber einig war, was er nun wollte. Wenn er Lene nun sagen würde, dass er gerne mehr als Freundschaft wollte, dann wäre ihnen beiden ein Leben als Außenseiter vorbestimmt - nicht das Alaire schon irgendwie einer war, mehr oder weniger. Die Menschen waren noch nicht so tolerant und sahen es nicht als selbstverständlich, wenn sich zwei Leute liebten, die nicht aus ein und dem selben Schlag kamen. Doch genauso stand es mit den beiden. Eine Muggelstämmige und ein Reinblüter, zwei sündhaft riesige Kontraste heutzutage. Zwar würden sie keine Schlagzeilen damit machen, doch es würde sich rum sprechen wie ein Lauffeuer. Alaire wusste nicht ob er dazu bereit war, das Leben eines Ausgestoßenen zu führen. Was würde alleine seine Familie sagen? Enttäuschte Gesichter seiner Eltern und Geschwister flogen durch seine Gedanken. Dabei versuche ich doch nur, es jedem Recht zu machen, dachte der Ravenclaw verzweifelt.
Seine Schwester hatte ihm ein mal gesagt, dass egal wer du bist und du aussiehst, die Menschen, die dich wirklich lieben, bis zum Ende mit dir sein werden. Doch würde das auch auf seine Familie zutreffen? Immerhin war William auch nur 'eine Stufe besser', als Lene es war. Wäre das ein so großer Unterschied? Wahrscheinlich schon. Alaire biss sich auf die Unterlippe und blickte gen Boden. Die Situation fühlte sich unangenehm an und entsprechend reagierte er auch darauf, indem er begann unruhig an seinem Ellenbogen zu kratzen. Und was ist wenn ich sie sage, 'Freunde - Wir bleiben Freunde'? grübelte er. Aber bekanntermaßen zerstörte Liebe die Freundschaft, es war beinahe unmöglich, so zu tun, als wäre nichts.

Alaire hob den Blick wieder etwas, doch nicht so weit, als dass er Lene ins Gesicht oder gar in die Augen schauen könnte. Aber vielleicht gab es ja auch noch einen anderen Weg. Immer hin könnten sie es in der Schule gut verstecken, wenn sie so weiter machen würden. Seiner Familie könnte er bestimmt noch eine Weile vor gaukeln, dass sie nicht seine Freundin, sondern nur eine Freundin und auch keine Muggelstämmige war. Aber was wenn sie es raus finden? Irgendwann würden sie es schließlich heraus bekommen. Verzweifelt fuhr der Ravenclaw durch seine Haare und hielt sich die Stirn. „Ich.." begann er, schluckte wieder und verschränkte die Arme. „Ich habe Angst, Leny" meinte Alaire und sein eines Knie begann zu zittern. Das passierte eigentlich nur, wenn er vor mehreren Leuten sprechen musste. „I-ich habe wirklich Angst - du weißt was ich möchte. Aber was machen wir dann mit den ganzen Blicken, die auf uns gerichtet sein werden? Wie kann man damit leben? Ich weiß nicht ob ich das kann..." Es fühlte sich an, als würde er sein Herz der Welt ausschütten und gleichzeitig die Reaktion zu fürchten. „Ich möchte. Möchte unwahrscheinlich sehr." murmelte er und wagte es endlich seinen Blick zu heben, um der jungen Frau ins Gesicht zu sehen. Zuerst auf die Nasenspitze, dann in ihre schönen Augen. „Aber ich fürchte mich so sehr."



