chapter one

Albus glaubte Tom aufs Wort, dass er es erklären könnte, denn wenn er sich recht erinnerte wäre es das erste Ereignis, dass der junge Slytherin nicht erklären konnte und das meinte der Dumbledore vielleicht gar nicht mal so negativ wie es auf den ersten Blick klingen mochte. Er war sich nicht immer ganz sicher, dass alles was der junge Mann von sich gab absolut der Wahrheit entsprach, aber zu mindestens seine Kollegen wussten immer wieder zu berichten wie überraschend positiv das Auftreten des Waisenjungens doch war. Die Begeisterung mit der sie von Tom Riddle sprachen konnte der Professor für Verwandlung jedoch nicht immer übernehmen, denn sein Verstand sagte ihm, dass eine kleine Portion misstrauen durchaus angebracht war. Die Frage war nur, ob dieses Misstrauen so einfach auf die junge Hufflepuff auszubreiten war, die nun auch anwesend war und Toms Erklärungsversuche sicher erschweren würde. Trotzdem lauschte der Lehrer aufmerksam. Es war mehr oder weniger offensichtlich, dass es keine besonders einfache Situation war, denn wenn Dumbledore annehmen musste, dass die beiden gemeinsam ein Bad genommen hatten, dann war dies äußerst Empörend, Beschämend und mehr oder weniger ein Skandal. Zu diesem Zeitpunkt konnte er aber nur an Riddle Wasser erkennen, wenn er sich nicht täuschte, die Dunkelheit konnte ihm da auch einen Strich durch die Rechnung machen. Er ließ also beide Schüler in Ruhe aussprechen, sowohl Tom als auch die junge Dame, die seine Erklärung zu ergänzen suchte. Bei der Erwähnung des Hausmeisters ließ er sogar ein leises Glucksen vernehmen. Es war offensichtlich, dass dieser nicht dafür bekannt war besonders gnädig mit den Schülern umzuspringen. Dumbledore konnte es sich bei diesem etwas rauerem Zeitgenossen durchaus gut vorstellen, wie er kleine Drittklässler, die nachts durchs Schloss eilten und wahrscheinlich sogar Angst vor ihrem eigenen Schatten hatten vor lauter Aufregung etwas verbotenes zu tun, mehr als nur ein wenig verschreckte mit seinem Gebrüll. Immer mehr drängte sich ihm jedoch die Frage auf warum genau die Vertrauensschülerin ihren Schlafsaal verlassen hatte, denn dies wurde mit keinem Wort erwähnt und er bezweifelte doch sehr, dass sie die Drittklässler im Gemeinschaftsraum der Huffelpuffs gerochen hatte und sich auf die Fährte begeben hatte. Es entsprach immer seinem Interesse sich nicht sein eigenes Bild von dem Geschehen zu machen und möglichst die Wahrheit zu erfahren, also wollte er ihr auch nicht irgendwelche Motive andichten, die sie nicht gehabt hatte. Es lag ihm mehr daran die Schüler zu verstehen als sie zu bestrafen und so schätzte er es auch, wenn man ihm die Wahrheit sagte und er glaubte doch sehr was den Hausmeister und die Drittklässler betraf die Wahrheit erfahren zu haben, denn er hatte ja den Tumult gehört, der auf diesem Gang stattgefunden hatte. Er glaubte ihr aufs Wort, dass er sie nie wieder nachts auf den Gängen antreffen würde, wenn sie keinen Dienst hatte, und nicht nur weil sie geschickter sein würde, sondern weil ihr es sehr unangenehm war. Er kannte sie als vorbildliche Schülerin, vor allem in seinem Fach war sie sehr begabt. “Darf ich erfahren aus welchem Anlass Sie den Gemeinschaftsraum verlassen haben, Miss Merryweather?“ Erkundigte er sich trotzdem, denn dies war das Detail was ihm an dieser Gesichte noch fehlte und ihn doch sehr interessierte. Er musterte die Hufflepuff genau und kam nicht um den Verdacht herum, dass auch sie ein Bad zum Ziel gehabt hatte, doch das sie es gemeinsam genommen hatten oder sich gar verabredet hatten wollte er ihr keineswegs unterstellen, schließlich war ihm bis dato nicht einmal bekannt gewesen, dass sie Kontakt zu Riddle pflegte und er war einmal so arrogant anzunehmen, dass dieser Kontakt also auch noch nicht lange bestand, auch wenn Arroganz in manchen Fällen, gerade ihm äußerst schadete. In diesem Moment aber ließ Tom ein Husten vernehmen und Dumbledores Aufmerksamkeit richtet sich direkt auf ihn. Natürlich war es nicht seine Art die Gesundheit seiner Schüler aufs Spiel zu setzen nur um sie zu bestrafen und in diesem Fall war es doch recht kühl und zugig auf dem Gang und hinzu kam wohl auch, dass sie nicht gerade dick eingepackt waren. “Das klingt nicht gut, Tom.“ Sagte er. “Sie scheinen doch falsch gekleidet um noch weiter auf dem Gang zu verweilen. Bevor sie sich noch alle beide den Tod holen brechen wir lieber zu ihren Gemeinschaftsräumen auf. Ich werde sie bis ins Erdgeschoss begleiten.“ Sagt er und nickte den Gang herunter um anzudeuten, dass sie sich auf den Weg machen sollten. Niemand sollte frieren, nur damit er seine Neugierde befriedigen konnte und in diesem Fall schien es ihm wirklich nicht so wichtig das fehlende Puzzelteil zu finden, denn er war sich sehr sicher, dass Desdemona Merryweather kein skandalöses Missverhalten an den Tag gelegt hatte und alles andere war von geringerer Bedeutung. Mit einer Handbewegung trieb er sie an sich in Bewegung zu setzen und er selber ging zügig los und erleuchtet den Weg zusätzlich mit seinem Zauberstab ein wenig. “Natürlich wird ihr Regelverstoß nicht ohne Konsequenzen sein, aber ich denke es ist nicht nötig, dass sich die Kunde ihres Ausflugs weit verbreitet, dies würde nur zu interessanten Schlussfolgerungen seitens ihrer Mitschülern führen.“ Er zwinkerte den beiden kurz zu und ein leicht amüsiertes Lächeln legte sich auf seine Lippen als er weitersprach. “Immerhin haben sie das Pflichtbewusstsein aufbringen können ihre Mitschüler zu deren Gemeinschaftsraum zu führen. Sagte er sanft. Das war bei dieser Tat nicht zu missachten, denn immerhin hätten sie auch gemeinsame Sache machen können und alle ohne Punktabzug davon kommen können, wenn sie ihn nicht getroffen hätten. Immerhin hatte sein nächtlicher Rundgang sich doch noch gelohnt.

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