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17.05.14 16:11 © Gast



Your words in my head, knives in my heart


LENE & AL | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM |
I can turn it on
Be a good machine
I can hold the weight of worlds
If that's what you need
Be your everything




Madlene schluckte als sie sah wie Alaires Haltung sich veränderte. An sich hatte sie es gewusst, gewusst, dass es eine schwere Entscheidung war die sie von ihm abverlangte und während sie ihn sah wurde ihr bewusst, dass er sich nicht für sie entscheiden könnte. Wer würde sich schon gegen seine Familie entscheiden? Wie konnte sie etwas von ihm verlangen was sie selbst nicht einmal in Erwägung ziehen würde? Das Schuldgefühl was sich bei ihr breit machte schien mehr und mehr Fragen aufzuwerfen und sie zu gleich völlig aus der Fassung zu bringen. Nervös begann sie über ihre Handfläche zu kratzen, sie bekam das dringende Bedürfnis sich zu bewegen am Besten aus diesem Zimmer und immer weiter weg. Doch konnte sie es nicht, allein schon weil sie so sehr auf eine Antwort von ihm hoffte, sich Hoffnungen machte, dass wider erwarten seine Familie eine geringe Rolle spielen würde. In sich selbst Hoffnungen machen war sie immer gut gewesen, sie sah immer das Licht am Ende des Tunnels und versprach sich aus jeder schweren Zeit eine doppelt so lange schöne Zeit. Doch je länger sie ihm gegenüber stand und seine Unsicherheit betrachten musste, desto mehr wuchsen ihre Zweifel an dieser ganzen Angelegenheit.

Al hob den Blick so gering an, dass sie es beinahe kaum bemerkt hätte. Es wäre ihr nicht aufgefallen wenn sie nicht auf jede Reaktion geachtet hätte. Doch Lene war eher gespannt darauf was er nun tun würde, ahnte bereits schon, dass es nicht gut enden würde für sie beide, schließlich war seine Antwort doch an sich schon im Raum, unausgesprochen spukte sie ihr durch de Kopf und sicherlich auch ihm. Dennoch schenkte sie ihm alle Aufmerksamkeit die sie aufbringen konnte, versuchte nicht trauriger zu wirken als es sein musste. Sie wollte ihn nicht auch noch damit belasten, dass sie ihm zeigte wie schlecht es ihr damit erging, wie betrübt sie wirklich war. Deswegen versuchte sie sich an einem zarten Lächeln, dem selben wenn er ihr etwas im Unterricht erklärte oder sie ihn im Zauberschach gewinnen ließ. Doch seine Worte waren nicht Trost spendend, nicht aufmunternd und auch nicht in Watte gepackt als er mit ihr sprach. Sicher waren es nicht die Worte die sie erhofft hatte, auch wenn ihr bestätigt wurde, dass er ebenso Gefühle für sie hegte wie sie es für ihn tat. Aber sie wusste, dass es falsch war und während er sprach wurde ihr umso klarer warum es falsch war.

Langsam, unbeholfen trat die Hufflepuff einen Schritt von ihm weg und drehte ihm zur Hälfte den Rücken zu und wandte sich der Fensterwand zu. Tief atmete sie ein um die Tränen zu bezwingen und ihren eigenen Atmen unter Kontrolle zu bringen, sie wollte nicht weinen, nicht hier, nicht jetzt, nicht vor ihm. Damit würde sie ihn nur verletzen, dass hatte sie nicht gewollt. Sie wollte am Liebsten nur das alles wieder werden würde so wie es früher zwischen ihnen war, wie zwischen Freunden. Dann müsste er sich nicht entscheiden, er bräuchte keine Angst mehr haben wie andere ihn betrachten würden.
Wobei letzteres genau das war was sie verletzte, was ihr die Tränen in die Augen trieb, sie wusste wie es war in den Augen der anderen weniger Wert zu sein, wusste von welchen Blicken er sprach und hatte nie etwas dagegen tun können. Genau das war es was er fürchtete, im Leben so zu stehen wie sie es tat, er könnte nicht damit umgehen während es ihr immer unwichtig gewesen war wenn andere auf Grund von Oberflächlichkeiten über sie urteilten, warum konnte er das dann nicht für sie?

In ihren Augen hatte Alaire immer perfekt gewirkt, frei von Vorurteilen die andere ihr gegenüber zeigten. Doch jetzt wurde ihr bewusst wie sehr sie sich in ihm geirrt hatte. Die Brünette blinzelte auf Grund ihrer glasigen Augen, sie wollte nicht weinen, trotz allem. Es war als würde ihr alles was passiert war auf einmal bewusst und in den Erinnerungen hatte er immer so gut gewirkt, so echt. Doch jetzt verblasste das und zeigte ihr umso mehr wie sie sich in ihm geirrt hatte. Natürlich konnte er nicht anders, auch ihm waren Oberflächlichkeiten wichtig, spielten in seinem Leben eine wichtige Rolle, wieso auch nicht? Er hatte ja das reine Blut mit dem er alles erreichen konnte. Doch sie? Sicherlich war sie in seinen Augen nie das gewesen was sie gedacht hatte. Mehr und mehr schien ein Kloß in ihrem Hals zu wachsen, hatte sie sich blenden lassen? Von seinem netten Lächeln und all dem was er ihr zeigte? Wie hatte sie nur gute Absichten hinter den Lügen sehen können? Die Fragen wurden immer mehr, es kam ihr vor als würde sie untergehen zwischen den vielen neuen Gedanken und Gefühlen die sie alle in einen Abgrund ziehen wollten. ,,Natürlich'', murmelte sie leise, mehr zu sich selbst als zu ihm. Deswegen hatte er seinen Eltern erzählt, dass sie ein Halbblut war, weil er sich schämte. Er schämt sich für mich, dachte sie und drehte sich ihm nun wieder gänzlich zu.

Natürlich konnte das Mädchen unter all den Gefühlen nicht erkennen wie sehr der Ravenclaw zitterte, sie erkannte nicht wie schwer es ihm fiel sie anzusehen, für sie war das alles nur eine Lüge auf die sie hereingefallen war. Erneut atmete die junge Dame tief durch, versuchte ihre Gedanken zu sammeln denn sie wollte nicht mit ihm streiten, wollte lieber spielen als wäre das alles für sie in Ordnung was hier passierte. ,,Ich will mich nicht zwischen dich und deine Familie stellen'', sagte sie und unterstützte das eben gesagt mit einem Nicken. ,,Ich bin lieber nur eine Freundin als jemand der dich zwingt den Meinungen anderer zu stellen. Oder sich zwischen deine Freundin stellt. Für mich ist das auch in Ordnung'', erwiderte sie so neutral wie sie konnte und hinderte ihre Stimme ziemlich gut an dem aufgelösten Zittern.
,,Es ging mir auch nur darum, dass wir an einem Strang ziehen. Denn schließlich sollten wir nicht verschieden agieren wenn wir beide doch an sich das selbe wollen. Das alles so bleibt wie es war'', ergänzte sie und versuchte sich an einem Lächeln, welches im Gegensatz zu sonst keine Grübchen zeigte. Mit den Worten drehte Madlene ihm den Rücken zu und ging langsam zu dem Lehrertisch zurück wie sie vorhin noch gesessen hatte. Ihre Tasche lag noch auf diesem, sie würde versuchen sich diese einfach zu nehmen und dann zu gehen. Sicherlich würde das für ihn jetzt alles doch mehr als zufrieden stellend sein. Das Mädchen mit dem er spielte, gab sich mit seiner Ausrede zufrieden und würde ihm nicht weiter wichtige Nerven rauben.
,,Du solltest ebenfalls in die Politik gehen Alaire, wo es dir doch so wichtig ist was andere über dich denken'', murmelte sie kalt und griff nach ihrer Tasche. Am Ende war er doch auch nur ein Junge von vielen, nicht anders als alle auch wenn sie es so gehofft hatte.  

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21.05.14 17:06 © Gast



knives in my heart


LENE & AL
14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM

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My heart is getting heavier with every word.
Stitch into it, let it out.
It will become easier.
Wilted like a rose without water.
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Der Blick des Ravenclaw folgte dem jungen Mädchen, wie sie sich von ihm abwandte und sich den Fenstern widmete. Irgendwie hatte Alaire das Gefühl, etwas wahrlich Dummes gemacht zu haben. Obwohl er selbst dünnhäutig war, konnte er schlecht einschätzen, wenn es darum ging, mit anderen über etwas zu reden, wobei man Einfühlsamkeitsvermögen brauchte. Bei so etwas die richtigen Worte zu finden, fiel ihm nicht leicht, weswegen er den Mann seiner Schwester auch so sehr um seine Wortgewandtheit beneidete - obwohl er nicht wusste, wie es mit seine Fähigkeiten stand, die die Handhabung von Gefühlen betraf.
Nie hatte Al gewollt, dass Lene durch ihn verletzt wird, weder körperlich noch im Herzen. Doch schließlich war es doch so weit gekommen, das sah er - und hörte er, als sie sich ihm wieder zu wandte.
Auch wenn ihre Worte gut gewählt waren und jeglicher Zorn und jegliche Enttäuschung verdeckt zu sein schienen, erkannte Alaire etwas ganz anderes hinter ihrer Mimik. Sie war gut, wie sie schauspielerte. Aber das alles war nicht die Lene, die er kannte und liebte. Es war so unscheinbar gezwungen und doch so offensichtlich. Vielleicht hätten andere es nicht bemerkt, aber Alaire sah es. Er konnte es nicht übersehen. Ihr fröhliches Lächeln war einfach nur, ein Lächeln. Eins von jenen, die die Menschen so oft zeigten und doch nicht ehrlich meinten. Ihres strahlte immer, sie strahlte immer, doch davon war kein bisschen, nicht einmal ein Ansatz, zu erkennen.
Der junge Ravenclaw schluckte und senkte den Blick, als Lene sich wieder zum Lehrerpult begab. Erst als sie erneut etwas sagte, leise und nicht so gut - aber durchaus - verständlich, hob er wieder den Kopf und seine Augen waren groß. Da war es, dieses ruchlose. Das was Lene in all ihren vorherigen Worten so gut verstecken und unterdrücken konnte. Was sie sagte, ließ ihn sein Herz pochen und verursachte einen ungläubigen und erschrockenen Gesichtsausdruck bei ihm. „Aber Leny, so wollte ich das doch gar nicht meinen .. ich .." versuchte er hervor zu bringen, doch selbst er wusste nicht ganz was er erwidern sollte. Denn im Grunde war es richtig was sie gesagt hatte, doch aus ihrem Mund hörte sich das alles sehr verletzend an. „Ich wollte nicht.. wirklich, Leny! I-ich .." Irgendwie schaffte er es nicht, dass etwas verständliches seine Lippen verließ und er hatte das schlechte Gefühl, dass er sich immer mehr hinein ritt.


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10.06.14 22:04 © Gast



Your words in my head, knives in my heart


LENE & AL | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM |
Sometimes before it gets better the darkness gets bigger
The person that you’d take a bullet for is behind the trigger




Die Hand mit der sie eben ihre Tasche ergriffen hatte zitterte ein wenig, ihre Finger wurden bleich unter dem Druck mit dem sie sich diese gekrallt hatte und ihr fiel kaum auf wie sehr sich der Stoff schon gegen ihre Handfläche presste. Normalerweise war es nicht Madlenes Art andere mit ihren Worten zu verletzen, zwar war sie immer offen, ehrlich, doch selten verletzend. In ihrem Leben war sie stets darauf aus gewesen ihren gegenüber in ein Tuch zu hüllen damit diesem nichts geschah, erst Recht wollte sie das Tuch nicht wegnehmen. Doch in dem momentanen Gespräch war es als hätte sie ihn in das Tuch gewickelt, nur um ihn nun besser mit ihren Worten anzuzünden und brennen zu lassen. Dabei empfand sie durchaus gemischte Gefühle, zum einen schien es geradezu eine Wohltat ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, außerdem hatte er eben noch ihre Gefühle verletzt, ja geradezu darauf herum getrampelt, doch ebenso war er immer noch Alaire. Ihr Alaire, der so zerbrechlich war wie kein anderer den sie kannte, es gab niemanden den sie so liebte wie ihn und genau diesen Menschen hatte sie gerade mit Absicht verletzt. Wenn sie im ersten Moment also noch im Rausch war der plötzlichen Genugtuung gleiches mit gleichem bezahlt zu haben, so meldete sich nun ihr Unterbewusstsein mit frischen, sättigenden Schuldgefühlen. Die Schuldgefühle brauchten nicht lange um jedes kleine Stückchen Wonne zu zerquetschen bis davon nichts mehr übrig blieb und Lene wieder in die Form eines verzweifelten Mädchens fiel, dass gerade begriff was sie getan hatte. Wer auch immer einmal sagte, dass Einsicht der erste Schritt zur Besserung sei, der hatte absolut keine Ahnung wie verletzend und schmerzhaft die eigene Einsicht sein konnte. Da hatte sich die Wonne doch vergleichsweise mild angefühlt, ja beinahe wie Balsam für ihr verletztes Ego. Denn genau das war es doch was er getroffen hatte, indirekt hatte er ihr gesagt, dass sie nicht gut genug für ihn war. Nie hatte sie sich viel aus sich selbst gemacht, was war mit ihr geschehen, dass eine Meinung ihr auf einmal so viel ausmachte? Weil es von ihm kam, die Antwort auf die Frage die sie am liebsten nie gestellt hätte kam prompt und brachte nur noch mehr Schmerz mit sich. Wem wollte sie etwas vormachen? Sie hatte sich in den jungen Ravenclaw verliebt und sich Hoffnungen gemacht weil er all die Jahre so liebevoll war, dass er anders war. Aber auch er war nur ein Zauberer wie jeder andere. Es gab also keinen ersichtlichen Grund etwas von ihm abzuverlangen was andere niemals in Erwägung ziehen würden und doch traf sie die Einsicht wie ein Schlag in die Magengrube.

Natürlich hoffte sie auf eine Antwort die alles gut machen würde. Vielleicht beruhigende Worte, auf die hin könnte sie in seine Arme stürmen, oder auch Wut, mit Wut könnte sie umgehen, oder einfacher Resignation, alles wäre besser gewesen als das was er ihr entgegen brachte. Die Miene der Hufflepuff verfinsterte sich nur noch mehr. Sicherlich wäre sie ihm am liebsten in sein Gesicht gesprungen und hätte ihn angeschrien für seine Verletzlichkeit. Es gab nichts was er ihr entgegen brachte, doch auch nichts was er ihr hätte sagen können. Je länger sie darüber nachdachte, desto klarer wurde ihr, dass nichts geholfen hätte. Es gab keine Worte die sie noch beruhigen könnten, keine Wut auf die sie nicht noch wütender reagiert hätte und vor allem keine Resignation die vieles so einfach gemacht hätte. Alles was blieb war die Verletzlichkeit beider und die unwiderrufliche Tatsache, dass sie ohne ihr eigenes Wissen schon lange aneinander vorbei sprachen.
Die Tränen näherten sich, weswegen die junge Dame ins Licht blinzelte um diese loszuwerden, für ihn würde es sicherlich so wirken als würde sie nur nachdenken was sie antworten sollte. Leny, ihr Spitzname klang in seinem Mund so falsch, wie sie sich gerade fühlte, warum tat er das? Wusste er nicht, dass er damit nur alles schlimmer machte, alles für sie beide schwieriger machte? Anscheinend nicht.

Erst als sie sich sicher war die Tränen bekämpft zu haben, drehte sie sich herum, den Blick vorerst auf den Boden gerichtet. Das Lächeln auf ihren Lippen schien wie eingefroren, es verschwand nicht und blieb da als Zeichen des schlechten Trauerspiels was sie beide vorführten.
,,Sag nichts Alaire, es gibt nichts zu sagen oder zu entschuldigen, alles ist wie es sein sollte. Wir beide stammen aus unterschiedlichen Welten, es ist besser wenn alles so bleibt wie wir es gewöhnt sind'', ihre Stimme klang in ihren eigenen Ohren merkwürdig fremd, so kalt und so verflucht weit weg. Langsam ging sie in Richtung Tür vor der ihr alter Freund stand und blieb neben ihm stehen. Eine Weile lang stand sie dort neben ihm, betrachtete ihren Freund wie sie ihn kannte und fürchtete, dass sie nur noch dieses Bild von ihm in Erinnerung behalten würde. Es gab so viel was sie sagen wollte, fragen wollte. Madlenes Miene wurde weicher, sanfter und das Lächeln verschwand. Alles was blieb war die Trauer die sich in ihrer Miene vertieft hatte. Langsam erhob sie ihre Hand, ließ diese auf seiner Wage ruhen und betrachtete ihn, ihren Alaire. Wie sehr hatte sie gehofft, dass er etwas anderes sagen würde, wie sehr hatte sie gehofft, dass die Wahrheit schön war und nicht grausam. ,,Ich denke es ist jetzt besser wenn ich gehe, am besten wir vergessen alles was war'', flüsterte sie sanft und nahm ihre Hand von seiner Wange. Mit sachten Schritten brachte sie Abstand zwischen sich und ihn, drehte sich noch einmal herum um ihn anzusehen. ,,Verzeih mir, ich wollte nicht mehr Kummer bereiten und dich mehr Zeit kosten als nötig'', murmelte sie und wandte den Blick ab. Auch wenn sie es nicht wollte, wäre das sicherlich das Bild mit dem sie Alaire in ihrem Kopf behalten würde, der Anblick der am lebendigsten war und alle schönen Erinnerungen an ihn zu verdrängen vermochte.
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16.06.14 22:47 © Gast



knives in my heart


LENE & AL
14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM

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Give me love like her
'Cause lately I've been waking up alone
Paint splattered teardrops on my shirt
Maybe I should let you go
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Alaire fühlte sich wie vor den Kopf gestoßen. Bestürzt beobachtete er seine Freundin und selbst er konnte erkennen, dass sich das Ganze für ihn nicht zum Guten wenden würde. Die Art wie Madlene sprach, ließ dem jungen Ravenclaw eine Gänsehaut über den Rücken laufen, als hätten ihn Tropfen eiskalten Wassers berührt. Er hatte bisher nur selten erlebt, wie kalt und abweisend manche Menschen sein konnten - und das war ihm immer nur innerhalb der Familie widerfahren, doch bereits das hatte ihm gereicht. Alaire versuchte sich zusammen zu reißen, als Lene so vor ihm stand, denn sie zeigte ihm einen unterkühlten Ausdruck, da wollte er mindestens versuchen, zurück zu starren, ohne den verletzten und weichen Alaire zu zeigen. Und das gelang ihm auch. Jegliche Emotionen verschwanden aus seiner Mimik und er starrte sie einfach nur an, selbst als ihre Züge sich veränderten, sie weicher wurden und viel mehr wieder seiner Leny ähnelten. Doch die Augen verrieten noch immer etwas anderes. Sie sahen traurig aus, enttäuscht, irgendwo auch noch kalt. Aber das konnte sich der Ravenclaw auch nur einbilden; er war selber immer noch verletzt.

Sein Herz schien einen kleinen Aussetzer zu haben, als sein Gegenüber die Hand hob. Schlägt sie mich jetzt?, fragte er sich, aber bereits kurz danach wurde ihm bewusst, dass dem nicht so war und schon lag ihre Hand sanft auf seiner Wange. Sie fühlte sich warm an und weich. Für einen kurzen Augenblick schloss er seine Augen und öffnete sie wieder. Alaire kämpfte gegen das Verlangen an, selbst seine Hand hoch zu heben und sie auf Lenes zu legen. Es war wirklich schwer und er hätte es tatsächlich beinahe gemacht, hätte sie nicht diese Worte gesagt und hätte sie auch nicht die Hand weg gezogen. Doch die darauf folgenden Worte trafen Alaire, als hätte sie ihm einen Klatscher gegen den Kopf geworfen. Sie schienen weniger schlimm, als alles was sie davor gesagt hatte, doch für Al war es der Tropfen, der die schon bröckelnde Vase zum Zerbersten gebrachte hatte. Er fühlte sich missverstanden, zerschunden und gekränkt. Doch er war noch nie gut darin gewesen, sich selbst zu behaupten, geschweige denn, seine Meinung selbstbewusst äußern zu können. Deswegen war wahrscheinlich sogar eine Fliege dominanter und selbstsicherer als der Ravenclaw.

Alaire ballte die Hände zu Fäusten und verzog das Gesicht. „Du tust mir Unrecht, Leny.“ erwiderte er schließlich leise. „Keiner von euch kann mich verstehen. Dich kann ich auch nicht verstehen, aber irgendwie auch schon. Wer lässt sich gerne das Herz brechen? Ich hätte mir lieber das Herz von dir brechen lassen, als dir das Herz zu brechen. Tausend Mal lieber, Leny. Aber du glaubst mir nicht, ich wette, du denkst, dass ich nur ein weiterer daher gelaufener schnöseliger Reinblüter bin, der denkt, er kann mit den Gefühlen anderer spielen. Aber wie könnte ich, wenn ich noch nicht mal mit meinen eigenen zurecht komme?“ Unwillkürlich stiegen Tränen unterhalb der hellen, grünen Augen auf. Doch er konnte verhindern, dass sie an seinen Wangen hinunter flossen. Wenigstens das. Als Weichei der Familie war es eigentlich schon keine Schande mehr zu weinen, zumindest nicht vor seinen Eltern oder Geschwistern. Und eigentlich auch nicht vor Leny. Aber Alaire wollte nicht immer das verletze kleine Schaf der Herde sein, das weinte, wie ein kleines Kind. Warum konnte er nicht einfach so sein wie William? „Du bedeutest mir so viel“ sagte er mit erstickter Stimme. „Alles. Du bedeutest mir alles.“ Er konnte sich ein Schniefen nicht zurück halten. Aber er wollte auch nicht länger. Noch bevor Lene aus der Tür treten konnte, war er draußen und drehte sich noch einmal halb zu ihr um, bevor er ganz verschwinden würde. „Und sag mir nicht“ begann Alaire, konnte den Blick aber nicht auf sie richten, weshalb er einfach auf den Boden starrte. „Das wir alles vergessen sollte, was gerade war. Dazu warst du viel zu verletzend.“ Und damit wandte er sich ganz von ihr ab und schritt den Gang entlang, mit brennenden Tränen in den Augen und versuchend, aufgeregte Schluchzer zu unterdrücken.
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Gast


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06.07.14 13:59 © Gast



Your words in my head, knives in my heart


LENE & AL | 14. APRIL - 5 PM | EMPTY CLASSROOM |
Who's gonna bring me back to life?
We're gonna make it, you and I




Langsam senkte sich ihr Blick der noch bis eben auf Alaire geruht hatte. Langsam schlossen sich ihre Augen und furchtbar langsam ließ sie die Sachen, die sie in der Hand hielt fallen. Alles schien nur noch in Zeitlupe abzulaufen und erst als er den Raum verlassen hatte und seine Schritte auf den breiten Fluren verhallt waren, erst dann traute sich sich Madlene ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen.
Unter dem Gewicht ihrer Gefühle und seiner Worte brach sie zusammen. Sie fand sich schluchzend zwischen den Stuhlreihen wieder, dabei die Füße eingeknickt und ihre kleinen, zierlichen Hände verdeckten ihr Gesicht gänzlich. Kein Laut drang nach draußen, kein Wort schien den Weg aus ihrem Mund zu finden. Alles was blieb waren die Tränen. Der Schmerz trieb die Tränen immer weiter und weiter. Es schien als könnte sie an nichts anderes mehr denken und genauso fühlte sie sich auch. Die Brünette wurde das Gefühl nicht los, das in ihrem Kopf ein Chaos herrschte, welches sie nicht zu kontrollieren vermochte. Wie gern hätte sie noch Worte zu ihm gesagt, wie gerne hätte sie beruhigend auf ihn eingeredet und noch lieber hätte sie sich einfach wieder in seine Arme geworfen. Aber sie wusste selber, dass dies keine Option waren. So hatte sie nur darauf gewartet, dass er gehen würde, hatte gehofft, dass er nicht sehen würde wie sehr auch er sie verletzt hatte. Denn sie traute sich keinesfalls vor ihm ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Auch wenn der Dunkelhaarige damit keine Probleme hatte, so fand sie sich immer wieder darin. Ständig war sie von ihren Gefühlen beherrscht und ihren ungeschickten Worten. All das bereitete ihr Probleme, sie wollte nicht das kleine Mädchen sein. Sie hatte genug davon das kleine Dummchen zu sein. Die die sich Hoffnungen gemacht hatte. Doch es schien unumgänglich, denn die Dinge waren gesagt und alles schien sie mehr oder weniger nun zu überrumpeln.

Überfordert mit dem was in ihrem Kopf herrschte saß sie dort, die Augen geschlossen und die Wangen gerötet. Doch nicht wie sonst vor Scham, sondern von der Hitze die ihren Körper durchflutete. Lene war unfähig gewesen etwas zu seinen Worten zu sagen. Wenn sie doch alles war, wieso war es dann so schwer für ihn das auch zu zeigen? Es fiel ihr schwer ihm auch nur ein einziges Wort zu glauben. Unsagbar schwer.
Alles was sie vorhin gesagt hatte, war aus dem Gefühl heraus entstanden ihm nichts zu bedeuten, was im absoluten Widerspruch stand mit dem was er sagte. Ihr Magen drehte sich um bei dem Gedanken daran wie sehr sie ihren besten Freund gerade verletzt hatte. Der Ravenclaw hatte ihr gesagt wie verletzend sie gewesen war und genau das bereitete ihr jetzt Schwierigkeiten. Mittlerweile schien es nichtig was sie zuvor gedacht hatte. Zwar waren sie beide verletzend gewesen, vor allem zu einander. Doch unbewusst hatte die Hufflepuff es geschafft einen Schlussstrich zu ziehen, wo sie nie einen gewollt hatte. Es schien als würde sie alles falsch machen. Nichts war so passiert wie sie es wollte oder wie sie es gebraucht hätte. Nein ganz und gar nicht. Alles war schlimmer gewesen als es in ihren kühnsten Albträumen hätte passieren können.

Es schien eine Ewigkeit zu vergehen bis auch die junge Schülerin aufstand. Leise schnappte sie nach Luft und versuchte sich zu beruhigen. Ihr ganzer Körper zitterte und alles schien sich dagegen wehren zu wollen jetzt aufzustehen. Wenn sie jetzt gehen würde, dann hatte sie die Wahl so zu tun als wäre nie etwas gewesen oder so zu tun als wäre Alaire ihr gleichgültig. Beides schienen unmögliche Aufgaben. Seufzend schloss sie die Augen und ergriff ihre Tasche. Mit ihrem Arm wischte sie sich die letzten Tränen aus dem Gesicht und seufzte leise. Ihr Blick ruhte ganz auf ihrer Umgebung. Was sollte sie nun tun? Sie wollte nicht zurück, sie fühlte sich nicht bereit dazu so zu leben wie jeden anderen Tag. Noch lange betrachtete sie den leeren Klassenraum, ehe sich ein Lächeln auf ihre Lippen spielte. Mit diesem Ausdruck verließ sie den Klassenraum, schloss die Tür hinter sich und versuchte sich nicht anmerken zu lassen was in ihrem Kopf vorging. In diesem Moment war alles was zählte, ihr Schauspiel und dieses aufrecht zu erhalten. So verbrachte sie den restlichen Abend wie immer, ehe sie als erste den Schlafsaal betrat und erst als sie sich sicher war, dass niemand sie sah, ließ sie das Lächeln verschwinden und dachte daran wie sehr sie alles bereute und wie sehr sie Alaire jetzt schon vermisste.

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